Visual C# 2011 Grundkurs

Quelltext organisieren

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Wenn man größere Projekte durchführt, wird der Quellcode schnell unübersichtlich. Mit diesen Tools und Funktionen organisieren Sie den Quellcode besser und behalten auch in großen Projekten den Überblick.
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Transkript

Wir schauen uns jetzt einmal an, wie man geschriebenen Quelltext besser organisieren kann, damit man nachher auch mit sehr großen Mengen von diesen Quelltexten gut umgehen kann und immer noch effektiv arbeiten kann. Als erstes schauen wir uns mal die "regions" an, dazu habe ich hier unten in der main-Methode mal ein kleines Programm geschrieben, das besteht zum einen aus einer Berechnung und unten dann aus einer Ausgabe dieser Berechnung. Ich habe es gerade schon gesagt, ich habe es quasi logisch gruppiert, dass ich eben oben die Berechnung habe und hier unten die Ausgabe. Das Ganze kann ich in sogenannten "regions" kategorisieren, nenne ich es mal, oder gruppieren, indem ich diesen Bereich markiere, den ich kopieren möchte und dann mache ich einen Rechtsklick, sage "Umschließen mit" und dann wähle ich hier "region" aus. Wenn ich das gemacht habe, dann befindet sich jetzt hier etwas, was eingefügt würde, einmal "#region", dann der Name, den nennen wir mal "Berechnung" und hier unten haben wir dann eine # und dann ein "region". Zwischen diesen beiden Bereichen ist jetzt der Quelltext, den wir gerne kopieren möchten. Dieser "#region" ist kein wirklicher C#-Befehl, das ist eigentlich nur ein Befehl für Visual Studio, damit Visual Studio weiß, hier ist eine so genannte "region". Das besondere an der "region" ist jetzt, dass ich hier vorne bei dem Klick auf dieses Minus diese "region" einklappen kann. Das hier unten war unsere Ausgabe und auch das wollen wir jetzt mal in so eine "region" verpacken. Wir hatten das grade mit einem Rechtsklick gemacht aber es gibt natürlich auch ein Tastenkürzel dafür - ich halte die Strg-Taste gedrückt, drücke kurz hintereinander K+S und dann öffnet sich dieser "Umschließen mit"-Dialog. Ich wähle wieder "region" aus, sage hier oben "Ausgabe" und dann habe ich auch das kopiert und kann das hier mit dem Minus ebenfalls einklappen. Dieses Einklappen funktioniert jetzt nicht nur bei den "regions", das kann ich auch bei jeder Methode machen. Wenn ich hier vorne z.B. auf die main-Methode klicke, dann klappt die sich ein. Genauso kann ich hier auf den Konstruktor von der Klasse "Program" klicken und dann klappt der sich ein. Ebenso kann man der Klasse "Program" verfahren oder mit einem Namespace verfahren. Das eben kann man nutzen, um seinen Quelltext übersichtlicher zu machen. Wenn ich jetzt alle diese Bereiche ausgeklappt habe und ich möchte jetzt einfach mal in meiner Datei navigieren und möchte mich gar nicht durch diese Menge von diesem Quellcode wühlen, kann ich oben auf "Bearbeiten" gehen und dann auf "Gliedern" und dann habe ich hier die Möglichkeit, nur Definitionen anzuzeigen, d.h., dass ich alle Bereiche einklappe, die ich habe - oder alle Gliederungen umzuschalten, d.h. alle Punkte auszuklappen. "Anzeigen", also das Reduzieren aller Punkte ist Strg+M+O und eine Gliederung ausschalten ist Strg+M und Strg+L. Ich drücke mal Strg+M+O und man sieht, alle diese Bereiche, die ich habe, bis zur Klasse - das wäre ein bisschen übertrieben, wenn das auch noch eingeklappt würde - aber alless was ich hier drin habes wurde eingeklappt. Mit Strg+M+L klappe ich alles wieder aus und habe dann wieder den Detail von allen meinen Quelltexten. Als nächstes wollen wir uns mal XML-Dokumentation angucken. XML-Dokumentation ist ein sehr mächtiges Werkzeug und das ist etwas, was jeder Entwickler schon während dem Entwickeln jeder Zeit machen sollte. Mit diesem XML-Kommentaren kann man seine Klasse kommentieren. Wir kennen ja die normalen Kommentare, die sind eher dazu da, dass der Entwickler im späteren Verlauf diesen Quelltext noch versteht. XML-Kommentare sind dazu da, um eben produzierte Artefakte wie Klassen, Properties, Methoden usw. zu kommentieren. Wenn ich hier oben über meine Klasse gehe und mache nicht vor einem Kommentar zwei Slashes sondern drei Stück, sieht man hier, dass Visual Studio etwas hinzugefügt hat, ein sogenanntes Summary. Hier kann ich jetzt eine Beschreibung der Klasse schreiben. Ich schreibe mal "Das ist meine Demo-Klasse" und damit habe ich jetzt diese Klasse dokumentiert. Wenn ich jetzt irgendwo in meinem Program hier die Klasse "Program" benutzen möchte und ich gehe