Photoshop CS5: Freistelltechniken

Raw-Reserven nutzen

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Wenn Sie ein Raw-Bild vorliegen haben, dann können Sie damit direkt in Camera Raw eine Maske erzeugen. Das hat gleich mehrere Vorteile.
05:10

Transkript

Ich befinde mich gerade in der Bridge, im Rohmaterialordner, und ich möchte gerne diese Datei in Photoshop laden, und dies ist eine Raw-Datei. Und ich öffne diese mal direkt, indem ich Strg+R drücke, dann wird das direkt in der Bridge geöffnet, und hier unten haben Sie die Möglichkeit, diese Datei jetzt als Smartobjekt an Photoshop zu übergeben. Wenn Sie dort "Bild öffnen" stehen haben, dann müssen Sie die Shift-Taste drücken. Sie können das auch einstellen dieses Verhalten, hier indem Sie auf diese blaue Linie klicken, und dort wählen "In Photoshop als Smartobjekte öffnen", dann steht hier automatisch immer "Objekt öffnen". "OK" und dann schicke ich das direkt mal rüber zu Photoshop mit "Objekt öffnen". So, da sind wir jetzt, haben dieses Smartobjekt, und ich möchte jetzt gerne diese Frau freistellen. Und Sie sehen sehr deutlich das Problem: Der Hintergrund ist sehr dunkel, ich könnte hier natürlich eine aufhellende Ebene benutzen, um da diesen Hintergrund wieder besser sichtbar zu machen, aber Sie sehen auch, wie die Qualität darunter leidet. Deshalb möchte ich Ihnen in diesem Video empfehlen, doch einfach Gebrauch von den Reserven zu machen, die Sie im RAW-Format haben. Sie können einfach in das Smartobjekt zurückkehren, also hin zu Camera Raw, indem Sie hier einen Doppelklick machen auf das Symbol. Und dann sind Sie wieder in Camera Raw und können das Ganze hier mit einer wesentlich besseren Qualität deutlich aufhellen. Vergleichen Sie mal hier oben den Zustand mit dem, den wir vorhin mit der Gradationskurve erzeugt haben. Kann ich da mal reinzoomen, da sieht man ein bisschen Rauschen, das kann man im Photoshop CS5 auch sehr gut reduzieren, indem man den Dominanzregler ein bisschen nach rechts zieht und dann wieder etwas nachschärft. Und so kann man sich hier quasi die Maske bereits fertigmachen. Nur würde ich dann die Bildinformation verlieren. Stattdessen würde ich einfach das Smartobjekt duplizieren, aber passen Sie auf, nehmen Sie nicht einfach Strg+J oder kopieren Sie es nicht einfach, indem Sie es hier anfassen und auf den Abreißblock ziehen, sondern machen Sie einen Rechtsklick auf die Ebene und wählen dann "Neues Smartobjekt durch Kopie", dadurch schaffen Sie ein vom originalen Smartobjekt unabhängiges, neues Smartobjekt, das Sie nach Belieben verändern können. So, und wenn ich jetzt hier reingehe mit einem Doppelklick, dann mache ich direkt mal eine schwarz-weiß Fassung daraus. Dann helle ich das so weit auf, dass ich den Hintergrund sehen kann, und zwar sehr gut; dann vielleicht noch den Kontrast etwas angehoben. Und ich denke, daraus lässt sich jetzt eine gute Maske erzeugen, vielleicht mit dem Schwarzton noch etwas spielen, aber ich denke, das passt so schon. Dann sage ich mal "OK", und habe jetzt hier oben drüber meine Maskeninformation. Das Problem ist jetzt, dass wir auf der linken Seite eine helle Kante haben und auf der rechten Seite eine sehr dunkle Kante. Das ist nur dann ein Problem, wenn Sie jetzt aus den Kontrasten eine Maske ableiten möchten. Wenn Sie jetzt stattdessen das Schnellauswahl-Werkzeug nehmen, das jetzt aufgrund dieser verbesserten Kanten das gut erkennen sollte dann können Sie direkt diese Form auswählen, die Kanten werden ja automatisch erkannt. Dann hier ebenfalls die Haare, und dann blende ich mal mit "Q" den Maskierungsmodus ein, und denke: Ja, das kann sich sehen lassen, was brauchen wir noch? Na klar, wir brauchen eine Kantenverbesserung, also "Auswahl", "Kante verbessern", und dann erhöhen wir den Radius ein wenig, und da sehe ich hier direkt den ersten Maskenblitzer, an der Brust, da muss ich noch mal rein, und mir das im Detail anschauen. Und auch hier korrigiere ich dann mit dem Schnellauswahl-Werkzeug und einer kleinen Pinselspitze, sodass diese Bereiche mit ausgewählt werden. So, und jetzt noch mal da Gleiche: Alt+Strg+R, ruft auch den "Kante verbessern"-Dialog auf. Dann erhöhe ich den Radius mal ein wenig, und zwar für die kleinen Bereiche, und mit dem Pinsel übermale ich die Haare. Und dazu blende ich zunächst mit "X" die Vorschau aus, und übermale jetzt hier nur die Randbereiche. Die werden dann automatisch verbessert, und mit "X" blende ich wieder alles ein, und dann kann ich sagen "OK";  und habe jetzt hier meine Auswahl, die ich an das original Smartobjekt als Maske dranhängen kann. Und damit wäre das Bild freigestellt. Wir können dann einen neuen Hintergrund einziehen. Ich nehme mir mal einfach einen gleichförmigen, wieder eine Farbfläche in einem Grauton und ziehe die mal dahinter, und da sehen Sie, wie wir hier die Maske schnell verbessert haben. Natürlich, im Detail sieht man dann hier, da besteht noch etwas Nachbearbeitungsbedarf. Da kann man dann die Maske einblenden und mit den Methoden, die ich Ihnen gezeigt hatte, also mit Nachbelichter und Abwedler, die Maske hier weiter verfeinern. An den Stellen vielleicht ein wenig abrunden und die Maske zusammenziehen, um diesen schwarzen Rand loszuwerden. Aber das kennen Sie bereits, das spare ich mir mal in diesem Video. Sie sehen, Sie können von den Reserven im Raw gut Gebrauch machen, um eine Maske zu erzeugen. Das gilt nicht nur für zu dunkle Bilder, sondern auch für sehr helle Bilder. Da kommt es nur darauf an, ob Sie in den Lichtern noch Reserven haben. d.h. wenn dort ein Bereich komplett ausgefressen ist, also rein weiß, dann werden Sie auch in Raw nur noch wenig retten können.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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