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In einer Präsentation schildert der Autor Helge Maus die Geschichte von Java, stellt die Eigenschaften der Programmiersprache vor und geht dann auf die Schritte der Programmentwicklung ein: Nach diesem Film wissen Sie, wo Sie Java einsetzen können und wie das möglich werden konnte!
10:35

Transkript

Sie haben beschlossen Java 6 kennenzulernen. Hieß es einmal: jetzt lerne ich DVD, das heißt, es ist eigentlich nicht unbedingt wichtig, ob Sie jetzt immer noch mit Java 5 oder jetzt auch mit Java 6 programmieren. Vom Prinzip her werden Sie die Sprache Java kennenlernen. Und daher ist es sehr wichtig zu verstehen, welche Ideen und Konzepte hinter Java als Programmiersprache stehen. Und diese sind nicht unbedingt eins zu eins vergleichbar mit, zum Beispiel, einer Programmiersprache wie C ++. Also am Anfang dieser DVD erst einmal einen kurzen Einblick in die Java-Welt. Im ersten sollten wir uns überlegen, wie ist Java eigentlich entstanden? Das können Sie bei Wikipedia oder auf der Sun-Seite nachlesen. Es gab bei der Firma Sun das sogenannte GreenProject, wo es darum ging zu überlegen, wie die Zukunft mit Internet-Technologie oder IT-Technologie überhaupt aussehen soll. Und innerhalb dieses GreenProject entstand ein Gerät, ein Prototyp - Star7. Das sollte ein PDA mit Touchscreen mit Wireless und vielem mehr geben. Und die Programmiersprache, die auf diesem Gerät verwendet werden sollte, sollte sehr robust sein, sollte einfach sein, sollte objekt-orientiert sein und einiges mehr. Und diese Programmiersprache nannte man damals OAK, wie Eiche. Naja, das Gerät hat's nie zur Marktreife geschafft, aber ja, man könnte sagen, der Vater von Java - James Gosling - war damals eben Teil dieses Projektes und hat die Ideen und auch die Sprache OAK dann einfach mitgenommen. Ja, und irgendwann so im Zuge des Aufkommens des World Wide Webs - es war so um 95-ger rum - hat man sich wieder daran erinnert, dass es eine Sprache OAK gab. Und das Internet hat ähnliche Anforderungen an eine Programmiersprache gestellt, wie damals im GreenProject eigentlich erarbeitet wurden. Und daher wurde OAK sozusagen wieder ausgegraben. Und in diesem Projekt, was damals bei der Firma Sun entstanden war auch wieder das Teammebmer James Gosling und er hat eben dann sein Wissen, was er hier über OAK gesammelt hatte, und auch seine Ideen miteingebracht, und aus OAK wurde Java. Der Name OAK war schon von einer anderen Firma belegt. Daher musste die Sprache einfach umbenannt werden. Und daher haben wir heute Java. 1995 hat dann auch Sun direkt einen ersten Browser herausgegeben -HotJava. Und das war der erste Java-fähiger Webbrowser, indem man also Applets sich anschauen konnte, und Multimedia-Anwendungen, interaktive Anwendungen in einem Webbrowser. Und das hat damals die Welt wirklich begeistert. Und 1996 wurde dann das JDK - das Java Development Kit 1.0 freigegeben, so dass sich das jeder von der Website herunterladen konnte, und ab diesem Zeitpunkt dann eben auch Java-Applets entwickeln konnte. Und damit ist eine Riesenwelle losgetreten worden. Es wird Zeit, sich um die Eigenschaften dieser interessanten Sprache, die eigentlich aus der Geräteentwicklung kommt, die dann den Weg ins Internet gefunden hat, sich noch einmal näher anzuschauen. Welche Eigenschaften sind das? Einmal Java ist plattformunabhängig. Und das ist aufgrund einer Idee, dass Java einmal kompiliert wird, wie zum Beispiel noch eine andere Sprache wie C ++ oder Ähnliches, sie wird übersetzt, aber eben nicht in den Maschinencode, der für diesen Rechner dann wichtig ist, sondern es wird kompiliert in einen Bytecode. Man sagt dazu, man stellt sich eine