Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Jetzt lerne ich Java 6

Einführung in die OOP

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Sie haben sicher schon einiges über die Objektorientierung gelesen oder gehört ... Doch die Erklärungen, die Helge Maus verwendet, um Ihnen die OOP schmackhaft zu machen, sollten Sie sich unbedingt ansehen!
07:52

Transkript

Sie haben die Grundlagen der Sprache Java hinter sich gebracht. Sie haben jetzt ein gutes Rüstzeug, Java zu programmieren. Doch Ihnen fehlt noch der entscheidende Schritt. Java ist eine komplett objektorientierte Sprache. Das bedeutet, Sie müssen sich nun mit der Objektorientierung auseinandersetzen. Und wenn Sie jetzt die vergangenen Lektionen sehen, haben Sie das eigentlich auch schon ständig getan. Die folgenden Filme sollen Ihnen jetzt klarmachen, wie Objektorientierung funktioniert, und ganz besonders, was die passenden Java-Konstrukte dazu sind. Hierzu beginnen wir einfach mal mit einem etwas theoretischen Einstieg und werden dann aber relativ schnell wieder praktisch. Wo liegt denn eigentlich der Unterschied zwischen der objektorientierten Herangehensweise und der konventionellen Herangehensweise, ein Programm zu schreiben? Wenn ich früher in einer normalen Programmiersprache versucht habe, ein Problem zu lösen, hab' ich es in Einzelschritte zerlegt. Ich habe mir dann überlegt, welche Variablen ich dazu brauche. Anschließend habe ich diese Variablen verarbeitet mithilfe von Funktionen und Prozeduren und das Programm lief von oben nach unten sequenziell durch. So wurden ganze riesige Programme geschrieben, die alles Mögliche gemacht haben. Das funktioniert ganz gut und auch recht flott, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil. Diese Programme werden nach und nach extremst unübersichtlich. Sie haben eine Unmenge an Variablen, und es ist manchmal überhaupt nicht mehr leicht nachzuvollziehen, wie ein solches Programm funktioniert, in welchem Zusammenhang die Variablen zueinander stehen, die Funktionen zueinander stehen und vieles mehr. Daraufhin hat man sich Gedanken gemacht, wie kann man dieses System vereinfachen, um wiederverwendbare Codes zu bekommen? Eine Idee davon ist die Objektorientierung. Der Ansatz ist relativ einfach. Und diesen möchte ich Ihnen anhand eines Kontoführungsprogramms klarmachen. Hierzu lege ich mir in meinem Projekt einfach mal eine Datei an, eine Javaklasse. Aber es könnte jetzt auch ein ganz normales Textfile sein. Ich möchte gern ein Kontoführungsprogramm schreiben und möchte als allererstes mir überlegen, was ist denn eigentlich ein Konto? Daher nenne ich die Klasse, mit der ich arbeite, einfach mal "Konto". Alle Dinge, die jetzt hier drinnen stehen, brauche ich zur Zeit nicht. Daher lösche ich sie einfach mal raus. Hier oben die Sachen lasse ich drin. Wie funktioniert eigentlich ein Konto? Sie sehen, wir haben nun eine ganz andere Herangehensweise an unser Problem als vorher. Wir überlegen uns zuerst einmal, wie ein Konto funktioniert, und danach überlegen wir uns, wie eine Person funktioniert, die ein Konto hat. Wir zerlegen unsere Wirklichkeit in Objekte und nicht mehr in Problemschritte. Wie funktioniert denn ein Konto? Ein Konto hat zwei Dinge: Ein Konto hat Eigenschaften. Fassen wir doch mal zusammen: Welche Eigenschaften könnten für unser Kontoführungsprogramm interessant sein? Für mich ist der Kontostand mit Sicherheit eine wichtige Geschichte. Und natürlich der Besitzer eines Kontos ist auch wichtig für mich. Das sollte uns erst einmal für die einfachen Eigenschaften eines Kontos genügen. Aber mit einem Konto