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Kreativ arbeiten mit Nik-Filtern

Vorschärfung mit dem Raw-Presharpener

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Ein Bild aus einer Digitalkamera ist immer etwas unscharf. Lernen Sie in diesem Video, wofür Sie den Presharpener brauchen und wie Sie eine Vorschärfung durchführen.
07:21

Transkript

Ein Foto aus einer Digitalkamera wird ungeschärft immer ein wenig unscharf wirken. Und das klingt an sich erst mal banal, aber woher kommt diese Unschärfe. Zum einen durch die Technologie der heutigen Kameras, der Chip ist so aufgebaut, das aus drei Farbkanälen das gesamte Bild generiert wird und dabei entstehen Unschärfen, weil einige Pixel interpoliert werden müssen. Das ist also ein Faktor. Der andere Faktor ist, wenn sie aus Camera-Raw ein Bild ungeschärft ausgeben und auch nicht rauschreduziert und dieses dann mit Dfine entrauschen, dann haben Sie natürlich auch dadurch noch einige Unschärfen im Bild. Und das sehen Sie hier bei diesem Bild recht schön, wie weich das wirkt. Weich und detailarm. Vor allem hier im Gras, achten Sie mal drauf, da sind sehr wenige Strukturen vorhanden. Und wenn sie dieses Bild jetzt so durch den gesamten Bearbeitungsablauf mit hindurch schleppen und erst ganz am Ende ganz kräftig schärfen, dann werden Sie dadurch letztendlich eine Überschärfung haben und trotzdem nicht so viele Details. Das heißt, Sie haben ein detailarmes überschärftes Bild, und das ist natürlich nicht das Optimum. Was ihr also geraten ist, wäre eine leichte Vorschärfung durchzuführen. Und die soll das Bild nicht endgültig Schärfen, deswegen sagen wir auch Vorschärfung, sondern wirklich nur eine leichte Erhöhung des Detailgrads bewirken. Und genau dafür gibt es den Presharpener von Sharpener Pro3. Und den rufe ich jetzt einfach mal auf, über Filter Nik Software Raw Presharpener. Also der ist immer angebracht, wenn sie ein Bild gerade mit Dfine entrauscht haben, dann wenden Sie zunächst vor allem anderen diesen Presharpener an. Und jetzt zoome ich mal raus. Dann haben wir hier unten rechts in der Lupe eine Vorher-Nachher-Vorschau und Sie sehen, ich habe jetzt hier ganz einfach die Standardeinstellungen gewählt. Und jetzt vergleichen Sie mal, wenn ich mit dem Mauszeiger durch das Bild fahre, wie unten in der Lupe der Vorher-Nachher-Zustand, links das ist vorher, rechts ist nach dieser Nachschärfung. Schauen wir uns mal hier die Baumwipfel an, auch hier wesentlich mehr Details. Und das ganze passiert ohne irgendwelche Helligkeitssäume zu erzeugen. Denn das wäre zu diesem Zeitpunkt tödlich. Wie gesagt, es handelt sich hier um eine Vorschärfung und die soll so gering wie möglich, aber so stark wie nötig erfolgen. Und so stark wie nötig heißt, dass Sie Details schaffen in dem Bild, die sie deutlich voneinander unterscheiden können. Achten Sie jetzt mal auf die Lupe links, da sehen Sie so ein verwaschenes Gras und rechts, da sehen sie fast einzelne Grashalme ein wenig. Oder auch die Steine, die hier deutlicher zutage treten. Mir persönlich wäre das jetzt etwas zu scharf zu diesem Zeitpunkt. Und dafür haben Sie dann den Regler adaptive Schärfe, mit dem Sie den Grad der Schärfung noch beeinflussen können. Und ich packe diese Lupe einfach mal an eine bestimmte Stelle, sagen wir mal hier, wo man das Vorher-Nachher sehr gut vergleichen kann, und zwar hier an diesen Zweigen. Und da könnte ich jetzt die adaptive Schärfe natürlich auch mal erhöhen, um Ihnen zu zeigen, wie weit das gehen kann. Das wäre zu diesem Zeitpunkt eine deutliche Überschärfung, das sehen Sie bereits in der großen Vorschau. Das wäre also zu viel des Guten und ohne jede Schärfe, das wäre zu wenig des Schlechten oder zu viel des Schlechten, zu wenig des Guten. Bei der Mitte, da sind wir in der Regel ganz gut dabei, aber wenn sie den Eindruck haben, das führt zu weit, dann können Sie hier die adaptive Schärfe ein wenig senken. Was Sie aber auch machen können ist es, hier vor allem die Schärfung auf die Flächen beziehungsweise die Kanten zu beschränken. Und das können Sie tun, indem Sie einfach an diesem Regler ziehen. Jetzt werden ausschließlich Kanten geschärft und dazu zoomt man an eine andere Stelle, dass sehen Sie hier recht schön. Innerhalb der Baumstrukturen erfolgt keine