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Final Cut Pro X Grundkurs

Manuelle Farbkorrektur

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Aufbauend zum vorher gezeigten automatischen Modus gibt es natürlich auch die Möglichkeit der manuellen Korrektur.
08:41

Transkript

Neben der automatischen Farbbalance, die Sie für jeden Clip an- und ausschalten können, können Sie natürlich auch die Farbe manuell anpassen. In diesem Fall haben wir einen sehr problematischen Clip, der bei sehr dunstigem Wetter aufgenommen wurde. Hierbei handelt es sich zusätzlich auch noch um eine Gegenlichtaufnahme. Hier ist also relativ deutlich zu sehen, dass das Bild sehr, sehr flach ist Der gesamte Kontrastumfang des Bildes liegt hier irgendwo in dem Bereich zwischen 25 und 75 Prozent. Um eine ordentliche Sättigung, eine ordentliche Steilheit zu haben, sollte er aber zwischen 0 und 100 Prozent liegen. Wir können natürlich erst mal die automatische Balance ausprobieren. Das führen wir durch, indem wir auf dieses kleine Rechteck klicken. Jetzt analysiert Final Cut Pro den Clip und führt eine Farbbalance durch, so wie Final Cut Pro denkt, dass es korrekt ist. Sie können auf der linken Seite sehen, dass der Kontrastumfang wesentlich verbreitert wurde. Das heißt, die dunkelsten Pixel landen irgendwo kurz vor Null und die hellsten sind irgendwo bei knapp 100 Prozent angesiedelt. Das Problem bei dieser Farbkorrektur ist nun, dass das Bild qualitativ dadurch nicht viel besser wird. Wenn wir hier mal etwas tiefer hineinzoomen, erkennen Sie, dass es sehr, sehr heftig rauscht. Das liegt daran, dass wir hier mit komprimiertem HD-Material arbeiten und je mehr Kontrast Sie einfügen, um so mehr tritt dabei auch das Rauschen hervor. Hier kann man sagen, dass das Bild, so wie Final Cut Pro es analysiert hat, leider nicht brauchbar ist, weswegen wir auf eine manuelle Korrektur ausweichen. Zunächst einmal deaktiviere ich die automatische Farbbalance. Dann klicke ich auf den kleinen Pfeil rechts von Korrektur 1, um mir die Farbkorrektur einzublenden. Bei Final Cut Pro ist es grundsätzlich so, dass Sie unendlich viele Farbkorrekturen anwenden können. Sie können also mit Primaries und Secondaries arbeiten. Das heißt, Sie machen zunächst einmal die Korrektur 1 auf das gesamte Bild und eine zweite Korrektur zum Beispiel nur auf einzelne Farben oder Bereiche. Darauf kommen wir aber später noch zu sprechen. In diesem Fall reicht uns eine primäre Farbkorrektur. Dafür klicke ich wie gesagt hier auf den Pfeil nach rechts. Darauf öffnet sich der Bereich Farbe anpassen von Final Cut Pro X. In diesem Bereich sehen Sie drei unterschiedliche Felder, nämlich zum einen die Farbe, die Sie hier bearbeiten, die Sättigung, die Sie in diesem Feld bearbeiten und die Belichtung, also die Helligkeit des Clips, die in diesem Bereich bearbeitet wird. Jeder Bereich ist wiederum in drei Unterbereiche und eine globale Einstellung unterteilt. Der Regler hier auf der linken Seite ist für das gesamte Bild zuständig, wohingegen die kleinen Regler auf der rechten Seite für die Schatten, also für die dunklen Bereiche zuständig sind, für die Mitten und für die hellen Bereiche. Diese drei Regler finden sich auch im Sättigungs- und im Farbbereich wieder, wohingegen in diesem Fall der große Regler für das Gesamtbild zuständig ist und die kleineren Regler jeweils für die Mitten, die dunklen und die hellen Bereiche. In unserem Fall beginnen wir zunächst einmal damit, die Belichtung anzupassen, also den Kontrast zu optimieren. In dem Bild wird relativ schnell klar, dass es etwas zu hell ist. Zunächst regle ich hier also die globale Helligkeit etwas herunter. Sie sehen, dass das Bild dadurch immer kontrastreicher wird, allerdings auch komplett abgedunkelt wird. Anschließend nehme ich mir den Bereich für Schwarz