Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

SQL Grundkurs 1: Die Sprache erlernen

Einleitung

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Dieser Film zeigt Ihnen, wofür Sie SQL alles einsetzen können und welche Begrifflichkeiten Sie im Umgang mit SQL unbedingt kennen sollten.

Transkript

Herzlich Willkommen zum Videotraining Structured Query Language von video2brain. In diesem ersten Training möchte ich Ihnen einen Überblick über die Themen geben und über ein Paar Grundlegende Dinge sprechen. SQL besteht aus mehreren Sprachbereichen. Das sind auch unsere Themenschwerpunkte in diesem Videotraining. Die Sprachbereiche decken den kompletten Bereich in der Nutzung einer relationalen Datenbank ab. Die DQL, oder Data Query Language, ist zweifelsohne der umfangreichste Sprachbereich. Mit diesem werden wir uns auch am ausführlichsten im Rahmen dieses Videotrainings beschäftigen. Mittels DQL werden sämtliche Lesezugriffe auf eine relationale Datenbank realisiert. Ob das nun das Auslesen eines einfachen Artikelpreises zu einem Artikel ist, oder das Erstellen einer komplexen Umsatzauswertung mit Vorjahresvergleichen völlig egal. Alles das wird über die DQL abgedeckt. Damit wir Daten auswerten können, müssen Daten auch einmal in die Datenbank hinein kommen. Dafür ist die DML, die Data Manipulation Language, zuständig. Zur Data Manipulation Language gehören die Vorgänge Einfügen/Insert, Ändern/Update und Löschen/Delete von Daten. Damit Daten in eine Datenbank eingetragen werden können, muss einmal die Struktur der Datenbank stehen. Dafür ist die DDL, die Data Definition Language, zuständig. Mittels DDL-Anweisungen werden Tabellen erstellt, Beziehungen zwischen diesen Tabellen eingerichtet und die gesamte Struktur der Datenbank verwaltet. Da nicht jedermann auf alle Daten zugreifen soll, gibt es noch die DCL. Mittels DCL-Anweisungen - DCL steht für Data Control Language - werden die Zugriffsberechtigungen und die Benutzer für eine Datenbank verwaltet. Last but not least, der fünfte Bereich, die sogenannte Transaktionssteuerung. Das ist ein Bereich, der natürlich eng mit der DML, der Data Manipulation Language, zusammenarbeitet. Hier geht es darum, für Transaktionen, die auf einem Server behandelt werden, Start- und Endpunkte zu definieren und so dem System zu sagen, wenn ein Vorgang abgeschlossen ist und die Änderungen festgeschrieben werden können. Was bedeutet für uns nun ANSI SQL? SQL, die Structured Query Language, ist vom American National Standards Institute standardisiert worden. Das bedeutet, das ist eine Sprache, die für alle relationalen Datenbankmanagementsysteme Bedeutung hat. Leider dürfen Sie sich jetzt nicht erwarten, dass alles 100 Prozent gleich ist und das Sie jede Anweisung unter jedem Datenbankmanagementsystem gleich verwenden können. SQL hat sehr viele Facetten und die einzelnen Produkte haben hier auch viele eigene Dinge definiert. Was bedeutet die Aussage: "Namhafte Produkte sind weitgehend kompatibel"? Das ist ungefähr so, wenn ich jetzt von mir behaupte, ich wäre Hochdeutsch kompatibel. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich ausschließlich Hochdeutsch spreche, sondern das heißt nicht mehr und nicht weniger, dass ich in der Lage bin, wenn ich mit einer Hochdeutsch formulierten Aussage konfrontiert bin, diese zu verstehen. Und genau so ist es auch mit SQL. ANSI SQL kompatibel heißt unterm Strich, dass das System in der Lage ist, eine in ANSI SQL formulierte Anweisung korrekt auszuführen. Das heißt aber nicht, dass das System zusätzlich zudem noch weitere Dinge unterstützt. Und dadurch ergeben sich hier die Unterschiede in den einzelnen Datenbankmanagementsystemen, genauso wie es bei uns regionale Unterschiede in den Sprachen gibt und wir über Hochdeutsch hinaus noch Ausdrücke kennen und verwenden, die nicht immer nur Hochdeutsch sind. Ziel dieses Videotrainings ist es auch, Ihnen damit ein bisschen ein Gespür zu vermitteln, was ist einheitlich, was ist gleich und was ist unterschiedlich. Das Gleiche geht so weit, dass wenn Sie mit einem System SQL lernen, in der Regel in der Lage sind mit jedem anderen Datenbankmanagementsystem ohne größere Schwierigkeiten zu arbeiten. Sie brauchen vielleicht gewisse Einarbeitungszeit, gewisse Dinge muss man dann nachschauen, aber der Grundlogik, das Grundverständnis und der Großteil der Anweisungen sind ident. Dies sollen Sie im Rahmen dieses Videotrainings auch erkennen, da ich hier drei Datenbankmanagementsysteme parallel verwende: Einerseits den Microsoft SQL Server, anderseits Oracle und andererseits MySQL. Ich habe hier bewusst drei der führenden Datenbankmanagementsysteme unserer Zeit ausgewählt. Durch das parallele Arbeiten sollen Sie gut erkennen, was ist wirklich gleich, was