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Java 7 Grundkurs

Zuweisungen und Verbundoperatoren

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Weiter geht's mit den drei verschiedenen Zuweisungen und Verbundoperatoren, dabei können Sie sogar verkürzte Schreibweisen benutzen.
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Transkript

Ein grundlegendes Konstrukt in den meisten Programmiersprachen ist die Zuweisung. Zuweisungen benötigen wir dann, wenn wir einer Variablen einen neuen Wert zuweisen möchten. In Java nehmen wir für die Zuweisung das Gleichheitszeichen. Bspw. weise ich hier der Variablen a den Wert 123 zu. Sie dürfen dieses Gleichheitszeichen aber nicht mit dem mathematischen Gleichheitszeichen verwechseln, denn das ist keine Aussage über die Gleichheit der linken und der rechten Seite, sondern es ist eine Aktion. Das, was auf der rechten Seite steht, wird ausgewertet und das Ergebnis wird der Variablen auf der linken Seite zugewiesen. In der nächsten Zeile kann man das ganz gut erkennen. Hier steht: "a = a + 456". Als Gleichheitsaussage wäre das natürlich offensichtlich falsch, aber als Zuweisung funktioniert das. Der Ausdruck auf der rechten Seite wird ausgewertet und das Ergebnis wird danach der Variablen auf der linken Seite zugewiesen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Variable vorher auf der rechten Seite ebenfalls auftauchte. Wenn wir eine Anweisung wie diese hier haben, dann gibt es noch eine verkürzte Schreibmöglichkeit und zwar unter Verwendung eines sogenannten Verbundoperators. Dann sieht dieselbe Zeile nämlich stattdessen so aus, macht aber das Gleiche. Wenn ich also schreibe: "a += 456", dann heißt das: Nimm das a und zähle auf dieses a 456 drauf. Diese Verbundschreibweise gibt es auch für die anderen Rechenarten und sogar für die logischen Operatoren können wir sie verwenden. Ich habe hier eine Boolesche Variable b, die ich mit "true" initialisiere. Dann wird diese Variable b und verknüpft mit dem Ergebnis des Ausdrucks "a 789". In diesem Fall ergibt das true, da ich hier oben zweimal 456 drauf gezählt hab. D.h., b ergibt sich aus b und true, also true und true, also wieder true. Auch hier kann ich die verkürzte Schreibweise verwenden. Das sieht dann so aus: "b += a 789". Diese Verbundoperatoren machen nicht nur den Quelltext etwas kürzer und vielleicht auch besser lesbar, sondern sie nehmen auch noch eine Typanpassung vor. Um zu verstehen, was das bedeutet, schauen wir uns einmal diese Zuweisung hier oben in Zeile 13 an. Auf der rechten Seite steht ein Ausdruck, der wird ausgewertet, D.h. er wird schrittweise ausgewertet und das Ergebnis wird dann der Variable auf der linken Seite zugewiesen. Nun könnte dieser Ausdruck ja prinzipiell beliebig komplex sein und damit aus ziemlich vielen Einzelschritten bestehen. Um sich nun während der schrittweisen Auswertung dieses komplexen Ausdrucks das jeweilige Zwischenergebnis zu merken, legt Java zur Laufzeit eine temporäre Variable an. Diese temporäre Variable passt vom Typ her prinzipiell zu den verwendeten Typen innerhalb des Ausdrucks. D.h. also, wenn wir mit ganzen Zahlen rechnen, dann wird ein Ganzzahl-Typ verwendet; wenn eine Kommazahl auftaucht, dann wird ein Komma-Typ verwendet. Jetzt nähern wir uns langsam dem Problem. Denn bei Ganzzahl-Berechnungen ist der Typ dieser temporären Variablen immer mindestens "int". Nur wenn wir mit "long" rechnen sollten, dann ist der Typ der temporären Variable long. Ein kleinerer Typ als int wird aber niemals verwendet. In unserem Beispiel ist das kein Problem. Die temporäre Variable, die das Ergebnis der Berechnung auf der rechten Seite vorhalten soll, ist also vom Typ int. Dann wird das, was die temporäre Variable enthält, dieser Variablen auf der linken Seite zugewiesen und die ist ja glücklicherweise auch vom Typ int. Jetzt mache ich aus diesem int hier oben mal ein "short". Short-Variablen können Werte aufnehmen im Bereich von -32768 bis +32776. D.h. also rein von der Berechnung her sollte es hier keine Schwierigkeiten geben. Aber auch hier wird bei der Auswertung eine temporäre Variable angelegt. Und zwar wieder, wie immer, vom Typ int. Dann wird versucht, dieses int dem a zuzuweisen und a ist vom Typ short D.h., da sagt der Compiler: "Passt vom Typ her nicht." Um dieses temporäre int wieder auf ein short zu kürzen, müssen wir hier eine Typumwandlung einbauen. NetBeans schlägt mir das auch vor, ich klicke mal drauf, so ist der Compiler dann auch wieder glücklich. Der Verbundoperator, +=, macht nun diese Typ-Umwandlung auch gleich noch mit, ohne dass wir die extra dahin schreiben müssen. Der Verbundoperator spart uns also gleich zwei Mal Tipparbeit: Einmal müssen wir die Variable nicht auf der rechten Seite hinschreiben und zum zweiten, wenn die Variable von einem Typ kleiner als int ist, dann müssen wir auch die Typumwandlung nicht hinzufügen. Nach den Zuweisungen und den Verbundoperatoren zeige ich Ihnen jetzt noch Mehrfachzuweisungen. Mehrfachzuweisung bedeutet, dass ich mehreren Variablen innerhalb einer Anweisung einen Wert zuweisen kann. Dazu deklariere ich mir jetzt erst mal drei Variablen. Jetzt weise ich allen den selben Wert zu, und zwar so. Wir hatten ja gesagt, dass die Auswertung von Ausdrücken immer von links nach rechts erfolgt. Also bspw. dieser Ausdruck hier wird von links nach rechts ausgewertet. Bei diesen Mehrfachzuweisungen ist es genau umgekehrt. Dort wird von rechts nach links ausgewertet. D.h., es wird zuerst die am weitesten rechts stehende Zuweisung ausgeführt. z wird also drei zugewiesen. Danach kommt die weiter links stehende Zuweisung. y bekommt also den Wert von z, also 3. Dann schließlich die am weitesten links stehende Zuweisung. x bekommt den Wert von y, also ebenfalls 3. Nun kennen Sie also die drei verschiedenen Möglichkeiten der Zuweisung: einmal die normale Zuweisung mit dem =, dann der Verbundoperator und schließlich die Mehrfachzuweisung.

Java 7 Grundkurs

Machen Sie sich mit den Grundlagen der Java-Programmierung vertraut und lernen Sie die Syntax der Sprache sowie das Konzept der objektorientierten Softwareentwicklung kennen.

8 Std. 32 min (66 Videos)
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