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Photoshop CS5: Freistelltechniken

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Eigentlich sollten Sie Pixel ja nie löschen. Der Hintergrund-Radiergummi ist aber trotzdem ein spannendes Werkzeug. Damit können Sie bestimmte Bereiche radieren und später in eine Maske umwandeln. Welche Vorteile Sie daraus ziehen, erläutert dieses Video.
10:08

Transkript

Ich möchte Ihnen hier ein Werkzeug vorstellen, bei dem viele sicherlich erstmal vor Entsetzen aufkreischen werden. Und zwar weil in diesem Werkzeugnamen das Wort "Radiergummi" vorkommt. Natürlich, man sollte vermeiden, destruktiv zu arbeiten, d. h., Pixel wirklich hart zu löschen. Aber ich zeige Ihnen auch einen Work-Around, wie Sie das Ergebnis dieses Werkzeugs, das gar nicht so schlecht ist, direkt in eine Maske umwandeln können. Und zwar möchte ich dieses Bild hier freistellen. Wir haben hier zum einen zwar schöne Kontraste, zum anderen aber auch sehr feine Farbvermischungen, und die muss man erstmal in den Griff bekommen. Das können sie mit den "Pinsel" hier natürlich alles freimalen, Sie könnten dann in die Haare weit reinzoomen, und auch hier einzelne Härchen mit geringer Deckkraft wieder zurückmalen. Aber warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht? Zunächst einmal benötigen wir eine Kopie des Hintergrundes. Also duplizieren wir einmal den Hintergrund, und dann wählen wir den  Hintergrund-Radiergummi aus. Den finden Sie hier unter dem "Radiergummi-Werkzeug", und nennt sich in der korrekten Form "Hintergrund-Radiergummi-Werkzeug". Das wäre mir immer etwas zu lang - ich sage einfach "Hintergrund-Radierer" und dann wissen Sie was gemeint ist. Und hier haben Sie jetzt einige Optionen zur Verfügung. Sie können festlegen, wie Sie die Farbe, die Sie löschen möchten, aufnehmen. Das können Sie einmal machen kontinuierlich, d. h., wenn ich jetzt hier in Blau klicke, und damit diese Farbe lösche dann wird die gelöscht. Für das Werkzeug haben Sie jetzt verschiedene Optionen. Ich blende mal die Hintergrund-Ebene aus, damit Sie sehen, was passiert. Und zwar kann ich zum einen "Kontinuierlich aufnehmen", mit dieser ersten Option, d. h.. wenn ich hier ins Blau klicke, wird nur Blau gelöscht. Aber in dem Moment, wo ich über die gelben Bereiche komme, werden auch diese gelöscht. Das wäre also die kontinuierliche Option. Dann haben wir hier die Option, "Nur einmal aufzunehmen" - die ist oft ein wenig sinnvoller, da kann ich nämlich klicken hier, und "Blau", und egal wo ich jetzt hinziehe, der aufgenommene  Bereich, der bleibt bei Blau. Also ich laufe nicht Gefahr, den gelben Mantel oder die roten Haare mit zu löschen. Und dann können Sie auch bestimmen, welche Farbe hier gelöscht werden soll, indem Sie für den Hintergrund die Farbe aufnehmen. Also hier den Hintergrund anklicken, dort dann diese blaue Farbe wählen und dann "OK". Dann habe ich Blau als Hintergrund, und wenn ich jetzt hier irgendwo klicke im Bild, dann passiert nichts, bis ich auf diese blauen Bereiche komme. Das sind also die Möglichkeiten, die Sie hier haben. Ich würden Ihnen empfehlen, für die meisten Fälle, die mitlere Option, denn damit wissen Sie genau: "Aha, wenn ich hier klicke, dann bleibe ich auch da und kann jetzt nur die Bereiche löschen, die ich hier wirklich entfernen möchte." Dann haben Sie die Möglichkeit zu bestimmen, wie das Werkzeug an den Grenzen wirken soll. Und ich lösche mal diese Ebene, und mache ein neues Hintergrund-Dublikat. Sie können z.B. - und das ist die Standardeinstellung - "Benachbart" wählen. D. h., wenn ich jetzt hier mal an die Hand gehe, dann sehen Sie, haben wir hier einen blauen Bereich, der von diesem blauen Bereich getrennt ist. Wenn ich jetzt also hier eine große Pinselspitze nehme, und hier in diesen blauen Bereich klicke und lösche, dann wird dieser blaue Bereich nicht mit gelöscht. Es sei denn, ich klicke den explizit an. Anders sieht es aus, wenn ich hier "Nicht aufeinanderfolgend" nehme. Wenn ich dann hier klicke, wird der andere Bereich ebenfalls mit gelöscht. Dann haben wir noch die Option "Konturen finden" und die wirkt so, dass hier der Hintergrundradierer automatisch versucht, Konturen zu finden. Das wirkt im Prinzip ein wenig wie die "Benachbart"-Option, nur die Konturen bleiben ein wenig besser erhalten. Mit der Toleranz stellen Sie fest, wie groß die Abweichung von der angeklickten Farbe sein darf, damit diese auch gelöscht wird. Eine interessante Option ist noch die letzte hier, denn Sie haben die Möglichkeit, eine Vordergrundfarbe zu schützen. Vordergrundfarbe meint die Farbe, die hier im vorderen  Farbfeld eingeblendet ist. Und wenn ich jetzt bspw. hier das Blau nicht löschen möchte oder einen ähnlichen Farbton, dann wähle ich einfach bei aktiven Hintergrund "Radiergummi" mit der Alt-Taste diese Farbe aus. Sie sehen, jetzt habe ich Blau ausgewählt, und wenn ich dann hier radiere, wird die trotzdem gelöscht. Wenn ich aber in den gelben Bereichen radiere, dann wird diese Farbe garantiert nicht gelöscht. So, aber lange Rede kurzer Sinn, jetzt stellen wir das einmal frei. Ich mache einmal diese ganzen Freistellschritte rückgängig, nehme meinen Vacuum-Pen, und wähle hier einmal die Einstellung, die ich benötige, also diese mittlere Option. Damit ich auch die nicht benachbarten Pixeln mit erwische, nehme ich diese Option, also "Nicht aufeinander folgend". Toleranz 50 ist okay, und ich möchte die Vordergrundfarbe schützen. Es ist eine gute Strategie, das immer Abschnittsweise zu tun, also die Vordergrundfarbe aufzunehmen, die Sie schützen möchten, und dann den Hintergrund zu radieren. Denn so können Sie wesentlich genauer arbeiten. Also zunächst einmal lösche ich unten den Bereich. Ich wähle also Gelb als zu schützenden Bereich aus, nehme mir eine geeignete Pinselspitze und klicke hier einmal, und lösche diesen Bereich. Da bleibt ein bisschen was übrig, also ziehe ich da nochmal durch. Hier genau das Gleiche: Hoch und löschen, die gelbe Farbe neu aufnehmen, und den Bereich nochmal löschen. Dann haben wir hier noch gelbe Bereiche. Da nehme ich jetzt dieses Gelb auf, und lösche auch dieses Blau einfach weg. Hier oben auch noch. Hier nehme ich diesen dunkleren Braunton auf, und lösche dieses Blau. Dann dort noch. Jetzt zoome ich mal rein, damit ich das genauer sehen kann, nehme den Hautton auf, um diesen zu schützen, und lösche jegliches Blau ganz einfach raus. Bei den Haaren mache ich es natürlich genauso. Ich nehme die Haare auf, und ich habe hier bei den Grenzen "Nicht aufeinander folgende Bereiche" gewählt, damit ich diese Haare hier wirklich freitstellen kann. Denn wenn ich hier klicken würde, dann würden diese blauen Bereiche nicht mit gelöscht werden. Also jetzt klick ich hier in den Blaubereich rein, und lösche einfach das Blau aus den Haaren raus. Da haben wir jetzt noch diesen magenta-pink Stich, den kann man dann hinterher noch dekontaminieren. Ok. Das wäre jetzt das Freistellergebnis. Natürlich hätte ich jetzt gerne das als Maske an meine Hintergrundebene. Und das können wir ganz einfach tun. Ich blende den Hintergrund ein. Ich wähle die Pixel dieser