ist anders und damit auch ein Gespür dafür bekommen, wenn Sie von einem Datenbankmanagementsystem auf ein anderes wechseln, wo kann es Unterschiede geben? Wo muss ich vielleicht in der Doku des Systems wonach noch nachsehen? Prinzipiell ist ANSI SQL in mehreren Stufen standardisiert worden. Sehen Sie hier diese Auflistung: Der erste Standard ist 1986 verabschiedet worden, weitere Standards in 92 und 99 gefolgt. Im Jahr 2003 gab es eine weitere Erweiterung und 2006, wobei 2006 die Erweiterungen nicht direkt SQL betroffen haben, sondern dahingehend, wie geht man mit SQL in Fremdformaten, konkret mit XML, um. Damit wir in das eigentliche Thema einsteigen können, möchte ich vorweg ein Paar Begrifflichkeiten mit Ihnen besprechen. Einerseits Anweisung/Statement. Ich werde ständig von SQL-Anweisungen, von SQL-Statements sprechen. Woher kommt das? SQL ist von der Gattung her eine sogenannte Anweisungssprache. Sie ist dezidiert keine Programmiersprache, da klassische Merkmale einer Programmiersprache nicht enthalten sind, z.B. Schleifen, also Kontrollstrukturen und Variablen. Anweisungssprache bedeutet, dass es einzelne SQL-Anweisungen gibt, die für sich alleine ausgeführt werden. Man kann diese zwar zusammenfassen zu sogenannten SQL-Scripts. Das bedeutet aber nur, dass die Anweisungen hintereinander sequenziell ausgeführt werden. Sie haben keinen übergeordneten Kontext, wie es in einem Programm üblich ist. Einzelne Bestandteile einer SQL-Anweisung werden als Klauseln bezeichnet. Um beim Vergleich mit unserer deutschen Sprache zu bleiben, das was in unserem deutschen Satz ein Objekt, Subjekt, und Prädikat ist, sind die einzelnen Klauseln in einer SQL-Anweisung. Wenn Sie wollen, können Sie es auch als Satzteile bezeichnen. Die Abfolge der Klauseln untereinander muss fix eingehalten werden. Jede Änderung in dieser Reihenfolge führt zu einem Syntexfehler. Für die bessere Übersichtlichkeit wird generell empfohlen, eine neue Klausel in einer neuen Zeile zu schreiben. Ist aber keine Voraussetzung, sondern nur eine Empfehlung. Als Schlüsselwörter werden die einzelnen SQL-Befehle bezeichnet. Schlüsselwörter sind vordefiniert und dürfen nicht für etwas anderes verwendet werden, z.B. das Schlüsselwort "SELECT" um ein SELECT statement einzuleiten. Das bedeutet man darf z.B. keiner Tabelle den Namen "SELECT" oder auch keiner Spalte in einer Tabelle den Namen "SELECT" geben. Schlüsselwörter müssen so geschrieben werden, wie sie lauten und dürfen nicht abgekürzt werden. SQL ist von der Schreibweise her sehr flexibel. Sie können fast nichts falsch machen. Sie können Ihre Anweisungen so schreiben, wie Sie möchten. Grundsätzlich ist SQL nicht case sensitive, d.h. die Groß/Kleinschreibung ist irrelevant. Ob Sie die Anweisungen in Groß- oder Kleinbuchstaben oder in gemischter Schreibweise eintippen ist für das Funktionieren der Anweisung absolut irrelevant. Natürlich gibt es in der Praxis eine Empfehlung. Ziel dieser Empfehlung ist es immer die Lesbarkeit zu erhöhen und dadurch das Arbeiten mit SQL zu erleichtern. Diese Empfehlung lautet, dass Schlüsselwörter in Großbuchstaben und benutzerdefinierte Dinge, wie eben Tabellen und Feldnamen entweder in Kleinbuchstaben oder in gemischter Schreibweise verwendet werden. Außerdem können Sie innerhalb einer SQL-Anweisung beliebig Leerzeichen, Zeilenumbrüche und Tabulatoren verwenden. D.h., Sie können Einrückungen machen. Sie können zwischendurch in eine neue Zeile gehen, sowie auch schon die Empfehlung vorhin, eine neue Klausel innerhalb der Anweisung in einer neuen Zeile zu beginnen. All das hat immer den Deckmantel der Lesbarkeit. Und ich werde mich bemühen in meiner Schreibweise mich in diesem Videotraining auch an diese Regeln zu halten, um Ihnen das Nachvollziehen meiner Anweisungen zu erleichtern. Nach diesem Überblick wünsche ich Ihnen nun viel Spaß beim Einstieg in die Welt von SQL!

SQL Grundkurs 1: Die Sprache erlernen

Arbeiten Sie sich in die Grundlagen der Datenbanksprache SQL am Beispiel von Microsoft SQL Server, Oracle und MySQL ein und lassen Sie sich die praktische Nutzung erklären.

14 Std. 40 min (112 Videos)
Für Neueinsteiger ohne Rohmaterial schwierig
Andrea R.
Für absolute Neueinsteiger in das Thema ist es schwierig der Einführung zu folgen.
Für Abonennten/innen ohne Rohmaterialdownload ist dieses Training meiner Meinung nach fast unmöglich nachzuvollziehen, da man ja in der Regel keine eigene Datenbank mit vollständigen Daten zur Verfügung hat.
Ich würde also empfehlen dieses Training auf jeden Fall mit Rohmaterial zu kaufen.
Zum Trainer: Bis Kapitel zwei fand ich es gut erklärt. Angenehme Betonung mit sympathischem österreichischem Dialekt. Man kann dem Inhalt gut folgen.
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!