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Photoshop CS5: Freistelltechniken

Feuer oder Feuerwerk freistellen

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Aus freigestelltem Feuer können Sie spannende, surrealistische Bilder erzeugen, indem Sie einfach Objekte in Brand setzen. Wie Sie Feuer auswählen und ansprechend bearbeiten, lernen Sie in diesem Video.
07:49

Transkript

In diesem Film möchte ich Ihnen zeigen, wie man Feuer, bzw. Feuerwerk freistellen kann. Und da könnte man sich fragen: Ja, warum sollte man das überhaupt tun wollen? Nehmen wir mal an, Sie wollen z.B. irgendetwas in Brand setzen. So wie das hier: Mein "Girl on Fire". Hier habe ich auch die gleichen Techniken benutzt, die ich Ihnen jetzt zeigen möchte, und zwar einfach Ebenenmethoden. Dabei gibt es natürlich einiges zu beachten, gerade wenn das realistisch - und nicht so surrealistisch wie in diesem Fall - aussehen soll. Denn Feuer hat immer eine Wechselwirkung mit seiner Umgebung, und Sie sehen hier, das ist auch kein besonders aufwendiges Foto. Das ist einfach beim Grillen entstanden, mit einer etwas längeren Belichtungszeit, wodurch diese Funken hier fliegen. Sehr praktisch ist natürlich der Effekt, dass, wenn man auf das Feuer belichtet, der Hintergrund meistens sehr dunkel wird. Und daher kann man solche Feuerfotos recht einfach einem Bild überlagern. Also, so wie bei diesem Bild hier viele Details gemalt sind, wie bspw. hier einzelne Haarsträhnen, so sind die Funken und die Flammeneffekte doch sämtlich fotografiert, und solche Fotos können Sie benutzen, um bspw. eine Situation zu schaffen wie hier, wo dieser kleine Elefant Angst vor dem Feuer hat. Also nehmen wir diese Feuer-Datei und ziehen die direkt hier rein in diese Datei und transformieren die so, dass das Licht von links kommt. Denn hier, im Elefantenbild, kommt es auch bereits von links. Also drücke ich Strg+T und drehe den Transformationsrahmen mit gehaltener Shift-Taste, sodass das hier in 45 Grad-Schritten erfolgt, und dann skaliere ich das Ganze mal groß und hätte damit hier bereits mein Feuer platziert. Wir können es vielleicht sogar ein bisschen in die Höhe ziehen, schauen wir mal... Nochmal nachtransformiert - ja, ich denke, das passt besser, und klicke jetzt "OK". Was wir jetzt machen, ist ganz einfach: Wir nehmen einen aufhellenden Füllmodus, also einen von diesen hier: "Aufhellen", "Negativ multiplizieren", "Farbig abwedeln", "Linear abwedeln", "Hellere Farbe". Das müssen Sie ausprobieren, je nach Foto wirkt mal der eine oder der andere ganz gut. In der Regel kommen Sie mit "Negativ multiplizieren" recht gut hin. Dabei verlieren Sie jedoch u. U. etwas Farbe, die Sie dann wieder hinzugeben müssen. Mit "Aufhellen" haben Sie Glück vor sehr dunklen Hintergründen, mit "Hellere Farbe" ebenfalls. Und Sie sehen hier: "Hellere Farbe" sorgt für so einzelne Pixel, also die Überlagerung sieht in der Regel nicht so schön aus. Da ist der Übergang bei "Aufhellen" etwas gefälliger. Aber jetzt schauen Sie mal bei "Negativ multiplizieren": Da bleibt wirklich alles erhalten. Was ich jetzt machen möchte ist, die dunklen Bildstellen hier noch weiter abzudunkeln. Denn Sie sehen - wenn ich das hier ein- und ausblende - dass das hier zu flau wird, weil es kein reines Schwarz war. Also lege ich eine Gradationskurve an in Schnittmaske zu der Vorher-Ebene an und dunkle das Ganze einfach ein bisschen ab. Und wenn ich das hier so in den Mitteltönen mache, dann haben wir den gleichen Effekt wie bei "Hellere Farbe" bzw. "Aufhellen", und das möchte ich nicht. Ich möchte einfach nur die Schwarztöne beschneiden. Also ziehen wir den Schwarzregler nach rechts. Und dadurch wird auch gleichzeitig das Gelb ein wenig satter. Wir können noch versuchen, das Feuer etwas intensiver zu gestalten, indem wir hier den Weißregler nach links ziehen, aber das wird dann nicht so gut. Ich denke, das passt jetzt schon recht gut. Ich würde die Ebene noch mal duplizieren mit Strg+J und die nach oben legen und mal schauen, was ich mit einem der kontraststeigernden Modi - z.B. "Weiches Licht" - noch erreichen kann. Und dadurch haben wir jetzt die Wirkung, dass der Hintergrund durch die dunklen Bildstellen dieses Feuerfotos abgedunkelt