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Composing-Techniken mit Photoshop: Perspektive, Strukturebenen, Spezialeffekte

Zwei Ebenen mit dem Versetzen-Filter verrechnen

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Diese kreative Anwendung zeigt eindrucksvoll, wozu der Versetzen-Filter fähig ist. Wir versetzen eine klassizistische Hausfassade und mappen sie auf eine Aufnahme eines Bettlakens.
09:28

Transkript

Schauen wir uns doch mal an, was man mit dem "Versetzen"-Filter noch so alles anstellen kann. Es ist nämlich gar nicht so wenig, was damit geht. Und vor allem, es sind großartige "Tricks", großartige, visuelle Effekte, die man mit diesen Dingen anstellen kann. Was ich damit meine: Ich zeige ihnen mal folgendes Bild. Das ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber der Effekt funktioniert immer noch ganz hervorragend. Das ist das, was man damit machen kann. Der junge Mann hier, der hat nichts weiter als ein weißes Stück Baumwolltuch in der Hand. Das ist ganz normaler, weißer Baumwollstoff ohne jeden Druck darauf und trotzdem sieht es so aus, als würde diese Steintextur direkt auf das Tuch drauf gedruckt sein. Ist aber nicht der Fall, hätte viel zu viel Geld gekostet, und trotzdem funktioniert das Bild ganz gut und man sieht es auch nicht unbedingt, dass dem so ist. Genauso wie hier: Wenn Sie das hier drauf drucken lassen wollen, müssen Sie auch nicht tief in den Geldbeutel greifen, damit das funktioniert. Naja, man kann es eben auch mit Photoshop machen. Und ich finde, dass es mit Photoshop sogar noch echter aussieht. Genau das möchte ich jetzt mal gerne machen und dazu habe ich dieses Stück Stoff hier fotografiert. Es ist ganz normal fotografiert. Es ist aufgehängt an der Wand beziehungsweise an einem Bücherregal. Es ist also nichts wirklich Tolles. Dann habe ich es freigestellt und hier mit weißer Farbe übermalt. Damit das Ganze als Matrix taugt, habe ich es in eine Ebene gelegt, also das Ganze auf die Hintergrundebene reduziert. Und genau daraus können wir jetzt wieder unsere Matrix basteln. Das heißt, ich speichere dieses JPEG, "Speichern unter", "Fassadenstoffmatrix". So, wunderbar, lege das Ganze wieder auf den "Schreibtisch", nicht JPEG, sondern PSD, sichere das Ganze. Und jetzt hole ich mir hier diese Fassade. Genau das würde ich jetzt gerne filtern. Ich schnappe mir das also hier und ziehe es auf dieses Bild hier drauf. Mit gedrückter "Shift"-Taste landet es genau in der Mitte. Ich achte immer darauf, dass die Matrix und das, was ich gerne filtern möchte, die gleiche Größe hat. Sollte es mal so sein, dass Sie nur einen ganz kleinen Teil eines Bildes wirklich mit diesem Filter bearbeiten wollen, legen Sie am besten trotzdem eine Matrix an, die genau gleich groß ist wie das Bild. Und die Matrixteile, die nicht filtern müssen oder wo nichts passieren soll, machen Sie einfach weiß, genau wie ich das hier auch gemacht habe. So, jetzt können wir filtern. Also, "Filter" "Für Smartfilter konvertieren", jawohl. Dann gehen wir zu "Filter" "Verzerrungsfilter versetzen". Und weil ich ja jetzt schon weiß, dass ich relativ große Falten haben möchte, werden wir wohl auch mal einen relativ großen Radius wählen von vielleicht, na ja 28, ungefähr so was. Sie haben auch schon gesehen, dass dieser Filter sich immer die letzten Werte merkt, das ist ganz nett, braucht man eigentlich nicht so häufig, aber immerhin weiß man, was man davor gemacht hat. Es ist nicht notwendig, dass Sie nach oben und nach links um die gleiche Anzahl versetzen. Es muss nicht unbedingt sein. Es hat auch nichts damit zu tun, ob Sie ein Hoch- oder ein Querformat haben, es ist einfach nur die Frage, um wieviel soll ein Pixel versetzt werden entsprechend der Matrix. Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht, dass ich dafür immer die gleichen Werte verwende. In Ausnahmefällen kann ich mir vorstellen, dass es vielleicht mal anders besser aussieht, aber hier funktioniert das auf jeden Fall ganz gut. So, wir wollen ja richtig große Falten haben, deswegen, schon erwähnt, habe ich einen großen Radius genommen, sage "OK", hole mir die "Fassadenstoffmatrix", bestätige das Ganze und dann sieht das so aus. "Naja", würde man sagen, "ist das jetzt wirklich gut?" Klar, wir müssen unbedingt, und zwar immer, das Ganze dann drauf multiplizieren. Dann sieht es schon wesentlich besser aus. Und jetzt sieht man hier, dass es tatsächlich dem Stoff ganz gut folgt. Hier natürlich nicht, also an der Stelle, wo wir weiß haben, ist natürlich nichts passiert, aber das ist ja auch nicht weiter dramatisch. Das kann man später bequem ausmaskieren. Müssen wir jetzt aber gar nicht machen, wir müssen erstmal untersuchen, wie gut das denn eigentlich ist, was wir da jetzt angestellt haben. Und dazu sollten wir mal ein bisschen dichter rangehen. Und dann stellen Sie fest, dass wir hier doch arge Schwierigkeiten haben. Also, das sieht nicht gut aus. Es sieht irgendwie schon versetzt aus, aber es ist so krisselig geworden, dass wir damit nicht wirklich arbeiten können. Und jetzt kann ich Ihnen gleich verraten, woran das liegt: Wir haben einen deutlich zu großen Radius genommen. Die Annahme, die ich vorhin geäußert habe, die wahrscheinlich die meisten Leute haben würden, je größer diese Falten sein müssen, desto größer muss auch der Radius sein, die ist genau falsch; es liegt genau andersrum. Wir müssen also den nochmal öffnen und müssen einen deutlich kleineren Radius nehmen, sogar kleiner als das, was Photoshop uns vorschlägt. Ich gehe hier mal auf die Werte "7" und bestätige. Muss natürlich wieder die Matrix hier rausfischen irgendwo. Und dann werden Sie sofort sehen, wunderbar, es ist schön glatt geworden und trotzdem haben wir hier die nötige Wellenlinie drin, die wir eigentlich auch erwarten würden. Also, das kann man sich auf jeden Fall schon mal merken: Je größer die Falten, desto kleiner sollte der Radius gewählt werden, damit genau das nicht passiert und wir in den kleinen Dingen hier oben eben auch diese Krisseligkeit reinkriegen. Was Sie natürlich tun könnten: Sie könnten natürlich hier hergehen und könnten hier das Ganze mit dem Weichzeichner ein bisschen bearbeiten. Das geht, das kann man auf jeden Fall machen. Mit dem Weichzeichner hier drüber fahren, dann wird an der Stelle sowieso nicht mehr allzu viel passieren, weil wenn das Ganze hier ein einheitliches Grau ist, zwar ebenfalls versetzt wird, aber so gleichmäßig, dass genau diese Falten, die wir gerade gesehen haben, nicht mehr auftauchen. Oder, das ist eben die andere Möglichkeit, Sie sagen: "Okay, ich öffne diesen Filter nochmal und verwende einen verhältnismäßig kleinen Wert." Damit kommt man auch gut klar. Jetzt haben wir noch ein bisschen Nacharbeit, weil normalerweise ist es damit ja nicht getan, dass man den Filter einfach nur einsetzt. Erstens mal, habe ich gerade von der Maskierung gesprochen. Ja, könnte man sich vielleicht mal überlegen, ob man das nicht gleich maskieren möchte. Ich klicke mal unsere gefilterte Ebene weg und wähle die hier aus. Das kann man hier wirklich bequem mit der Schnellauswahl machen, zum Beispiel hier einfach mal rauffahren, so, allerdings in der richtigen Ebene natürlich. Muss also