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Einführung in Swing

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Swing, offiziell als JFC (Java Foundation Classes) bezeichnet, ist eine leistungsfähige Technologie zur Erstellung grafischer Benutzeroberflächen. Im Gegensatz zu AWT ist die Darstellung nicht vom Betriebssystem abhängig.
05:10

Transkript

Mittlerweile sollten Sie einige Erfahrungen gesammelt haben im Umgang mit AWT Komponenten. Das heißt, dass Sie eigentlich schon relativ viele Probleme mit dem Wissen über AWT Komponenten lösen können. Graphische Oberflächen gestalten, Applets und so weiter. Wir werden uns in diesen folgenden Lektionen jetzt einen zweiten großen Part der graphischen Enwicklung mit Java zuwenden. Den so genannten Swing Komponenten. Hier stellt sich natürlich die Frage: was ist Swing im Gegensatz zu AWT? Häufig diskutiert man in der Fachbranche, soll man in AWT oder in Swing implementieren? Diese Fragestellung ist nicht ganz richtig, denn letztendlich ist Swing nicht eine unbedingte Alternative, sondern teilweise überschneiden sich beide Systeme. Swing greift immer noch teilweise auf AWT Konstrukte zurück. Zum Beispiel sehr häufig im Eventhandling oder auch allein bei den Layout-Managern. Somit kann Swing als Erweiterung von AWT gesehen werden. Jedoch bringt Swing eine große Fülle an neuen Komponenten mit, die im AWT keine Abbildung gefunden haben. Zudem ist Swing in einigen Konstrukten viel moderner und daher auch mehr geeignet, professionelle Projekte damit umzusetzen. Warum eigentlich ein weiteres System, warum Swing? Swing selbst? Der korrekte Name für Swing übrigens ist JavaFoundation Classes, löst einige der Probleme, die das AWT mit sich bringt. Als ich das AWT Ihnen nahe gebracht habe, habe ich erklärt, dass AWT über so genannte "Peers" auf das darunterliegene Betriebssystem zugreift, um Komponenten auf dem Bildschirm zu bringen. Damit ist es natürlich nicht unbedingt flexibel, denn es ist darauf angewiesen, dass nur Komponenten implementiert werden, die auf allen Betriebssystemen ihr Pendant haben. Zudem ist das Verhalten der Komponenten auf den einzelnen Plattformen nicht immer genau gleich gewesen. Und das ist natürlich bei der Portierung eine schwierige Sache. Zudem waren komplexe Komponenten in AWT nicht möglich, denn es musste der kleinste gemeinsame Nenner zwischen dem Betriebssystemen gefunden werden. Genau an dieser Stelle setzen wir Swing an. Die meisten Swing Komponenten werden von Swing selbst in Java gezeichnet und damit steht natürlich eine viel größere Möglichkeit im Raum, auch komplexere Komponenten abzubilden. Zudem ist das Verhalten dann auf allen Plattformen auch gleich. Ein netter Nebeneffekt des Ganzen ist, dass sogar während der Laufzeit das so genannte Look & Feel änderbar ist. Das bedeutet, man kann sich einfach auswählen, wie die Komponenten letzendlich aussehen sollen. Vorher bei AWT sahen die Komponenten eben durch diese Betriebssystem nahe Implementierung immer so aus, wie die Komponenten des Betriebssystems, auf dem ich mich befunden habe. Zudem ist Swing moderner vom Software Design. Und daher bietet es dem professionellen Programmierer mehr Möglichkeiten, schneller zu entwickeln. Ein kleiner Nachteil soll jedoch nicht verschwiegen werden. Sie haben die Möglichkeit, mit Swing auch zum Beispiel Applets zu entwickeln. Jedoch da Browser selbst eine Java Laufzeitumgebung als JHE mitbringen, kann es sein, dass ältere Browser natürlich diese Swing Komponenten überhaupt noch nicht unterstützen. Und entsprechend bleibt dann Ihr Bildschirm leer. Somit sollten Sie, wenn Sie unbedingt sicher gehen wollen, dass Ihr Applet in allen Browsern läuft, definitiv noch nicht auf Swing Komponenten setzen. Noch ein Wort zum Ende dieser Einführung. Es ist auf dieser CD nicht möglich, alle Swing Komponenten entsprechend nun vorzustellen. Das füllt ganze Bücher. Stattdessen werde ich auf dieser CD einige der wichtigsten Swing Komponenten zeigen. Und im Zuge dessen Ihnen die Methoden und Arbeitsweisen mit Swing etwas näher bringen. Mit diesem Wissen sollten Sie dann in der Lage sein, hier in der Dokumentation im passenden Abschnitt über Swing Komponenten entsprechend dann die Objekte und Komponenten zu finden, die für Ihre Anwendungen sinnvoll sind. Und Sie sehen alleine hier an der "Class Summary", dass es doch jetzt eine sehr große Anzahl geworden ist. Um das Ganze Ihnen noch einmal etwas an einem mehr visuellem Beispiel zu zeigen, habe ich hier nochmal mir die Netbeans aufgemacht und ich möchte Ihnen einfach nur zeigen, das waren die AWT Komponenten, und wenn ich jetzt hier nach Swing umschalte, sehen Sie schon eine riesige Anzahl an neuen Komponenten, die jetzt auf Sie zukommen. Wie gesagt, keine Angst vor Swing. Ich denke nach kurzer Zeit werden Sie selbst auf Entdeckungsreise gehen und die anderen Komponenten, die auf dieser CD nicht gezeigt werden, entsprechend entdecken und nutzen lernen. Viel Spaß!

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12 Std. 27 min (98 Videos)
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