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Photoshop für Illustratoren: Zeichnen

Grobe Vorzeichnung

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Im ersten Schritt erstellen Sie mit dem Skizzenstift eine grobe Vorzeichnung der gesamten Szene. Legen Sie dafür eine neue Ebene an und ignorieren Sie einfach einmal den Protagonisten. Wie Sie die Vorzeichnung am besten ausarbeiten, sehen Sie in diesem Video - Schritt für Schritt.
10:37

Transkript

Wir können mit unserer digitalen Zeichnung jetzt stärker ins Detail gehen. Alle notwendigen Vorarbeiten dafür sind abgeschlossen, und dazu wähle ich mir als Allererstes mal unseren groben Skizzenstift aus und mache mir eine neue Ebene, auf der ich nun meine Zeichnung machen werde. Die nenne ich "Sketch". Denn was ich jetzt machen möchte ist, eine etwas feinere, aber trotzdem noch nicht im finalen Detailgrad, angelegte Zeichnung über die gesamte Szene zu machen. Unser grober Skizzenstift ist dafür sehr gut geeignet. Was ich außerdem machen möchte ist, ich möchte den Hintergrund getrennt von der Figur auf der Parkbank zeichnen, und deshalb berücksichtige ich die Figur jetzt erstmal überhaupt nicht bei dieser Zeichnung, die ich hier mache. Ich zeichne jetzt also als Allererstes mal die Parkbank. Hier sind die perspektivischen Linien, die wir angelegt haben, von unschätzbarem Wert, denn durch diese kann man wunderbar die Parkbank in der richtigen Perspektive zeichnen. Gehen wir noch näher ran. Und das ist eine dieser klassischen Parkbänke, die wir alle kennen, mit den hässlichen Betonfüßen. Hier sind die Bretter der Parkbank an den Betonfüßen fixiert. Jetzt haben wir noch einen Mülleimer neben der Parkbank stehen. Es ist einer dieser Mülleimer, die aus Drahtgeflecht gewoben sind. Das deuten wir hier in der groben Zeichnung auch nur grob an. Hinter der Parkbank soll eine Steinkante verlaufen, an der der Gehweg endet. Wir achten bei jeder Linie, die wir zeichnen, dass sie in der richtigen Perspektive liegt. Die Linien, die ich hier jetzt entlang des Gehweges zeichne, müssen entlang der roten Fluchtlinien verlaufen und wenn diese Steinkante unterbrochen ist, dann muss diese Linie entlang der blauen Fluchtlinie laufen. Das soll hier jetzt einfach so eine Steinkante sein, die aus diesen langgezogenen Betongusssteinen konstruiert ist. Das nächste, was ich jetzt sehe ist... Und das ist nämlich auch die Sache: Perspektive ist eine sehr logische Angelegenheit. Wenn diese Steinkante entlang dieser roten, perspektivischen Linie läuft, dann muss sie auch hinter der Bank entlang dieser Linie laufen, es sei denn, die Kante würde sich biegen. Im traditionellen Medium würden wir jetzt anfangen zu radieren. Hier im digitalen Medium gibt es eine komfortablere Variante. Wir nehmen das Polygon-Lasso-Werkzeug und wählen diese Kante einfach aus, und mit dem Verschieben-Werkzeug schieben wir diese Kante jetzt einfach an die perspektivische Linie heran, "Auswahl aufheben" mit Strg+D, und schon haben wir den Fehler behoben. Noch bevor ein traditioneller Zeichner seinen Radiergummi ausgepackt hätte, können wir hier schon wieder weitermachen. Jetzt ziehe ich hier einmal grob die Trennlinien für das Pflaster nach, bzw., ehrlich gesagt, habe ich da sogar noch eine viel bessere Idee. Ich mache das nochmal weg, denn dieses Steinpflaster werden wir später auf eine etwas trickreichere Art und Weise umsetzen. Wir machen jetzt mit diesem Baum weiter. Das Laub, das von diesem Baum ins Bild ragt, deuten wir nur ganz grob an. Wie auch hier. Und auch die grobe Struktur der Baumrinde wird in diesem Schritt wirklich nur angedeutet. Der Baum ist groß und alt und hat ausladende Wurzeln. Eine dieser Wurzeln ist vielleicht sogar hier bis zu der Steinkante gewachsen. Auch hier hilft uns wieder das Lasso-Werkzeug, einen kleinen Plan in die Tat umzusetzen. Strg+T ruft das Transformieren-Werkzeug auf. Wir können ja diesen kleinen Drehpunkt verschieben, und jetzt drehen wir diese Steinkante einfach ein bisschen nach oben und verzerren sie so ein bisschen, bestätigen das Ganze, radieren hier mit dem Radierer ein bisschen dran rum und jetzt sehen wir, dass diese Steinkante hier angehoben ist, denn da hat sich doch glatt die Baumwurzel druntergeschoben. Damit haben die Stadtplaner nicht gerechnet. Ist ja auch zuviel verlangt, sich zu überlegen, dass so ein Baum immer größer wird. Ist klar, dass man das nicht immer berücksichtigen kann. Das sind ungefähr die Details, die ich mir bei dieser Stufe der Ausarbeitung vorstelle. Schöne, grobe Details, die die Richtung angeben; und wir werden hier noch ein paar Grashalme andeuten. Vielleicht ein paar Blümchen. Und auch hier sind wir wieder faul, wir benutzen das Lasso-Werkzeug, wählen diese kleinen, angedeuteten Grashalme und Blümchen aus, und jetzt halten wir Strg+Alt gedrückt, kriegen diesen kleinen Doppelpfeil, und jetzt klicken wir hier in unsere Zeichnung und ziehen uns einfach ganz schnell und unkompliziert ein Duplikat und verteilen das hier in unserer Szene. Die letzten Lücken füllen wir noch von Hand. Und hier und da zeichnen wir noch von Hand ein paar Details ein, so dass das Ganze nicht zu kopiert aussieht. Hier geht es wirklich nur darum, ganz grob anzudeuten was sich dort befindet. Und hier unten in der Ecke machen wir uns tatsächlich die Mühe, die Sachen noch zu zeichnen; und auch hier deuten wir noch ein paar Grashalme an. Das soll uns aber reichen. Jetzt haben wir eine grobe Vorzeichnung, und was wir hier jetzt auch noch machen können, ist, den Scribble, der da noch im Hintergrund liegt, ein bisschen runterzudimmen, damit dieser nicht mehr ganz so störend ist. Das ist doch schon mal ein wunderbarer Zwischenschritt. Aufbauend auf dieser groben Zeichnung können wir jetzt ein bisschen mehr ins Detail gehen.

