Visual C# 2011 Grundkurs

Struktur einer Konsolenanwendung

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Der erste Projekttyp den wir uns anschauen, ist die Konsolenanwendung. Wie eine solche Anwendung erstellt wird, wie die Projektmappe aufgebaut ist und was der generierte Quelltext "macht", erfahren Sie in diesem Video.
05:49

Transkript

Visual Studio 2010 bietet uns zahlreiche Projektvorlagen für die unterschiedlichsten Arten von Projekten. Für uns am Anfang jetzt mal, relevant sind nur mal die Konsolen Anwendungen. Wenn man sich bei den Konsolen Anwendungen einzig und allein auf das Schreiben und vor allen Dingen auf das Verstehen von Code fokussieren kann. Wenn man z.B. Projektvorlagen mit graphischen Benutzeroberflächen wählt, ist immer das Problem, dass man die ganzen Randkonzepte versteht muss, dass man das verstehen muss wie das mit den ganzen Controls funktioniert, usw. Deshalb nur die Consolen-Anwendungen, weil dort gibt es solchen Schnick Schnack nicht, und dort können wir uns komplett auf den Code fokussieren. Wir legen uns so eine neue Consolen-Anwendung mal an, über Datei, neues Projekt, wählen dann hier im mittleren Bereich die Consolen-Anwendung aus und wählen unten mal einen Namen dafür. Ich nenne das "Hello World" und lege die Projektmappe mit "OK" an. Falls Sie neu in der Programmier Welt sind - Hello World Programme werden immer dann geschrieben, wenn man mit ganz einfachen Mitteln eine gewisse Technologie oder eine gewisse Programmiersprache zeigen möchte. Wie auch jetzt hier. Visual Studio hat uns jetzt hier unser Projekt generiert. Wir schauen alle erst mal rechts auf den Projektmappen den Explorer an. Der Projektmappen-Explorer gliedert unsere gesamte Projektstruktur in einer Baumartigen Struktur auf, d.h. wir haben als erstes Element unsere Projektmappe selber, "Hello World" und in dieser Projektmappe haben wir zahlreiche Unterprojekte. Wir haben jetzt natürlich erstmal nur eine, weil wir nur eine Console im Grunde angelegt haben. Es könnten nun aber zahlreiche Bibliotheksprojekte z.B. darunter sein oder eine weitere Consolen-Anwendung. In unserer "Hello World"-Projektmappe befindet sich als erster Punkt die "Properties". In den "Properties" findet sich eine "AssemblyInfo.cs". Diese "AssemblyInfo.cs" beschreibt unser Programm, beschreibt es in dem Sinne, dass z.B. Informationen wie: wer das Programm geschrieben hat, wann es erstellt wurde, welche Version dieses Programm hat, ob es Copyright Informationen gibt usw. Diese Informationen über das Programm müssen wir irgendwo hinterlegen. Hinterlegt werden Sie eben in der "AssemblyInfo.cs". Ich öffne die Datei jetzt mal. Erschrecken Sie nicht, Sie müssen das nicht verstehen. Es geht einfach nur darum zu verstehen, wie die Projektmappe aufgebaut wird. Ich vergrößere das Mal, und in dieser "AssemblyInfo.cs" befinden sich verschiedene Attribute die eben halt mal ein Programm näher beschreiben, z.B. hier habe ich ein Attribut was den Titel beschreibt, hier ein Attribut was die Firma beschreibt die diese Anwendung erstellt hat, hier ein Attribut was z.B. Copyright Information. So zieht sich das eben halt durch diese Datei durch und da gibt es eben mehrere von diesen Attributen, wie Sie sehen. Wie gesagt, müssen wir nicht verstehen, es geht nur drum zu wissen wie es aufgebaut ist. Als Nächstes haben wir die Verweise. Wir wollen ja im späteren Verlauf des Videotrainings z.B. irgendwann mal Text, also einen Satz z.B. in der Console ausgeben. Diese Aufgabe - diesen Text - auf der Console auszugeben ist ja jetzt mal nüchtern betrachtet gar nicht so einfach, weil-- es müssen im Hintergrund Buchstaben durch die Gegend geschickt werden, sie müssen irgendwo angezeigt werden, sie müssen richtig angezeigt werden, am Ende der Zeile muss ein Umbruch entstehen usw. Diese ganze Funktionalität muss ich natürlich nicht selber erst schreiben, dass wäre ein riesengroßer Aufwand. Diese Funktionalität hat bestimmt schon jemand von Microsoft geschrieben z.B. Diese Funktionalitäten wollen wir