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Visual C# 2011 Grundkurs

Programmierplattformen

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Was meint man, wenn man von einer Programmierplattform spricht? Welche Bestandteile so eine Programmierplattform hat und worum es sich dabei genau handelt, sehen Sie hier.
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Transkript

Wir schauen uns jetzt mal an, was man meint, wenn man von Programmierplattformen spricht. Eine Programmierplattform ist mehreres. Zum einen ist eine Programmierplattform eine Programmiersprache, bzw. zu einer Programmierplattform gehört immer eine Programmiersprache. Aber in manchen Fällen ist es auch so, dass es mehrere Programmiersprachen zu diesen Plattformen gibt. Mit so einer Programmiersprache kann ich Software für diese Softwareplattform schreiben. Es gibt allerdings auch Programmiersprachen, die keine Softwareplattform haben, d.h. diese Programmiersprachen laufen vollkommen autark. Als nächstes hat so eine Programmierplattform Bibliotheken. Bibliotheken stellen bestimmte Funktionalitäten zur Verfügung, die ich in meinem Programm benutzen kann, z.B.für Oberflächen. Wenn Sie sich vorstellen, dass die Microsoftentwickler für Word jedes Mal ihre Schaltflächen neu programmieren, dann würden die ziemlich lange daran sitzen. Die haben selbstverständlich Bibliotheken, in denen z.B. ein Button definiert ist und dieser Button wird dann immer wieder verwendet. Dann gibt es so etwas wie Datenbanken, also, wenn ich Daten irgendwohin speichern möchte oder Kommunikation im Netzwerk machen möchte zwischen zwei Computern - oder wenn ich auf Handys programmieren möchte oder wenn ich bestimmte Anforderungen an die Sicherheit habe usw. Programmierplattformen zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie wirklich einen sehr grossen Pulk an Funktionalitäten haben, die ich als Entwickler für mich selber und für allen Dingen für mein Programm nutzen kann. Als drittes haben Programmierplattformen manchmal, aber nicht immer, eine Laufzeitumgebung. Eine Laufzeitumgebung muss man sich so vorstellen, dass sie zwischen dem Betriebssystem und der Anwendung liegt, die wir ausführen möchten. Stellen Sie sich vor, wenn wir z.B. in der Programmiersprache C eine Anwendung schreiben, dann läuft diese Anwendung direkt auf dem Betriebssystem. Wenn Sie mit einer Programmiersprache aus einer Programmierplattform eine Anwendung schreiben, dann läuft diese Anwendung auf der Laufzeitumgebung und die Laufzeitumgebung läuft auf dem Betriebssystem. Dadurch ergeben sich zahlreiche Vorteile. Zum einen kann die Anwendung X z.B. oben nicht direkt auf das Betriebssystem zugreifen, das kann sie nur durch die Laufzeitumgebung. D.h. dass die Laufzeitumgebung, alle Aktivitäten, die von der Anwendung X asugehen, überwachen kann. Dadurch ist das Betriebssystem geschützt. Der zweite Vorteil ist, die Anwendungen oben kommunizieren immer mit der Laufzeitumgebung, d.h. diese Anwendungen wissen im Prinzip eigentlich gar nichts von dem Betriebssystem, das unsere Laufzeitumgebung ist. D.h. aber auch, dass ich das Betriebssystem unten einfach austauschen kann. Das würde die Anwendung X z.B. oben gar nicht merken, weil sie ja über die Laufzeitumgebung mit dem Betriebssystem kommuniziert. Ein Beispiel für sowas ist Java. Java gibt es für die unterschiedlichen Betriebssysteme: für Windows, für Linux, für MAC oder was auch immer. Eine Anwendung, die ich für Java geschrieben habe, läuft auf dieser Java-Laufzeitumgebung. Welches Betriebssystem unten drunter ist, ist für die Java-Anwendung vollkommen egal. Deswegen kann ich ein geschriebenes Java-Programm auf jedem x-beliebigem Betriebssystem ausführen, für die es diese Laufzeitumgebung von Java gibt. So eine Programmierplattform, über die wir uns die ganze Zeit unterhalten haben, ist .NET. D.h. wenn wir von C# sprechen, meinen wir die Programmiersprache, mit der wir die Programme schreiben und .NET ist die Programmierplattform. Diese Programmierplattform führt nachher den von uns geschriebenen Code aus. Wir haben gerade die Laufzeitumgebung gesehen und auch bei .NET ist es so, dass zwischen der Anwendung und dem Betriebssystem diese Laufzeitumgebung läuft. Eine Besonderheit, die .NET z.B. von Java unterscheidet, ist, dass ich oben diese Programme, also die wir gerade oben über der Laufzeitumgebung gesehen haben, nicht nur in einer Programmiersprache schreibe, als nicht nur in C#, sondern auch in anderen Programmiersprachen schreiben kann. Da gibt es z.B. direkt von Microsoft C++, CLI oder Visual Basic .NET. In diesem Film haben wir gesehen, dass wenn man von einer Programmierplattform spricht, dass man dann gleichzeitig von drei Dingen spricht. Zum einen von einer dazugehörigen Programmiersprache, es können aber auch mehrere sein, wie z.B. bei .NET. Dann spricht man von Bibliotheken. Bibliotheken stellen dem Programmierer bestimmte Funktionalitäten zur Verfügung, damit er diese nutzen kann. Am Beispiel waren da Oberflächen, der Zugriff auf Datenbanken, Netzwerkkommunkation, Sicherheit, usw. Als drittes ist eine Programmierplattform eine Laufzeitumgebung. Eine Laufzeitumgebung liegt zwischen einer Anwendung und einem Betriebssystem, und eine Anwendung kommuniziert durch die Laufzeitumgebung mit meinem Betriebssystem. Dadurch merkt meine Anwendung gar nicht, was für ein Betriebssystem unter dieser Laufzeitumgebung liegt. Man nennt das abstrahieren. Bei Java ist es so, dass es diese Laufzeitumgebung für die unterschiedlichen Betriebssysteme gibt und wenn ich eine Anwendung für Java entwickelt habe, kann ich diese Anwendung auf allen Betriebssystemen ausführen, die eine solche Java-Laufzeitumgebung haben. Wir programmieren jetzt C# und haben uns damit für die Programmierplattform .NET entschieden. .NET unterstützt alle diese drei Konzepte, die wir gerade gesehen haben und zusätzlich unterstützt .NET nicht nur eine Programmiersprache, sondern mehrere.

Visual C# 2011 Grundkurs

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Visual Studio Visual Studio 2010
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Erscheinungsdatum:27.06.2011

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