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Photoshop CS5: Freistelltechniken

Zweige freistellen – Raw-Reserven nutzen

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Zweige sind ein beliebtes Motiv und werden gerne in Fotomontagen verwendet. Zweige freizustellen, ist jedoch immer eine schwierige Aufgabe. Setzen Sie doch die Raw-Reserven ein und sehen Sie selbst, was damit möglich wird.
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Transkript

Ich möchte gerne diesen Baum freistellen. Was Sie hier sehen, ist, dass das Bild recht hell ist, also die Zweige die fressen hier schon fast aus. Was kann ich da tun? Wir können zunächst einmal probieren mit einer Gradationskurve oder einer Tonwertkorrektur Zeichnung zurückzubringen. Wir nehmen einfach mal die Tonwertkorrektur und nehmen den Gamma-Slider und bewegen den nach rechts. Sie sehen, da ist nichts mehr zu retten. Aber was Sie vielleicht auch schon bemerkt haben, wir haben hier ein Smartobjekt und diese Smartobjekt ist entstanden, weil ich aus Camera Raw, die RAW-Datei als Smartobjekt an Photoshop übergeben habe. Jetzt habe ich die Möglichkeit durch einen Doppelklick wieder in den RAW-Dialog reinzukommen und damit auf die RAW-Daten zurückzugreifen. Und da sollten Sie immer dran denken, wenn Sie so eine Situation haben, eine überbelichtete Bildstelle vielleicht, es muss ja nicht das ganze Bild sein, wie in diesem Fall. Dann können Sie auf die RAW-Daten, auf den erweiterten Dynamikumfang der RAW-Daten zurückgreifen und dort vielleicht nicht nur etwas retten, sondern sogar eine bessere Situation für geplante Freisteller schaffen. Also ich doppelklicke hier mal drauf und befinde mich jetzt im RAW-Dialog. Und hier unten hätten Sie die Möglichkeit, das Ganze als Smart-Objekt zu übergeben, wenn Sie dann die Shift bzw. Alt-Taste halten, dann verwandelt sich ein Knopf - der dritte Knopf der hier ist - in "Als Objekt öffnen" und dann haben Sie genau die Situation, dass Sie eine RAW-Datei als Smart-Objekt platziert haben. Ja und hier sehe ich jetzt schon, dass die Belichtung einen sehr hohen Wert hat. Und die fahre ich einfach mal zurück. Da sehen Sie, in der Standardeinstellung haben wir immer noch recht ausgefressene Bereiche. Also kann ich das noch ein bisschen zurückfahren bis ich wirklich Zeichnung im Himmel habe. Das wäre natürlich jetzt zuviel des Guten. Aber ich denke mal, wenn ich das auf -1 Blendenstufe setze, dann müsste das eine super Situation für den geplanten Freisteller sein. Ich klicke auf "OK", denn ich kann ja jederzeit wieder zurückkehren und diese Einstellung wieder auf 0 oder +1  setzen, so wie ich es ursprünglich hatte, und befinde mich jetzt wieder in der eigentlichen Bilddatei. Hier bietet es sich jetzt an - aufgrund der einheitlichen blauen Farbe im Hintergrund - eine Farbbereichsauswahl durchzuführen. Also "Auswahl Farbbereich" - und hier würde ich Ihnen empfehlen, die lokalisierten Farbgruppen einzuschalten, denn die sorgen immer für eine etwas höhere Genauigkeit. Die Toleranz setzen wir mal ein bisschen runter und dann klicke ich einmal ins Bild, um blaue Farbe aufzunehmen und verkleinere den Bereich, den ich aufnehme. Und jetzt brauche ich nur noch mit gehaltener Shift-Taste die restlichen Blautöne aufnehmen, ich fahre also hier einmal durch das Bild, bis ich wirklich die meisten Bereiche schwarz habe. Sie sehen schon hier, bei den Zweigen, da müsste ich mal reinzoomen. Da haben wir einige Bereiche, die recht dunkel werden. Da würde ich die Toleranz also ein wenig zurückfahren, damit diese maximal grau werden. Denn nur so können wir diese Innenbereiche vor der Maskierung bewahren. Dann nehmen wir hier hinten noch die Bereiche auf und dann ist der Freisteller fast fertig. Schauen noch mal, was hinter dem Fenster versteckt ist, und da ist auch noch was, so, und den Rest, den erledigen wir mit einer Tonwertkorrektur. Also bestätigen ich den Dialog "Farbbereich aufnehmen", es entsteht eine Auswahl. Die müssen wir jetzt nicht mehr umkehren, weil die Umkehren-Option bereits im Farbbereichsauswahldialog aktiv war - also hänge ich hier direkt eine Maske dran und hab hier meinen Freisteller. Zunächst mal brauche ich wieder eine Hilfsebene, um den Freisteller besser beurteilen zu können, also lege ich mir eine Farbfläche an, sagen wir mal in grün wiederum. Ich könnte auch rot