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Resilienz entwickeln

Zweite Säule: Selbstwirksamkeit – Einführung

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Sind Sie eher Opfer der Umstände oder Gestalter Ihrer Situation? In diesem Video erfahren Sie mehr über Selbstwirksamkeit: Was ist das? Wie wirkt sich das aus? Und was hat das mit Resilienz zu tun?
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Transkript

Ob du denkst, dass du etwas schaffst oder nicht schaffst, in beiden Fällen wirst du Recht haben. Dieser Satz wird Henry Ford zugschrieben. Resiliente Menschen glauben daran, Einfluss auf ihr Leben zu haben und etwas an ihrer Situation ändern zu können. Sie haben die feste Überzeugung, nicht Opfer, sondern Schöpfer ihrer Welt zu sein. Und es dürfte klar sein, dass man sich als Schöpfer besser fühlt als als Opfer. Das Konzept der Selbstwirksamkeit wurde Ende der 1970er-Jahre von Albert Bandura, einem kanadischen Psychologen, formuliert. Selbstwirksamkeitsüberzeugung ist die Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können. Diese Überzeugung beeinflusst die Wahrnehmung, Gefühlslage und das Verhalten einer Person maßgeblich. Positive Einstellungen fördern die Motivation, neue und schwierige Aufgaben anzugehen und dabei Anstrengung und Ausdauer an den Tag zu legen. Negative Einstellungen dagegen behindern Initiative und Tatendrang oder veranlassen Menschen, vorzeitig aufzugeben. Der Glaube an die eigene Selbstwirksamkeit ist eng verknüpft mit der Bereitschaft, Verantwortung für sich und seine Situation zu übernehmen: Menschen mit ausgeprägter Selbstwirksamkeitsüberzeugung sehen sich selten in einer Opferrolle – denn in dieser Rolle macht man sich abhängig von externen Faktoren, die man nicht beeinflussen kann. Jemand anderes oder die Umstände müssen sich ändern, damit es einem emotional besser geht. Resiliente Menschen sind dagegen davon überzeugt, das Heft selber in der Hand zu halten. Sie konzentrieren sich auf die Bereiche, die sie kontrollieren und beeinflussen können – und werden dort aktiv. Weniger resiliente Menschen konzentrieren sich dagegen vor allem auf die Bereiche, die sie weder kontrollieren noch beeinflussen können, und erklären sich und ihrer Umwelt fortwährend, warum ihnen die Hände gebunden sind. Das ist natürlich nicht sehr zielführend. Hier haben wir es mit einer Grundüberzeugung zu tun. Solche Grundhaltungen sind in der Regel tief verwurzelt und über Jahre erworben und etabliert. Trotzdem kann man – das wissen wir inzwischen aus der psychologischen Forschung – auch sehr tief verwurzelte Haltungen verändern – man kann umlernen. Unsere Grundüberzeugungen verfestigen sich über die Jahre in Form von neuronalen Strukturen in unserem Gehirn. Sie bilden dort, um einen sehr anschaulichen Begriff des Neurobiologen Gerald Hüther zu benutzen, stark betonierte und gut ausgebaute Autobahnen, die ganz automatisch benutzt werden, wenn die Situation dazu passt. Neue Überzeugungen einzuüben, gleicht dem Versuch, einen zu Beginn sehr unwegsamen Trampelpfad zu benutzen, statt auf die vertraute Autobahn zu fahren. Wenn man aber oft genug den Trampelpfad betritt, wird daraus irgendwann eine gut erschlossene Straße – vielleicht sogar eine Bundesstraße – und schließlich eine neue Autobahn. Umgekehrt: Wenn die alte Autobahn nicht mehr befahren wird, dann verwildert sie und verkommt vielleicht schließlich zu einem Trampelpfad. Denn, um mit Karsten Drath, der ein lesenswertes Buch über Resilienz in der Unternehmensführung geschrieben hat, zu sprechen: „What fires together, wires together.“ Das bedeutet, dass Neuronen verschiedener Hirnareale, die regelmäßig gemeinsam erregt werden, mit der Zeit immer stärkere Vernetzungen ausbilden, bis sie schließlich zu einem eigenständigen Erregungsmuster geworden sind. Umgekehrt gilt die trivial klingende Regel: „Use it or loose it.“ Sie bedeutet, dass jegliche Erregungsmuster und damit auch Synapsen und Neuronen wieder vom Hirn abgebaut werden, wenn sie nicht regelmäßig in Gebrauch sind bzw. erregt werden. Stimulierende Impulse durch neues Handeln, Denken oder Fühlen verändern also die Verschaltungsmuster im Gehirn. Wenn Sie schon über eine gut ausgeprägte Selbstwirksamkeitsüberzeugung verfügen – herzlichen Glückwunsch. Dann festigen Sie sie durch stetige Befeuerung der dazu passenden neuronalen Netzwerke einfach weiter. Wenn Sie eher zu den Menschen gehören, deren innere Stimme regelmäßig so nette Dinge sagt wie: Das schaff ich nicht – das wird wieder ziemlich schwierig – oder: mir gelingt ja nie was – dann ist es gut, an Ihrer Überzeugung zu arbeiten.

Resilienz entwickeln

Lernen Sie die sieben Säulen der seelischen Widerstandskraft kennen und erfahren Sie, wie Sie aus Krisen gestärkt hervorgehen.

1 Std. 19 min (18 Videos)
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