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Kreativ arbeiten mit Nik-Filtern

Tonemapping

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Tonemapping bezeichnet die Dynamikkompression von HDR-Bildern. Sehen Sie in diesem Video, welche unterschiedlichen Methoden Ihnen dabei zur Verfügung stehen.
10:49

Transkript

Zum Tonemapping haben Sie in HDR Efex Pro eine Vielzahl an Möglichkeiten. Die finden Sie hier alle auf der rechten Seite. Auf der linken Seite finden Sie die Voreinstellungen. Das sind Kombinationen der Einstellungen, die man rechts vornehmen kann. Sie machen es einfach, schnell ein passendes Ergebnis zu erzielen. Wenn Ihr Bild also beim Öffnen erst in der Standardeinstellung dargestellt wird, muss das nicht gleich das Optimum sein. Scrollen Sie einfach mal durch. Schauen Sie sich die anderen Varianten an. Wenn's mehr in Richtung malerisch gehen soll, oder in realistisch, können Sie hier oben eine Kategorie wählen und das Ganze direkt anspringen. Sie können dann auch eigene Voreinstellungen hinzufügen. Das machen Sie hier unten über diesen Knopf. Da würden Sie draufklicken, einen Namen vergeben, und dann erscheint das hier links in der benutzerdefinierten Kategorie. Da gibt es ebenfalls kleine Vorschauen. Auch hier können Sie das über das Plus-Symbol erreichen. Sie können ebenfalls eine eigene, neue Voreinstellung hinzufügen. Rechts haben Sie wie gesagt die ganzen Bedienelemente. Hier unten haben Sie in HDR Efex Pro nicht nur die Lupe, sondern Sie haben auch ein Histogramm. Sie können also umschalten und sehen jetzt hier die einzelnen Kanäle in den entsprechenden Farben, also grün, rot und blau. Sie haben auch den Gesamtkanal hier als schwarze Linie. Damit können Sie die Änderungen, die Sie im Bild vornehmen, etwas kontrollieren und herausfinden, was die einzelnen Regler hier machen. Der wichtigste Regler ist der ganz oben: die Tonwertkomprimierung. Das ist ja jetzt das HDR, das heißt, es enthält die gesamte Helligkeitsinformation dieser Szene, von den Tiefen bis zu den Lichtern, aber sie werden auf dem Bildschirm nicht alle gleichzeitig dargestellt. Null Prozent ist jetzt hier so ein Mittelding. Es wird also ein Kompromiss angewendet, der das Bild ganz gut erscheinen lässt. Wenn Sie das nach links ziehen, sehen Sie das eigentliche HDR, Also mit einem sehr hellen Himmel und einem sehr dunklen Vordergrund, was Sie dann mit der Belichtung nach links und rechts schieben können, das sehen Sie hier am Histogramm. Jetzt sehe ich vor allem die dunkleren Bildbereiche. Wenn ich die Belichtung nach links ziehe, kommt Zeichnung in die hellen Bereiche. Den Regler können Sie einfach per Doppelklick zurücksetzen. Widmen wir uns wieder der Tonwertkomprimierung. Denn wir können den hohen Kontrast – das sehen Sie hier, die Tonwerte liegen vor allem links und rechts im Histogramm; in der Mitte ist nichts vorhanden – diese Tonwerte können Sie hiermit komprimieren. Sie schieben also die Tonwerte von links und von rechts zur Mitte. Genau das macht dieser Regler. Ziehe ich den Regler ganz nach rechts, sehen Sie, wie alles in der Mitte landet. Das Bild sieht jetzt vielleicht interessant aus, aber nicht so gelungen. Sie sehen aber, wie die Tonwerte hier zusammengedrängt wurden. Das ist eine Tonwertkomprimierung, wo die Lichter abgedunkelt und die Tiefen aufgehellt werden. Dadurch werden die Tonwerte in die Mitte, also in Richtung Grau verschoben. Mit der Belichtung können Sie die ganzen Tonwerte nach links oder rechts werfen. Wenn ich die Belichtung jetzt mal wieder nach rechts ziehe, sehen Sie, wie das Ganze wieder in den entsprechenden Bereich wandert und das Bild sich entsprechend ändert. Die Presets blende ich mal aus, damit wir mehr Platz fürs Bild haben. Wir passen zunächst die Belichtung und die Tonwertkomprimierung