Schärfung sondern ausschließlich entlang von Kontrastkanten. Das sehen Sie beispielsweise hier bei diesem verrosteten Kühlschrank recht gut. Und den werde ich hier mal festtackern und zwar so. Dann könnten sie zwischen links und rechts recht gut vergleichen. Wenn ich jetzt mal die Flächen schärfe, dann werden hier ausschließlich die Flächen, also die Details in diesen Flächen sehr stark verstärkt. Und das sieht hier einfach unschön aus. Und auch hier ist man in der Regel bei einer mittleren Vorschärfung ganz gut dabei. Ich würde dazu raten, in der Regel, bei der Vorschärfung ein wenig mehr in Richtung Kantenschärfung zu gehen. Wenn Sie jetzt ein Bild haben, mit einer sehr hohen ISO aufgenommen, das heißt, das ist sehr verrauscht, und sie möchten dieses Vorschärfen, sollten Sie hier die Einstellung für die Bildqualität Hoher ISO nehme. Und das verhindert, dass dieses unangenehme Rauschen mit verstärkt wird. Diese Vorschärfung, die können Sie natürlich jetzt auf das gesamte Bild anwenden, aber letztendlich, warum sollen wir diesen strukturlosen Himmel mit schärfen. Und den können wir ganz einfach ausschließen, beispielsweise mit der Kontrollpunkt-Methode. Sie haben hier die gleichen Methoden zur Verfügung, wie in Dfine. Also Kontrollpunkte beziehungsweise Farbumfang, und dass funktioniert auch ganz genau so. Ich kann mich als entscheiden, ich schließe den Himmel aus, mit einem --Kontrollpunkt, setzte hier diesen Kontrollpunkt, erhöhe den Radius, und passe dann hier entsprechend die Deckkraft an. In diesem Fall möchte hier gar keine Vorschärfung für den Himmel, also lasse ich das einfach auf 0. Ich kontrolliere dann mal hier die Maske und ich sehe, ich habe den Himmel weitgehend ausgeschlossen. Um auch diese Wolken hier noch zu erwischen, ziehe ich einfach hier mit gehaltener Alt-Taste diesen Punkt auf diese Wolken. Und diese Maske wäre mir gut genug, ich hätte aber gerne die Wellen schon ein wenig geschärft. Denn wenn wir uns die mal anschauen in der Vorschau, und dazu blende ich mal die Effektmaske wieder aus, dann gewinnen die doch an Details, wenn man diese Schärfung entsprechend durchführt. Und ich setze hier mal diesen Pin an diese Stelle und konzentriere mich jetzt mal nur auf die Schärfung des Wassers. Und dafür setze ich hier einen positiven Kontrollpunkt. Passe diesen Radius an und auch die Schärfung. Sie sehen, das ist jetzt hier die maximale Schärfung. Und das wäre ohne jede Schärfung. Und achten Sie jetzt mal nur auf den rechten Bereich in der Lupe. Wenn ich das Ganze mal nach rechts ziehe, dann wirkt das Ganze wesentlich detailreicher. Genau das ist der Effekt, den ich hier erreichen möchte, nur nicht ganz so stark, denn sie sehen hier, in den Flächen wurden einige Rauschdetails mit verstärkt. Also senke ich hier diese Vorschärfung ein klein wenig, sagen wir mal auf 53 bis 40%, ich bleibe mal bei 44 und dann sieht das Ganze schon angenehmer aus. Auf der anderen Seite könnten Sie natürlich auch in diesem Bild ganz anders arbeiten. Und zwar über den Farbumfang. Hier können Sie genauso wie in Dfine bestimmen, dass Sie den Himmel, der in diesem Fall blau ist, wo Sie also die Farbe aufnehmen, hier mit der Pipette, sehr gering vorschärfen möchten. Und da, für die Bäume, die ja grün sind, nehmen Sie jetzt mal das Grün auf, was Sie sehr stark vorschärfen möchten. So können Sie das festlegen hier. Punkt für Punkt für die einzelnen Bereiche. Auch hier haben Sie quasi unendlich viele Farbaufnehmer. So können Sie das optimieren, je nach Farbbereichen. Beispielsweise den Ozean, den hätte ich gerne so mittel geschärft, und vielleicht hier vorne die Steine. Nehme ich einen weiteren Punkt und Sie sehen, die Farbe ist recht ähnlich, aber nicht ganz identisch, die hätte ich gerne ein wenig stärker geschärft. So, dann schauen wir uns das Ganze noch mal bei 100% an. Das ist Vorher, das Nachher, das ist sehr subtil. Vorher weich, hinterher leicht nachgeschärft, und das ist die Anwendung von diesen Presharpener, eine wichtige Sache, wenn sie wirklich am Ende der ganzen Bildbearbeitung die maximalen Details aus dem Bild herausholen wollen.

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Erscheinungsdatum:02.02.2012
Aktualisiert am:05.09.2014

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