Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Final Cut Pro X Grundkurs

Anwendung des Greenscreens

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
In den Vorgängerversionen war Final Cut Pro nicht gerade für einen effizienten Keying-Filter bekann: Der ausgezeichnete neue Keyer eignet sich zwar nicht für jede professionelle Anwendung, reicht jedoch für einfache Stanzmasken vollkommen aus.
07:18

Transkript

Ein neuer Effekt, den wir Ihnen an dieser Stelle auch nochmal zeigen möchten, ist der neue Greenscreen-Filter von Final Cut Pro. Final Cut Pro war in den Vorversionen nicht gerade dafür bekannt, einen guten Keying-Filter zu haben. Dieser Keying-Filter wurde jetzt in der Version X sehr, sehr stark verbessert. Man könnte fast sagen, ab Version X ist er eigentlich erst brauchbar geworden. In unserem Ereignis haben wir zunächst ein neues Projekt, das heißt eine neue Timeline angelegt, und dort ein Foto in den Hintergrund gelegt. Nun wähle ich mir aus meinem Browser einen Greenscreen-Clip aus, den wir neulich gedreht haben, und zwar ist das unser Freund Max, wie er sich auf einem Fahrrad abstrampelt. Diesen Teil möchte ich gern in meiner Sequenz haben. Allerdings brauche ich in diesem Fall nur das Videomaterial, nicht das Audiomaterial. Nun kopiere ich diesen Clip so in die Timeline, dass er quasi der primären Handlung, also dem Foto angehängt wird, und entsprechend in einer höheren Spur erscheint. Aus meiner Filtersammlung suche ich mir nun den Filter Keyer aus, der hier gleich oben links erscheint. Und diesen Keyer ziehe ich einfach per Drag-and-Drop auf den Clip Max auf Fahrrad. Und Sie sehen, dass der Keyer sofort relativ gute Arbeit leistet. Das heißt, das Grün ist weitestgehend wegretuschiert und es bleibt eigentlich nur unser Freund Max, wie er im Vordergrund, das heißt also vor der Kulisse von San Francisco strampelt. Allerdings muss man hierzu auch sagen, dass der Keyer noch nicht ganz optimal eingestellt ist, denn die Kanten sind sehr, sehr hart und es sieht beinahe ein wenig aus, als wäre er mit einer Nagelschere ausgeschnitten worden. Deswegen müssen wir diesen Keyer noch ein klein wenig nachbearbeiten. Hierfür aktiviere ich den Clip, öffne den Inspektor, und erkenne jetzt hier den Filter innerhalb meiner Effekte. Meine Transformations-Einstellungen kann ich zunächst deaktivieren, weil die brauche ich noch nicht. Die brauche ich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Stattdessen schaue ich mir das Bild einmal in größer an, um zu beurteilen, wie gut das Keying eigentlich durchgeführt wurde. Man kann hier sehen, dass die Kante noch nicht ganz optimal ist. Sie haben die Möglichkeit, innerhalb des Keyers eine bestimmte Sample-Farbe festzulegen, das heißt also eine Hintergrundfarbe. Das müssen wir in diesem Fall nicht, weil das Grün ja 100 Prozent rausgerechnet wurde. Und Sie können eine Konturen-finden-Funktion anwählen. Das heißt, damit werden im Prinzip die Kontraste zwischen dem Vordergrund und dem Hintergrund definiert. Dafür klicken Sie auf das Feld Konturen finden und ziehen einen Bereich auf. Und Sie sehen schon hier, je weiter ich aufziehe, umso mehr von dem Max wird weggekeyt. In dem Fall wäre das hier unser Kontrast. Das brauchen wir aber nicht, denn das Keying ist so wie es ist schon sehr gut. Das Einzige, was wir jetzt machen müssen, ist, die Kanten, das heißt die Feinheiten des Keyers noch zu bearbeiten. In diesem Fall