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Visual C# 2011 Grundkurs

Weshalb Windows Forms?

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Warum geht es hier um Windows Forms und nicht um die neuere Technologie der Windows Presentation Foundation? Hier die Begründung!
05:46

Transkript

Ich möchte Ihnen im Folgenden einmal zeigen, warum wir uns bei diesem Videotraining bewusst nicht für die neuere Oberflächentechnologie "Windows Presentation Foundation", sondern für die etwas ältere Technologie "Windows Forms" entschieden haben. Dafür öffnen wir mal eins von diesen Windows Presentation Foundation Objekte über "Datei", "Neues Projekt" und dann wählen wir hier in der Mitte die "WPF-Anwendung" aus. Dann bestätigen wir mal mit "OK" und dann befinden wir uns bereits in dem Projekt. Nun, das Erste, was auffällt, wir haben hier schon mal so eine sogenannte Designeransicht. Eine Designeransicht ist quasi eine Vorschau von meinem späteren Programm. In dieser Designeransicht kann ich jetzt quasi hier vorne so einen Button nehmen und kann diesen Button in meiner Anwendung platzieren. Zusätzlich könnte ich noch ein Label benutzen, ein Label ist quasi nur ein Text, der irgendwo steht. Dort könnte ich dann einen Content vergeben. Content ist mal "Text" und dann könnte ich zusätzlich noch eine Textbox einfügen. Wenn ich das Ganze jetzt ausführen würde, dann habe ich diese Controls hier bereits auf meiner Oberfläche und ich kann diese nutzen. Das Ganze ist möglich, weil die Textbox, der Button und z.B. das Label eine Klasse sind. Nun kann man mit der Windows Presentation Foundation wesentlich modernere und schönere Oberflächen bauen, deswegen stellt sich schon die Frage, warum wir hier die etwas veraltete Technologie Windows Forms nutzen. Nun, bei der Windows Presentation Foundation war eines der Ziele, dass man z.B. die Entwicklung ein bisschen fördert zwischen Designern und richtigen Entwicklern. Das heißt, die Designer gehen normalerweise hin und bauen die Oberfläche, weil Designer das ziemlich gut können und die Entwickler gehen hin und programmieren den Code. Deswegen schreibt man einen Großteil der Oberflächen in WPF in diesem sogenannten XAML-Code. XAML erinnert so ein bisschen an HTML, das sind beides XML Dialekte und in diesem XAML tauchen einfach unglaublich viele neue Konzepte auf und wenn wir jetzt an dieser Stelle WPF behandeln würden, müssten wir zusätzlich, damit man das wenigstens halbwegs grundlegend versteht, viele von diesen neuen Konzepten behandeln und das würde in einem Einsteigerkurs zu C# natürlich viel zu weit führen. Deswegen haben wir uns für die Windows Forms entschieden, weil bei Windows Forms programmiert man eben alles mit Klassen und hat nicht so etwas hier wie diesen XAML-Code. Weiterhin nutzt Windows Forms gar keine neuen Konzepte. Sie benutzt ausschließlich bestehende Konzepte, die wir bereits kennengelernt haben wie z.B. der massive Einsatz von Delegaten und Events. Auch das Ganze schauen wir uns einmal kurz an. Wir erstellen ein neues Projekt. Wir verwerfen dieses Windows Presentation Foundation Projekt und erstellen uns mal eine Windows Forms Anwendung. Auch hier sehen wir sofort, dass wir so eine Designeransicht bekommen und auch hier haben wir links eine Toolbox und zahlreiche Controls hier drin und auch hier bauen wir uns mal wieder ein kleines Beispiel mit einer Textbox und mit einem Label. Auch hier sind das Klassen, allerdings ist es hier eben halt so, dass diese Oberflächen nicht im Hintergrund aus diesem XAML-Code generiert werden, sondern wir haben die Möglichkeit, hier in dieser "Form1.Designer.cs", also das, was wir hier betrachten, nennt sich "Form1". Das ist eine