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Java 7 Grundkurs

Einfache Datentypen

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Erfahren Sie mehr zu "primitiven" Datentypen. Diese sind keine Objekte und enthalten deshalb auch keine Methoden oder Attribute, sondern nur einen Wert. Mehr zum Deklarieren, Initialisieren und generell zu Variablen.
09:52

Transkript

In diesem Video erkläre ich Ihnen die primitiven Datentypen, die Java zur Verfügung stellt. Primitive Datentypen heißen sie deshalb, weil sie keine Objekte sind, mit Attributen und  Methoden, sondern wirklich nur einfach einen einzelnen Wert enthalten. Wenn Sie innerhalb einer Methode eine neue Variable benutzen möchten, dann müssen Sie sie zuerst deklarieren. Deklarieren, das bedeutet, Sie müssen den Namen der Variablen angeben und von welchem Typ sie ist. Das könnte dann z.B. so aussehen. Ich habe eine Variable deklariert, die heißt "Anzahl" und ist vom Typ "int". "Int" steht für "integer", D.h. diese Variable kann ganze Zahlen aufnehmen. Nachdem ich diese Variable nun deklariert habe, kann ich sie initialisieren, ich kann sie also mit einem ersten Wert belegen, z.B. so. Aufgrund der Deklaration weiß der Compiler, dass diese Variable vom Typ "int" ist, D.h. also er kann überprüfen, ob diese Zuweisung hier unten auch funktionieren kann. Und in diesem Fall kann sie das und der Compiler ist glücklich. Selbstverständlich lassen sich Deklaration und Initialisierung auch in einer Anweisung vornehmen; das sieht dann so aus. Solche Variablen, die innerhalb einer Methode deklariert werden, sind sogenannte lokale Variablen. Sie sind nur lokal innerhalb dieser Methode gültig und wenn die Methode abgearbeitet ist, dann gehen sie wieder futsch. Lokale Variablen müssen immer initialisiert werden, bevor sie das erste Mal genutzt werden können. Machen wir das nicht, gibt es einen Compiler-Fehler. Ich zeige das mal, ich habe eine zweite Variable deklariert, die heißt "Preis" und ich initialisiere die nicht. Das ist erstmal okay, ich muss sie ja nicht gleich initialisieren. Wenn ich den Gesamtpreis berechnen möchte und ich sage, der ist "Anzahl" mal "Preis", dann bekomme ich an dieser Stelle einen Compiler-Fehler. Hier, er sagt mir dann: "Die Variable 'Preis' ist möglicherweise noch nicht initalisiert worden." Und das ist auch richtig, sie ist tatsächlich noch nicht initialisiert worden. Gebe ich ihr einen Wert, verschwindet der Fehler. Nun wäre es etwas einseitig, wenn wir nur mit ganzen Zahlen arbeiten könnten und deshalb stellt Java insgesamt 8 solcher primitiven Datentypen zur Verfügung. Für ganze Zahlen gibt es allein schon 4 verschiedene Typen: "byte", "short", "int" und "long". Der Datentyp "byte" heißt "byte", weil er genau einen Byte nutzt, um seine Zahl intern zu speichern. Also 8 Bit, 1 Bit davon geht noch für das Vorzeichen weg, und damit bleiben 7 Bit übrig. Wir können in einen "byte" also eine Zahl von -128 bis +127 rein packen. In Java gibt es keine vorzeichenlosen Zahlen, alle Zahlen haben immer ein Vorzeichen. Den Zahlenbereich kennt natürlich auch der Compiler, D.h. wenn ich versuche, diesen zu überschreiten, bekomme ich auch hier wieder den Compiler-Fehler. Ein "short" ist doppelt so groß wie ein "byte", es belegt also 2 Byte, oder besser: es nutzt 2 Byte, abzüglich 1 Bit fürs Vorzeichen. Bleiben also 15 Bit für die Zahl übrig. D.h. wir können Zahlen von -32768 bis +32767 speichern. Das "int" wiederum ist doppelt so groß wie ein "short", wir kommen damit auf eine Zahl von etwas kleiner als -2 Milliarden bis etwas größer als +2 Milliarden. Ein "long" schließlich belegt 8 Byte, also 64 Bit, das bietet dann schon Platz für sehr große Zahlen, und zwar von -9 Trillionen bis +9 Trillionen. Das ist eine 9 mit 18 Nullen. Und all diese Werte gelten natürlich unabhängig davon, auf welcher Zielplattform das Programm ausgeführt wird Möchte ich nun einer Variablen einen Wert zuweisen, dann muss nicht in der Dezimaldarstellung schreiben. Ich habe auch die Möglichkeit, z.B. hexadezimale Zahlen zu verwenden. Das sieht dann z.B. so aus. Ich muss "0x" davor schreiben und dann kann ich hexadezimale Zahlen verwenden. Hexadezimal bedeutet, ich verwende nicht die Zahlenbasis zehn, sondern 16. Und da wir aber nur zehn Ziffern haben, nehme ich dann für die fehlenden die Buchstaben A bis F dazu. Gebe ich eine solche Zahl aus, sout+Tab, dann kriege ich trotzdem wieder nur die Dezimaldarstellung. Das sieht dann so aus. Ich führe das mal eben schnell aus, dann sehen wir hier: Zahl = 51966. Neben Dezimal und Hexadezimal gibt es noch zwei weitere Zahlenformate, die ich verwenden kann. Zum einen das doch recht wenig gebräuchliche Oktal. Dazu muss die Zahl mit einer Null beginnen. Vorsicht! Das kann schnell schief gehen, wenn man das nicht weiß. Das ist nämlich jetzt keine 77, sondern eine 63. Wir haben nämlich die Zahlenbasis 8. Und schließlich