Photoshop CS5: Freistelltechniken

Katze: Anpassungen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Sie haben eine Katze freigestellt und vor einen neuen Hintergrund gesetzt – aber irgend etwas passt nicht. Auf welche Parameter Sie achten sollten, um Maske und Hintergrund richtig aufeinander abzustimmen, erfahren Sie in diesem Video.
06:47

Transkript

Wenn wir uns das ganz genau anschauen, dann sehen wir, dass die Katze ein wenig zu blau für den Hintergrund ist. Wir müssen hier also etwas die Blautöne reduzieren. Das machen wir mit einer Gradationskurve in "Schnittmaske" zu der Katzen-Ebene im Modus "Normal". Und um Blau etwas rauszunehmen, gehen wir hier in den Blau-Kanal und senken einfach den Blau-Wert ein wenig. Achten Sie mal drauf: Das war vorher und das ist nachher; die fügt sich jetzt schon wesentlich harmonischer in das Bild ein. Was wir jetzt noch kontrollieren können, ist es, ob die Schärfe im Bild übereinstimmt. Ich zoome auf 100 Prozent, und springe hier zu den Füßen. Da sehen Sie deutlich, wie hier noch zum einen die Kante durchscheint, d. h., da muss ich diese verbesserte Kante, die übrigens so aussieht, noch etwas zurückmalen. Da nehme ich jetzt Weiß, und male hier über die Pfote mit einem höheren Flusswert, sodass hier die Kante nicht durchscheinend ist, genauso wie hier. Die Pfoten sollten genauso undurchsichtig sein, wie das Innere des Körpers. Also das passt da nicht ganz so. Auch hier. Beim Schwanz ist das ok, da fällt es nicht so auf - aber hier die Schärfe, die weicht ab. Und zwar sind die Pfoten hier vorne schärfer als der Untergrund, und hier hinten unschärfer als der Hintergrund. D. h., wir hatten hier einen unterschiedlichen Schärfeverlauf. Und so etwas kann man reparieren, indem man die Ebenen zusammenfasst, dann weichzeichnet oder wieder scharfzeichnet. Am einfachsten können Sie das machen auf einer eigenen Ebene, indem Sie dann diese beiden Werkzeuge benutzen, und zwar das "Weichzeichner-Werkzeug" und das "Scharfzeichner-Werkzeug". Wenn Sie das Scharfzeichner-Werkzeug benutzen, dann achten Sie darauf, dass Sie alle Ebenen aufnehmen, und vor allem diese Checkbox hier aktiviert haben: "Details beibehalten". Wenn Sie eine ältere Version als Photoshop CS5 haben, dann würden Sie dieses Werkzeug um keinen Preis in der Welt benutzen wollen, denn das hat dann ganz hässliche Auswirkungen. Aber hier mit dieser Option "Details beibehalten" können Sie direkt über diese Bereiche malen, und diese etwas schärfen. Dann passt dieser Teil der Pfote schon besser zu diesem Untergrund. Hier vorne sieht man auch deutlich, dass hier das Ganze gar nicht so scharf sein darf. Dann nehme ich das Weichzeichner-Werkzeug, und übermale diese Bereiche, sodass das dort auch ganz gut dazu passt. Hier natürlich habe ich keinen Effekt, wenn ich "Alle Ebenen aufnehmen" deaktiviere, also aktiviere ich das. Jetzt bilde ich mir den Effekt nicht nur ein, dass der Pinsel etwas macht, wie es manchmal der Fall ist. Wenn man etwas macht und etwas erwartet, dann sieht man irgendwie einen Effekt - ist sich nicht ganz sicher - aber man glaubt doch da passiert was, obwohl das gar nicht der Fall ist. Da müssen Sie einfach dann kontrollieren das Ganze. Ich denke, so ist es ok. Der Fokus liegt sowieso auf dem Kopf, sodass auf die Füße nicht so viele Leute achten werden. Ich würde hier den hinteren Bereich noch ein bisschen schärfer zeichnen. Aber das Werkzeug ist nicht das Schnellste, nur sieht man hier, das war vielleicht etwas zu viel des Guten. Aber ich kann diesen Schritt glücklicherweise