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Windows Server 2016 Grundkurs: Core und Nano Server

Zusätzliche Core-Server-Verwaltungsaufgaben in der Eingabeaufforderung umsetzen

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Lassen Sie sich in diesem Film zeigen, wie Sie zusätzlich für Ihr System erforderliche Treiber installieren, Updates verwalten und den Core-Server mit verschiedenen Tools verwalten können.
07:52

Transkript

Bei der Verwendung eines Core-Servers spielt natürlich auch die Installation von Treibern eine wichtige Rolle. Da Sie auf Core-Servern nicht die Gerätemanager-Funktionalität nutzen können, müssen Sie die Treiber teilweise über die Befehlszeile intallieren. Dazu benötigen Sie auf dem Core-Server im Verzeichnis zunächst die entsprechenden Verzeichnisse für den Treiber. Die müssen Sie vorher extrahieren. Wichtig ist, dass eine INF-Datei vorliegt, da Sie auf Basis eines Tools in Windows Server 2016 diese INF-Datei zur Installation des Treibers verwenden. Sie nutzen dazu das Befehlszeilentool "pnputil". Wenn Sie den Befehl eingeben, erhalten Sie hier schon umfassende Hilfe zur Installation. Um einen Treiber zu installieren, reicht es aus, wenn Sie "pnputil" verwenden, dann die Option "-i", dann die Option "-a" und dann geben Sie den Pfad an für den Treiber mit der INF-Datei. Idealerweise wechseln Sie zur Installation in das Verzeichnis, in dem sich die INF-Datei des Treibers befindet und führen dann den Befehl hier entsprechend aus. Sie können sich natürlich in der Befehlszeile auch die einzelnen Treiber anzeigen lassen, die installiert sind. Dazu verwenden Sie das Tool "sc" und geben dann ein "query" und dann "type=driver". Anschließend werden jetzt eben hier alle vorhandenen Treiber auf dem Server angezeigt. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn auf einem Server Probleme vorliegen bzw. wenn Sie nach der Installation eines benutzerdefinierten Treibers überprüfen wollen, ob der Treiber auch in der Liste angezeigt wird und funktioniert. Sie können auch Treiber aus dem System entfernen, dazu müssen Sie sich den Displaynamen bzw. den Servicenamen merken und können dann durch das Tool "sc" und dann eben der Option "delete" den Treiber verwenden, indem Sie dann den Displaynamen oder den Servicenamen angeben, dann wird der Treiber vom System entfernt. Sinnvoll ist das z. B., wenn Sie einen Treiber installiert haben, dieser nicht korrekt funktioniert und Sie in wieder deinstallieren wollen, um ihn erneut zu installieren oder eine neuere Version zu installieren. Auch wenn auf einem Core Server nahezu keine Tools für die grafische Oberfläche zur Verfügung stehen, gibt es dennoch das eine oder andere Tool mit dem Sie auch Einstellungen in der grafischen Oberfläche vornehmen können. Sie können z. B. über die grafische Oberfläche iSCSI-Targets mit einem Core-Server verbinden. Dazu verwenden Sie das Tool "iscisicpl". Es wird hier danach gefragt, ob der Dienst aktuell gestartet ist. Wenn Sie ihn produktiv auf dem Server nutzen, müssen Sie hier natürlich genauso wie auf einem herkömmlichen Server auch mit "Ja" antworten. Ich verwende hier jetzt einmal "Nein", da ich das nur in der Testumgebung zeige. Und jetzt sehen Sie, hier haben Sie die Möglichkeit, in der grafischen Oberflläche iSCSI-Verbindungen herzustellen und diese auf dem Server zu hinterlegen. Dabei gehen Sie genauso vor wie auf Servern mit der grafischen Benutzeroberfläche. Wenn Sie die jeweiligen Einstellungen skripten wollen, können Sie auch die Befehlszeilenerweiterung