Photoshop CS5: Freistelltechniken

Das Prinzip „Maske“ und das Maskenbedienfeld

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Wenn Sie für eine Fotomontage zwei Bilder übereinanderlegen, dann sollten Sie Pixel niemals löschen, sondern einfach über eine Maske ausblenden. Welche spannenden Möglichkeiten Ihnen das Maskenpanel dafür bietet, erläutert dieses Video.
07:15

Transkript

in diesem Film geht es um das Grundprinzip der Masken und um das Maskenbedienfeld. Masken sind das A und O, wenn es um Freistellen und Fotomontagen geht und deshalb sollten Sie sich eingehend damit beschäftigen. Was Sie hier sehen, ist das ich 2 Ebenen in dieser Datei habe: Einmal diesen Hintergrund, das ist eine Stadtszene aus dem Flugzeug fotografiert. Und dann haben wir hier als Vordergrund, ebenfalls aus dem Flugzeug fotografiert, diesen Flugzeugflügel. Und was ich gerne hätte ist, diesen Flugzeugflügel vor dieser Stadtszene sichtbar zu machen. Ich könnte jetzt einfach den Radiergummi nehmen und Teile dieser Ebene löschen, sodass nur der Flügel übrig bleibt. Also einfach hier so lang malen, und Sie sehen, ich vernichte diese Pixel. Ich lösche sie einfach, und übrig bleibt der Flügel. Das kann man mehr oder weniger genau machen, aber das ist nicht so eine schöne Variante. Man könnte auch einfach - ich mache das mal rückgängig hier - das Schnellauswahlwerkzeug nehmen und hier Bereiche auswählen und dann ebenfalls einfach die Entfernen-Taste drücken und diese Pixel löschen. In beiden Fällen sind diese Pixel aber verschwunden. Und wenn ich dann später mal feststelle: "Oh, diese Kante, die war nicht so schön freigestellt, da sollte ich etwas korrigieren", dann ist das nicht mehr möglich. Und deshalb fallen diese Möglichkeiten raus. Ich mache es mal rückgängig. Sie sollten sich also angewöhnen nicht hier Pixelhaar zu löschen, sondern diese per Maske auszublenden. Hierzu müssen Sie einfach eine Maske hinzufügen, das können Sie tun hier über das Ebenenbedienfeld, unten über diesen Knopf oder über den gleich aussehenden Knopf hier im Maskenbedienfeld. Dann habe ich eine weiße Maske dran. Und Weiß bedeutet, diese gesamte Ebene ist eingeblendet. Möchte ich diese gesamte Ebene ausblenden, dann brauche ich einfach nur die Maske mit Schwarz füllen, und das kann man ganz einfach machen, indem man einfach Weiß umkehrt. Das Gegenteil von Weiß ist Schwarz. Ich drücke also Strg+I und dann ist diese Ebene ausgeblendet. Also, dort wo die Ebenenmaske weiß ist, wird eingeblendet; wo sie schwarz ist, wird ausgeblendet. Ganz einfach. Also, ich kehre das Ganze nochmal um und nehme dafür diesmal den Knopf im Maskenbedienfeld und jetzt sehe ich wieder diesen Flügel. Der Vorteil, wenn ich jetzt mit einem Pinsel hier male, mit schwarzer Farbe, ist, dass ich Fehler wie diesen machen kann. Wenn ich das Ganze rückgängig machen möchte, dann drücke ich einfach die Taste X, um hier Weiß als Vordergrundfarbe zu haben und dann kann ich einfach diese gemachten Fehler wieder zurückmalen. Das ist das schöne an Masken: Sie verzichten auf keine Bildinformation und können jederzeit alles korrigieren. Wenn Sie mal eine perfekte Maske dann erstellt haben, dann können Sie diese auch anwenden. Das entspricht dann dem Löschen der Pixel, und das machen Sie mit einem Rechtsklick auf die Maske und wählen dort "Ebenenmaske anwenden". Dann werden die Pixel gelöscht - das sollten Sie aber nur tun, wenn Sie sich wirklich sicher sind, dass Sie eine perfekte Auswahl und eine perfekte Maske erstellt haben. Diese Ebenenmaske, die lösche ich mal wieder, denn ich habe bereits eine Auswahl dieses Flügels erstellt und als Kanal gespeichert; die lade ich jetzt einfach mal. Und da sehen Sie hier, das sind die laufenden Ameisenlinien, der Flügel und dieser Teil des Fensters ist ausgewählt . Und wenn ich eine bestehende Auswahl habe und eine Maske hinzufüge, dann wird die Auswahl automatisch zur Maske. Ich klicke mal auf "Maske hinzufügen" und da haben wir den Hintergrund und die Maske, die kann ich Ihnen jetzt einfach mal zeigen. Und das können Sie tun auf 2 verschiedene Arten und Weisen. Einmal mit gehaltener Alt-Taste, wenn Sie auf die Maske klicken, dann sehen Sie diese in schwarz und weiß, also in Grautönen. In diesem Fall liegt aber nur schwarz und weiß vor. D. h., wir haben keine weichen Übergänge hier. Ich kann aber auch auf die Maske mit gehaltener Shift- und Alt-Taste gleichzeitig klicken und dann wird die Maske als Maskierungsmodus-Überlagerung angezeigt und das ist auch eine schöne Geschichte. Denn wenn Sie jetzt