Java 7 Grundkurs

Schleifen

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Auch in Java gibt es die Möglichkeit, mit Schleifen zu arbeiten, dabei kommen generell drei verschiedene Varianten zum Einsatz. Lernen Sie alle in diesem Film kennen.
08:01

Transkript

Um eine oder mehrere Anweisungen mehrfach hintereinander ausführen zu können ohne sie mehrfach hinschreiben zu müssen, benötigen Sie eine Schleife. In Java gibt es drei Möglichkeiten, eine Schleife zu bauen: Wir haben die Zähl-Schleife, dann haben wir die sog. vorprüfende Schleife, und schließlich haben wir die nachprüfende Schleife. Beginnen wir mit der Zähl-Schleife. Eine Zähl-Schleife verwenden wir in der Regel, wenn wir wissen, wie viele Durchläufe wir haben wollen, wenn es also um irgendeine Anzahl von Durchläufen geht. Das Schlüsselwort für die Zähl-Schleife heißt "for", und danach folgen in runden Klammern dann drei Bereiche, die durch Semikolons getrennt sind. Der erste Bereich ist die Initialisierung und wird zu Beginn der Schleife einmal ausgeführt. Hier wird zum Beispiel eine Zähl-Variable mit einem Startwert belegt. Der zweite Teil heißt hier "Bedingung". Solange diese Bedingung erfüllt ist, wird die Schleife durchlaufen. Ein Beispiel wäre: solange die Zähl-Variable, die wir hier initialisiert haben, kleiner als "10" ist. Damit diese Bedingung hier nicht ewig erfüllt ist, brauchen wir irgendeine Veränderung an unserer Zähl-Variablen, also zum Beispiel: "zähle 1 dazu". Diese Veränderung wird nach jedem Schleifen-Durchlauf vorgenommen, und die Bedingung wird vor jedem Schleifen-Durchlauf getestet. Das bedeutet übrigens, wenn die Bedingung von vornherein nicht erfüllt ist, dann wird die Schleife gar nicht erst betreten, und es geht gleich nach der Schleife weiter. Schauen wir uns die Zähl-Schleife an einem praktischen Beispiel an. Zu diesem Zweck habe ich hier diese Klasse "auto". Und ein Auto, wie es hier beschrieben wird, hat eine Geschwindigkeit und einen Namen. Die Geschwindigkeit kann durch Beschleunigen und Bremsen verändert werden, der Name kann geholt und verändert werden, die Geschwindigkeit lässt sich auslesen, und schließlich gibt es noch eine Methode, die eine kurze Statusmeldung zurückliefert. Um hier jetzt eine Vorschleife einzubauen, fügen wir eine neue Methode hinzu und diese Methode heißt "hupen". Die Methode nimmt eine Anzahl als Parameter, und das Auto soll dann so oft hupen. Also los geht's. Die Methode muss öffentlich sein und nichts zurückgeben, und sie soll "hupen" heißen, denn das ist es, was sie ja tun soll. Als Parameter gibt es eine Anzahl, deshalb heißt der Parameter naheliegenderweise auch "anzahl". In der Methode müssen wir jetzt eine Zähl-Schleife aufbauen, die so lange zählen soll, wie das hier diese Parameter-Anzahl vorgibt. Der erste Teil der Vorschleife ist die Initialisierung. Wir müssen hier eine Zähl-Variable einbauen, die wir dann in jedem Durchlauf um "1" hoch zählen wollen. Also, lege ich eine Variable an, und initialisiere sie mit "0". Als zweites kommt nun die Bedingung. Und die Bedingung ist recht einfach. So lange, wie "i" kleiner ist als die Anzahl, die hier übergeben wurde, solange soll die Schleife durchlaufen werden. Und schließlich, der dritte Teil, die Aktualisierung, die soll nach jedem Durchlauf um 1 hoch gezählt werden. Damit ist der Kopf der Schleife fertig. Und jetzt kommt noch der Schleifen-Rumpf. Jedes Mal, wenn die Schleife durchlaufen wird, soll das Auto hupen. Wir machen das hier etwas einfacher, indem wir einen Text ausgeben. Tabulator-Taste. So. Und der Text sieht so aus. Wenn wir jetzt diese Methode mit einer 5 als Parameter aufrufen, dann wir 5 mal untereinander Hup ausgegeben. Wenn Sie es lieber nebeneinander möchten, das geht natürlich auch, dann nehmen wir hier das "LN" weg. Das heißt also: Gib' diesen Text aus, aber danach bitte keinen Zeilenvorschub. Machen wir hier noch ein Leerzeichen hin. So. Und am Ende müssen wir jetzt aber dann doch einen Zeilenvorschub setzen. Das erreichen wir, indem wir einfach gar nichts ausgeben. So, jetzt müssen