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Access 2010 für Profis

Die Normalisierung allgemein und die erste Normalform

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In diesem Video stellt Ihnen der Autor die erste, zweite und dritte Normalform vor. Zur Verdeutlichung sehen Sie hier auch ein Beispiel mit der ersten Normalform.

Transkript

Bevor wir unserer Tabelle "Kunden" weitere Felder hinzufügen, mache ich Sie noch mit einigen Dingen vertraut, die Ihnen bei der weiteren Arbeit mit Datenbanken helfen werden. Zum Beispiel sollte eine Datenbanktabelle elementare Daten beinhalten. Was versteht man darunter? Ich werde Ihnen dies an einem kleinen Beispiel demonstrieren, indem ich eine neue Tabelle erstelle. Diese Tabelle soll den Namen des Vaters und seiner Kinder beinhalten. Ich vergebe also hier einen Feldnamen, der lautet "Vater" und dieser Feldtyp des Vaters soll vom Typ "Text" sein und vergebe einen weiteren Namen, der lautet "Kinder", ebenfalls vom Typ "Text". Ich speichere diese Tabelle jetzt ab, indem ich die rechte Maustaste drücke, auf "Speichern" gehe und diese Tabelle "Tbl-Verwandtschaft" nenne. Einen Primärschlüssel definiere ich hier nicht. Würde ich nun Werte in diese Tabelle eingeben wollen, so sehen Sie, ich könnte z.B. den Vater eingeben. Der Vater heißt bspw. "Manfred" und der hat drei Kinder und die Namen der Kinder sind "Gerhard", "Klaus" und "Dieter". Sie sehen jetzt schon, dieses Feld "Kinder" enthält keine sogenannten elementaren Werte, denn hier sind ja drei Namen aufgeführt. Ich führe dieses Beispiel jetzt fort und das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus: unsere Tabelle bzw. die Tabelleninhalte sehen nun so aus. Und Sie sehen, jedem Vater sind die entsprechenden Kinder zugeordnet.  Damit entspricht diese Tabelle bzw. der Aufbau dieser Tabelle nicht einer Regel, die man Normalisierung nennt. Diese Normalisierung besteht aus verschiedenen Regeln, wobei die ersten drei Regeln für uns beim Aufbau von Datenbanken und deren Tabellen von Bedeutung sind. Die Regel für die erste Normalform lautet: Tabellen befinden sich in der ersten Normalform, wenn alle Felder elementar sind. Das liegt hier nicht vor. Wir müssten also unsere Tabelle anders aufbauen. Wobei der erste Ansatz ebenfalls nicht optimal ist. Ich habe die Struktur dieser Tabelle nun geändert. Sie sehen, dass die Daten zwar jetzt elementar sind, d.h., es gibt ein Feld für Kind 1, für Kind 2, für Kind 3; aber wenn weitere Kinder hinzukommen würden, müsste ich jeweils immer ein neues Feld hinzufügen. Und das wäre natürlich bei  einer Datenbank mit sehr großen Problemen behaftet. Allerdings würde diese Tabelle der ersten Normalform entsprechen, wenn sie - wie gesagt - auch nicht optimal aufgebaut ist. Einen optimalen Aufbau werde ich Ihnen nun zeigen. Dazu benötigen wir drei Felder, wobei das erste der Vater ist, das zweite der Name des Kindes und das dritte ein Verweis. Die Tabelle ist nun so aufgebaut, dass ich ein Feld mit dem Namen "Verweis" habe. Dieser Verweis ist ein Primärschlüssel und könnte mit ID beginnen. Dieser ist vom Typ "Zahl". Dann habe ich den Vornamen - übrigens sollten Sie nicht als Feldname "Name" verwenden, sondern "Vorname" beziehungsweise "Nachname" - und dann habe ich den Vater, der dieses Mal nicht als Text, sondern als Zahl angegeben wird. Gefüllt mit Daten sieht das Ganze dann folgendermaßen aus: Durch das Hinzufügen des Schlüssels "Vater" als Ersatz für den Text, lassen sich nun beliebig viele Kinder und beliebig viele Väter hier hinzufügen. Sie sehen, der Urvater - oder Großvater in diesem Fall - ist Manfred, der den Schlüssel 1 trägt. Gerhard, Klaus und Dieter sind Söhne von Manfred. Eva-Maria, Julia und Uwe sind die Kinder von Gerhard, der den Verweis 2 trägt. Fritz und Tina sind die Kinder von Klaus, und Claudia ist das Kind von Dieter. Würden Sie jetzt weitere Kinder hinzufügen wollen - nehmen wir an, ein Kind kommt noch als Nachzügler hinzu - dieses Kind heiβt Karl und ist ein Kind von Manfred, dann könnte man hier wieder eine 1 eingeben und ohne dass die Struktur geändert werden muss kann man die Tabelle ergänzen. So wäre die Tabelle nach der ersten Normalform korrekt aufgebaut.

Access 2010 für Profis

Lassen Sie sich anhand vieler praktischer Beispiele zeigen, wie Sie in Access 2010 eine Datenbank aufbauen und mit Abfragen, Formularen und Berichten auf Ihre Daten zugreifen.

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Erscheinungsdatum:28.09.2010

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