Photoshop für Illustratoren: Malen

Ausschneiden und transformieren

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Durch die vielen Effekte entsteht aus der ursprünglich abstrakten Farbkomposition langsam eine gegenständliche Szene. Um dem Ganzen noch mehr Tiefe zu verleihen, sollten Sie gezielt Teile des Bilds ausschneiden und verformen.
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Transkript

Wir wollen unsere Szene, die sich mittlerweile aus unserer abstrakten Farbkomposition herausgeschält hat, weiter verfeinern. Und dazu werden wir jetzt anfangen, einzelne Teile aus dieser Szene herauszuschneiden. Wir haben ja alles auf der Hintergrundebene liegen, und ich möchte hier jetzt ein bisschen eingreifen, und ich benutze das Lasso-Werkzeug, um Teile dieser Komposition auszuschneiden, z.B. diesen Teil hier, und auf eine eigene Ebene zu legen. Es gibt dafür übrigens einen sehr praktischen Shortcut: Strg+J. Mit Strg+J kopieren Sie den Inhalt einer Selektion direkt in eine neue Ebene. Wenn ich jetzt meinen Hintergrund ausschalte, dann sehen wir, dieser Inhalt liegt jetzt hier drin. Weshalb habe ich das jetzt gemacht? Als erstes will ich mal, dass Teile dieses Hintergrundes hier, mit den Bäumen und diesem leichten Nebel, die sollen auch noch unter dieser Wurzel zu sehen sein, und jetzt schauen wir mal was passiert: Ich nehme mir hier wiederum mit dem Lasso-Werkzeug einen Teil heraus, und ich muss in der Nähe der Bildgrenze aufpassen, dass er nicht immer abhaut. Den habe ich hier jetzt dupliziert, bzw. ich habe ihn erst mal nur ausgewählt. Ich dupliziere ich ihn jetzt, indem ich wieder Strg+J drücke, und jetzt landet auch dieser Teil des Bildes wieder auf seiner eigenen Ebene, und ich kann ihn jetzt herumschieben. Ich kann ihn jetzt hinter diese Wurzel schieben. Dadurch wird auch ein Teil des Hintergrundes hinter unserer Wurzel sichtbar. Was ich jetzt machen kann, ist, jetzt nehme ich mir den Radierer, und da gucke ich mir erst einmal an, wie der eingestellt ist. Ich brauche jetzt einen großen, weichen Radierer. Ich fahre also die Härte hier runter. Die Größe brauche ich noch größer, und noch größer. Das passt. Jetzt können wir auch gleich sehen, warum die Werkzeugvorgaben durchaus praktisch sind. Ich speichere nämlich jetzt diesen Radierer, so wie ich ihn eingestellt habe, direkt ab, und nenne ihn: "Weichen Radierer". Dieser weiche Radierer liegt jetzt zusammen mit meinen Pinseln hier in diesen Werkzeugvorgaben. Ich kann jederzeit zu ihm wechseln. Eingestellt habe ich ihn mir, um hier diese Kante, die sich ergeben hat, rauszuradieren aus dieser Ebene. Ich will also, dass das alles weich ineinander übergeht, und auch hier möchte ich die Kante etwas weicher haben. Ich möchte nur, dass hier noch ein bisschen Hintergrund noch hinter dieser Wurzel zu sehen ist, einfach um die Räumlichkeit zu verstärken, um zu zeigen, dass die Wurzel hier vor dem Hintergrund verläuft. So, welche Elemente können wir noch ausschneiden? Ich wechsele jetzt in die Ebene, in der unter Baum liegt, unsere Wurzel, und ich werde jetzt einen ungewöhnlichen Trick vornehmen: Ich schneide mir Teile dieser Wurzel aus. Da ist er mir wieder abgehauen. Wiederum Strg+J. Jetzt habe ich hier diese duplizierte Wurzel auf einer eigenen Ebene liegen, und die kann ich jetzt herumschieben. Jetzt werde ich ein Werkzeug verwenden, da habe ich selber lange darauf gewartet, dass das in Photoshop verfügbar wird. Ich kannte es schon aus Aftereffects. Aber jetzt gibt es das auch mit der Version CS 5 auch in Photoshop: Es ist das "Formgitter". Damit wird jetzt so ein leerer Inhalt mit einem Mesh überzogen, und ich kann jetzt kleine Punkte darin setzen. Wenn ich auf diese Punkte klicke, dann kann ich diesen Inhalt verzerren, und da ahnt man jetzt vielleicht auch schon, welchen Plan ich damit verfolge: Ich wollte nämlich diese schöne Wurzel, die wir da haben, einfach mal duplizieren, und mir eine weitere Wurzel an der Seite entlang wachsen lassen. Ich greife also zurück auf Bildinhalte, die schon da sind, und dupliziere sie einfach, und bringe sie mit diesem Formgitter-Werkzeug sozusagen in Form. Ich möchte, dass diese Wurzel nach unten ein bisschen schmaler wird, also setze ich mir Punkte und ziehe das Ganze einfach so, wie es mir gefällt. Das ist wirklich eine Funktion, die unglaublich hilfreich ist, besonders wenn man ein bisschen Zeit sparen möchte. Zack, da