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Photoshop CS5: Freistelltechniken

Glas

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Sind Objekte transparent, macht der durchscheinende Hintergrund die Sache nicht einfach: Mit richtigem Ebenenmodus beziehungsweise richtiger Füllmethode lösen Sie jedoch die meisten Probleme.
11:05

Transkript

In diesem Film möcht ich Ihnen zeigen, wie Sie Glas, also durchsichtiges, transparentes Glas freistellen können. Das sehen Sie hier an diesem Beispielbild. Links sehen Sie das Vorher und dort hab ich einen hässlichen Hintergrund, der ist sehr unruhig. Den mocht ich einfach nicht. Den wollte ich gerne ersetzen durch einen etwas stimmungsvolleren, wie hier auf der rechten Seite. Also ein paar Wolken, usw. Und da sehen Sie natürlich, dass wir hier durch das Glas hindurch die Wolken sehen. Und das könnte jetzt sehr kompliziert erfolgen, so etwas freizustellen, Sie könnten hier die Deckkraft senken. Sie könnten mit einem Pinsel fein Bereiche ausmalen, das natürlich immer die Lösung, wenn Sie anders nicht weiterkommen, dass Sie dann einen Pinsel nehmen und wirklich Transparenzen selbst eimalen. Aber Sie werden sehen, dass Sie mit der hier vorgestellten Methode den Großteil der Freisteller, die Sie bei Glas brauchen, wie in diesem Fall im Handumdrehen erledigen können. Hierbei ist es natürlich zu beachten, dass es bei Transparenzen wichtig ist, kontrolliert zu fotografieren. Ich kann Ihnen das mal zeigen hier an einigen Beispielbildern. Sie werden mir sicherlich zustimmen, dass, wenn wir so ein Glas hier freistellen möchten, dass es dann mit sehr, sehr viel Arbeit verbunden ist. Da ist es dann nicht damit getan, hier einen Pfad drumherum zu legen und die im Folgenden vorgestellte Methode anzuwenden. Nein, da müssten Sie noch hier die fehlende Ecke anstricken - also stempeln - hier auch die Rundung ergänzen. Hier der Reflex, der wird wahrscheinlich vor jedem neuen Hintergrund hässlich aussehen. Also: Das wäre wirklich ein sehr suboptimales Bild für das Freistellen von Glas. Rechts das Bild ist auch nicht viel besser, obwohl man hiermit schon einiges anfangen könnte. Man könnte nämlich das Grün einfach abdunkeln. Das Schöne ist bei Glas: Wir haben diese Spitzlichter. Das macht man sich zunutze, auch im Folgenden, indem man eine andere Füllmethode wählt als "Normal". Aber auch hier haben wir eine sehr unschöne Durchsicht auf einen unruhigen Hintergrund, sodass auch das nicht sehr einfach freizustellen wäre. Und dann haben wir hier den einfachsten Fall: Eine kontrollierte Aufnahme, das war nicht einmal ein Studio, sondern einfach nur ein Glas auf einem dunklen Stuhl. Und um dieses Schwarz loszuwerden, das wissen Sie bereits, bräuchten Sie nur die Füllmethode dieser Ebene auf "Negativ multiplizieren" stellen, und dann vielleicht eine weitere Ebene oben hinzufügen, bei der Sie dann die Stellen einmalen, wie hier bspw., die garantiert nicht durchsichtig werden sollen. Und genau diese Methode werden wir jetzt anwenden, und zwar auf dieses Bild. Aber Sie werden sehen, dass wir da nicht mit "Negativ multiplizieren" vorgehen können, sondern eine andere Füllmethode wählen. Das hängt immer jeweils vom Bild ab. Und in diesem Fall haben wir hier eher graue Tonwerte, d. h., es wird wahrscheinlich eine Füllmethode aus der kontrastverstärkenden Gruppe werden. Aber lange Rede kurzer Sinn, wir machen das jetzt einfach mal. Ich habe hier die Datei vorbereitet. Da haben Sie einmal den neuen Himmel und den alten Hintergrund. Zunächst einmal werden wir die Hintergrundebene duplizieren, mit Steuerung+J, und hier über den Himmel ziehen. Nun müssen Sie zunächst mal hier die Kanten freistellen. Was bietet sich hier an? Sie sehen, dass sind alles klare Kanten, das braucht nicht viele Klicks. Das macht man am besten und am genauesten mit dem Zeichenstift. Genau das habe ich getan, also hier im Pfadebedienfeld finden Sie den "Pfad 1". Den laden Sie jetzt als Auswahl, indem Sie die Strg-Taste gedrückt halten und hier einmal draufklicken. Und dann können wir diese Auswahl auch schon direkt hier als Maske hinzufügen. Und im Prinzip war es das schon. Aber, Sie werden mir sicherlich