Photoshop CS5: Freistelltechniken

Farbbereiche in LAB ausblenden

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Der LAB-Farbmodus bietet Ihnen mit wenigen Klicks spannende Compositings. Lernen Sie in diesem Video, wie Sie ein Bild auch ohne Masken gewinnbringend bearbeiten.
06:22

Transkript

Ein sehr attraktiver Bildmodus ist der LAB-Farbmodus, denn in diesem brauchen sie oft Masken gar nicht erzeugen, sie können einfach Farbbereiche ausblenden und so sehr schnell bestimmte Effekte erzielen, für die sie im RGB-Farbraum oder im CMYK aufwendige Masken erzeugen müssen, indem sie Farbbereiche auswählen und dann eine Maske hinzufügen usw. in LAB ist das einfach das Ziehen an verschiedenen Reglern. Das möchte ich ihnen einmal zeigen, an diesem Beispielbild. Sie sehen hier oben in der Leiste, dass wir uns im LAB-Modus befinden. Wenn sie ein RGB-Bild haben können sie das direkt umstellen, indem sie über "Bearbeiten" "in Profil umwandeln" gehen und hier wählen sie dann als Zielprofil "LAB-Farbe". Dann sollten sie die Tiefenkompensierung verwenden, die Priorität können sie auf "relativ farbmetrisch" lassen. Den Dither, den würde ich ihnen nicht empfehlen, vor allem wenn sie in 16-Bit-Bildern arbeiten, dann ist das nicht notwendig das  erzeugt eine Art Rauschen im Bild, wodurch Farbverläufe gleichmäßiger wirken können. Aber, wie gesagt, Sie haben ein kleines Rauschen, wenn Sie in 16 BIT konvertieren, dann nehmen Sie diesen Haken einfach raus. Ok, ich breche das mal ab, weil wir befinden uns ja bereits im LAB-Farbmodus und jetzt möchte ich einige Korrekturen hier durchführen. Bspw. möchte ich die Schärfe hier in diesem Bereich des Mauerwerks erhöhen. Ich möchte aber den Himmel von dieser Korrektur ausnehmen. Wie gesagt im RGB-Modus würden Sie jetzt eine Farbbereichsauswahl nehmen oder in diesem Fall wäre sogar eine Schnellauswahl recht gut möglich. Aber schauen Sie mal, wie einfach das im LAB-Farbraum geht. Ich werde zunächst mal die Ebene duplizieren und mit einem Rechtsklick in sein SMART-Objekt konvertieren. Und jetzt kann ich hier einen Filter anwenden und der bleibt dann live und editierbar. Nämlich ein SMART-Filter, sodass ich jederzeit diesen doppelklicken kann und wieder ändern kann. Nehmen wir einfach mal den Scharfzeichnungsfilter "unscharf Maskieren", um hier die Strukturen ein wenig zu betonen. Also "Filter - Scharfzeichnungsfilter - Unscharf maskieren". Und dann nehme ich jetzt einfach mal ganz brutale Werte. Also ich nehme zunächst mal einen niedriegeren Radius, erhöhe dann die Stärke mal auf 500 und ziehe dann den Radius so hoch, dass ich hier die Strukturen sehe, die ich gerne sehen möchte. Und ich denke mal, so ist das natürlich schon ganz gut, aber natürlich die Stärke ist zu hoch. Die nehme ich mal ein wenig zurück. Sagen wir mal so. Dann schauen wir mal Vorher - Nachher. Ich finde das reicht als Detailverstärkung jetzt schon aus. Ich klicke also auf "OK", sehe aber, dass ich hier einige Farbverschiebungen habe und um die zu vermeiden, kann ich ganz einfach hier den Ebenenmodus auf "Luminanz" setzen. Achten Sie mal hier auf diese unschönen Säume. Die sind jetzt noch farbig. Und wenn ich Luminanz verändere, dann ist diese Farbverschiebung weg und wir haben nur noch die Helligkeitssäume. Sie sehen auch dass diese Ebene auch jetzt noch auf die Wolken wirkt. Also vorher sehen die schön weich und fluffig aus, hinterher sind die halt auch total überschärft. Das möchte ich nicht. Also mache ich einen Doppelklick auf diese Ebene . Ich habe im LAB-Modus keinen Rot-, Grün- und