hier drüber, sieht man schon, das was im IntelliSense angezeigt wird hier ist eben genau der Kommentar, den ich hier oben über meine Klasse drüber geschrieben habe. So geht das natürlich auch, wenn ich diese Klasse jetzt einem Kollegen zur Verfügung stellen würde. Dann muss er sich nicht erst informieren wie die Klasse funktioniert. Er guckt einfach im IntelliSense oder im Objektbrowser, wie diese Klasse dokumentiert ist. Das funktioniert natürlich hier oben mit der Klasse selber, ich kann aber auch den Konstruktor kommentieren, sagen wir mal, das ist ein Konstruktor und wenn ich dann hier unten hingehe und aus meinem Program eine neue Instanz erstelle und sage hier "New", geh über mein Program, dann zeigt er mir hier an, "Das ist eine Demo-Klasse", also das ist von dem Konstruktor. Wenn ich den Konstruktor dann aufrufe, zeigt er mir genau die Dokumentation hier oben an, dass es eben ein Konstruktor ist. Konstruktor ist natürlich dasselbe wie eine Methode. Auch hier könnte ich diese Dokumentation drüber machen und hier sieht man jetzt die Besonderheit, hier unten ist ein zusätzlicher Bereiche "Param" und da kann ich jeden einzelnen Parameter beschreiben. Ich sage hier mal "Das ist die "Main-Methode" und hier unten die übergebenen Parameter. Wenn man dann irgendwo in diesem Bereich die Main-Methode aufrufen möchte, mit "Program.Main", ich gehe hier drüber, dann sehe ich hier einmal den Kommentar "Das ist die Main-Methode" und Doppelklick, ich zeige mir die Parameterliste an und dann zeigt er mir hier an, einmal noch mal den Kommentar von der Main-Methode und als Beschreibung "Args", die übergebenen Parameter, eben das, was ich hier unten hingeschrieben habe. Natürlich funktioniert das gleichermaßen für Properties, hier habe ich einen Getter und Setter und hier kann ich sagen "Dies ist ein Property". Hier sollte man natürlich später etwas sinnvollere Kommentare finden als das, was ich hier gerade mache. Jetzt werde ich noch ein letztes Feature vorstellen und zwar geht es um den Bereich hier oben. Hier hat man sehr oft direkt vom Visual Studio generierten Quelltext und oft werden Namensbereiche eingebunden, die man überhaupt nicht braucht. Und sehr oft hat man so viele Namensbereiche, dass man sehr lange braucht, bis man einen Namensbereich findet. Wenn ich einen Rechtsklick hier oben hinmache, habe ich die Möglichkeit "Using-Direktiven organisieren". Ich kann jetzt hier sagen, "Nicht verwendete using-Direktiven entfernen". Dann wird geguckt, welche Klassen in meinem Programm oder in meinem Quelltext, in dem aktuell geöffneten Quelltext benutzen welche Systemfunktionalitäten, wenn ein Namensbereich eingebunden wird, von dem keine Funktionalität benutzt wird, dann wird er entfernt. Als zweites kann ich "Using-Direktiven sortieren", d.h. einfach, sie werden alphabetisch sortiert. Sehr hilfreich, wenn man eine große Liste von diesen using-Direktiven hier oben hat, dann ist das alles ein bisschen übersichtlicher. Als letztes hat man die Möglichkeit, das Ganze zu entfernen und zu sortieren. Das ist eigentlich immer das Mittel der Wahl. Ich klicke das mal an, schauen Sie links oben, vier Stück haben wir derzeit und nach einem Klick befindet sich hier oben nur noch eine einzige using-Direktive, die "using-System" und diese "System" befindet sich noch da, weil ich weiter hier unten in meiner Main-Methode "Console.WriteLine" benutze - und das ist eben genau dort definiert, in diesem Namensbereich "System". Wir haben uns in diesem Video angeschaut, welche Möglichkeiten Visual Studio uns bietet, um unseren Quelltext zu organisieren, damit wir nachher auch bei großen Mengen von Quellcode immer noch den Überblick behalten. Als erstes haben wir uns "regions" angeguckt, mit denen wir Quelltextbereiche logisch gruppieren konnte, die dann ein- und ausklappen konnten. Zusätzlich haben wir festgestellt, dass wir andere Dinge wie Methoden, Properties, Klassen und Namespaces ein- und ausklappen konnten, was nochmals die Übersichtlichkeit erhöht hat. Dann sind wir hingegangen und haben XML-Kommentare für die von uns produzierten Artefakte geschrieben und haben damit alles noch ein bisschen besser dokumentiert. Und dann haben wir gesehen, dass das Ganze auch innerhalb von IntelliSense angezeigt wurde. Am Ende haben wir dann noch die verwendeten using-Direktiven oben sortiert und entfernt und damit noch mal die Übersichtlichkeit erhöht.

Visual C# 2011 Grundkurs

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Erscheinungsdatum:27.06.2011

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