Photoshop CS5: Freistelltechniken

Die essenziellen Füllmethoden und ihre Wirkung beim Compositing

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Bei sehr regelmäßigen Hintergründen können Sie auf das Freistellen verzichten und einfach einen neuen einfügen. Lernen Sie in diesem Video einige Füllmethoden kennen: Kontraste steigern, aufhellen oder abdunkeln.
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Transkript

Bei gleichförmigen Hintergründen haben sie den Vorteil, dass sie zum einen sehr einfach freistellen können und, zum anderen, wenn sie wirklich ein ganz gleichförmigen Hintergrund haben, dass sie dann fast gar nicht genau freistellen müssen, sondern einfach eine Füllmethode verwenden, um den neuen Hintergrund mit dem alten Hintergrund einfach verrechnen zu lassen. Das können Sie auf verschiedene Arten und Weisen tun, und die essenziellen Füllmethoden, die sie dazu benötigen, die möchte ich Ihnen in diesem Video erklären. Sie sehen, ich habe hier Fotos mit vier verschiedenen Modellen vor vier verschiedenen hellen Hintergründen. Das hier ist ungefähr neutral, also wir haben ein mittelhellen Hintergrund. Dann haben wir einen sehr dunklen, einen etwas helleren aber bläulichen, und wir haben einen sehr hellen Hintergrund. Und hier ganz zu oberst, da haben wir den Hintergrund, den ich gerne einfügen möchte, so eine Szene mit einer interessanten Struktur und einer türartigen Konstruktion hier. Fangen wir mal oben an. Wir haben einen sehr hellen Hintergrund. Um einen neuen Hintergrund hier sinnvoll einzufügen, bietet es sich an, einen abdunkelnden Füllmodus zu verwenden. Am besten geeignet hierfür ist sicherlich "Multiplizieren". Sie können hier einfach verschiedene ausprobieren. Diese erste Gruppe von Füllmethoden, das sind alles abdunkelnde Füllmethoden. Also "Multiplizieren" verrechnet so, dass die sehr hellen Bildbestandteile des neuen Hintergrunds keine Wirkung haben, die dunklen aber mit dem alten Hintergrund multipliziert werden. Und da dieser sehr hell ist, funktioniert das hier sehr gut. Alles, was wir jetzt noch machen müssen, ist es hier das Model mit einer Maske freizupinseln, bzw., wenn es schneller gehen soll, mit der Schnellauswahl oder einer Farbbereichsauswahl oder überhaupt mit jeder möglichen Methode, die genauer ist als einfaches Pinseln. Ich belasse diese Ebene einmal in dem Modus "Multiplizieren". Sie können gerne die anderen Füllmethoden hier ausprobieren, wie die wirken. Ich schalte jetzt einfach eine Stufe runter, also in der Helligkeit des Hintergrundes. Und da nehme ich jetzt den hier hinten, und ich sortiere die Ebene gleich mal zwischen die beiden. Und Sie sehen: da wird es jetzt schon sehr dunkel. Was ich also bräuchte, wäre eine Füllmethode, die sich mit einem mittleren Grau gut verrechnen lässt. Und hier bietet es sich an, eine der kontraststeigernden Modi zu verwenden, also aus dieser Gruppe: "Ineinander kopieren", "Weiches Licht", "Hartes Licht" - würde ich da als Erstes ausprobieren. "Ineinander kopieren" wirkt etwas stärker als "Weiches Licht", und "Hartes Licht" wirkt ähnlich wie "Ineinander kopieren", jedoch je nachdem, in welcher Reihenfolge die Ebenenen liegen, etwas unterschiedlich. Jetzt liegt der Hintergrund oben. Ich markiere mal den Hintergrund, und wechsele von "Multiplizieren" auf "Ineinander kopieren". Und das fügt sich doch schon wesentlich besser ein. Sie sehen, der Aufwand hier, eine Maske zu erzeugen, der hält sich wirklich in Grenzen. Ich kann es direkt schnell mal machen: Ich klicke auf "Maske hinzufügen".  Wähle mit "B" den Pinsel aus, passe da die Weichheit an, und male hier einfach die auffälligen Kanten weg.Und das war’s auch schon. Jetzt ist der neue Hintergrund drin. Wenn man genau hinguckt, sieht man noch einige Fehler, aber Sie haben gesehen: Das geht in Windeseile. Das ist der alte Hintergrund, das ist der neue. Wer den alten nicht kennt, weiß auch nicht, dass diese Vignette nicht dazu gehört. Aber Sie sehen auch folgendes: Dass hier wirklich die Härchen erhalten bleiben. Man sieht zwar jetzt die Struktur auch in dieser Größe sehr schön. Aber auch hier kann man das schnell mit einem Pinsel beheben. So bleibt jedes einzelne Haar erhalten, das wir im