Ebene aus, indem ich die Strg- bzw. Command-Taste halte, und einmal auf diese Ebene klicke - also auf das Miniatursymbol. Dann hab ich die Pixel als Auswahl, und diese Ebene kann ich ausblenden, gehe auf die Hintergrundebene, gehe ins Maskenbedienfeld, und klicke dort auf "Maske hinzufügen". Und dann haben wir jetzt hier die Maske, die so aussieht. Und schauen Sie sich das mal an: Die ist wirklich schon ganz passabel geworden. Sie hat natürlich einige Bereiche wie hier oben, die noch sehr hell sind. Kein Problem, wir nehmen den Nachbelichter im Modus "Tiefen", und malen hier einmal drüber, über die Bereiche, die noch zu hell sind, wo also der Hintergrundradierer etwas übrig gelassen hat. Und dann sehen wir, hier wurde der Gürtel mit ausgewählt, ist auch gar kein Problem. Da nehmen wir das Lasso, wählen diesen Bereich aus, und füllen diesen mit Weiß. Und, wo ist noch ein Problem? Hier an der Schnalle schauen wir mal: Genau, das darf auch nicht dabei sein, und zwar diese grauen Bereiche hier. Auch die wähle ich einfach mit dem Lasso aus, und fülle diese mit weißer Farbe. Zur Kontrolle invertiere ich die Maske noch mal mit Strg+I, um zu sehen, ob hier noch andere Bereiche sind, und da sehe ich hier: Ja, da ist auch noch Grau dabei. Also nehme ich den Abwedler für die Lichter, und korrigiere diese Bereiche auch noch. Sie sehen, in der invertierten Darstellung kann man manchmal Sachen erkennen, die man in der normalen Maskendarstellung gar nicht gesehen hat, und da lässt sich das Ganze dann schnell korrigieren. So, wieder zurück, umgekehrt, und das ist jetzt die Maske. Ich lege mal eine Hilfsebene dahinter an, also eine Farbfläche. Und da nehmen wir einfach einen Gelbton, um mal zu schauen, wie das aussieht. Und da sehen wir jetzt in den Haaren natürlich diesen Blaustich. Wie kann man den loswerden? Entweder benutzen Sie hierfür "Kante verbessern", und die "Farbdekontamination", da werden Sie aber nicht diese Bereiche erwischen, die voll deckend sind, das wissen Sie bereits. Da legen Sie dann einfach eine neue Ebene an, versetzen diese in eine Schnittmaske zu dieser Ebene, und dann ändern sie den Füllmethoden-Modus auf "Farbe", und können jetzt mit dem normalen Pinsel hier die rote Farbe auswählen, und einfach mal hier drüber malen, und so die Haarfarbe korrigieren. Das ist also schnell gemacht. Ist überhaupt kein Aufwand. Natürlich, hier sehen sie jetzt die Kanten, die sind noch nicht so schön. Was machen Sie da? Na klar: Kante verbessern, mit einem geeigneten Radius. Hier ist noch eine Ecke, die könnte noch korrigiert werden, aber wie das geht, dass wissen Sie bereits. Sie können z.B. einfach hier die Maskenkante nehmen, und ein wenig nach innen verschieben. Und dann haben Sie hier das schon korrigiert. Das Ganze ein wenig weichgezeichnet und - voilà - da haben wir unseren Freisteller, der natürlich jetzt hier an den Haaren verloren hat. Also klicken wir einfach "OK", gehen in die Protokollpalette, wählen den letzten Zustand aus, und mit der Taste "Y" wählen Sie den Protokollpinsel, und malen die Haare einfach wieder zurück in der Maske. Das wäre ein schneller Freisteller mit dem Hintergrundradiergummi. Die Radierebene, die können wir jetzt löschen, die brauchen wir nicht mehr, denn wir haben ja diese in eine Maske umgewandelt, und die Maske dann optimiert. Also das ist wirklich eine schnelle, einfache Möglichkeit, eine Maske zurechtzupinseln, mit Hilfe der Automatismen des Hintergrundradiergummis.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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