Scrum-Grundlagen: Agile Softwareentwicklung

Zusammenfassung "Was"-Teil und Tipps und Tricks

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Die Analyse zeigt, dass das letzte Meeting günstiger lief und dass das Team jede Menge richtig gemacht hat. Die Praxis-Tipps zeigen, wie Sie mehr aus dem "Was"-Teil des Sprint Planning Meetings herausholen.
03:58

Transkript

Diesmal ist es für unser Team wesentlich günstiger gelaufen. Was hat das Team richtig gemacht? In diesem Film wollen wir uns ein paar der Tipps für den Was-Teil anschauen. Zum einen ist es wichtig, dass das Product Backlog aktuell ist, wenn das Meeting startet. Das hat jetzt sehr gut funktioniert und hat auch geholfen, kurz, knackig und effizient die Features durchzusprechen. Das Team muss nachfragen. Das ist die Runde, um mit dem Product Owner zu klären, wie die Funktionalität wirklich gemeint ist, was da wirklich entstehen soll. Das Team soll wirklich nachfragen. Das Team soll es auf der anderen Seite allerdings vermeiden, mit dem Product Owner über den Sinn oder Unsinn von neuen Features zu diskutieren. Das ist die Aufgabe und die Verantwortung des Product Owners, festzulegen, was jetzt wirklich Kunden Nutzen bringt. Es wäre nicht hilfreich, dass, wenn der Product Owner für die Webseite ein Modul für die Kreditkartenzahlung bestellt, dass das Team dann sagt: "Na ja, Kreditkartenzahlung, das ist in den USA vielleicht wichtig. Wir sind ja in Europa. Vielleicht sollte man da keine Kreditzahlung machen, das nutzt eh niemand." Nein, das ist nicht die Runde dafür, das ist der Job des Product Owners, das zu klären. Abgesehen davon werden die Meetings viel, viel kürzer und effizienter, wenn solche Diskussionen unterbleiben. Das Team sollte sich gleich Notizen machen für den zweiten Teil der Planungsrunde, umso schneller geht es dann im zweiten Teil. Üblicherweise ist es so, dass wenn der Product Owner erklärt, was entstehen soll, sofort im Kopf der Entwickler abläuft, wie man das realisieren könnte. Ja, Sie können sich gerne Notizen machen, es allerdings im Was-Teil noch nicht ausdiskutieren. Sie wollen erst mal komplett verstehen, was entstehen soll. Das Team sollte Mut zum Planning Poker haben. Ich weiß, es ist am Anfang schwierig, diese neue, vielleicht etwas seltsam anmutende Technik mal auszuprobieren. Aber meiner Erfahrung nach ist es wirklich etwas, was das Team danach nicht mehr missen will. Man muss nur einmal die initiale Hürde überwinden. Es ist auch eine Hürde, von der Schätzung in Stunden weg zu kommen. Liebes Team, probiert es einfach. Es funktioniert in abstrakten Story Points und ihr könnt dieses In-Relation-stellen von Features wesentlich besser machen, wenn die Einheit "Stunden" unterbleibt in diesem Was-Teil. Eine Bitte an den Product Owner: Versuchen Sie nicht, Ihr Team zeitlich in eine Richtung zu drängen. Sie müssen es nicht realisieren, lieber Product Owner. Das muss das Team tun. Geben Sie dem Team die Freiheit, selber entscheiden zu können, wie viel Funktionalität sie bewältigen können in einem Sprint. Dagegen ist es die Aufgabe des Product Owners, große User Stories vielleicht kleiner zu schneiden. Wenn das Team andeutet: das ist vielleicht zu groß, zu umfangreich, um es in einem Sprint in sich geschlossen bewältigen zu können -- schneiden Sie große User Stories in kleine Häppchen, die auch überschaubar und planbar sind. Vergessen Sie nicht, sich ein Sprint-Ziel, ein Sprint Goal zu definieren. Ein Sprint Goal wäre nicht die Aussage: "Ziel des Sprints ist es, 15 User Stories zu realisieren." Damit kann niemand etwas anfangen. Wenn Sie stattdessen sagen: "Ziel des Sprint ist es, die Website online zu bringen und die ersten fünf Actionfilme telefonisch bestellbar zu machen", dann hat das Team eine klare Richtung, an der es sich immer wieder ausrichten kann. Es ist wesentlich sinnvoller, als es an abstrakten Zahlen festzumachen. Das waren jetzt ein paar Tipps für den Was-Teil, den ersten Teil der Planungsrunde. Damit sind Sie gut gerüstet für den zweiten Teil, den Wie-Teil.

Scrum-Grundlagen: Agile Softwareentwicklung

Machen Sie sich mit der Softwareentwicklung mit Scrum vertraut und sehen Sie, wie Sie komplexe Projekte agiler, qualitativ besser, kundenorientierter und motivierter meistern.

3 Std. 34 min (49 Videos)
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