hier malen und das Ganze korrigieren, dann sehen Sie direkt, wo Sie malen und wo die Kante noch zu bereinigen ist. Das mache ich mal rückgängig und blende die normale Maske wieder ein, indem ich hier nochmal mit gehaltener Shift- und Alt-Taste draufklicke. Eine Maske können Sie vorübergehend deaktivieren, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten. Wenn ich dann draufklicke, dann wird wieder die gesamte Ebene eingeblendet, als wenn es keine Maske gäbe. Und ein weiterer Klick macht die Maske wieder sichtbar und blendet daher diese Teile der Ebene aus. Was Sie jetzt tun können, ist es, diese Maske weichzuzeichnen. Das zeige ich Ihnen einfach einmal: Ich blende diese ein, mit gehaltener Alt-Taste klicke ich 3 Mal darauf und wähle dann "Filter - Weichzeichnungsfilter" und "Gaußscher Weichzeichner". Wenn ich jetzt den Radius erhöhe, dann schaffen wir einen weichen Übergang hier, wir erzeugen also Grautöne. Und Grautöne sorgen dafür, dass eine Ebene nur teilweise angezeigt wird, d.h. bei 50 Prozent Grau haben wir eine Deckkraft der Ebene an dieser Stelle von 50 Prozent Grau. Jetzt haben wir diese Ebene weichgezeichnet mit 35 Pixeln ungefähr. Ich sage einmal "OK" und gehe wieder zur Maske. Sie sehen, wir haben jetzt hier eine teilweise Einblendung des Hintergrunds. Das sieht in diesem Fall recht gut aus, weil sich dadurch der Flügel harmonischer in das Bild einfügt als ohne diese Weichzeichnung. Die Weichzeichnung mache ich einmal rückgängig, denn Sie müssen das nicht destruktiv tun, also Sie müssen nicht diese Maske weichzeichnen mit dem "Gaußschen Weichzeichner". Sie haben die gleiche Möglichkeit hier im Maskenbedienfeld über den Regler "Weiche Kante". Und den können Sie jederzeit bewegen und damit die Maske weichzeichnen. Und wenn es Ihnen mal nicht mehr gefällt, dann setzen Sie den einfach wieder auf 0. Und das ist der Vorteil gegenüber einer Anwendung des Gaußschen Weichzeichners. Also, ich nehme hier auch mal diese 30, 40 Pixel und sehe: "Aha, das überblendet sich recht gut." Gucke ich mir das morgen nochmal an und mir gefällt es nicht mehr, dann - wie gesagt - mache ich einfach so und alles ist wieder beim Alten. Genauso non-destruktiv ist hier der Regler mit dem Namen "Dichte". Und der macht Folgendes: Sie wissen ja, Schwarz blendet aus; Weiß blendet ein. Und diese Töne kann man natürlich verändern, hin zu einem Grau, und entsprechend würde dann die Maske anders wirken. Wenn ich die schwarzen Bereiche grau mache, dann hätte ich eine teildurchsichtige Ebene. Und wenn ich die weißen Töne grau mache, hätte ich ebenfalls einen durchscheinenden Hintergrund. Ich zeige Ihnen das mal: Ich blende diese Ebene ein und wähle "Bild - Korrekturen - Tonwertkorrektur". Hier kann ich den Tonwertumfang senken. Ich kann also die schwarzen Töne nehmen und nach rechts ziehen und dann werden diese grau. Das Ergebnis ist Folgendes: Der Hintergrund dieser oberen Ebene, der scheint verstärkt durch und verrechnet sich deshalb mit dem Untergrund, also mit der Stadtszene. Auch das brauchen Sie nicht so destruktiv mit der Tonwertkorrektur zu tun - deshalb mache ich das jetzt einmal rückgängig –, sondern Sie haben die Möglichkeit, das mit diesem Dichte-Regler zu tun. Bei einer Dichte von 100 Prozent ist schwarz wirklich schwarz und wenn Sie den Regler nach links ziehen, machen Sie genau das Gleiche: Sie senken den Tonwert-Umfang und können so diese beiden Ebenen ineinander überblenden. So kann man – wie in diesem Beispiel – beide Ebenen sehr fein miteinander abstimmen, z.B. eine leichte, weiche Kante hinzufügen für diesen Glow. Ich sage einfach einmal, bei 20 Pixeln sieht das recht gut aus; wir haben so eine Art Bloom-Effekt. Und ich kann die Dichte senken und so die Original-Ebene wieder ein Stückchen mit hereinbringen. Das sieht dann wirklich realistisch aus, wie eine realistische Fotomontage, nur dass wir hier einfach zwei Slider bewegt haben. Das ist der große Vorteil an diesem Maskenbedienfeld: Diese beiden Slider sind non-destruktiv. Sie haben hier weitere Optionen: Sie können die Maskenkante verbessern, die Farbbereichsauswahl starten und die Maske umkehren. Aber diese Funktionen erreichen Sie auch über das Menü, sodass diese hier nicht so essentiell sind, wie diese beiden Regler.

Photoshop CS5: Freistelltechniken

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie in Photoshop CS5 Objekte freistellen können, und erfahren Sie, wie Sie die dazu notwendigen Werkzeuge optimal nutzen.

6 Std. 33 min (70 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!