wird, dass die Farben satter werden und dass hier die sehr hellen Bildbestandteile kaum beeinflusst werden, denn weiches Licht kann kein reines Weiß erzeugen und kein reines Schwarz. Insofern ist dieser Ebenenmodus hier super geeignet. Und Sie müssen ja beachten, dass, wenn wir so eine helle Lichtquelle haben, der Hintergrund immer dunkler erscheint. Was jetzt in dem Bild noch fehlt ist, dass dieses Feuer natürlich hier einen Widerschein auf dieser Plastik-Spielfigur erzeugen sollte. Und dazu legen wir hinter allen Ebenen eine neue Ebene an, und die versetzen wir in den Modus "Farbig abwählen". Und jetzt wählen wir den Pinsel aus und mit gehaltener Alt-Taste einen von diesen Gelb- oder Orangetönen. Und Sie müssen jetzt aufpassen! Wenn ich jetzt damit male und das bei vollem Fluss mache, dann passiert folgendes: Ich habe diesen extrem starken Effekt, und das möchte ich natürlich nicht. Ich mache das also rückgängig. Deshalb nehmen wir hier einen ganz geringen Fluss, oder Sie wählen eine dunklere Farbe. Also können Sie hier in diesen "Farbwähler" klicken und eine Farbe aus diesem Bereich wählen, also aus dem unteren Bereich des Farbwählers, dann ist der Effekt ebenfalls schwächer. Oder Sie wählen die Farbe mit dem Colorhut, also Ctrl+Alt+Cmd auf dem Mac drücken und ins Bild klicken, dann können Sie es direkt live hier auswählen. Auf Windows machen Sie das mit gehaltener Alt+Shift-Taste und dann einem Rechtsklick ins Bild. Und ich würde sagen, ich nehme hier einen sehr geringen Fluss von 5 Prozent, und dann male ich hier sanft durch das Bild diesen Feuerschein ein, und der muss überall da sein, wo die Flächen dem Feuer zugewandt sind, also hier, hier, hier oben natürlich auch. Und da an den Augen, die Bereiche sind auch aufgehellt, und dann hätten wir dieses Feuer hinzugefügt. Da könnte man jetzt noch weitere Feuerfotos verwenden um das Ganze etwas gefälliger zu gestalten, z.B. diesen sehr ausgefressenen, hellen Bereich hier überlagern. Da könnte man das Feuer dann multiplizieren, man müsste dann die Übergänge hier entsprechend maskieren. Das können wir auch mit diesem gleichen Foto machen: Ich dupliziere die oberste Ebene direkt nochmal, wähle jetzt hier "Multiplizieren" und verschiebe einfach diesen Bereich in diesen Feuerbereich. Wenn ich dann hier eine schwarze Maske dranhänge, mit gehaltener Alt-Taste auf "Maske hinzufügen" klicke, und dann weiße Farbe nehme, also Taste "B" drücken für den Pinsel , Taste "X" um weiße Farbe  und einen hohen Fluss-Wert zu erhalten. Dann kann ich hier direkt diese Stellen einmalen, und das skaliere ich jetzt noch ein bisschen größer, setze den Mittelpunkt hierhin mit Shift+Alt und Klick, und kann jetzt mit Shift+Alt an den Eckanfasser fassen und das hier großskalieren. "Multiplizieren" dunkelt hier auch ab. Wir schauen mal: Dunklere Farbe passt auch nicht so. Da müssen wir einfach genauer maskieren. Was können wir machen? Wir können entweder hier die Maske immer genauer malen, oder wir machen einen Doppelklick auf die Ebene und benutzen die "Fülloption". Da blende ich für "darunterliegende Ebene" einfach die dunklen Stellen aus, und das mache ich jetzt mit einem sehr weichen Übergang, indem ich diesen Regler teile und das hier bis zum Anschlag ziehe. Trotzdem bleiben hier noch Bereiche übrig. Zu diesem Zweck wäre ein anderes Feuerfoto wahrscheinlich besser geeignet gewesen. Sie sehen: Das Grundprinzip ist, dass man auf diese Weise Strukturen in das Bild reinbringen kann, die so vorher gar nicht da waren. Aber durch diese Überlagerung geht auch etwas Dynamik verloren, sodass ich diese jetzt wieder löschen würde. Sie sehen, so ein Einsatz von Feuer ist immer eine Folge von experimentellen Schritten. Sie können natürlich vorher genau planen, wie die Flammen aussehen sollen, und dann werden Sie merken, dass die Fotos, die Ihnen zur Verfügung stehen, nicht immer optimal dafür passen, und dann müssen Sie verschiedene Ebenen miteinander kombinieren, damit das am Ende gut aussieht. Aber ich denke, mit dem Effekt, mit dieser sehr hellen Flamme und dem Elefanten, kann man das stehenlassen, und Sie wissen jetzt, wie es geht.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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