InDesign CS6 Grundkurs

PDF-Standards

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Es existieren eine ganze Reihe von PDF-Normen. Erfahren Sie in diesem Video, was bei den drei wichtigsten PDF-Standards zu beachten ist und wie Sie bei einem professionellen Prepress-Workflow vorgehen sollten.

Transkript

Wenn Sie ein InDesign-Dokument in einer Druckerei drucken lassen wollen, so ist die geeignete Variante, dass Sie aus InDesign heraus ein PDF erstellen. Es ist heute absolut unüblich und eigentlich auch nicht mehr sinnvoll eine offene, sprich eine InDesign Datei der Druckerei anzuliefern. Hierzu wäre es notwendig, dass Sie die verwendeten Schriftarten mitgeben und dass Sie auch alle verwendeten Bilder ebenfalls mitgeben, dadurch wird die Datenmenge in der Regel sehr groß und die Druckerei wird am Ende des Tages ohnehin erst ein PDF erstellen, wenn Sie nun ein PDF erstellen, so gibt es ein paar Dinge die dabei zu beachten sind. Es gibt nämlich hier ein paar PDF Normen. Mit diesen Normen werden Sie in der Regel von der Druckerei darüber informiert, in welcher Art und Weise Sie das PDF-Dokument bitte anliefern sollen. Hier sind einmal die drei wichtigsten Varianten aufgeschrieben, zum einen ist da das PDF x1a. Im übrigen die PDFx Normen, sind immer die Normen, die dafür geeignet sind um ein Dokument entsprechend zu drucken. Es gibt auch noch andere PDF Normen ,beispielsweise PDF A. PDF A ist dafür gedacht ein Dokument zu archivieren, aber wir wollen es ja ausdrucken, also ist PDFx für uns das richtige. PDF x1a ist wenn Sie so wollen, der kleinste gemeinsame Nenner. Das unterstützt letztendlich eigentlich jede Druckerei. Was ist hierbei zu beachten? Das ist bereits deutlich älter, dieses Format beruht auf der PDF-Version 1.3 und diese wurde mit Acrobat 4 eingeführt. Innerhalb dieses PDF-Dokuments müssen alle Farben in CMYK umgewandelt sein, beziehungsweise in CMYK angelegt werden. Das einzige, was Sie noch verwenden dürfen sind solche Sonderfarben, wie beispielsweise HKS und Pantone Töne. Hierdurch wird die Druckerei dann gezwungen, eine zusätzliche Druckplatte zu verwenden, sofern in ihrem PDF eben diese Sonderfarben angelegt sind. PDF x1a unterstützt keine Transparenzen, InDesign selber wird beim Export sollche Transparenzen reduzieren. Wo treten klassischerweise zum Beispiel Transparenzen auf? Überall da, wo Sie einen Schlagschatten haben muss InDesign diese Transparenz reduzieren und dann landet die reduzierte Information in dem PDF-Dokument. Die zweite Variante hier ist das PDFx3. Sie sehen das beruht auf dem selben Acrobat Standard, nämlich 4 mit der Version 1.3. Zusätzlich zu CMYK und Sonderfarben dürfen hier nun RGB-Bilder beziehungsweise Bilder im LAB Format abgeliefert werden. LaB ist jsehr unüblich, spielt in der Praxis kaum eine Rolle, aber RGB spielt natürlich eine große Rolle, wenn Sie Bilder von einer Digitalkamera haben, oder von einem Scanner, liegen diese Bilder immer im RGB-Format vor und wenn diese RGB-Daten nun mitgeliefert werden, dann muss die Maschine innerhalb der Druckerei, das RIB muss diese RGB-Daten dann CMYK umwandeln. Diese Umwandlung muss nicht auf ihrer Maschine passieren. Die Variante, dass Sie auf Ihrem Rechner mit RGB Daten arbeiten und nicht mit CMYK Date, wird auch als medienneutraler Druck bezeichnet, weil dann erst ganz zum Schluss die Daten entsprechend umgewandelt werden. Auch bei PDF x3 sind Transparenzen nicht möglich, also auch hier sorgt das InDesign entsprechend dafür, dass die Transparenzen reduziert werden. Die aktuellste Variante das ist hier dieses PDF X4. Da sind RGB LAB Sonderfarben und CMYK erlaubt. Zusätzlich darüber hinaus sind aber noch Transparenzen erlaubt , sodass die Maschine das RIB in der Druckerei die Transparenzen erst reduziert. Man fragt sich jetzt vielleicht, was ist denn nun das Beste? Da kann man trefflich darüber streiten, was das Beste ist. Das hängt sicherlich auch immer ein bisschen vom Einzelfall ab, aber so die Marschrichtung ist, dass man sagt die ganzen Umwandlungen sollen so spät wie möglich passieren, also eine RGB nach CMYK Umwandlung soll so spät wie möglich passieren. Eine Transparenzreduzierung soll so spät wie möglich passieren, also nicht bei ihnen sondern in der Druckerei, So das PDF X4 das beste “beste” bitte in Anführungszeichen, gesetzte Format ist. Leider wird dieses PDFx4 derzeit von relativ wenigen Druckereien unterstützt. Noch ein kleiner Seitenhieb an so manche Druckerei. Sie werden bei mancher Druckerei in der Beschreibung finden, wie denn die PDF-Dokumente anzuliefern sind. Dort steht dann drin, Sie können uns PDF x3 Dokumente anliefern. Dort dürfen aber nur CMYK Farben drin sein. Das ist dann eine Beschreibung, die eigentlich nicht der Spezifikation entspricht. Die Druckerei hätte dann auch sofort schreiben können, dass Sie Dateien im PDF x1a Format erwartet. Das war ein kleiner und eher oberflächlicher Überblick, allerdings mit den wichtigsten Informationen rund um PDF Normen und damit kommen Sie im Alltag eigentlich schon ganz gut klar, wenn Sie diese drei Normen hier unterscheiden können.

InDesign CS6 Grundkurs

Machen Sie sich mit der Leistungsfähigkeit von InDesign CS6 systematisch und praxisorientiert vertraut, um Ihre Dokumente zu gestalten und für den Druck aufzubereiten.

10 Std. 54 min (97 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!