Original sehen, erhalten. Genau das Gleiche übrigens hier. Wenn wir "Multiplizieren" wählen. Da muss natürlich eine andere Maske her: Auch hier bleibt alles erhalten. Das ist jetzt der mittelgraue Hintergrund. Ich stelle das wieder auf "Ineinander Kopieren". Wenn Sie den Effekt aber etwas sanfter möchten, wählen Sie einfach "Weiches Licht". "Weiches Licht" wirkt nicht ganz so stark wie "Ineinander Kopieren", weil Sie mit weichem Licht keine schwarzen Stellen erreichen können. Eine in der Ebene schwarze Stelle wird auf dem neutralen Grau niemals schwarz werden. Sie bleibt grau. Und dadurch haben Sie diesen flauen Effekt. D. h.: "Weiches Licht" sieht hier nicht so gut aus. Vergleichen Sie einmal mit "Ineinander Kopieren": Das sieht echt aus, das passt einfach, während bei "Weiches Licht" das Ganze zu flau wird. "Weiches Licht" wird aber interessant, wenn wir einen noch dunkleren Hintergrund haben. Nehmen wir einmal diesen hier: Ich muss die Maske jetzt erst einmal löschen; denn die gilt ja nur für die andere Ebene. Vergleichen wir einmal "Ineinander Kopieren": Das wirkt recht gut, aber Sie müssen die Maske recht genau malen. Wenn ich jetzt "Weiches Licht" nehme, fällt diese Kontrastminderung gar nicht so auf, weil der Hintergrund bereits sehr dunkel ist, also: Um Strukturen hinzuzufügen ist "Weiches Licht" bei einem etwas dunkleren Hintergrund wirklich super geeignet. "Weiches Licht" versagt aber, wenn wir einen fast schwarzen Hintergrund haben. Da sehen Sie, hier sieht man nichts mehr. Denn in diesem Ausgangsbild, da ist nur hier unten ein grauer Bereich, und dort sehen Sie auch einige Strukturen. Während dort, wo das bereits schwarz ist, nichts mehr zu sehen ist. Hier kommt ein weiterer Ebenenmodus zum Tragen. Und das ist einer aus dieser aufhellenden Gruppe. Ich würde Ihnen hier empfehlen, zunächst immer einmal "Negativ multiplizieren" zu probieren. Auch die anderen können funktionieren, mitunter sogar besser, aber "Negativ multiplizieren" wäre so mein erster Versuch. Wenn ich den einmal nehme, dann sehen Sie, jetzt fügt sich das ein. Der Nachteil ist hier natürlich bei dem dunklen Hintergrund, dass auch die Lichtsituation sehr deutlich nicht übereinstimmt, dass Sie hier unten sehr genau maskieren müssen, aber dann fügt es sich sehr harmonisch ein. Und wie Sie sehen, auch hier bleiben die Einzelhärchen alle wunderbar erhalten. Und "Negativ multiplizieren" ist genau die Umkehrung von "Multiplizieren". D. h., hier werden einfach die hellen Stellen dargestellt, während die dunklen Stellen des Bildes ignoriert werden, also von dieser Ebene. Die dunklen Stellen werden dann aussschließlich von der Hintergrundebene eingerechnet. Und deshalb passt das einfach so gut, bei dunklen Hintergründen "Negativ multiplizieren" zu wählen. Sie müssen schauen, wie hell der Hintergrund ist, und danach entsprechend die Füllmethode wählen. Das wäre also bei einem sehr dunklen Hintergrund ein aufhellender Ebenenmodus, bei einem dunklen Grau wäre es ein kontraststeigernder Modus, obwohl Sie natürlich auch hier versuchen könnten, das Ganze negativ zu multiplizieren. Nur Sie sehen, das wird hier auch sehr flau. Bei einem Neutralgrau, da haben Sie im Prinzip alle Möglichkeiten, da können Sie drübermultiplizieren, wenn es gut aussieht, dann passt das auch. Hier nehme ich jetzt mal "Multiplizieren", und auch das fügt sich sehr gut ein. Nur wird hier der Bereich entlang der Konturen sehr stark abgedunkelt, sodass das Ergebnis dann nicht mehr ganz so gut passt, wie das ursprüngliche "Ineinander kopieren". Zu guter Letzt haben wir hier noch die helle Variante, also einen hellen Hintergrund. Da können Sie entweder auch mit dem Modus "Ineinander kopieren", "Weiches Licht", oder wie auch immer, Strukturen hinzufügen. In dem Moment, wo das eine realistische Montage werden soll, müssen Sie hier abdunkeln, und zwar mit dem Modus "Multiplizieren". Das sind also die wichtigsten Füllmethoden, die Sie benötigen, um einen neuen Hintergrund einzufügen, wenn Sie einen gleichmässigen Hintergrund bereits haben. Das hängt dann nur davon ab, wie hell dieser Hintergrund ist.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
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