kann ich zum Beispiel die Stärke des Keyers ein wenig herunternehmen. Und je mehr ich von der Stärke herabsetze, umso mehr Details von Max werden auch sichtbar. Ich ändere die Darstellung mal wieder auf die optimale Größe, damit Sie sehen, was passiert. Wenn der Keyer in 100 Prozent Stärke angewandt wird, dann sind die Kanten von Max sehr, sehr hart. Je weiter ich die Stärke jedoch herunternehme, umso weicher werden auch die Kanten. Ich muss dabei allerdings aufpassen, dass ich hier keinen Spill, also keinen Dreck verursache, weil der Keyer, dadurch dass er zurückgenommen wird, natürlich nicht mehr das gesamte Grün rauskeyt, sondern nur noch einen Teil dessen. Entsprechend muss ich natürlich darauf achten, dass die Maske, die ich im Vordergrund habe, sauber bleibt. Das können wir uns hier über die Darstellung einmal ansehen. Hier kann man jetzt gut erkennen, dass die Maske des Darstellers sehr, sehr sauber ist, dass wir im rechten Bereich keine saubere Maske haben. Aus diesem Grund muss ich die Stärke des Keyers wieder ein wenig erhöhen, und zwar so weit bis die Maske tatsächlich 100 Prozent sauber ist. Im Weiteren können Sie die Einstellungen noch so verändern, dass etwaige Löcher, die innerhalb der Stanzmaske auftauchen könnten, gefüllt werden. Das brauchen wir in diesem Fall allerdings nicht. Das würde sich auch in unserem Beispiel nur auf die wehenden Haare von Max beziehen. Allerdings, wie Sie hier sehen können, würde der Bereich sehr, sehr hart werden. Und wir können die Maske über die Eckenentfernung noch ein wenig weichzeichnen am Rand. Sollte jetzt ihr Protagonist bei der Aufnahme ein wenig Grün abbekommen haben, man redet da von einem grünen Spill, so können Sie den Clip auch ein wenig umfärben, das heißt weg von dem Grün hin zu der entsprechenden Komplementärfarbe. Ziehe ich hier an der Überlaufebene, so sehen Sie das Originalbild von Max. Es ist zu erkennen, dass er leicht grünstichig ist. Das kommt einfach durch die Reflexion des Lichts und lässt sich eigentlich bei Greenscreen kaum vermeiden. Das heißt, je höher ich hier diese Überlaufebene gestalte, wird die Verfärbung von Grün in Richtung Rot-Magenta geändert. 100 Prozent ist mir in diesem Fall ein wenig zu stark, deswegen setze ich es bei roundabout 46 Prozent an, 48 Prozent, und habe jetzt einen sehr sauberen und vor allen Dingen nicht mehr grünstichigen Clip und ebenfalls eine saubere Maske. Schauen wir uns das Ganze nochmal in Echtzeit an. Die Option, die wir jetzt hier noch zur Verfügung haben, das ist natürlich diesen Clip zu animieren, quasi so als wenn er uns mit dem Fahrrad entgegenkommen würde oder als wenn sich San Francisco im Hintergrund entfernt. Außerdem, was man hier am Rand relativ gut sieht, hat die Originalaufnahme nicht das gesamte Bild umfasst. Das heißt, wir müssen über die Funktion des Beschneidens rechts ein wenig von dem Bild abschneiden, was dem Ergebnis allerdings keinen Abbruch tut, weil Max sich ja nur hier im mittleren Bereich befindet.

Final Cut Pro X Grundkurs

Lassen Sie sich auf schnelle und bequeme Weise die Grundlagen zu Final Cut Pro X erklären und erfahren Sie, dass sich diese Software auch im professionellen Umfeld behaupten kann.

11 Std. 6 min (145 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieses Video-Training enthält als Bonus die ungekürzten Original-Trainings zu Motion 5 und Compressor 4.

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!