zustimmen: Nein, das war es noch nicht. Denn wir können hier weder durchschauen, noch sieht das Ganze realistisch aus. Die Kanten sind hässlich, und auch im Detail, wenn wir hier reinzoomen, ist es mit dem Zeichenstift an diesen Sellen sehr, sehr grob geworden. Aber, die Kanten können wir schnell verbessern, Sie kennen den Befehl Alt+Strg+R für "Maske verbessern". Und da nehme ich zunächst einen etwas geringeren Radius für diese Kanten, und die Physalis, die sieht hier schon wesentlich besser aus. Auch die anderen Kanten haben gewonnen. Hier, diese unscharfe Kante, die ist nicht so schön, aber die soll ja noch unschärfer werden. Diesen Radius können wir bestätigen. Und dann rufen wir die Funktion gleich nochmal auf. Denn, wenn wir mal vergleichen mit dem Originalhintergrund: Wir haben hier eine Unschärfe an den Kanten. Und diese Unschärfe betrifft nur den Tisch hier hinten, und diesen Zuckerstreuer, der hier rechts steht. Die Gläser links und in der Mitte, die sind beide scharf. Auch die Kanten der Physalis sollen scharf bleiben. Aber wir können das Ganze lösen, und zwar mit dem Kante verbessern-Dialog, Alt+Strg+R. Da nehmen wir jetzt einen Wert für "Weiche Kante", der das Ganze schön weich zeichent. Und dabei achten Sie am besten nur auf die Kanten, die weich werden sollen. So sieht das doch ganz gut aus. Hier haben wir noch einen grünen Saum, weil der Pfad nicht ganz genau gesessen hat. Aber das können wir korrigieren, indem wir einfach die Kante ein wenig nach innen verschieben. Und dann haben wir jetzt die fotografische Unschärfe. Wie haben aber auch gleichzeitig diese Kanten weich gezeichnet. Können wir erst einmal nichts machen. Also bestätigen wir das mit "OK". Und jetzt nehmen wir uns dieses Problems an, und zwar mit dem Protokoll-Pinsel. Öffnen Sie einfach die Kontroll-Palette, gehen einen Schritt zurück und aktivieren dann hier für "Maske verbessern" den nächsten Schritt. Das ist nämlich genau der Schritt, in dem wir die Kanten weich gezeichnet haben. Jetzt nehmen Sie mit der Taste "Y" den Protokoll-Pinsel, und malen einfach dort die Kanten nach, wo diese weich werden sollen. Und da wir nur die Maske weich gezeichnet haben, und nicht die Ebene selbst, können Sie das ganz grob machen, also müssen Sie gar nicht so genau vorgehen. Es sei denn wie bspw. hier, in diesem Fall, wo diese Innenbereiche nicht weich werden sollen. Aber in allen anderen Fällen können Sie ganz einfach drüber malen. Um hier ganz genau zu sein, müssten sie vielleicht eine Auswahl vorher noch erstellen, damit das Glas nicht mit weich gezeichnet wird. Aber ich sage mal das ist okay für diesen Zweck. Und dann hier die letzte Kante noch. Jetzt haben wir unsere weichen Kanten und wir haben unsere scharfen Kanten. Aber was wir noch haben ist natürlich, dass wir hier noch nicht das Durchsichtige haben. Ich habe es bereits erwähnt, wir werden jetzt wahrscheinlich einen Füllmodus aus dieser Gruppe hier verwenden. Da probieren wir einfach mal "Ineinander kopieren". Sieht nicht so gut aus, wie ich finde. "Weiches Licht" wird nicht besser werden. Aber jetzt schauen Sie mal "Hartes Licht", das funktioniert sehr gut. Das sieht fast sofort wie ein echter Freisteller aus. Das hier könnte man als Spiegelung von der Rückseite ansehen, wenn es nicht so auffällig wäre, dass hier die Wolkenstruktur fortgeführt wird in dem Glas, aber das können wir jetzt schnell reparieren. Und zwar indem wir zunächst mal diese Ebene in eine Gruppe packen mit Strg+G, und dann diese Maske einfach hier auf diese Gruppe kopieren. Jetzt können wir hier mit weiteren Ebenen arbeiten, und dieselbe Maske gilt dann für alle Ebenen, die hier in dieser Gruppe sich befinden. Diese Bereiche, die jetzt nicht durchsichtig sein sollen - wie diese Physalis oder der Zucker- oder Salzstreuer oder was das für ein Teil ist hier hinten - brauchen wir einfach eine Ebene im Modus "Normal". Also duplizieren wir diese Hintergrundkopien mit Command+J, also Strg+J,  auf Windows und blenden diese Ebenen-Gruppe aus, nachdem wir hier den Ebenen-Modus auf "Normal" gestellt haben. Und zwar blenden wir jetzt die Ebene aus mit gehaltener Alt-Taste und ein Klick auf "Maske hinzufügen". Jetzt kann