sogenannte Form, das ist also eine Oberfläche und diese "Form1.cs" ist aufgeteilt zunächst einmal in eine Code-Behind-Datei, in dieser Datei werden wir später unseren Code hinzufügen. Und das, was wir hier gemacht haben, also die Buttons auf die Oberfläche zu ziehen und die Textboxen und die Label, dieser Code, das ist ein normaler C#-Code, der wird in dieser "Form1.Designer.cs" gespeichert. Das ist eine normale C#-Datei und diesen Code können wir uns natürlich auch anzeigen. Nehmen wir hier z.B. den Code, der unseren Button beschreibt, also wir haben hier eine "Location" von diesem Button, also eine Platzierung, die liegt im Koordinatensystem an der Stelle x=202,y=139, der Name hier ist "button1" usw. Diesen Code generiert dieser Designer für uns im Hintergrund. Aber es ist eben reiner C#-Code, wenn Sie jetzt hier drauf gucken, diese Konzepte haben wir alle behandelt, da dürfte eigentlich nichts Neues drunter sein. Deswegen ist es besser, wenn man gerade zu Beginn erstmal mit Windows Forms anfängt, zumal viele Codebeispiele im Internet und viele bestehende Projekte laufen nach wie vor auf Windows Forms, das muss man einfach sagen und mit dieser Technologie Windows Forms kann man wirklich schon eine ganze, ganze Menge machen. Und wenn man sich ein bisschen mit dieser Windows Forms Technologie beschäftigt, fördert das natürlich ungemein das Verstehen und Festigen dieser Konzepte, die man im Grundlagenteil über C# gelernt hat. Eine interessante Eigenschaft, die wir uns eben angeschaut haben, war, dass eben so eine Oberfläche aus zwei Codedateien besteht. Einmal diese "Form1.Designer.cs", das ist eine Datei, in der der generierte Code vom Designer abgespeichert wird und natürlich hier die "Form1.cs". Beide Klassen, wenn wir diese Klasse nochmal öffnen, haben den selben Klassennamen an dieser Stelle. Das ist möglich, denn das ist eine partiell definierte Klasse. Partiell heißt, dass diese Klasse in zwei Dateien definiert sein kann und nachher vom Compiler zusammengefügt wird. Das hat Microsoft eingeführt, um eben genau solche Szenarien zu unterstützen. Wir haben die eine Datei, in der der vom Designer generierte Code eingefügt wird und das ist die Datei, in der wir später unseren Code schreiben werden. Wichtig an dieser designergenerierten Datei, tuen Sie sich selbst einen Gefallen und ändern Sie nie irgendwas hier dran. Der Designer reagiert da sehr, sehr empfindlich und selbst bei kleinsten Änderungen kann es passieren, dass der Designer nicht mehr richtig funktioniert und die Oberflächen nicht mehr richtig darstellen kann. Wir haben uns in diesem Video einmal angeschaut, warum wir bei dem Videotraining nicht auf die neuere Technologie Windows Presentation Foundation gesetzt haben, sondern auf die Windows Forms Technologie. Natürlich ist die Windows Presentation Foundation wesentlich neuer und man kann schönere und nettere Oberflächen damit gestalten. Allerdings sind dort viele neue Konzepte eingeflossen, diese Technologien müsste man zum richtigen Verstehen der Windows Presentation Foundation ebenfalls erklären. Wenn wir die Windows Forms Technologie nehmen, nutzen wir natürlich eine etwas ältere Technologie, aber diese Technologie nutzt ausschließlich all diese Dinge, die man im Grundlagenteil zu C# gelernt hat und somit, wenn man diese Windows Forms Technologie längere Zeit nutzt, wiederholt man diese Konzepte regelmäßig, festigt die und so wird man in C# in der Programmierung damit wesentlich sicherer.

Visual C# 2011 Grundkurs

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7 Std. 28 min (81 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.06.2011

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