Photoshop für Illustratoren: Malen

Silhouetten und Ebenen

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Jetzt geht?s los! Malen Sie einfach einmal drauf los. Lernen Sie dann, wie Sie ausdrucksstarke Silhouetten erzeugen, die Inhalte verschiedener Ebenen über unterschiedliche Ebenenmodi kombinieren können und damit eine abstrakte Farbkomposition erhalten.
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Transkript

Wir wollen nun also endlich kreativ werden. Wir haben uns dafür die notwendigen Pinsel zusammengestellt, und jetzt wollen wir diese auch endlich einsetzen. Wir wollen unsere digitale Malerei damit beginnen, ein bisschen intuitiv und abstrakt zu arbeiten, und uns von den Dingen, die auf der Leinwand passieren, inspirieren zu lassen. Was ich jetzt als allererstes tun werde ist, wir haben hier immer noch eine einzige Hintergrundebene in unserem Dokument, und ich erzeuge jetzt eine neue Ebene, über das Icon hier unten, und in diese Ebene male ich jetzt mit meinem großen Borstenpinsel, den wir erstellt hatten, ein paar expressive Formen hinein. Und dazu benutze ich nicht Schwarz, sondern dafür nehme ich eine andere Farbe, vielleicht ein dunkles Grün, ich weiß es nicht. Die Auswahl ist hier relativ egal, wir wollen tatsächlich einfach nur mal irgendwie beginnen. Ich nehme jetzt vielleicht mal so ein Blau, und mit dieser Farbe arbeite ich jetzt erst mal, und ich lass mich auch dabei ein bisschen von der Dynamik meines Pinsels inspirieren. Ich erwähnte bereits, ich verwende einen Intuos4 Art Pen, und der hat tatsächlich die Eigenschaft, dass er mir eine volle Kontrolle über die Pinselspitze gibt, die ich damit im virtuellen Raum frei bewegen kann. Worum geht es jetzt in diesem Schritt? Es geht darum, uns erst mal aufzulockern, mit Farbe rumzuschmieren, Formen zu entdecken. Einfach nur mal abstrakte Komposition zu betreiben. Dazu wechseln wir die Farbe auch gerne mal, vielleicht eine dunkle Variante, und ziehen sie so ein bisschen in so ein Türkis rein. Und sobald mehr als eine Farbe auf der Leinwand auftaucht, fängt der Spaß schon an. Wir denken jetzt tatsächlich an nichts. Ich versuche auch nicht, irgendetwas gezielt zu malen, ich habe auch noch keine Vorstellung im Kopf, was genau passieren soll. Ich lasse jetzt einfach mal den Zufall entscheiden. Da habe ich in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass das am Anfang ein bisschen schwer fällt, diesem Zufall zu vertrauen. Zu vertrauen, dass da am Ende dann etwas bei rumkommt. Aber erstaunlicherweise funktioniert es dann doch sehr häufig. Meine Hoffnung ist, dass wir im späteren Arbeitsprozess sehen werden, wie das Ganze von statten geht. Ich habe jetzt also hier mit mehreren Farben, und da sind mir noch gar nicht genug Farben, da möchte ich vielleicht noch so ein goldenes Ocker mit drin haben. Mit diesen Farben erzeuge ich jetzt einfach mal abstrakte Komposition. Und da nehme ich vielleicht auch einfach mal noch einen weiteren Pinsel dazu. Wir haben neben dem "großen Borstenpinsel" ja hier auch noch so einen schönen "expressiven Borstenpinsel", und der Name sagt es ja schon, man kann damit sehr expressiv und intuitiv arbeiten, und das mach ich hier jetzt auch, ich erzeuge feinere Details, feinere Flächen. Und wenn wir uns auf irgendetwas konzentrieren sollten, in dieser Phase unseres Bildes-- Mit dem "Color Picker" nehme ich mir jetzt hier Farben, die bereits existieren, aus dem Bild heraus. Wenn wir uns auf irgendetwas konzentrieren sollten, dann vielleicht darauf, interessante Formen zu erzeugen. Die Werkzeuge, die wir uns dazu eingestellt haben, helfen dabei enorm, denn man kann sie doch nur so zur Hälfte kontrollieren. Also was genau jetzt dieser sehr dynamisch eingestellte Borstenpinsel macht, kann ich nicht vorhersagen, ich lass mich da von dem Ergebnis mehr oder weniger überraschen. Und es wird in deutsch ja gerne gesprochen von den sogenannten "Happy Accidents", die kleinen Missgeschicke, die kleinen Unfälle, die im Arbeitsprozess passieren, die einen letztendlich in eine neue Richtung bringen, die man vorher vielleicht nicht bewusst gewählt hätte. Und der Computergrafik wurde lange Zeit vorgeworfen, dass diese Happy Accidents nicht passieren können, weil alles vorprogrammiert ist, weil nichts dem Zufall überlassen blieb. Und das war in der Anfangszeit der Computergrafik vielleicht sogar der Fall, aber die Zeiten sind meiner Meinung nach längst vorbei. Wir haben jetzt auch im digitalen Bereich interessante Werkzeuge, die es uns ermöglichen, intuitiv zu arbeiten, Happy Accidents zu erzeugen, und uns von dem Ergebnis inspirieren zu lassen. Wir haben jetzt hier auf dieser Ebene eine abstrakte Farbkomposition erzeugt, und wir wollen das Ganze jetzt direkt einen Level weiter treiben, indem wir anfangen, neben dem Pinsel auch die Ebenen einzusetzen, um kreativ zu werden. Wir haben, wie