rückgängig machen, indem ich auf "Bearbeiten-Verblassen" gehe. Und jetzt decke ich einfach die Deckkraft dieser vorgenommenen Änderung ein wenig ab, bis das Erscheinungsbild passt. Und ich denke, bei 30 Prozent, das sollte eigentlich zu diesem Untergrund passen. Ich klicke "OK", und zoome raus. Was wir jetzt noch machen müssen ist, die Lichtsituation im Bild etwas anzupassen. Und zwar möchte ich das zum einen etwas spannender haben, und zum anderen, dürfte die Katze hier vorne nicht so einen hellen Hintergrund übrig lassen, wenn das Licht von hier hinten kommt. Also lege ich eine neue Ebene an, mit gehaltener der Alt-Taste, wähle hier als Modus "Ineinander kopieren", und fülle diese Ebene mit Grau. Und jetzt nehme ich mir entweder den Pinsel oder Nachbelichter und Abwedler  mit der Taste "O" im Bereich der Mitteltöne und einer moderaten Belichtung. Dann male ich hier zum einen eine Vignette ein, also ich mache sie an den Rändern ein wenig dunkler. Hier auch ein bisschen dunkler, denn das Licht wird hier geblockt ein wenig durch diese Leiste im Hintergrund. An den Füßen hier vorne muss ich natürlich auch abdunkeln. Ich habe jetzt zwar den Abwähler aktiv, aber ich dunkle dennoch ab, weil ich die Alt-Taste gedrückt halte. Und damit kann man zwischen diesen beiden Werkzeugen hin und herwechseln. Ich kann auch z.B. hier an der Katze selbst ein wenig das Fell abdunkeln und so dafür sorgen, dass sich diese harmonisch hier einfügt; also das ist vorher, das ist nachher. Vielleicht ein wenig abmildern das Ganze, dass es nicht ganz so ein dunkler Fleck wird hier vorne. Wichtig ist, dass hier so eine Art Grundschatten vorhanden ist. Dann würde ich hier die Ecke ebenfalls noch ein bisschen abdunkeln, und im Gegenzug hier oben ein wenig aufhellen. Dann kann man die Katze noch ein bisschen betonen. Hier ein bisschen aufhellen, im Gesicht ein bisschen aufhellen, und so die Form etwas herausarbeiten. Das wäre jetzt hier der Lichtschein, der von hinten kommt. Dadurch sieht das Ganze etwas stimmungsvoller aus. Schauen Sie mal, was wir allein mit dieser Ebene erreicht haben: Das ist vorher und das ist nachher. Wir haben also hier den Fokus zum einen auf die Katze gelenkt und etwas Licht eingemalt, sodass das Ganze schon ein bisschen spannender aussieht. Zu guter Letzt würde ich das Ganze gerne noch etwas farblich stilisieren. Auch das mache ich sehr gerne mit Gradationskurven. Sie können auch eine Farbbalance-Ebene nehmen. Da haben Sie dann die Möglichkeit, nach tiefen Mitteltönen und Lichtern getrennt, die Farben einzustellen. Aber ich finde, das geht nicht so genau wie mit der Gradationskurve. Denn hier kann ich z.B. in den Blau-Kanal gehen und sagen: Ich möchte die Tiefen ganz, ganz leicht bläulich haben, und die Lichter ganz, ganz leicht gelblich. Das gibt eine schöne, leichte Farbtonung. Dann hätte ich gerne das Bild etwas wärmer. Also gehe ich in den Rot-Kanal, und gebe ganz wenig Rot hinzu. Jetzt habe ich eine schöne Stimmung erzeugt, wie ich finde. Das war vorher, das ist nachher. Allein durch diese Gradationskurve. Jetzt vergleichen wir nochmal mit dem Ausgangsbild: Das ist vorher und das ist nachher. Wir sind den hässlichen Papierkorb los, wir haben an den Kanten die Härchen bewahrt, und die Katze sehr gut freigestellt. Und wir haben die Katze an den neuen Hintergrund angepasst, den Hintergrund an die Katze auch angepasst natürlich, durch diese Helligkeitsveränderung und etwas Lichtstimmung, und Farbstilisierung hinzugefügt.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!