gibt es noch die Möglichkeit, das Binärformat zu verwenden mit 0b beginnt die Zahl dann. So kann ich z.B. Bit-Masken angeben. Wenn ich das ausführe, dann sehe ich hier, dezimal ergibt das eine 202. Wie man sehen kann, ist bei längeren Zahlen die Lesbarkeit beeinträchtigt und deshalb gibt es die Möglichkeit, durch einen Unterstrich die Zahl in Gruppen aufzuteilen. Der Unterstrich hat keine Auswirkung. Der Wert der Zahl ändert sich nicht. Es ist lediglich, um die Lesbarkeit zu erhöhen. Das funktioniert nicht nur bei Binärzahlen, sondern durchaus auch bei anderen Zahlen, z.B. wenn ich hier die Äquatorlänge in Metern habe, dann kann man hier nicht unbedingt sehen, wieviel das ist. Setze ich aber Unterstriche rein und teile das so in Dreiergruppen auf, sieht man sofort: Es sind 40 076 592 Meter. Die letzten beiden Dinge, also Unterstrich und 0b, gibt es erst seit Java 7. Wenn Sie hier rote Kringellinien drunter bekommen, dann ist Ihr Projekt nicht als Java 7-Projekt eingerichtet und Sie müssen das noch ändern. Das können Sie recht einfach in den Projekteinstellungen machen. Sie gehen also auf Ihr Projekt, rechte Maustaste, ganz unten "Properties" und jetzt schauen Sie, dass im Bereich "Sources" hier ganz unten als "Source binary format" JDK 7 steht und nicht z.B. JDK 6. Drücken Sie auf "OK", jetzt müssen Sie Ihre Datei möglicherweise noch einmal speichern und dann sollten die roten Kringellinien verschwunden sein. Java bietet Ihnen also 4 Datentypen für ganze Zahlen an. Die meiste Zeit werden Sie wahrscheinlich "int" verwenden. "Int" ist so der Wald und Wiesen Ganzzahl-Datentyp. "Int" ist groß genug für die meisten Zahlen und obendrein rechnet Java standardmäßig intern ebenfalls mit "int", wenn Sie ganze Zahlen verwenden. Schauen wir uns die nächste Gruppe von einfachen Datentypen an, nämlich die Gleitkommazahlen. Hier haben wir nur zwei zur Auswahl, nämlich "float" und "double", wobei in diesem Fall "double" der Standardtyp ist. Der Unterschied von Gleitkommazahlen zu ganzen Zahlen besteht darin, dass Gleitkommazahlen ein Komma enthalten dürfen, z.B. so. Auch hier kann ich Unterstriche verwenden, um die Zahl in Gruppen aufzuteilen. "Double" heißt übrigens schlicht deshalb "double", weil es doppelt so viel Platz wie ein "float" belegt. Für unsere Kommazahlen heißt das, Sie können größere Zahlen speichern, zum anderen haben Sie aber auch mehr gültige Ziffern, also mehr mögliche Nachkommastellen. Der nächste Datentyp ist intern zwar auch ein Zahlentyp, aber er heißt "char" und dient zum Speichern eines einzelnen Textzeichens. Auch hierfür wieder ein Beispiel. Ein einzelnes Textzeichen kann ich in Hochkommas angeben und auf diese Weise enthält die Variable c jetzt also ein kleines a. Damit sind wir bei sieben, ich habe ja gesagt es sind acht. Es fehlt also noch eine und das ist der Datentyp "Boolean". Ein Boolean enthält einen Wahrheitswert, D.h. also "true" oder "false". Dabei schreibt man false nicht in Anführungszeichen, sondern einfach nur so als Literal. Das sieht dann z.B. so aus. Und jetzt habe ich in dieser Variablen "is ready" den Wert false. Im Gegensatz zu vielen anderen Programmiersprachen ist Boolean in JAVA ein echter eigener Datentyp, D.h. also, ich kann hier tatsächlich nur diese zwei Wahrheitswerte als Wert eingeben. Ich kann nicht z.B. eine Null dorthin schreiben. Da bekomme ich einen Compiler-Fehler. Natürlich kann ich mit booleschen Werten auch nicht rechnen, so was wie "wahr" durch 5 oder "falsch" mal 2, das geht einfach nicht. Das machen wir gleich mal wieder weg. Nun kann ich diese primitiven Datentypen nicht nur für die Deklaration von lokalen Variablen verwenden, sondern auch für die Deklaration von Attributen einer Klasse. Ich habe hier unsere Klasse "Auto" und dort haben wir hier das Attribut "Geschwindigkeit", das ist vom Typ "int". Die Deklaration erfolgt also genauso wie Deklaration einer lokalen Variablen: durch Angabe des Typs und Angabe des Namens, gefolgt von einem Semikolon. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Bei lokalen Variablen muss ich immer einen Startwert angeben, damit die Variable initialisiert ist. Attribute hingegen bekommen automatisch einen Startwert, wenn ich nicht selbst einen angebe. Dieser Startwert ist bei den numerischen Typen null und bei Boolean ist er "false". D.h., wenn ich mir hier so ein Auto erzeuge, dann hat die Geschwindigkeit den Startwert "0", ohne, dass ich das extra noch hinzuschreiben muss. Nun kennen Sie also die primitiven Datentypen, die Java Ihnen zur Verfügung stellt und Sie wissen, wie Sie lokale Variablen und Attribute damit deklarieren können.

Java 7 Grundkurs

Machen Sie sich mit den Grundlagen der Java-Programmierung vertraut und lernen Sie die Syntax der Sprache sowie das Konzept der objektorientierten Softwareentwicklung kennen.

8 Std. 32 min (66 Videos)
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