gesagt, diese Inhalte jetzt auf einer eigenen Ebene. Und das ermöglicht uns z.B., als allererstes, diese Ebene zu duplizieren. Ich ziehe dazu die Ebene hier unten auf dieses kleine Dokumenten-Icon, und habe jetzt eine Kopie der Ebene angelegt. Und mit dem Verschieben-Werkzeug kann ich diese jetzt verschieben. Ich kann diese außerdem über das Transform-Werkzeug, das über Strg-T aktiviert werden kann, transformieren, ein bisschen drehen, und vielleicht sogar ein bisschen größer ziehen, so dass wir das Format ausfüllen. Und schon haben wir unsere Komposition ein bisschen komplexer gemacht. Und besonders interessant wird das Ganze, wenn wir jetzt noch mit dem Einkopier Modus experimentieren. Diese Ebenen stehen standardmäßig auf dem Modus "Normal", aber es gibt hier in dieser Pulldown-Liste eine ganze Menge unterschiedlicher Einkopier Modi. Die wichtigsten wollen wir uns einmal gerade angucken. Da wäre zum Beispiel der Modus "Multiplizieren" zu erwähnen. Bei "Multiplizieren" wird die darunterliegende Ebene von der auf "Multiplizieren" eingestellten Ebene abgedunkelt, und das erzeugt einen Effekt, der nicht unähnlich einer Überlagerung von verschiedenen Tuscheschichten ist. Wir sehen, dass hier dadurch eine schöne Bandbreite an verschiedenhellen Formen und Farben entsteht. Es gibt dazu noch ein Pendant, das genau das Gegenteil macht, nämlich "Negativ Multiplizieren". Dieser Modus hellt auf, ist also das genaue Gegenteil. Und auch noch ein sehr interessanter Modus ist der Modus "Ineinander Kopieren". "Ineinander Kopieren" ist ein bisschen schwieriger zu erklären, soweit ich das verstanden habe, passiert folgendes: Wenn eine Farbe im darüber liegenden Layer, in der darüber liegenden Ebene, heller ist als die darunterliegende Farbe, dann wird aufgehellt. Ist sie dunkler, dann wird abgedunkelt. Das ist also eine Mischung aus "Multiplizieren" und "Negativ Multiplizieren". Und damit kann man sehr interessante Effekte erzielen. Wie wir hier jetzt eigentlich ganz gut sehen. Ich möchte mal den Modus "Multiplizieren" benutzen, denn der, fand ich, hatte noch einen mit der interessantesten Effekte. Vor allen Dingen hat er noch einiges von dem Weiß abgedeckt, das hier noch im Hintergrund zu sehen war. Was ich jetzt noch zusätzlich ausprobieren möchte, und damit steigen wir direkt ein, in die Möglichkeiten der digitalen Farbmanipulation, ich möchte jetzt die Farben dieser zuoberst liegenden Ebene verändern. Und dazu gehen wir über "Bild"-"Korrekturen" auf "Farbton"-"Sättigung", und hier haben wir jetzt dieses Fenster, und hier können wir jetzt einfach mal an den Reglern drehen. Und auch hier gilt, genauso wie im vorangegangen Schritt: Man lässt sich inspirieren, von dem, was man sieht. Wenn einem eine Farbkombination zusagt, dann hält man direkt an, und übernimmt die vielleicht. Mir gefällt diese Farbkombination jetzt gerade aus irgendeinem Grund besonders gut. Wir haben die Farben etwas verzerrt, dadurch haben wir hier jetzt so ein schönes Marineblau mit einem sehr rötlichen, intensiven Braun, Ocker-Erdtöne, die hier entstehen. Das gefällt mir. Und was ich jetzt noch ausprobieren möchte ist, was passiert, wenn wir die Hintergrundebene, die jetzt noch einiges an Weiß beinhaltet, wenn wir die vielleicht mit einer anderen Farbe füllen, vielleicht mit einem Grün. Über das "Füllwerkzeug" färbe ich den Hintergrund. Das Grün gefällt mir nicht, auch hier können wir wieder Farbton und Sättigung anpassen, und das geht besonders schnell über die Tastatur-Abkürzung Strg+U, damit wird dieses Fenster hier aufgerufen. Und ich schaue jetzt mal, ob ich hier durch diese Anpassung eine Farbe finde, die mir im Hintergrund gefällt. Dazu verändere ich nicht nur den Farbton, sondern auch die Sättigung; und auch die Helligkeit kann ich anpassen. Das ist eigentlich der Kern dessen, was wir in diesem Schritt versuchen. Wir gehen gar nicht so sehr gezielt vor, sondern wir gehen auswählend vor. Wir nutzen die verschiedenen Möglichkeiten, die uns diese Software bietet, und wählen aus. Wählen die Dinge aus, die uns besonders gut gefallen. Und ich bin jetzt hier an dieser Stelle angekommen, wo der Hintergrund doch sehr dunkel ist. Und diese Farbkomposition mit den dunklen Farben da drin, mit dem Blau, mit dem Rot, was ein Komplementärkontrast ist, und dem durchschimmernden, ja fast schon Gold würde ich sagen, das ist ein Stand, der mir sehr gut gefällt. Das können wir uns auch jetzt mal aus der Nähe angucken, und das ist jetzt wirklich eine Farbkombination, da sehe ich Potential drin, mit der möchte ich jetzt gerne weiterarbeiten.

Photoshop für Illustratoren: Malen

Unternehmen Sie eine Entdeckungsreise durch die bunte Vielfalt digitaler Maltechniken in Photoshop und verleihen Sie mit den entsprechenden Werkzeugen Ihren Ideen Form und Farbe.

2 Std. 6 min (18 Videos)
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