die Hintergrundebene anklicken, dann hat man das ziemlich schnell. Mit gedrückter "Alt"-Taste ziehe ich einen Teil wieder ab davon, damit wir diese Linie hier bekommen, so. Na ja, das Eckchen hier ziehen wir auch noch ab. So, wunderbar. Und das gleiche hier oben, mit gedrückter "Shift"-Taste ziehe ich den Teil noch dazu. Und das, was ich jetzt habe, könnte man ja hier oben maskieren, also hier eine Ebenenmaske anlegen mit genau dem, was wir ausgewählt haben, und diese Ebenenmaske "Apfel+i" umkehren. Dann sehen Sie, jetzt ist wirklich nur noch das, was wir hier unten auch als Hintergrund hatten, mit meiner Textur hier belegt. Das zweite, was ich unbedingt tun würde bei einer solchen Sache... Wir haben jetzt zwar diese Falten geschaffen, aber die Falten, weil sie ja aus Stoff sind, müssten an der Stelle, wo sie gefaltet sind, ein anderes Reflexionsverhalten haben. Das ist bei Dingen so, die Sie falten. Stellen Sie sich einfach mal vor am besten ein Stück Metall. Wenn Sie das in Falten legen würden, sagen wir mal eine Folie, dann reflektiert die da, wo sie gefaltet ist, natürlich das Licht stärker beziehungsweise umfänglicher als an den Stellen, wo sie glatt ist. Und genau das Gleiche passiert hier auch. Wir haben unterschiedliche Blickwinkel auf die einzelnen Stoffteile und deswegen lege ich hier eine neue Ebene an, fülle diese Ebene mit mittlerem Grau, verrechne sie im Modus "Ineinanderkopieren", damit sie nicht mehr sichtbar ist. Und jetzt kann ich anfangen, mit einem Pinsel, gehe mal ein bisschen dichter heran, einem Pinsel, weißer Farbe, ganz weicher Pinsel sollte es unbedingt sein, weiße Farbe, Deckkraft 10%, einfach hier drauf zu malen und dann sehen Sie sofort, was ich meine. Sobald man das macht, bekommt man hier natürlich eine ganz andere Art der Reflexion auf der Falte drauf und das unterstützt diesen 3D-Eindruck nochmal ganz massiv. Hier auch, male ich das einfach hier drauf. Hier wird es wieder ein bisschen schwächer, da ist es ein wenig stärker. Das Gleiche können wir hier natürlich noch machen. Und wenn ich das gleich nochmal wegnehme, dann werden Sie hoffentlich mir zustimmen und sagen: "Jawohl, das lohnt sich, dass man da tatsächlich nochmal eine Lichtkante drauf malt", genauso wie hier vielleicht noch eine Lichtkante drauf muss, hier oben bis dorthin. Das sind die Arbeiten, die über das eigentliche Filtern natürlich hinausgehen, die aber trotzdem eigentlich auch unerlässlich sind. Damit es ein bisschen glatter wird, kann man schon ein bisschen glatter haben, nämlich den guten, alten Wischfinger. Setze den ein bei einer Stärke von 70% ungefähr und wische hier nochmal drüber, damit wir hier keine allzu starken Pinselstriche sehen, so. Dann wird es schön ausgeglättet. Einfach nur in etwa in Richtung der Falten hier drüber fahren und jetzt passen Sie auf, was passiert, wenn ich das wegnehme. Dann sieht es nämlich so aus, irgendwie tot, und so, irgendwie lebendig. Deswegen ist es notwendig, dass man diese Falten nach Möglichkeit noch ein wenig nacharbeitet. So, ich denke, Sie haben umfassend gesehen, wie dieser Filter funktioniert und ich hoffe, Sie finden massig Gelegenheit, ihn für eigene Projekte einzusetzen.

Composing-Techniken mit Photoshop: Perspektive, Strukturebenen, Spezialeffekte

Lernen Sie kreative Funktionen für Ihre Bildmontagen in Photoshop kennen. Erfahren Sie, wie Regen und Rost entsteht, wie man Transparenz erzeugt und perspektivisch arbeitet.

2 Std. 47 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:21.04.2017
Laufzeit:2 Std. 47 min (27 Videos)

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