ich mir einfach einen Pinsel nehmen mit weißer Farbe. Ich nehme da gerne einen geringen Fluss, und dann über die Bereiche malen, die garantiert nicht durchsichtig sein sollen. Hier oben der Metallbereich, da male ich einfach so oft drüber, bis das gut aussieht. Hier der Bereich, der ist nicht durchsichtig. Durch das Salz können wir nicht durchgucken. Es wird wahrscheinlich Zucker sein, weil hier Cocktails sich auf dem Tisch befinden. Es wäre eher ungewöhnlich, wenn man da Salz reinstreut. Hier, das würde ich sogar so lassen, wie es ist, als wenn die Wolken ein bisschen hier durch zu sehen sind. Genau das Gleiche machen wir jetzt hier für die Frucht. Einfach wirklich grob darübermalen. Hier müssen wir ein bisschen aufpassen, weil wir hier in den Bereichen sind, wo es wirklich transparent wird. Dort würde ich mit einem eher geringen Fluss arbeiten, und hier wirklich genau an den Kanten entlang malen, sodass wirklich nur hier die Frucht undurchsichtig wird. Und das Gleiche können Sie jetzt machen für die Bereiche hier am Glas - mit weiß natürlich. Und an den Rändern dafür sorgen, dass das Ganze dort nicht durchsichtig ist. Jetzt haben wir vor allem den Effekt in der Mitte des Glases, wo das Ganze durchsichtig aussieht. Genau das ist gewollt. Hier in diesem Fall brauchen wir auch nicht allzu genau vorgehen. Wie gesagt es könnten auch Spiegelungen sein. Wichtig sind die Innenbereiche des Glases und natürlich hier vorne der Bereich, der sollte auch nicht abgedunkelt werden durch diesen Ebenen-Modus. Jetzt fällt mir auf, dass einige Bereiche hier noch viel zu blau sind. Das kann man auch korrigieren, und zwar mit einer Gradationskurve. Die legen wir hier an, und die befindet sich ebenfalls hier in dieser Ebenen-Gruppe. Und die Kurve soll sich jetzt ausschließlich auf diese Ebene im Modus "Normal" auswirken. Das kann ich tun, indem ich die Alt-Taste drücke, und zwischen diese beide Ebenen klicke und dann gehe ich hier in den "Blau-Kanal" und will jetzt hier etwas Blau entfernen, also nehme ich etwas raus. Da sehen Sie schon, sieht es ein bisschen besser aus, also vorher/nachher. Wir können mal probieren, wie es aussieht, wenn ich noch etwas Grün hinzugebe. Es wird dann leicht sehr flau, also im Grün-Kanal brauchen wir dann wohl nicht so viel ändern, aber im Rot-Kanal vielleicht noch ein bisschen Rot hinzugeben, um hier etwas Wärme dazuzugeben. Und dann vielleicht noch etwas mehr Gelb. Ich denke, so passt das schon ganz gut. Und damit das Ganze jetzt noch etwas besser integriert wird, würde ich auch vorschlagen, dass wir hier das Licht etwas überstrahlen lassen. Das ist immer eine gute Idee, denn das ist ein ganz natürlicher Lichteffekt. Das Lichter, die sich hier an Kanten befinden, diese Kanten immer ein wenig, ja, anknabbern. Und hierzu lege ich jetzt eine neue Ebene an, Modus "Normal", nehme mir den Pinsel mit weißer Farbe - könnte hier auch die Sonnenfarbe aufnehmen - und dann male ich hier einfach ein, zwei Mal drüber, und habe jetzt diese Überstrahlung hier geschaffen. Und Sie sehen, mit wenigen Schritten haben wir den Hintergrund aus diesem Bild durch einen Neuen ersetzt. Und wenn man es ganz genau nimmt, müsste man hier den Hintergrund an dieser Stelle noch auswählen. Ich mache das mal ganz grob, und zwar hier auf der Himmelsebene, dann mit dem Rechteckauswahlwerkzeug mache ich das mal wirklich ganz crude, und dann hier eine gewisse Verzerrung hinzufügen. Z.B. mit dem Verzerrungsfilter wölben. Und hier nehme ich jetzt ausschließlich die horizontalen Bereiche, und kann so das Ganze entweder zusammendrücken in der Mitte, sodass es wie eine Art Brechungseffekt ist, oder ich kann es auseinander ziehen. Da müssen Sie einfach schauen, was jeweils besser aussieht im Bild, da haben Sie jetzt leider im Bild direkt keine Vorschau bei diesem alten Filter. Ich sage mal, wenn ich es zusammen schiebe, müsste es ganz gut passen, schauen Sie sich das mal an. Und ich denke dadurch wirkt es schon ein wenig realistischer, ich drücke Strg+D, um die Auswahl aufzuheben, und das wäre jetzt unser Freistellergebnis.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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