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Photoshop CS5: Freistelltechniken

Schatten freistellen

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Schatten müssen Sie nicht zwangsläufig selbst in eine Montage einzeichnen. Sie können Schatten nämlich auch freistellen. Am besten erstellen Sie eine Maske aus den Kanälen und transformieren den Schatten später nach Ihren Wünschen.
09:27

Transkript

Bei Fotomontagen benötigt man oft einen Schatten. Und warum sollte man es sich unnötig kompliziert machen, und Schatten immer neu zeichnen? Man kann die Schatten auch direkt aus einem bestehenden Bild übernehmen. Und dafür gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten. Mein Weg ist, dass ich eine Auswahl treffe, und dann diese Auswahl als eine Maske für eine Gradationskurve benutze. Denn mit der Kurve kann ich den neuen Untergrund sehr gut abdunkeln, und auch die Farbigkeit bestimmen. Und wie man die Auswahl trifft, das häng jeweils vom Motiv ab. Wenn Sie einen sehr harten Schatten haben, wie in diesem Beispiel bei diesem Blatt hier, dann könne Sie einfach das Lasso-Werkzeug nehmen, und hier das direkt auswählen. Weichzeichnen können Sie die Maske später immer noch mit verschiedenen Methoden mit dem Gaußschen Weichzeichner, mit dem Maskenbedienfeld, mit dem Kante verbessern-Dialog und das wäre dann so. Dann hätte ich hier jetzt meine Gradationskurve. Ich lege mal eine Farbfläche an, und nehme die mal in grau.  Und da kann ich hier in der Gradationskurve sagen: Den Schatten bitte etwas abdunkeln, so. Und vielleicht, wenn wir einen neuen Himmel eingezogen haben, der blau ist, dann könnte ich hier direkt in den Blaukanal gehen, und etwas Blau hinzugeben, um den Schatten etwas bläulich zu färben. Also, man hat mit den Gradationskurven wirklich es sehr einfach. Wie gesagt: Brauche ich eine weiche Maske, gehe ich ins "Maskenbedienfeld", und ziehe hier die Kante etwas weich. Nun möchte ich aber in diesem Fall den gesamten Schatten haben. Weil, wir gehen mal davon aus, wir möchten diese Pflanze auf einen neutralen Untergrund setzen, vielleicht darstellen: eine einsame Pflanze in der Betonwüste. Aber das Licht soll trotzdem von hinten-rechts kommen, da müssten wir zunächst mal die Pflanze freistellen. Das ist hier auch unterschiedlich aufwendig, z.B. die Blätter, die könnten Sie hier kontrastbasiert freistellen, so wie wir gleich auch den Schatten freistellen, ich nehme es schon mal voraus. Und die Bereiche, die hier in der Dunkelheit verschwimmen, die müssten Sie natürlich jetzt aufwendiger freistellen: Entweder mit dem Pinsel freimalen in einer Maske, oder mit dem Zeichenstift. Wir haben hier glücklicherweise sehr klare Kanten, sodass das kein Problem sein sollte. Diese kleinen gezackten Kanten, die können Sie dann mit einer Kantenverbesserung und einem höheren Radius leicht wieder herstellen. Aber wir widmen uns mal wieder dem Schatten. Den möchte ich jetzt nicht mit dem Lasso auswählen, sondern den leiten wir mal ab aus den Kanälen. Also schauen wir uns mal die Kanäle an. Da haben wir den Rot-Kanal, der hat einen schönen Kontrast. Dann haben wir den Grün Kanal, da ist der Kontrast etwas geringer, aber die Flächen sind gleichmäßiger. Achten Sie mal hier auf diese Grasflächen, die wirken hier etwas homogener. Dann haben wir den Blau-Kanal und der ist natürlich untauglich, weil wir hier keine Kontraste haben, beziehungsweise die Kontraste reichen bei weitem nicht aus. Was wir also brauchen, ist eine Kopie des Grün Kanals. Hier liegt nun bereits einer drin, weil ich das bereits ausprobiert habe. Wir machen das mal neu. Also ich fasse den Kanal an, und ziehe den auf den Abreißblock und jetzt haben wir diese Grünkopie. Als ersten Schritt  machen wir direkt mal eine Tonwertkorrektur mit Strg+L, machen den Schatten dunkler und das Gras heller. Jetzt wird das Ganze natürlich in sofern unschön, dass wenn wir die Pflanze auf Beton setzten wollen, dass wir dann diese Grasstruktur haben. Aber ich bestätige das mal mit "OK", denn diese Grasstruktur, die können wir leicht loswerden, indem wir das Ganze weichzeichnen. Ich gehe in "Filter - Weichzeichnungsfilter - Gaußscher Weichzeichner" und bei einem Radius von 8, 9, irgendwas, da sieht das Ganze dann so aus, dass das Gras weitgehend verschwunden ist. Ich bestätige das mit "OK", und kann jetzt diese Bereiche hier weiter aufhellen, z.B. mit "Nachbelichter Abwähler" male ich hier über diese Bereiche, die ich nicht haben möchte, vom Schatten. So einzelne Striche von einem Blatt zum anderen. Wenn Sie die brauchen, wenn der Schatten also sehr hart werden soll, die können Sie leicht mit dem Pinsel später hinzufügen, da müssen Sie nicht darauf achten, hier jedes Detail zu bewahren. Jetzt würde ich das Lasso nehmen, und einfach alles, was kein Schatten sein soll, ausmaskieren. Also so einmal hier drum fahren, die Bereiche, die sicher kein Schatten sind - Na, das könnte ein Schatten sein dort, lass ich mal drin - ich wähle also die Schatten hier aus, kehre die Auswahl um mit Shift+Strg+I, und fülle den