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Analyse des ersten Programms

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Noch mal von vorn - Helge Maus geht mit Ihnen Schritt für Schritt durch die Sourcecodezeilen des 'Hello World'-Programms und erläutert zu jedem Sprachbestandteil die von Java vorgegebenen Regeln: Es geht um Groß-/Kleinschreibung, Semikolons, Klammernpaare und die Methodendefinitionen ...
09:16

Transkript

Um uns jetzt anschauen zu können, wie Java-Programme nun auch geschrieben werden, sollten wir unser erstes Beispiel - unser "HelloWorld" einmal analysieren. Und dafür habe ich hier meine NetBeans geöffnet und möchte jetzt das letzte erstellte Projekt öffnen. Nun, ich habe Ihnen alle Rohdaten mit auf die DVD gepackt. Ich empfehle Ihnen zuerst einmal den Rohdaten-Ordner irgendwo auf Ihre Festplatte zu speichern. Vielleicht auf den Desktop, während Sie arbeiten, oder nach eigene Dateien. Um jetzt ein bestehendes Projekt zu öffnen, müssen Sie innerhalb von Netbeans hier auf File wechseln - Open Project. Und damit wandern Sie nun in den Rohdaten-Ordner. Hier unter "01 Willkommen" - das waren die Filme, die wir zu Anfang gemacht haben, sehen Sie jetzt hier meinen Projektordner "HelloWorld". Und diesen brauche ich lediglich zu wählen. Wenn ich da mal kurz hineingehe, dann sehen Sie, das sind Ordner. Sie wählen sich einfach nur diesen Ordner aus. Und sagen hier: Open Project Folder Und dann bekommen Sie auch passend hier ein Project-Fenster. Und wenn Sie hier das Ganze öffnen, haben Sie diese Ordner, die wir eben gesehen haben. Und wenn Sie jetzt hier auf das Symbol der Java-Datei doppelt klicken, dann öffnet sich auch der Quellcode. Soweit sollten Sie also gekommen sein. Wenn Sie eine andere Entwicklungsumgebung nutzen, dann können Sie gegebenenfalls das Projekt nur über die Daten öffnen, oder Sie müssen es importieren. Es kommt ein bisschen darauf an, mit welcher Entwicklungsumgebung Sie arbeiten. Nun gut. Schauen wir uns jetzt aber unser allererstes Programm einmal etwas näher an. Die erste gute Nachricht ist, alles, was hier irgendwie grau ist, ist Kommentar. Das heißt, es gehört gar nicht wirklich zum Programm selbst. Und daher müssen wir uns nur um die Zeilen kümmert, die hier nicht grau sind. Und in der NetBeans-Umgebung kann man die Kommentare hier ganz gut einklappen, indem man hier auf das kleine Minus mal klickt. Nun schauen Sie das Ganze doch schon etwas übersichtlicher aus. Beginnen wir hier bei mir in der Zeile 14. Da steht: public class HelloWorld Und dann kommt eine geschweifte Klammer. Nun, beginnen wir hier vorne. Das Wort "public" und das Wort "class" - das sind Sprachbestandteile von Java. Und alle Java-Sprachbestandteile werden klein geschrieben. Daran müssen Sie sich einfach gewöhnen, dass Groß- und Kleinschreibung für Java wichtig ist. Also "public" - werden wir später dazu kommen - ist ein Zugriffsmodifizierer, der so viel heißt, wie diese Klasse ist öffentlich. "class" deutet an, dass wir jetzt vorhaben, eine Klasse zu deklarieren. Und da Java komplett objekt-orientiert aufgebaut ist, zieht sich das Ganze sogar so weit, dass selbst das ganze Programm wiederum eine Klasse, ein Objekt sein muss. Nun, das ist konsequent. Also hier deklarieren wir eine öffentliche Klasse. Und das macht man eben mit dem Schlüsselwort "class". Danach kommt der Name der Klasse. Den dürfen Sie frei wählen. Sie sollten sich nur angewöhnen, dass Sie keine Leerzeichen in den Namen setzen sollten. Warum das? Nun gut. Wenn Sie ein Leerzeichen setzen, dann wird später der Compiler beim Übersetzen plötzlich denken: okay, die Klasse heißt "Hello" Aber was soll ich denn zum Geier mit diesem Wort "World" hier anfangen? Dass Dinge zusammengehören, müssen Sie eben dadurch zeigen, dass Sie dazwischen kein Leerzeichen lassen. Auch bei Klassennamen spielt die Groß- und Kleinschreibung eine wichtige Rolle. Sie dürfen hier Groß- und Kleinschreibung verwenden wie Sie wollen, aber der Klassenname ist wirklich dann bindend. Das heißt, Sie können nicht einmal "HelloWorld" einmal mit kleinem H und einmal mit großem H schreiben. Wenn Sie dann die Klasse "HelloWorld" verwenden wollen, müssen Sie diese mit großem H und großem W verwenden. Wie sieht das jetzt mit Umlauten und solchen Dingen aus? Ja, Java kann vom Prinzip her im gesamten Code mit Umlauten umgehen. Kein Problem. Aber manche Betriebssysteme und Dateiensysteme machen das nicht. Das heißt, wenn Sie eine Klasse anlegen mit - ja, drücken wir es Koelsch aus - "HälloWorld" mit einem Umlaut, dann mag das zwar für uns ganz okay sein, und gegebenenfalls würde das Ganze auch kompilieren - aber je nach Dateiensystem würde diese Klasse als Datei nicht richtig gefunden werden. Und daher sollten Sie einfach sagen: okay, schreiben Sie es komplett Englisch - ist die einfachere Variante. Nun gut. Jetzt haben wir also gesagt, wir wollen eine öffentliche Klasse "HelloWorld" deklarieren. Und alles, was jetzt zu dieser Klasse gehört, kommt in geschweifte Klammern. Geschweifte Klammern bilden Codeblöcke und diese sind geschlossen. Was heißt, alles was man aufmacht hier oben, muss man auch wieder zumachen. Und ich hab' jetzt grad' mal einen Doppelklick hier auf die geschweifte Klammer aufgemacht, und dann sieht man hier unten markiert meine Entwicklungsumgebung. Da wird die wieder zugemacht. Und alles, was zwischen diesen geschweiften Klammern steht, gehört eben zu dieser Klasse "HelloWorld". Ist doch einfach. Dann kommt hier wieder ein Kommentar, den können wir flux wieder zuklappen, wollen wir gar nicht sehen. In der nächsten Zeile, die für uns interessant ist … aha nächste Zeile … das heißt, Sie dürfen gerne so viel Zeilen hier einbauen, wie Sie lustig sind. Sie dürfen auch so viele Leerzeichen hier einbauen, wie Sie lustig sind. Sie sollen eben die Schreibweise Ihres Codes übersichtlicher machen. Also, in der nächsten Zeile gibt es wieder "public" Aha, scheint wieder was öffentliches zu sein. Ein Wort "static" - werden wir später noch dazu kommen. Das Wort "void" - das ist ein Rückgabewert. Das heißt - das, was da kommt, dieses Main, das ist eine Methode - gibt keinen Wert zurück. Werden wir auch später noch dazu kommen, wenn wir uns die Methoden etwas näher anschauen. Und hier kommt die main-Methode. Jedes Programm in Java braucht eine main-Methode. Denn das ist das, wo der Interpreter nachher danach suchen wird. Er springt in die main-Methode. Und daher müssen wir eine main-Methode hier entsprechend deklarieren. Das haben wir gemacht. Und die muss klein geschrieben sein. Eine Methode hat nach dem Namen - darf natürlich auch ein Leerzeichen dazwischen sein oder nicht, wie Sie wollen - eine runde Klammer. Und in diesen runden Klammern stehen Übergabeparameter. Das Ganze wird etwas deutlicher, wenn Sie nachher die Methoden kennengelernt haben. Und als Übergabeparameter erwarte ich einen String Array. Nun habe ich hier hingeschrieben. String - das ist eine Klasse, die innerhalb von Java existiert. Sie schreibt sich mit großen S. Und da wir Groß- und Kleinschreibung beachten, großes S muss sein. Eckige Klammern, weil es ein Array ist, kommen wir auch dazu. Und der Name des Arrays - das dürfen Sie vergeben, hier nennt man's mal "args" für Argumente. Nun, das waren die zwei runden Klammern, und dann kommt wieder - ach, ein alter Bekannter - eine geschweifte Klammer. Das heißt, alles, was zu dieser Methode gehört, steht zwischen diesen beiden geschweiften Klammern. Nun, langsam ist konsequent. Und unser einziger Befehl, oder unsere einzige Anweisung, die wir eigentlich geben nach der ganzen Deklarationsgeschichte, ist einzig und allein die Zeile 22. Hier nehmen wir uns nämlich: System - auch das ist wiederum eine Klasse, deshalb großes S müssen wir haben - .out - das ist ein Output-Stream - .println Das ist eine Methode, die hat einen Namen, genau wie main einen Namen hatte. Hat auch PrintLine eben einen Namen. Und die Methode PrintLine macht nichts anderes als das, was man als Argument an diese übergibt. Argumente, Parameter stehen in runden Klammern, hatten wir auch schon. Er soll nämlich diese Zeichenkette "Hallo Welt!" ausgeben. Und da es eine Zeichenkette ist, und da es so viele Leerzeichen sein können und ähnliche Dinge, müssen hier eben Einführungszeichen außen herum stehen, damit der Compiler genau weiß: a, die Zeichenkette geht von da bis da. Okay. Danach ist unsere Anweisung fertig. Und damit wir ganz klar machen - unsere Anweisung ist fertig, setzen wir danach immer ein Semikolon. Nach jeder Anweisung kommt ein Semikolon. Das hat Sinn, weil später können Ihre Programme natürlich mehrere Anweisungen haben. Das heißt, Sie könnten das Ganze hier noch mal schreiben. Das kann ich entweder in einer neuen Zeile machen: System.out.println ("Es war so schön!"), zum Beispiel. Und auch das ist eine Anweisung. Und dann kommt eben wieder ein Semikolon dahinter. Und damit weiß der Compiler: okay, das ist die erste Anweisung, die endet da. Dann kommt die zweite Anweisung, die endet da. Und das ist deshalb so, weil man könnte ja hingehen - und das erlaubt Java, kein Problem - und alles in einer langen Zeile schreiben. Und damit jetzt eben der Compiler weiß: okay, das ist der erste Befehl, danach kommt die zweite Anweisung und so weiter und so fort - setzt man eben Semikolons. So, das war die Analyse unseres ersten Programmes. Dieses Programm ist nicht unheimlich aufregend, aber es funktioniert und ist hoffentlich korrekt. Das testen wir kurz. Noch mal speichern - Save. Und dann hier mal auf "Ausführen" klicken. Und dann sehen wir hier unsere Ausgabe: Hallo Welt! Es war so schön! Also, unser erstes korrektes Java-Programm einmal komplett analysiert.

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12 Std. 27 min (98 Videos)
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