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Photoshop für Illustratoren: Zeichnen

Gehweg

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Der Gehweg wirkt noch etwas steril und kraftlos. Sehen Sie in diesem Video, wie Sie die einzelnen Pflastersteine reinzeichnen und sie dabei lebendiger gestalten. Es darf dabei ruhig der Eindruck einer leicht unsauberen Bleistiftzeichnung entstehen.
09:40

Transkript

Als Nächstes wollen wir den Gehweg weiter ausarbeiten. Dazu setze ich ein bisschen da an, wo ich mit der Parkbank aufgehört habe. Ich verstärke hier noch ein bisschen die Konturen, damit man sieht, dass es sich hier um ein Objekt handelt, das gegen den Hintergrund abgegrenzt ist. Und ähnlich, wie wir es schon bei der Parkbank gemacht haben, werde ich jetzt erst die ganz groben Formen hier einmal abfahren. Unser perspektivisch verzerrtes Straßenpflaster, das hier noch im Hintergrund zu sehen ist, dient uns da als grobe Vorlage, aber auch hier gilt: Wir benutzen das wirklich nur als grobe Richtung und interpretieren das Pflaster letztendlich neu. Mit dem groben Stift versuchen wir hier die Stellen zu markieren, die ein bisschen tiefer liegen werden, wo weniger Licht hinkommt, die dadurch dunkler werden. Wir versuchen dabei aber auch schön locker zu bleiben. Es ist nicht unbedingt einfach bei sehr geraden Objekten, bei architektonischen Details - und dazu zählen im gewissen Sinne auch diese Gehwegplatten - da ist es nicht immer so ganz einfach, da den richtigen Stil für zu finden. Man tendiert doch eher dazu bei so sehr geometrischen Formen, sehr saubere Linien zu ziehen, sehr gerade zu arbeiten. Und dann hat man oft das Problem, dass so eine Gehwegplatte dann doch nur aus vier Linien besteht, die sie umreißen und die ganzen Details, die auch in so einer Gehwegplatte zu finden sind, die übersieht man dann gerne manchmal, oder bzw. es wirkt dann vielleicht auch nicht, wenn alles so gerade ist und akkurat. Da will man dann vielleicht auch nicht noch daran herumpfuschen. Es ist daher ganz nützlich für uns, dass wir grundsätzlich mit einem Ansatz arbeiten, grob zu arbeiten und das wirklich zu behandeln wie eine Bleistiftzeichnung, die alleine deshalb schon nie so ganz sauber ist, weil man halt auch einiges wieder verschmiert. Soviel kann ich verraten: Ein Grund, warum wir hier immer noch diese -- z.B. den Scribble im Hintergund liegen haben und warum wir auch die grobe Vorzeichnung auch noch bis zum Ende im Bild lassen werden, zumindest zu einem gewissen Anteil, ist, um genau diese Unsauberkeit, die man am Computer eigentlich gar nicht erzeugen kann. Man kann im Computer kein Graphit am Handballen haben und den dann auf der Zeichnung verteilen. Das sind Sachen, die passieren einfach nicht. Aber solche Unsauberkeiten kann man sich damit erzeugen, dass man auf die verschiedenen Ebenen all diese Teilaspekte, diese Teilschritte, beibehält und letztendlich dann auch Teile davon in das finale Endergebnis übernimmt. So sorgt der Scribble, der im Hintergrund liegt z.B. dafür, dass die Platten an sich jetzt schon nicht mehr so sauber und geleckt aussehen, sondern sie sehen halt schon ein bisschen mitgenommen aus teilweise. Wenn ich das jetzt noch ein bisschen ergänze mit ein paar Grashalmen hier und da, mit ein paar Linien, die vielleicht Risse andeuten, die vielleicht auch eine Oberflächenstruktur andeuten. Wenn ich das damit noch ein bisschen unterstütze, dann komme ich relativ schnell an den Punkt, wo das Ganze dann auch lebendig aussieht, wie eine handgezeichnete Sache eben. Das ist wirklich ein sehr grobes Straßenpflaster hier, große Natursteinplatten, nicht unbedingt dieser feinporige Industriestein, sondern das ist etwas richtig Rustikales. Schön wirkt hier teilweise die Kombination von den sehr dünnen Linien zusammen mit den gröberen Linien des Skizzenstiftes. Da ergibt sich dann eine schöne Bandbreite aus Formen. Und hier hinten zum -- Ja, der Bordstein ist es ja nicht, der ist auf der anderen Seite des Gehweges, aber hier zu dieser Begrenzung hier hinten verstärken wir wieder die Grashalme. Das ist eigentlich auch eine schöne Regel, nach der man grundsätzlich arbeiten kann, wenn es darum geht, so Verunreinigungen oder Gras, Dreck, Moos, Flechten und so etwas anzubringen. Man kann sich eigentlich merken, dass ist immer dort, wo Kanten entstehen - also das ist zum einen einmal zwischen den Platten, aber auch, wenn die Platten an so eine Steinkante hier anschließen - in diesen Bereichen, in diesen Ecken und Kanten, da sammelt sich halt der Dreck. Und wo sich Dreck sammelt, entsteht Nährboden für Pflanzen. Da wächst dann vielleicht erst Moos und wenn dann genug Moos gewachsen ist, dann können sich da die ersten Grashalme absetzen und so baut sich dann das immer weiter auf, bis dann wirklich ein kleiner botanischer Garten zwischen solchen Pflastersteinen entsteht. So, und jetzt nehmen wir uns hier auch noch einmal den groben Skizzenstift und schattieren hier noch ein bisschen. Wie gesagt, gerade in den Ecken und Kanten sammelt sich der Dreck. Da sind Vertiefungen, da bilden sich Schatten, da kommt das Licht vielleicht nicht hin. Auch Grashalme selbst werfen Schatten. Diesen Löwenzahn hier können wir schön hervorholen, indem wir ein paar starke Schatten darunter setzen. Das erhöht den Kontrast an der Stelle, lässt die Form besser hervortreten. Auch einmal in diese Rillen, die wir hier mit dem feinen Zeichenstift gesetzt haben, können wir auch einmal ein paar Schattierungen reinmachen. Hier wirken sie teilweise tiefer oder, als hätte sich dort Dreck angesammelt. Das kann man manchmal auch gar nicht mehr auseinanderhalten. Vielleicht können in diesem Bereich hier noch ein paar Linien diese Platten hier auflockern. Ja und so kommen wir langsam an den Punkt, wo uns auch dieser Gehweg gefällt. Im Grunde würde ich sagen, lassen wir den einmal so. Da steckt jetzt schon genug Arbeit drin. Wir wollen ja auch ein bisschen vorankommen. Wir wollen ja auch den Baum und die Wiese im Hintergrund noch so ein bisschen berücksichtigen. Das wird unser nächster Schritt sein. Den Gehweg schließen wir hiermit ab und gehen direkt über zum nächsten Schritt.

Photoshop für Illustratoren: Zeichnen

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2 Std. 3 min (17 Videos)
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