Photoshop für Illustratoren: Zeichnen

Erleben Sie live, wie sich in Photoshop klassische Zeichentechniken auf die digitale Leinwand übertragen lassen, und lernen Sie dabei die passenden Werkzeuge kennen.

2 Std. 3 min (17 Videos)
Wirklich gelungen.
Mark W.
Gut gemachtes Filmchen um die Zeicheneigenschaften von Photoshop besser kennenzulernen. Es wird gezeigt wie man sich passende Pinsel baut oder hilfreiche Persektivlinien erzeugt. Hat mich als PS-Anfänger wirklich weiter gebracht.
Anfangs noch am zweiten Monitor mitgezeichnet, dann aber ab der zweiten Hälfte dem Meister nur noch staunend zugeschaut da mein Talent wohl noch zu vergraben ist. Wer Bob Ross mag wird an dem Film seine Freude haben da der Autor ein guter Erzähler ist.
Dinge wie das kopieren von Ebenen, hätten etwas genauer erklärt werden können. Photoshopfrickelzeug eben und wer mit der Software noch etwas fremdelt, wird um ein bissel Übung wohl nicht herumkommen. Wie mit allen Werkzeugen eben.
Sehr angenehm fand ich die Länge des Films. Auf zwei Abende aufgeteilt ist dies die richtige Dosierung.
 

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