will man ja auch arbeiten. Diese Arbeitsgänge oder Operationen beziehen sich immer auf diese Eigenschaften hier. Also haben wir hier innerhalb des Kontos Eigenschaften, oder manchmal nennt man diese auch Felder. Und wir haben Funktionalitäten, Operationen oder, wie es eben hier heißt in der objektorientierten Programmierung, Methoden, mit denen wir auf diese Eigenschaften zugreifen können. Was interessiert uns an dieser Stelle? Nun, ich möchte gerne wissen, welchen Kontostand ich habe. Also, Kontostand erfragen wäre interessant. Dann möchte ich gerne einzahlen und abheben können. So weit, so gut. Das sollte eigentlich für mein Kontoprogramm in Bezug auf das Konto reichen. Jetzt können wir etwas Ähnliches auch noch mit der Person machen. Dazu benötigen wir eine weitere Datei. Das, was wir hier gerade gebaut haben, ist sozusagen der Entwurf für unsere Klasse "Konto". Also, legen wir noch eine Datei an, auch wieder eine Javaklasse, und nennen diese "Person". Auch hier lösche ich zuerst einmal diese Dinge hier unten heraus. Nun stellen wir uns die gleichen Fragen. Welche Eigenschaften von Personen, die ein Konto haben, interessieren uns in Bezug auf unser Programm? Und welche Methoden, also Operationen mit den Eigenschaften, gibt es? Nun, die Eigenschaften einer Person wären zum Beispiel Name und Vorname. Natürlich, wenn wir eine Bank wären, würden wir jetzt auch die anderen Adressdaten erfassen. Aber das ist im Moment relativ unwichtig. Was für Methoden können wir denn mit diesen Eigenschaften anfangen? Wir können zum Beispiel eine Person begrüßen. Oder wir könnten eine Person umbenennen. Aber das kommt sehr selten vor, daher lassen wir das. Sie sehen also das grundlegende Prinzip, was dahinter steckt. Dies ist der erste Schritt, den man beim Lösen eines Problems in der objektorientierten Programmierung macht. Man fragt sich, welche Objekte für die Lösung meines Problems interessant sind. Die Objekte enthalten die Daten, mit denen wir normalerweise arbeiten werden. Das bedeutet, wir haben dann keine separaten Variablen mehr; diese stecken als Eigenschaften in diesen Objekten später drin. Das, was wir mit Dingen tun wollen, nennt sich Methoden, und auch diese stecken innerhalb dieser Objekte. Dass diese innerhalb von Objekten stecken, nennt man übrigens Kapselung. Wir verstecken das Ganze nach außen, und das hat einen großen Vorteil. Denn wenn Sie einmal eine Kontoklasse geschrieben haben, die viele Methoden und Eigenschaften hat, dann können Sie diese in anderen Programmen wiederverwenden. Sie müssen dann überhaupt nicht mehr wissen, wie die Methoden genau funktionieren in Bezug auf die Eigenschaften. Sondern Sie können nach außen dokumentieren: Hier hast Du eine Kontoklasse, die erfasst Kontostand und Besitzer und kann folgende Dinge tun. Und dann zählt man eben die Methoden auf: Kontostand erfragen, einzahlen und abheben. Wie das intern funktioniert, braucht Sie überhaupt nicht mehr zu interessieren. Es ist vor dem Enduser versteckt, verkapselt. Und dies ist eigentlich die größte Errungenschaft der objektorientierten Programmierung: Wir können Probleme kapseln, in eigene Objekte packen und dann überall wiederverwenden. Dies ist natürlich der Übersicht extrem zuträglich. Im Folgenden werden Sie jetzt sehen, wie wir aus diesen Ideen wirklich konkrete Klassen bauen.

Jetzt lerne ich Java 6

Steigen Sie ein in die Programmierung mit Java 6, lernen Sie die Grundlagen kennen und unternehmen Sie anschließend Ihre ersten Schritte in der objektorientierten Programmierung.

12 Std. 27 min (98 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!