und lege zunächst einmal das Schwarz unten an. Ich ziehe die Mitten etwas hoch und das Weiß ebenfalls und zwar so, dass es oben bei 100 Prozent endet. Im Umkehrschluss mache ich das Bild wieder etwas dunkler. Ich ziehe auch das Schwarz etwas hinab und versuche, über die Mitten eine durchschnittliche Helligkeit zu bekommen. Hier ist jetzt relativ gut zu sehen, wie kontrastreich das Bild durch diese Änderungen geworden ist. Wir können die globale Helligkeit an dem Punkt auch noch etwas herunterziehen. Um den Surfer in der Mitte nicht zu verlieren. ändere ich in diesem Fall noch die Mitten und ziehe das Weiß noch ein klein wenig höher. Schauen wir uns einmal an, wie sich die Änderung des Clips verhält. Dafür wechsle ich zunächst zurück in den Haupt-Inspector und schalte hier die Korrektur aus. So sah das Bild am Anfang unserer Bearbeitung aus und so sieht es jetzt aus. Schauen wir uns den gesamten Clip einmal an. (Rauschen) Das ist schon relativ zufriedenstellend. Ich möchte allerdings noch die Farbe etwas verändern. Sie sehen, am Anfang des Clips ist das Weiß etwas zu hell geraten. Hier ist noch sehr viel Helligkeit, also Weiß, durch das Spritzwasser der Welle. Ich wechsle also wieder in meinen Farbbereich und ziehe das Weiß wieder so weit herunter, bis es sich im sicheren Bereich, also unter 100 Prozent befindet. Anschließend wechsle ich in meinen Farbbereich, um hier die entsprechenden Farben zu bearbeiten. Die Farben können nicht nur vertikal, also nach oben und unten, angepasst werden, sondern auch horizontal. Sie können also Farbverschiebungen durchführen indem Sie einen von den Schaltern nehmen und ihn nach links und nach rechts verschieben. In unserem Fall hätte ich gern die dunklen Bereiche etwas blauer. Dafür greife ich mir den Bereich Schatten und ziehe ihn etwas weiter nach rechts. Um jetzt mehr oder weniger Farbe, also Blau, hinzuzufügen, ziehe ich den Regler weiter nach oben. Sie sehen, je weiter ich ihn nach oben ziehe, um so blauer wird auch das Bild. Wir wollen's in unserem Beispiel nicht übertreiben, sondern nur ein ganz klein wenig Blau hinzufügen. Das sowohl für den Schattenbereich als auch für die Mitten. Auch hier bewege ich den Regler in Richtung Blau/Cyan und auch wieder nach oben, um etwas mehr Blau in das Wasser zu bekommen. Ungefähr so. Den Bereich Weiß allerdings möchte ich nicht blau einfärben, sondern das ganze Bild so gestalten, als wäre es im Sonnenuntergang aufgenommen. Das würde auch das Gegenlicht erklären. Ich nehme also meinen Weißbereich, ziehe diesen weiter nach links und zwar Richtung Rot, und hier ziehe ich ihn weiter nach oben, um etwas mehr Rot/Orange in das Bild zu bekommen. Schauen wir uns den Clip nun noch einmal an. Sie sehen, wie er gerade im Hintergrund berechnet wird. Das sollte uns aber bei der Wiedergabe nicht stören. Von der Farbigkeit und vom Kontrastumfang ist dieses Bild jetzt einigermaßen schön geworden. Allerdings ist es mir etwas zu satt geworden. Daher wechsle ich in meinen Sättigungsbereich und ziehe die Farbe hier global runter. So können Sie übrigens auch Schwarz-/Weiß-Effekte generieren. Wir möchten hier jedoch nicht Schwarz/Weiß werden, sondern wollen einfach die Farbe etwas herunterziehen. und belassen es hier dabei, dass wir sagen, -10 Prozent Farbe sollte reichen. Ich wechsle noch einmal in den Inspector zurück, um mir das Ergebnis vorher und nachher anzusehen. Sie sehen, wie flach und kontrast- und farblos der Clip vorher war und wie kontrastreich und farbig er nach der Farbkorrektur ist.

Final Cut Pro X Grundkurs

Lassen Sie sich auf schnelle und bequeme Weise die Grundlagen zu Final Cut Pro X erklären und erfahren Sie, dass sich diese Software auch im professionellen Umfeld behaupten kann.

11 Std. 6 min (145 Videos)
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