jetzt einfach nutzen. Diese Funktionalitäten die wir benutzen möchten sind in sogenannten "System-Bibliotheken" hinterlegt. Damit ich diese System-Bibliotheken benutzen kann, muss ich Verweise zu diesen Bibliotheken hinzufügen, z.B. habe ich hier unter Verweise einen Verweis auf die System-Bibliothek. Dort befindet sich eben diese Funktionalität zum Ausgeben von Text auf der Console. So kann ich eben halt all die Funktionalität die ich brauche in meinem Programm und dies es bereits gibt auf diese Weise einbinden. Wenn ich auf den Ordner "Verweise" einen Rechtsklick mache, bekomme ich ein Kontext-Menü in dem ich ein "Verweise hinzufügen" finde. Wenn ich dort draufklicke bekomme ich einen neuen Dialog, und dort kann ich eben verschiedene Projekttypen definieren, von denen ich Verweise zufügen will, z.B. Projekte die ich selber erstellt habe oder ".com" - das ist eine andere Technologie - oder eben halt ".net". Unter ".net" finde ich jetzt all die System-Bibliotheken, die ".net" schon von Haus aus mitliefert, bzw. die schon ins System eingebunden wurden. Sie sehen hier das ist eine ganze Menge. All diese Funktionalitäten könnte ich bereits nutzen, wenn ich die Sachen eben einbinde. Als letztes in unserer Projektmappe hat Visual Studio ein "program.cs" angelegt. Wenn ich dort mal einen Doppelklick drauf mache öffnet der die Quellcode-Datei. Das ist jetzt die Datei in die wir später unseren Programmcode schreiben werden und in der wir unser Programm entwickeln werden. Wir werden auf die einzelnen Dinge in dieser Datei später noch genauer eingehen, aber damit Sie einmal ein Gefühl dafür kriegen, besprechen wir die Dinge einmal kurz. Hier oben haben wir die Einbindung nochmal von System-Bibliotheken. Wir haben zwar hier vorne schon über Verweise das Ganze eingebunden, aber ich muss in jeder Quelltextdatei noch mal explizit sagen - ich möchte jetzt z.B. aus der System-Bibliothek "System"-- möchte ich die Funktionalitäten benutzen und binde deshalb diesen Namensbereich - nennt man das - ein. Dann habe ich hier unten einen Name-Space "Hello World". Name-Space erlauben es mir Funktionalitäten zu kopieren und Mehrfachnennungen zu umgehen. In diesen Name-Space befindet sich eine Klasse. "C-Sharp" ist - wie alle anderen ".net"-Programmiersprachen - eine rein objektorientierte Programmiersprache. D.h. dass alles in ".net" eine Klasse ist. Auch hier wieder - was das im Genaueren ist sehen wir im späteren Verlauf. Erstmal für hier wichtig - wir haben eine Klasse, die heißt "Program". In dieser Klasse "Program" befindet sich der Dreh- und Angelpunkt unserer nächsten Arbeiten. Das ist die sogenannte main-Methode. In der Main Methode wird quasi der Quellcode definiert, der nachher ausgeführt wird.  Wir werden später - werden wir irgendwann so eine exe-Datei erzeugen wie Sie das aus normalen Programmen schon gewohnt sind, auf die Sie doppelklicken und nachdem Sie diese exe-Datei ausgeführt haben, wird der Quell Code ausgeführt der zwischen diesen beiden Klammern steht. D.h. hier werden später unsere Anweisungen stehen, und die werden dann vom Programm ausgeführt. Wir haben uns in dieser Lektion noch einmal angeguckt wie eine Console-Anwendung aufgebaut wird, wie diese Projektmappenstruktur hier an der rechten Seite ist, was diese Metadaten-Information in der "AssemblyInfo.cs" sind, was Verweise sind, wie man Verweise einbinden kann und die von Visual Studio regenerierte "program.cs" und einmal kurz analysiert wie dieser Quelltext in dieser "program.cs" aufgebaut ist, wo wir demnächst unseren Quelltext reinschreiben werden.

Visual C# 2011 Grundkurs

Steigen Sie in die C#-Programmierung ein und lernen Sie sowohl die Grundlagen der Sprache C# als auch die Entwicklungsumgebung Visual Studio 2010 und .NET-Framework kennen.

7 Std. 28 min (81 Videos)
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Visual Studio Visual Studio 2010
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Erscheinungsdatum:27.06.2011

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