virtuelle Maschine vor, also eine Maschine, die es eigentlich vom Prinzip her gar nicht gibt. Aber für diese wird ein Maschinencode erzeugt. Und nach dieser Kompilierung kann man also diese kompilierte Datei weiter verteilen, auf alle möglichen Geräte. Und auf jedem dieser Geräte läuft eine Java Runtime Environment. Das bedeutet, eine Art, ja, Interpreter, der diesen Bytecode, also diesen plattformunabhängigen bereits kompilierten Code für eine virtuelle Maschine nimmt, dann zur Echtzeit umwandelt in Maschinenbefehle, die jetzt auf dieser einen speziellen Maschine erstanden werden, und damit dann das Programm zum Laufen bringt. Durch diesen Zweitschritt ist eben sichergestellt, dass Java-Programme überall dort laufen, wofür es eben eine Java Runtime Environment gibt. Gibt es eine Java Runtime Environment - läuft auch mein Java-Programm und damit haben wir Plattformunabhängigkeit. Java ist zudem konsequent objekt-orientiert. Objektorientiertheit -kann doch auch sein, wenn Sie auf diese DVD noch eingehen - ist eine Methode Programme zu schreiben. Anders als früher Programme geschrieben wurden. Java ist sehr objekt-orientiert angelegt - ähnlich zu C ++. C ++ ist ja die objektorientierte Weiterentwicklung der Programmiersprache C, daher das + +. Nur dass Java noch einiges mehr objekt-orientiert ist. Es ist ganz konsequent an vielen Stellen objekt-orientiert, sodass man zum Beispiel ohne ein Objekt oder eine Klasse überhaupt kein Programm ausführen kann in Java. Gut, vieles hat Java von C ++ zum Beispiel geerbt. Das heißt, viele der Konstrukte, die Sie in Java kennenlernen werden, werden Sie in C ++ wiederfinden. Und wenn Sie dort vielleicht schon erste Erfahrungen gesammelt haben, wird Ihnen vieles sehr bekannt vorkommen Es ist aber sehr sehr viel einfacher als C ++, weil auch viele Konstrukte, die einem C++ Programmierer Kopfschmerzen bereiten können, zum Beispiel, Pointe oder immer noch das Reservieren von Speicherbereichen und Freigeben - wird alles von Java selbst übernommen. Das heißt, Sie müssen sich überhaupt keine Gedanken zu machen. Und daher ist Java auch ein guter Einstieg in die Programmierung und ebnet Ihnen auch den Weg gegebenenfalls irgendwann auch mit C++ weiterzumachen. Und eine letzte Eigenschaft, die mir für Java wichtig ist - Java ist erweiterbar. Das heißt, Java bringt mittlerweile einen Riesenfonds an Bibliotheken und an fertigen Frameworks mit. Aber wenn Ihnen irgendetwas fehlt, schreiben Sie Ihre eigenen Klassen und haben damit wieder eine neue Bibliothek, die Sie mitgeben. Und so wächst das ganze Konstrukt immer mehr. Und daher Java ist sehr erweiterbar und flexibel in der Anmeldung. Schauen wir uns doch mal den Zyklus der typischen Programmentwicklung innerhalb von Java an. Ich bin darauf eben bereits schon etwas eingegangen, als ich erklärt habe, warum Java eigentlich plattformunabhängig ist. Jetzt wollen wir uns das noch etwas genauer anschauen. Sie als Programmierer schreiben einen Java-Quellcode. Das ist ein ganz normales Programm und Programme sind eigentlich nichts anderes als Text-Files. Und dieser Quellcode muss übersetzt werden in eine maschinenausführbare Datei. Wie gesagt, an der Stelle gibt's bei Java eben den Trick, dass nicht die spezielle Maschine, auf der Sie entwickeln und für die Sie kommentieren, verwendet wird, sondern es wird eine eventuelle Maschine genommen, eine sozusagen allgemeingültige. Dieser Übersetzungsprozess wird von einem Java-Compiler übernommen. Und dieser Java-Compiler, den werden wir später auch herunterladen. Aus dem Java Quellcode, der von Ihnen also noch sehr gut lesbar ist, aus unserer s. java-Datei wird also ein Java-Bytecode. Und das ist so eine Art Maschinensprache