an. Die ist hier viel zu hoch. Ich ziehe das mal etwas zurück. So passt das schon ganz gut. Sie sehen, hier enden die Tonwerte, bevor sie an der rechten Seite angeschlagen. Wir haben also kein reines Weiß im Bild. Das können Sie wieder mit dem Belichtungsregler machen. Schieben wir das Ganze etwas nach rechts, wirkt das Bild sofort etwas natürlicher. Jetzt haben wir eine Tonwertverteilung, die den Kontrasten im Bild am besten gerecht wird. Wir haben jetzt zwar noch sehr helle Himmel. Wir haben aber auch Zeichnungen hier in der Scheune drin. Jetzt können Sie das mit dem Kontrast weiter beeinflussen, also ihn erhöhen. Dann hätten wir wieder eine Szene, für die kein HDR notwendig gewesen wäre. Wir können den Kontrast auch verringern, verlieren dann aber die Prägnanz im Bild. Ich würde den Kontrast dennoch ein wenig senken, nur um 5 %, damit das Ganze ein wenig gefälliger aussieht. Mit der Sättigung beeinflussen Sie die Farbigkeit im Bild. Soll es richtig bunt sein, ziehen Sie ihn nach rechts. Möchten Sie es gedämpfter, ziehen Sie ihn nach links. Für eine Schwarz-Weiß- oder eine farbarme Konvertierung wäre das interessant. Belassen wir es mal bei einem farbigen Bild. Ich senke die Sättigung hier nur ganz gering ab. Mit dem Strukturregler können Sie, wie in den anderen Nik-Plugins auch, in denen es Strukturregler gibt, die Strukturen im Bild verstärken oder abschwächen. Eine Abschwächung wäre nach links. Dann haben Sie einen malerischen Eindruck, den es viel in Voreinstellungen gibt. Oder Sie ziehen ihn nach rechts für ein hochkontrastiges Aussehen des Bildes. Dann haben Sie wirklich Strukturen hier in den Wolken und Gräsern, alles wird sehr betont und wirkt so sehr illustrativ. Mit dem Schwarzregler beeinflussen Sie, wie die Tiefen aussehen sollen. Wenn Sie ihn nach links ziehen, entfernen Sie quasi Schwarz aus dem Bild. Sie können Schwarz hinzugeben, indem Sie ihn nach rechts ziehen. So können Sie im Prinzip eine Art Tonwertkorrektur durchführen. Das sehen Sie auch im Histogramm. Achten Sie mal auf die Position der linken unteren Ecke. Wenn ich das Schwarz erhöhe, wird hier das Ganze abgeschnitten. Am anderen Ende des Spektrums haben wir die hellen Töne. Dafür ist dieser Weißregler da. Sie können alles etwas flauer machen, indem Sie Weiß herausnehmen, oder Sie können Weiß hinzugeben, indem Sie das Ganze etwas beschneiden. Das sieht in diesem Fall recht gut aus, vielleicht nicht ganz so stark. Ich gebe also etwas mehr Weiß hinzu, um dem Kontrast schön zu halten. Mit dem Wärmeregler können Sie das Bild ein wenig tonen, also entweder kühl gestalte, damit verstärken Sie die blauen Töne im Bild, also z. B. hier oben den Himmel. Indem Sie ihn nach rechts ziehen, können Sie das Bild etwas wärmer gestalten. Das gefällt mir in der sommerlichen Szene, also erhöhen wir die Wärme ein wenig. Jetzt wird's interessant: Hier haben wir die HDR-Methode. Sie wissen ja, ein HDR-Programm muss das HDR zu einem LDR komprimieren, einem Low Dynamic Range-Bild, sodass es auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Dafür ist der Regler oben verantwortlich, also die Tonwertkomprimierung. Aber wie die Tonwertkomprimierung erfolgt, ist von Programm zu Programm unterschiedlich, so auch in HDR Efex Pro. Hier haben Sie nicht nur drei HDR-Methoden für diese Tonwertkomprimierung, sondern sehr viele. Die können Sie nach und nach einfach mal ausprobieren. Wir sind jetzt bei der natürlichen Variante. Aber Sie sehen, die Stärke der Methode steht noch auf Null. Das ist eine Tonwertkomprimierung nach dem Grundalgorithmus von HDR Efex Pro. Möchte ich die HDR-Methode Natürlich anwenden, muss ich die Stärke der Methode erhöhen. Ich ziehe den Regler nach rechts und Sie sehen, wie sich das Bild gleich ein wenig verändert. Wenn ich ihn ganz nach rechts ziehe, haben wir 100 % Natürlichkeit. (lacht) Natürlich muss man dann die Parameter noch anpassen. Die Belichtung wäre jetzt zu hoch, die müsste ich etwas zurückfahren. Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie einfach die Methode Natürlich einstellen und das Bild gleich natürlich aussieht. Sie müssen hier oben auch die Parameter anpassen. 100 % ist nicht immer die geeignete Methode, sondern Sie müssen das unter Sichtkontrolle machen. Ziehen Sie den Regler einfach Stück für Stück nach rechts und schauen Sie sich im aktualisierten Bild an, ob diese Änderung zum Guten oder zum Schlechten war, jeweils aus der Sicht Ihrer Erwartungen. Dann können Sie diese verschiedenen Methoden einfach mal ausprobieren. Die Natürliche versucht, das Ganze natürlich zu halten, von den Farben her, wie auch von den Helligkeitsverhältnissen. Sie haben dann noch mehr, z. B. Halos reduzieren. Es gibt mitunter sehr unschöne Säume entlang von Kontrastkanten. Sie sind aber ein von vielen geschätztes Stilmittel in der HDR-Fotografie. Hier können Sie das bei Nichtgefallen reduzieren und damit ebenfalls sehr natürliche Ergebnisse erzielen. Die Namen der Methoden entsprechen dem Ergebnis ganz gut. Nehmen wir hier mal Grobe Details und erhöhen die Methode. Dann werden vor allem die größeren Details betont. Wenn wir jetzt Dunkle Texturen wählen, dann haben wir vor allem die dunklen Bestandteile der einzelnen Bildbereiche, die quasi dem Bild weich überlagert werden. Das Gegenteil macht Helle Texturen. Das ist diese Methode. Sie sehen, jetzt werden vor allem die hellen Bestandteile jeweils an der entsprechenden Bildstelle dem Bild überlagert. Ich kann Ihnen im Prinzip jede einzelne Methode zeigen, aber am besten ist es, Sie probieren es einfach aus. Scharf macht das Bild ein bisschen knackiger. Bei Fresco wirkt das Ganze wie gemalt. Weich / Dunkel, dann wird es weich und dunkel. Im Prinzip ist es selbsterklärend. Sie sollten die einfach mal ausprobieren. Dann gibt's hier noch Beleuchten. Wie stark Sie die Tonwerte komprimieren, hängt von der Wirkung der Methode ab, Bleibe ich bei Beleuchten, ziehe die Tonwertkomprimierung ganz nach rechts und senke die Belichtung etwas ab, sieht das ganz anders aus, als wenn ich die Methode auf Natürlich stelle. Das ist wirklich ein wenig Erfahrung und Spielerei, Experimentierfreude, die Methode Ihrer Wahl herauszufinden, die auf das jeweilige Bild passt. Weil das wirklich so komplex ist, hier das Richtige herauszufinden, sind diese Stile auf der linken Seite wirklich eine große Hilfe. Das hatte ich anfangs schon erwähnt, aber ich weise da noch einmal darauf hin, denn Sie haben hier die einzelnen Vorschauen, klicken sie an, hier werden die Methoden und globalen Anpassungen eingestellt und Sie können das Ganze dann einfach fein tunen. Das ist wirklich sehr komfortabel. Das wären die globalen Einstellungen. Wir könnten noch versuchen, das Ganze etwas gefälliger zu gestalten. Sie müssen sich im Klaren sein, dass das hier nur eine Vorschau ist. Das sehen Sie, wenn wir hier mal in die Lupe wechseln und ich auf die Zweige zoome. Die sind in der Abbildung unten rechts sehr viel größer. Das ist das Original. Wenn ich das doppelklicke oder versuche, stark einzuzoomen, dann geht ein Navigator auf, aber ich befinde mich nach wie vor nur in der kleinen Vorschau. Das Ergebnis, was Sie hier sehen, muss nicht unbedingt dem entsprechen, was Sie später in Photoshop sehen. Ich zoome wieder raus, senke die Struktur ein wenig, damit das Rauschen nicht so verstärkt wird. Wir widmen uns dann im nächsten Film der Optimierung der einzelnen Bildbestandteile.

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Erscheinungsdatum:02.02.2012
Aktualisiert am:05.09.2014

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