Photoshop CS5: Freistelltechniken

Feine Strukturen erhalten – das Grundprinzip

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Dunkle Details vor hellem Hintergrund oder umgekehrt – mit einem Trick kein Problem. Dieses Video demonstriert, wie Sie Ebenen multiplizieren, aufhellen und eine Maske des Himmels erstellen. Ganz einfach – freistellen und überlagern.
06:42

Transkript

Nehmen wir mal an, Sie sollen oder wollen simulieren, wie ein geplantes Oberleitungsnetz der Bahn vor Ihrer Haustür aussehen würde. D. h., Sie möchten vor dieser Wohnszene diese Kabel und diese ganzen Elektrosachen hier einblenden. Das muss nicht unbedingt so eine Struktur sein. Das Prinzip, das ich Ihnen in diesem Video zeige, ist immer das Gleiche. Wenn Sie dunkle Details vor einem hellen Hintergrund haben, und diese bewahren möchten - das können kleine Zweige sein, Antennen auf einem Haus, oder was auch immer. Alles, was kleine, dunkle Details vor einem eher hellen Hintergrund sind - so wie hier - können Sie mit dieser Technik gut bewahren, und dennoch hier Zeichnung zurückbringen. Sie sehen, es ist recht dunkel. Man kann diese Datei aber aufhellen. Nur, wenn man das ganz einfach so maskiert, und dann dem anderen Bild überlagert, dann sieht das irgendwie komisch aus. Der Trick ist hier ganz einfach. Wir werden zunächst die obere Ebene in einen anderen Ebenen-Modus versetzen. Dann werden wir die Ebene duplizieren, freistellen, und die Freistellgrenze ein wenig verkleinern. Dadurch haben wir eine Verbindung dieser Abdunklung durch den anderen Ebenen-Modus, genauer gesagt, durch "Multiplizieren", und der zusätzlichen Ebene, die dann diese Details im Inneren sichtbar macht. Aber lange Rede, kurzer Sinn. Wir machen das einfach. Und zwar der erste Schritt: Die Ebene liegt hier über der Hintergrundebene. Versetzen wir in den Modus "Multiplizieren". Im Prinzip ist es damit schon eingefügt, aber Sie sehen: Vorher - Nachher, dass es zu einer Abdunklung kommt. Das liegt ganz einfach daran, dass der Himmel hier noch viel zu dunkel ist. Also der ist nicht ganz zeichnungsfrei, und deshalb müssen wir diesen Bereich ein wenig aufhellen. Das können wir am einfachsten machen mit einer Gradationskurve, die wir in "Schnittmaske" zu dieser Ebene versetzen. Dann sehen Sie deutlich hier am Histogramm, dass hier noch Reserven sind. Wir können also einfach den Weißpunkt nehmen, und den bis auf Anschlag von dem Histogramm ziehen. Und zwar so weit, dass wir hier keine deutliche Abdunklung mehr haben. Wir können dann auch noch weiter gehen, bis hier. Und jetzt sehen Sie, haben wir genau das erreicht, was wir wollten. Wir haben keine Abdunklung, wir haben nur diese Details überlagert, die wir hier in das Bild einbringen möchten. Jetzt kommt der zweite Schritt. Und zwar dublizieren wir die Ebene mit Strg+J, und ziehen diese nach ganz oben im Ebenenstapel. Den Modus müssen wir wieder ändern auf "Normal". Was wir jetzt benötigen, ist eine Maske des Himmels. Die leiten wir direkt aus der Bildinformation, aus der Helligkeit des Bildes ab, indem wir uns mal die Kanäle anschauen. Der Rot-Kanal, der Grün-Kanal und der Blau-Kanal. Und ganz klarer Gewinner ist hier der Blau-Kanal. Deshalb laden wir den direkt mal als Luminanz. Halten Sie die Strg- bzw. Command-Taste gedrückt, und klicken sie einmal auf den Kanal, dann können wir die entstandene Auswahl direkt hier als Maske hinzufügen. Die müssen wir jetzt noch umkehren, weil - das zeige ich ihnen mal, ich klicke mit gehaltener Alt-Taste hier auf die Maske - die Details hier schwarz sind. Die sollen aber weiß werden. Also drücke ich Strg+I, und kehre das damit um. Und diese Maske müssen wir jetzt nur noch bereinigen. Und das machen wir mit der "Tonwertkorrektur". Drücken Sie Strg+L, und jetzt wollen wir diese dunklen Bereiche weiter abdunkeln, auf Schwarz bringen. Also nehmen wir den