eben nur für diese virtuelle Maschine, und wir haben die Datei-Endung ".class". Diese Datei kann jetzt überall dort ausgeführt werden, wo ein Java-Interpreter installiert ist. Auf jeder Maschine, wo es ein Java-Interpreter gibt, kann diese Datei ausgeführt werden. Und der Java-Interpreter steckt in einem Paket, dass sich Java Runtime Environment, also Java-Laufzeitumgebung nennt. Und das gibt es nicht nur für Rechner, sondern das gibt es mittlerweile auch für Mobiltelefone, für Fernseher und vieles vieles mehr. Und wenn also ein solches Programm gestartet wird, dann beginnt der Java-Interpreter die Befehle, die in dieser Java-Bytecode-Datei stehen, auszuführen und während dem Ausführen muss es übersetzt werden in die Maschinensprache, die jetzt gerade auf dieser Maschine gilt. Und ist das einmal geschehen, dann wird die natürlich gespeichert. Diese übersetzten Varianten nicht wie ein Normal-Interpreter, der jedes Mal alles neu machen muss. Es gibt mittlerweile Java just-in-time Compiler, die sich eben ganz ganz viel merken, was Sie schon mal übersetzt haben und damit viel viel schneller werden. Aber am Ende auf der Maschine selbst steht natürlich der Maschinencode, den Ihre Maschine selbst braucht. Schauen wir uns noch zum Abschluss diese kleine Präsentation "Die Einsatzgebiete" von Java ein. Nun, dann haben wir zuerst einmal typische Desktop-Software Anwendungen. Das heißt, Sie können mit Java Kommandozeilen-Programme schreiben oder auch Programme mit grafischen Oberflächen. Und das Tolle ist, diese grafischen Oberflächenprogramme laufen auf Windows genau wie auf Macintosh, genau wie auf Linux, ohne dass Sie das Programm noch mal anpassen müssen, wie das zum Beispiel bei C ++ der Fall wäre. Sie können Java-Programme aber auch für Webserver schreiben oder für sogenannte ApplicationServer. Das heißt, es sind Programme, die auf einem Server laufen und die in Echtzeit gewisse Prozesse ablaufen lassen, zum Beispiel: sich mit Datenbanken verbinden, dynamisch Seiten generieren, feststellen, welches Gerät auf der anderen Seite ist, und dann passenden Output dafür generieren und vieles vieles mehr. Dann können Sie Java-Programme auch nutzen, um auch sogenannte Applets laufen zu lassen innerhalb des Browsers. Das heißt genau, wie Sie zum Beispiel mit Flash kleine Multimedia-Animationen machen können, die per Plugin im Browser dargestellt werden, gibt es sozusagen einen Java-Plugin, die Applets laufen lassen können. Und innerhalb dieser Applets können Sie viele Dinge tun. Sie können aber auch Java-Programme entwickeln, die auf Mobiltelefonen laufen. Sehr viele Mobiltelefone unterstützen globale Java, und Sie können also Anwendungen schreiben, Sie auf Ihrem Mobiltelefon funktionieren oder auf einem PDA, auf einem Pocket PC oder einigem mehr. Und Java wird natürlich auch, sagen wir's mal, back to the roots in Geräten verwendet. Denn da kommt das Ganze her: Sie erinnern sich an die Geschichte des GreenProjects und der Star7. Heute finden Sie Java zum Beispiel in der Automobiltechnik, innerhalb von Konsolen, im Fernseher und vielem vielem mehr. Das heißt, wenn Sie noch etwas Java-Programmierung üben, können Sie irgendwann Ihre eigene Kaffemaschine programmieren. Und beim Wort "Programmieren" fällt mir ein, wir sollten jetzt endlich loslegen, uns die passende Werkzeuge zu installieren und unser erstes Java-Programm zu schreiben.

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Steigen Sie ein in die Programmierung mit Java 6, lernen Sie die Grundlagen kennen und unternehmen Sie anschließend Ihre ersten Schritte in der objektorientierten Programmierung.

12 Std. 27 min (98 Videos)
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