wir die Methode noch ausprobieren. Das machen wir hier. Ein Auto, Punkt, da haben wir es, Hupen. Und eine 5. Ausführen des Programms, und wir sehen, hier steht: Hup, Hup, Hup, Hup, Hup. Sind tatsächlich 5 Mal. Kommen wir zur zweiten Art von Schleife, die vorprüfende Schleife, auch kopfgesteuerte Schleife. Das Schlüsselwort heißt hier "while", und dahinter folgt in runden Klammern eine Bedingung. So lange, wie die Bedingung erfüllt ist, so lange wird die Schleife ausgeführt. Ist die Bedingung gleich zu Beginn nicht erfüllt, dann wird die Schleife gar nicht erst betreten, sondern es geht gleich nach der Schleife weiter. Typischerweise sollte im Schleifenrumpf irgendetwas passieren, was Einfluss auf diese Bedingung hat. Bei dieser Art von Schleife geht es also nicht um eine bestimmte Anzahl von Durchläufen, sondern es geht hier primär darum, dass die Schleife so lange ausgeführt wird, wie eine bestimmte Bedingung erfüllt ist. Also bspw.: so lange das Ende der Datei noch nicht erreicht ist. Auch hier bauen wir wieder ein kleines Beispiel in unserer Auto-Klasse ein. Es gibt in der Klasse "auto" eine Methode, die heißt "bremsen", Die haben wir hier. Wenn die Methode aufgerufen wird, dann verringert sie die Geschwindigkeit etwas und achtet darauf, dass wir nicht aus Versehen rückwärts fahren, nur weil wir auf die Bremse treten. Jetzt erweitern wir die Funktionalität unseres Autos wieder ein wenig, indem wir eine neue Methode "anhalten" hinzufügen. Was soll diese Methode tun? Einmal aufgerufen, tritt sie so lange auf die Bremse, bis das Auto steht. So, dann machen wir das mal. Die Methode muss nichts zurück geben. Sie heißt "anhalten", und sie benötigt auch keine Parameter. Jetzt habe ich gesagt: so lange die Geschwindigkeit größer als null ist. Das können wir im Prinzip direkt so rein schreiben. So lange heißt ja "while". Dann in runden Klammern die Bedingung: Geschwindigkeit, Strg+Leertaste, hilft Tipparbeit sparen. Größer als null. So lange die Geschwindigkeit größer als null, Bremsen. Auch das müssen wir natürlich jetzt noch ausprobieren. Wir sehen hier unten vom letzten Testlauf noch, das zweite Auto, Bernhard, fährt am Ende 3 km/h. Ein idealer Kandidat für unsere Anhalten-Methode. Gehen wir also in die Main-Methode, ganz ans Ende, und setzen hier dran: dein Auto, Punkt, Anhalten. Danach geben wir nochmal den Status aus. Dazu benötige ich diese Zeile hier nochmal. Ich kann mir die von NetBeans kopieren lassen, mit der Tastenkombination Strg+Shift+Pfeil unten. Und jetzt kann ich diese Zeile verschieben mit Alt+Shift+Pfeil runter. Geht etwas schneller. Das ist auch schneller als Copy und Paste, also Strg+C, Strg+V, weil Sie nicht erst den Cursor positionieren müssen und markieren müssen und all sowas. So, Testlauf. Anwendung starten. Wir sehen, "Bernhard fährt 3 km/h" und hier, "Bernhard fährt 0 km/h". Hurra, funktioniert hervorragend. Kommen wir nun noch zur dritten und letzten Art von Schleife, der sog. nachprüfenden oder auch fußgesteuerten Schleife. Hier steht die Bedingung am Ende. Damit das syntaktisch funktioniert, benötigen wir am Anfang noch ein neues Schlüsselwort, das heißt "do". Es ist also fast das gleiche wie eben, aber dadurch, dass die Bedingung erst am Ende der Schleife getestet wird, wird die Schleife immer mindestens einmal durchlaufen. Auch, wenn die Bedingung bereits beim ersten Mal falsch ist. Bei der vorprüfenden oder kopfgesteuerten, Schleife war es ja so, dass bei "falsch" die Schleife gar nicht erst betreten wird. Achten Sie darauf, dass Sie bei der nachprüfenden Schleife hier hinten noch einen Semikolon dran setzen müssen. Sonst meckert wieder der Compiler. Damit haben Sie nun die drei Arten von Schleifen kennengelernt, die es in Java gibt und wissen, wie die Anwendung im Programm aussieht.

Java 7 Grundkurs

Machen Sie sich mit den Grundlagen der Java-Programmierung vertraut und lernen Sie die Syntax der Sprache sowie das Konzept der objektorientierten Softwareentwicklung kennen.

8 Std. 32 min (66 Videos)
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