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Grundprinzip Event-Handling

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Um auf die Benutzer-Interaktionen gezielt reagieren zu können, müssen einzelne Elemente der grafischen Oberfläche mit Event-Listenern versehen werden. Hierzu dienen Klassen aus java.event.
04:47

Transkript

Wir wenden uns jetzt einem der aufregendsten Kapitel bei der Erstellung von Java-Applikationen zu: Dem sogenannten Event-Handling oder auf Deutsch der Ereignis-Handhabung. Was ist damit gemeint? Schauen wir uns doch noch einmal unsere erste AWT Klasse an. Und hier haben wir ja tatsächlich schon eine erste grafische Applikation geschrieben. Natürlich können wir sie etwas schöner gestalten, aber hierum geht es im Moment nicht. Völlig egal, was ich in dieser Applikation jetzt mache: ob ich jetzt hier auf diesen Button drücke, oder ob ich hier Text eingebe und sogar wenn ich versuche, dieses Fenster zu schließen. Es tut einfach nichts. Genau an dieser Stelle kommt das Event-Handling ins Spiel. Jede grafische Oberfläche, die wir als Programm bezeichnen, braucht ein Event-Handling. Und an dieser Stelle unterscheiden sich sogenannte GUI-Applikationen, also Graphical User Interface Applikation, von Konsolenanwendungen. Konsolenanwendungen, wenn sie einmal gestartet sind, laufen ab. Das bedeutet, ein Befehl nach dem nächsten wird durchgeführt und irgendwann ist das Programm zu Ende. Zwischendurch kann es natürlich eine Benutzerinteraktion geben. Hier sind solche GUI-Anwendungen, also grafische Anwendungen, etwas anders. Vom Prinzip her werden sie zuerst einmal auf dem Bildschirm gezeichnet. Und dann tun sie einfach nichts anderes als warten. Sie warten, dass wir als Benutzer mit ihnen in Verbindung treten. Das kann sein, dass wir einen Text eingeben. Nachdem wir den Text eingegeben haben, wartet das Programm, was ich wohl als nächstes vorhabe. Es wartet vielleicht auf einen Knopfklick. Danach können wieder Aktionen erfolgen. Das heißt, eine der Hauptbeschäftigungen an der grafischen Applikation ist Warten auf gewisse Ereignisse. Wir als Programmierer haben anschließend die Aufgabe, passend zu den Ereignissen, die so auftreten können, unseren Code zu schreiben. Das wollen wir uns jetzt etwas schematischer anschauen. Und hierfür habe ich ein kleines PowerPoint-Slide vorbereitet. Auf der linken Seite, also hier, sehen wir die sogenannten Ereignis-Quellen. Was sind Ereignis-Quellen? Innerhalb einer grafischen Applikation kann eine Ereignis-Quelle zum Beispiel ein Button sein, auf den ich klicke, eine Checkbox, die ich anhake, oder auch ein Scrollbar, den ich verwende. Alle Komponenten, die wir bis jetzt im AWT kennengelernt haben und später auch im Swing, sind solche Ereignis-Quellen. Und verschiedenste Ereignisse können auftreten. Das müssen nicht unbedingt vom Benutzer bewusst initiiert Ereignisse sein, zum Beispiel, ein Klick. Sondern das kann auch einfach sein, dass ein Fenster einen Fokus bekommt. Das bedeutet, ein Fenster setzt sich vor das andere, oder ein Fenster wird gerade geschlossen, ein Fenster wird geöffnet oder ähnliche Dinge. Das heißt, nicht immer nur an den Mausklick denken. Es kann auch wirklich etwas anderes ein Ereignis sein. Was passiert denn eigentlich, wenn jetzt ein Ereignis bei einer Ereignis-Quelle auftritt? Das Ereignis wird sozusagen geworfen. Man kann sich das so vorstellen, dass einfach eine Komponente brüllt: Bei mir ist folgendes Ereignis eingetreten. Das heißt, es wird unterschieden zwischen den Arten von Ereignissen. Zum Beispiel, es wurde geklickt, es wurde ein neues Listenelement ausgewählt oder etwas Ähnliches. Sobald ein Ereignis ausgelöst wurde, können wir dieses Ereignis wieder auffangen. Man spricht wirklich hier von Werfen eines Ereignisses und Auffangen eines Ereignisses. Derjenige, der dafür zuständig ist, ein Ereignis zu fangen, also der sogenannte Ereignis-Empfänger, heißt auf Englisch EventListener. "Listen" ist das englische Wort für "hören". Das bedeutet, wir haben sozusagen ein Ohr für ein gewisses Ereignis und warten darauf. Das Ereignis selbst ist in Java - wie sollte es auch anders sein? - ein Objekt. Wenn ich also auf ein bestimmtes Ereignis warten möchte, zum Beispiel, dass jemand einen Button drückt, dann brauche ich nur einen EventListener zu bauen, der genau auf Knopf-Klicks wartet. Und diesen muss ich bei der Ereignis-Quelle registrieren. Das heißt - anhängen, sozusagen das Ohr darauf legen. Sobald jetzt dieses Ereignis hier wirklich eintritt, wird an mein Ohr, also an meinen EventListener, ein Ereignis-Objekt übergeben. Da stehen so ein paar Informationen drin. Werden Sie später noch sehen. Und da ich damit weiß: hey, jetzt ist das Ereignis eingetreten, kann mein Quell-Code loslaufen. Zum Beispiel, in einer gewissen Methode oder auch in einer ganzen Funktionskette. Damit haben Sie das Grundprinzip von Event-Handling bereits kennengelernt. Jetzt müssen wir das Ganze nur noch implementieren. Und das machen wir in der nächsten Lektion.

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12 Std. 27 min (98 Videos)
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