Bereich mit Weiß, indem ich die Befehlstaste halte bzw. die Strg-Taste, und die Rückschritt-Taste drücke. Das wäre jetzt der freigestellte Schatten. Den kann man dann natürlich weiter beeinflussen, z.B. hier diese Kanten etwas absoften, oder sogar wegmalen. Ich male da ein paar mal drüber mit dem Abwedler, auch hier diese Kanten, und kann damit diese Kanten schon ein wenig schärfen. Und Sie kennen das Prinzip ja, dass Sie mit der Tonwertkorrektur diesen Schatten auch scharf zeichnen können. Wenn ich die Tonwertkorrektur noch einmal aufrufe, dann kann ich hier bestimmen, wie scharf, bzw. wie weich dieser Schatten sein soll. Ich kann das Ganze ausdehnen mit dem Schwarzregler, also einen größeren Schatten erzeugen, oder zusammenziehen mit dem Weißregler. Ich würde mich jetzt hier für einen Kompromiss entscheiden, der ein weitgehend scharfen Schatten hat, so wie hier und der nicht zu groß ist. Diesen Schatten, den kann ich jetzt einsetzen als Maske für eine Gradationskurve. Also, den Kanal wieder laden mit einem Strg-Klick, in den RGB-Kanal zurückgehen, dann hier in die Ebenenpalette. Sie sehen, die Auswahl ist jetzt umgekehrt, die müssen wir nochmal umkehren. Also "Auswahl umkehren" und dann eine Gradationskurve erstellen. Wie dieser Schatten wirkt, das zeige ich Ihnen nun wiederum über einer Farbfläche. Da nehme ich mal wieder ein Grau, bestätige das, und gehe in die Gradationskurve und senke hier den Weißpunkt ab. Das ist immer der erste Schritt. Dann kann ich hier die mittlere Helligkeit dieses Schattens bestimmen. Wenn die Pflanze jetzt hier stehnen würde, dann könnte man auf einer neuen Ebene mit dem Pinsel direkt diese Bereiche aufnehmen, und dann dort so kleine Striche malen, die die einzelnen Stängel simulieren sollen. Also wenn man einen sehr harten Schatten haben möchte. Und das muss gar nicht so aufwändig sein und dem echten Stängel entsprechen. Das fällt keinem Menschen auf. Wenn Sie jetzt einen weicheren Schatten benötigen, wie gesagt, dann gehen Sie hier in das Maskenbedienfeld, und geben hier eine weiche Kante hinzu. Dann müssen Sie dann aber aufpassen, dass Sie auch diese Striche weichzeichnen sollten. D. h., hier wäre es vielleicht sinnvoller, diese Striche nicht auf einer eigenen Ebene zu machen, sondern im Maskenbedienfeld selbst. Also hier können Sie dann drin malen, da machen Sie das dann mit Weiß, und hier können Sie dann diese Stängel hinzumalen. Am besten ist es, immer den Schatten zusammen zu halten. Jetzt ist hier die Basis des Ganzen, dann zeichne ich das weich. Das wäre jetzt der Schatten. Und auf der neuen Ebene, da legen wir einfach mal schnell eine Pflanze an, die man hier malen kann. So, die steht jetzt hier und hat die einzelnen Blätter dann da dran, und dann sieht das auch schon ganz gut aus. Wir können nochmal in die Pinselvorgaben gehen, da haben wir einen Blattpinsel. Den können wir direkt hier mal dran malen. Und schwupps, ist das fertig. Sie haben glaube ich das Grundprinzip verstanden, dass Sie einfach mit Maskenbedienfeld und Gradationskurven maximale Flexibilität haben. Wie gesagt, ich kann jetzt hier reingehen und Blau hinzugeben für den Schatten, falls ich hier einen blauen Himmel habe. Ich kann die Maske weich zeichnen oder scharf zeichnen. Diesen Schatten, den können Sie natürlich jetzt auch transformieren. Z.B., wenn das Licht jetzt doch nicht von rechts oben, sondern mehr von links kommen soll. Dann markieren Sie einfach hier die Maske, drücken Strg+T, und können jetzt hier das Ganze entsprechend in Form bringen, indem Sie die Strg-Taste halten, und das entweder länger oder kürzer machen, entsprechen neigen, oder perspektivisch das Ganze weiter nach vorne bringen, wenn die Lichtquelle dichter hier hinter dem Baum sitzt. Das würde dann so aussehen, dass ich hier bspw. einen Blendenfleck anbringe, indem ich mit gehaltener Alt-Taste auf diesen Abreißblock klicke, hier als Modus "hartes Licht" nehme, mit neutraler Farbe fülle, "OK" klicke. Und jetzt kann ich auf dieser Ebene einen Blendenfleck anwenden, und den finden wir unter den "Ränderfiltern - Blendenflecke". Und hier würde ich jetzt diesen Blendenfleck hinzufügen, dass der so halbwegs hier durch den Baum scheint. Ich versuche mal, diese Stelle zu treffen. Und das hat nicht ganz funktioniert, also mache ich es rückgängig, rufe den Filter erneut auf, und denke, ja, so kann man es lassen. Man kann das Ganze jetzt noch weichzeichnen mit dem Gaußschen Weichzeichner, und das wäre dann jetzt meine Lichtquelle, die diesen Schatten werfen soll. Und wenn Sie genau darauf achten, dann ist die Lichtquelle nicht so positioniert, dass sie diesen Schatten werfen würde, d. h., den müsste ich jetzt anpassen, an diese Lichtsituation mit Strg+T, und das ganze ein bisschen zusammenfassen, hier so entsprechend verschieben. Und so können Sie ganz genau den Schatten an die jeweilige neue Lichtsituation anpassen, obwohl Sie diesen aus dem Originalbild übernommen haben.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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