Blaukanal, sondern drei andere Kanäle. Ich habe einmal den Helligkeitskanal, dann habe ich den A-Kanal, der die grünen und die Magentafarbtöne enthält, und ich habe den B-Kanal, der die blauen und die gelben Farbtöne enthält. Ich möchte jetzt für diese Ebene die blauen Bereiche ausblenden, also den Himmelsbereich. Das mach ich ganz einfach. Bei "Darunterliegende Ebene" ziehe ich den Schwarz-Regler auf der blauen Seite nach rechts, bis der Himmel ausgeblendet ist. Das sehen Sie hier, wenn Sie auf diesen Bereich achten, wie dann diese Korrekturen dort verschwinden. Auch hier würde ich das Ganze ein wenig weicher gestalten im Übergang, indem ich diesen Regler mit gehaltener Alt-Taste teile. Dann schauen wir mal Vorher/Nachher. Die Wolken sind wieder hergestellt. Wir haben komplett die Säume hier entfernen können, weil diese Bereiche ja nicht mehr von dem "Unscharf maskieren"-Filter bearbeitet werden, denn dieser Bereich ist jetzt einfach ausgeblendet. Dann bestätige ich das mit "OK" und möchte jetzt vielleicht noch eine Korrektur vornehmen - ich möchte hier den Kontrast ein wenig verstärken und die Helligkeit. Dazu nehme ich dann einfach eine Gradationskurve, setze diese in eine Schnittmaske - zu dieser "Unscharf maskieren"-Ebene - und jetzt wirkt diese Gradationskurve nur noch auf diese Ebene und berücksichtigt dabei auch diese ausgeblendenten Farbbereiche. Das sehen Sie, wenn ich hier mal den Weiss-Punkt nach links ziehe, wie das hell wird, wie sich aber nicht auf den Himmel auswirkt. Und genau das Gleiche kann ich jetzt machen, indem ich hier das Ganze abdunkle und den Kontrast in den Lichtern wieder etwas erhöhe und so haben wir mit ganz wenigen Klicks aus diesem Bild das hier gemacht, ohne überhaupt irgendwas freizustellen. Und genau bei solchen Dingen ist der LAB-Farbmodus sehr spannend. Probieren Sie es mal aus. Sie haben im Prinzip die Möglichkeit, vor allem bei Landschaftsfotos, den Himmel sehr einfach auszublenden. Das haben Sie gesehen, hier mit den blauen Farbbereichen. Wenn Sie jetzt gelbe Kleidung haben und die ausnehmen wollen von einer Korrektur, dann würden Sie den gelben Regler nach links ziehen. Sie können das auch kombinieren mit A und B, da müssen Sie dann die entsprechenden Mischfarben bilden. Also Magenta und Gelb wäre dann Rot, Grün und Blau ergäbe dann Zyan, usw. und das können Sie immer jeweils tun für die darunterliegende Ebene und so sehr schnell hier Bereiche ausblenden und natürlich, wenn Sie sehr helle Bereiche haben, wie hier die Wolken, dann können Sie es ähnlich wie im RGB-Modus im Helligkeitskanal machen und dort einfach diese hellen Bereiche von der Korrektur ausschließen. Das sehen Sie hier, der Bereich, der wurde noch scharf gezeichnet, der wurde nicht ausgeschlossen, weil hier sehr wenig Blau enthalten ist und diesen kann ich ausschließen, indem ich hier einfach entweder für darunterliegende Ebene diese hellen Bereiche zurückfahre, oder auch für diese Ebene. Das macht in dem Fall keinen Unterschied. Aber nun sieht das hier eigentlich deutlich besser aus. Diese Strukturen, die stören auch nicht und auch hier die Strukturen am Mauerwerk, die würden Kontrast verlieren, wenn ich die Lichtspitzen wegnehme. Also, vor allem wenn Sie klare Farbbereiche wie in diesem Beispiel haben, ist der LAB-Modus sehr intuitiv. Das ist natürlich bei komplizierteren Bildern mit verschiedenen Mischfarben ein wenig aufwendiger, aber es funktioniert dennoch genauso hervorragend.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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