ist sie, unsere neu gesetzte Wurzel. Damit diese sich jetzt noch ein bisschen besser abhebt von den Elementen, die dahinter liegen, wähle ich mir jetzt die Ebene aus, mit der Wurzel die dahinter liegt. Jetzt nehme ich mir meinen großen, weichen Pinsel, nehme hier etwas von dem dunklen Schwarz, und hinter dieser Wurzel dunkle ich jetzt ei bisschen ab, um anzudeuten, dass die Wurzel auch Licht abhält, einen kleinen diffusen Schatten wirft nach hinten. Auch hier unten sorge ich dafür, dass die Wurzel ein wenig Dunkelheit erzeugt. Einfach, damit sie sich besser absetzt. Diesen Spaß kann man jetzt noch ein paar Mal wiederholen, und das will ich auch machen, wenn wir schon mal dabei sind. Ich hole mir jetzt aus  unserer ursprünglichen Wurzel noch einmal einen kleinen Teil raus. Wiederrum mit Strg+J wird dieser dupliziert, in seine eigene Ebene gelegt. Den ziehe über die letzte Wurzel, die wir gemacht haben drüber, und mit Strg+T aktiviere ich das Transformieren-Werkzeug. Jetzt mache ich diese Wurzel erst etwas kleiner, so vielleicht, und verwende jetzt noch einmal das Formgitter-Werkzeug. Was ich hier machen will, ist einfach noch einen kleinen Wurzelausläufer zu erzeugen, der sich da noch ein bisschen entlang schlängelt. Vielleicht um so einen Felsen hier herumschlängelt, und dann dort in der Erde verschwindet. Alles, was ich jetzt noch machen muss, ist, ähnlich wie bei dem Hintergrund eben, ich wähle mir hier meinen weichen Radierer aus, der ist jetzt eventuell eine Spur zu groß. Das passen wir an. Jetzt sorge ich dafür, dass hier ein weicher Übergang geschieht, indem ich hier ganz weich aus dieser Ebene raus radiere. Auch hier in den Ebenen, die darunter liegen, da muss ich jetzt selbst aufpassen, dass ich da die richtigen erwische. Denn es sind ja jetzt doch schon ein paar Ebenen geworden. Hier nehme ich meinen großen, weichen Pinsel, nehme mir wieder etwas Schwarz hier weg, und sorge dafür, dass hier die darunter liegenden Ebenen etwas abgedunkelt werden. So, als würde auch hier wieder ein diffuser Schatten geworfen werden. So! Jetzt ist das schon eine ganz nette Sache. Das einzige, was mich jetzt noch stört an diesem Bild, bevor wir damit weiterarbeiten können, ist, dass ich zu viel Blau darin habe. Es hat jedoch jetzt eher ein grünes Wald-, Moosthema etabliert, und im Hintergrund ist mir davon noch etwas zu wenig zu sehen. Ich nutze die Tatsache, dass der Hintergrund jetzt fast separat liegt, bis auf diesen Teil hier. Den werde ich einfach mit der Hintergrundebne verbinden. Ich wähle die beiden Ebenen aus, die ich verbinden möchte, drücke Strg+E, und jetzt habe ich hier den Hintergrund schön auf einer Ebene liegen. Jetzt rufe ich mir Strg+B die Farbbalance auf, das findet sich normalerweise unter "Bild bearbeiten - Farbbalance". Aber die wichtigsten Einstellungswerkzeuge habe ich mir mittlerweile die Tastaturkürzel gemerkt, und das kann ich auch nur jedem empfehlen, das spart eine Menge Zeit. Jetzt wollen wir noch einmal schauen, ob wir diesen Hintergrund nicht noch ein bisschen in unsere Farbrichtung ziehen können, in dieses doch eher grünliche. Das wird eine sehr waldige Angelegenheit, habe ich das Gefühl. Das gefällt mir ganz gut. Da zoome ich auch einmal ein bisschen raus, das ist immer meine Standardmethode, um mir die Gesamtwirkung des Bildes vor Augen zu führen. Das ist prinzipiell schon nicht schlecht, allerdings, das sieht man hier jetzt, wenn man ganz weit raus gezoomt ist, der Kontrast zwischen dem Vordergrund, diesen Wurzeln im Vordergrund und dem Hintergrund, der ist jetzt nicht mehr so sehr gegeben. Das war, als das Ganze blau war, noch besser. Aber da kenne ich auch eine gute Lösung dafür. Aber die werden wir nicht jetzt anwenden, sondern die wenden wir im nächsten Schritt an, wenn wir uns nach all diesen eher technischen Techniken, die wir jetzt eingesetzt haben, mit Ebenen, mit Transformieren, mit Verbiegen und all dem, nachdem wir das jetzt gemacht haben, widmen wir uns jetzt den eher malerischen Techniken. Da werden wir dann als nächstes den Hintergrund in die Richtung bringen, die uns vorschwebt.

Photoshop für Illustratoren: Malen

Unternehmen Sie eine Entdeckungsreise durch die bunte Vielfalt digitaler Maltechniken in Photoshop und verleihen Sie mit den entsprechenden Werkzeugen Ihren Ideen Form und Farbe.

2 Std. 6 min (18 Videos)
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