nehmen, Hauptsache irgendwas, was von blau verschieden ist, weil dann hätten wir uns den Freisteller auch sparen können. Dann ziehe ich das hier mal nach unten und blende mir mal die Maske ein, mit Alt und Klick auf die Maske. Dann zoome ich mal rein und  spring hier mal an diese Stelle, und mit einer Tonwertkorrektur mit Strg+L versuche ich jetzt, diese Bereiche weiter aufzuhellen. Also nehme ich den Weißregler und fahre den nach links, bis im Inneren die meisten Bereiche gut aussehen. Die Kante wird jetzt sehr pixelig und hart, aber Sie kennen ja unsere Universalwaffe, und zwar "Kante verbessern". Und ich denke deshalb, wir können die Tonwertkorrektur an dieser Stelle beenden, mit "OK", und rufen dann mal direkt für die Maske, nachdem ich die Ebene wieder eingeblendet habe, "Kante verbessern" auf. Ich mache das hier mal über das Maskenbedienfeld "Maskenkante", und hier können wir uns das mal direkt mal über allen Ebenen anzeigen lassen, also diese letzte Option "Auf Ebenen", dadurch wird hier der grüne Hintergrund weiter eingeblendet. Ich könnte hier natürlich auch das Ganze auf Weiß und Schwarz beurteilen, und ich denke, auf Schwarz kommt das im Moment ganz gut, denn hier sieht man sehr schön folgendes Problem: Dazu muss ich mal reinzoomen, dass wir hier noch blaue Säume haben. Also müssen wir zunächst einmal die Kanten verbessern lassen, indem wir den Radius erhöhen. Bei 4,4 Pixeln sieht das schon richtig gut aus, da brauchen wir die Kanten kaum noch weich zeichnen. Aber ich würde empfehlen immer eine gewissen Weichzeichnung hinzuzufügen. Wir probieren zunächst einmal 0,5 Pixel. Der blaue Saum verschwindet dadurch noch nicht, also können wir einmal probieren, was wir mit der Farbdekontamination anstellen können. Ich klicke da drauf und wenn Sie mal darauf achten, auf den Zweig: Vorher ist der so bläulich, und wenn ich die Farbdekontamination einschalte, dann geht die blaue Farbe verloren und wir haben nur noch dieses bräunliche. Da kontrolliere ich gleich die anderen Zweige, ob die unter dieser Farbdekontamination leiden oder ob das einen Vorteil bringt. Ich denke, das kann man hier sogar so lassen. Das sieht eigentlich recht gut aus. Vielleicht die Kante noch ein wenig nach innen ziehen, damit wir hier nicht diese Säume behalten. Und jetzt schauen wir uns das Ganze noch mal auf den Ebenen an. Also ich drücke "L" für Layer; vielleicht noch mal auf Weiß. Ich denke, das passt ganz gut und ich kann den Dialog bestätigen und dann mal rauszoomen. Falls wir jetzt noch irgendwelche Farbstiche hier haben, dann können wir die ja wieder mit der Gradiationskurve bereinigen, bzw. z.B. hier in diesen Bereichen, da ist noch etwas zuviel Blau drin. Da würde ich jetzt eine Gradiationskurve nehmen, in Schnittmaske zu dieser Ebene, und dort in den Blaukanal gehen, mir das Handwerkzeug nehmen und dann direkt diese Bereiche anklicken, die noch etwas bläulich sind, und dort das Blau ein wenig rausnehmen. Dann wird das Ganze hier ein wenig Gelb. Also gehe ich mal in den Rotkanal und gebe dort etwas Rot hinzu und schaue noch mal was ich mit dem Grünkanal anstellen kann. Und hierbei brauchen Sie  im Prinzip nur rumspielen, Sie können nach oben ziehen, nach unten ziehen, je nachdem, wie die Wirkung ist und dabei brauchen Sie sich gar nicht kümmern um die Gradationskurve, was hier angezeigt wird, sondern Sie klicken einfach ins Bild und verändern dann die Werte so, dass das optisch gut aussieht. Wenn Sie genau vorgehen möchten, dann sollten Sie hier auch kein Grün einblenden, denn das verfälscht den Farbeindruck. Ich zeige Ihnen das mal, wenn ich jetzt hier Grau einblende als Hintergrund, dann sehen Sie sofort, dass das Ganze recht grünlich geworden ist. Sie sollten auch nach Möglichkeit keine quietschbunten Hintergründe haben, auf Ihrem Bildbearbeitungssystem, denn dann werden Sie öfter solche Farbstiche produzieren. In diesem Fall kann ich jetzt einfach noch mal in den Blaukanal gehen und das ganze jetzt an das Grau anpassen, dann vielleicht den Grünkanal noch etwas zurückfahren. Und ich denke, so ist der Farbton dann ganz gut, also das war Vorher - sieht man hier schon noch sehr blaue Anteile - das ist Nachher. Das ist ein Weg, wie Sie solche Farbstiche beseitigen können.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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