Schwarzregler, und ziehen den weit nach rechts. Und dann diese grauen Bereiche, die sollen weiß werden, also machen wir das gleiche mit dem Weißregler, nur in die andere Richtung und dann haben wir hier unsere "Maske". Und die sieht recht grobschlechtig aus. Das macht aber nichts, wie Sie gleich sehen werden. Wir können die gleich nochmal reparieren, und zwar mit dem Lasso hier unten bei dem Dach. Das müssen wir noch bereinigen, denn die Dachziegel haben dort einige dunkle Stellen, und die sorgen dafür, dass hier der Hintergrund durchscheinen kann. Also wieder die Maske einblenden, das Lasso genommen, einmal hier rumfahren, hier loslassen, und das Ganze mit Weiß füllen. Und das gleiche machen wir hier für das Dach und zwar da. Dann diese Lasso-Jongliertechnik anwenden mit der Alt-Taste. Zum Polygonlasso wechseln, das ist dann auch ausgewählt. Dann haben wir das auch mit Weiß gefüllt und bereinigt. Und wenn wir uns das jetzt mal anschauen im Detail, dann haben wir die Details gut bewahrt. Aber an einigen Kanten sehen wir noch hier diese hellen Säume. Und die sind natürlich potthässlich, die müssen wir loswerden. Und das können wir einfach machen, indem wir die Maske ein wenig zusammenziehen. Das sehen Sie, wenn ich die Ebene mal ausblende. Die Ebene darunter, die hat diese Säume nicht, weil die im Modus "Multiplizieren" vorliegt. D. h., diese hellen Säume, die hier vorliegen, die können dort gar nicht angezeigt werden, weil "Multiplizieren" nur abdunklend wirkt. Zunächst einmal lassen Sie uns mal die Details, die wir hier drinnen haben, aufhellen. Und das machen wir mit der Tiefenlichter-Funktion. Also "Bildkorrekturen - Tiefenlichter", und dort ziehe ich den Wert für die Tiefen, den Stärkewert ein wenig hoch, um diese Innenbereiche sichtbarer zu machen. Die Tonbreite kann ich ein bisschen absenken, um wirklich nur die sehr dunklen Bereiche hier zu erreichen. Und dann können Sie mal probieren, ob Sie vielleicht mit einem kleineren Radius die Details besser sichtbar machen können, oder ob Sie lieber weiche Formen haben im Bild, indem Sie den Radius etwas vergrößern. Aber ich denke, mit einem kleineren Radius als 30 fahren wir bei diesen kleinen Details ein wenig besser, da können wir hier in diesem Bereich die Formen besser herausarbeiten. Und dann klicke ich auf "OK". Jetzt müssen wir die Maske zusammenziehen. Dazu zoome ich wieder rein, und nehme mir eine kritische Stelle wie hier, klicke die Maske an. und wähle "Maskenkante verbessern". Jetzt verschiebe ich einfach diese Kante, nachdem ich den Radius ein wenig erhöht habe. Denn allein durch diese Radiuserhöhung sehen Sie schon, sieht das Ganze deutlich besser aus. Jetzt ziehe ich die Kanten ein wenig zusammen, und weg sind diese Säume. Ich kann jetzt versuchen, ob es irgendwo ganz gut aussieht, wenn ich hier eine leichte, weiche Kante hinzufüge. Aber mir fallen auf den ersten Blick keine Übergänge auf, die hier deutlich unschön wären. Ich denke, das können wir direkt so lassen. Sie sehen: Wir haben hier selbst die kleinsten Feinheiten von diesen Kabeln so bewahrt. Wie gesagt, diese Technik funktioniert so mit allen Details, die dunkel sind vor einem hellen Hintergrund. Sie können das auch genau umdrehen, wenn Sie helle Details haben vor einem dunklen Hintergrund, also bspw. blonde Haare oder irgendwelche hellen Details vor einem dunklen Hintergrund. Dann können Sie das genau andersherum machen, indem Sie "Negativ multiplizieren" versetzen, dann die Ebene genauso duplizieren, eine Maske erstellen, und diese Maske dann ein wenig zusammenziehen, damit Sie schöne Ränder erhalten. Mit dieser Kombination aus herkömmlicher Freistelltechnik und Überlagerungstechnik können Sie im Prinzip in den meisten Fällen die besten Freisteller erzielen.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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