für das iSCSI-Tool verwenden. Dieses starten Sie mit "iscsicli" und mit "/?" erhalten Sie ausführliche Informationen, welche Funktionen hier zur Verfügung stehen. Das Ganze könnten Sie natürlich auch skripten. Und zum Erstellen von Skripten haben Sie auch auf Core-Servern Notepad zur Verfügung. Dazu starten Sie den Editor einfach mit "notepad" und können jetzt eben hier einzelne Befehle integrieren, das Ganze z. B. als Batch-Datei oder Cmd-Datei speichern und eben das Skript hier ausführen. Wenn Sie sich mit einem Core-Server verbunden haben und sich einen Überblick über die vorhandene Hardware- und Software-Konfiguration verschaffen wollen, können Sie auf dem Core-Server das Tool "systeminfo" nutzen. Das Tool liest die notwendigen Daten vom Server ein und zeigt Ihnen danach die Informationen an, zum Beispiel die installierte Edition von Windows Server 2016, die genaue Version, die installiert ist, Sie sehen, ob es sich um einen Mitgliedserver oder einen Domänen-Controller handelt und sehen verschiedene Information zu den Prozessoren, zu der Aufteilung des Arbeitsspeichers, zum Netzwerkadapter und eben zu anderen Informationen auf dem Server. Hier z. B. der Anmeldeserver in der Domäne. Das Ganze mit nur einem Befehl. Auch die aktuellen Patches können Sie sich anzeigen lassen. Dazu verwenden Sie "wmic qfe list". Durch diesen Befehle werden jetzt die bereits installierten Updates angezeigt sowie der Link des Updates und den Namen des Severs sowie die Beschreibung des Updates und welche ID der dazugehörige Knowledge-base-Eintrag hat. Und hier auf der rechten Seite sehen Sie auch, wer die Installation durchgeführt hat. Die generelle Steuerung von Updates können Sie bei Core-Servern natürlich auch mit der Gruppenrichtlinien-Einstellung vornehmen, um den Server z. B. an WSUS anzubinden. Sie können hier aber auch mit "sconfig" das Tool der grafischen Oberfläche hier starten und haben hier eben die Möglichkeit, die Konfiguration von Updates über dem Menüpunkt 6 zu konfigurieren. Also indem Sie hier Punkt 6 auswählen. Und dann können Sie festlegen, sollen Updates installiert werden -- ja, ich möchte hier nach allen Updates suchen -- und jetzt wird hier eben in dieser Befehlszeile nach neuen Updates gesucht und die Updates danach entsprechend installiert. Ich erhalte dann auch eine Rückmeldung und kann den Server, wenn es notwendig ist, nach der Installation neu starten. Hier sind jetzt keine neuen Updates gefunden worden, das heißt, der Server verfügt hier jetzt bereits über den neuesten Stand und ich kann jetzt hier wieder eben zurückwechseln mit dem Punkt 15 in die Befehlszeile. Auch Sprachpakete lassen sich auf Core-Servern natürlich installieren. Dazu steht das Tool "lpksetup" zur Verfügung. Auch hier können Sie jetzt eben über die grafische Oberfläche sich die Installationsdatei, die Sie vorher auf den Core-Server oder in das Netzwerk kopiert haben, auswählen und dann die entsprechende Anzeigesprache hier auf dem Server installieren. Fassen wir noch einmal zusammen. Auch wenn Sie auf Core-Servern zunächst nur eine Befehlszeile vorfinden, wenn Sie sich mit dem Server verbinden, stehen Ihnen zahlreiche weitere Verwaltungstools zur Verfügung. Zum einen können Sie über das Netzwerk mit den Remote Server-Verwaltungstools für Windows 10 oder aber für Windows Server 2016 auf die Serverdienste der Core-Server zugreifen und die entsprechenden Verwaltungen vornehmen. Sie können das Tool "sconfig" verwenden, um viele Einstellungen in der textbasierten Oberfläche vorzunehmen, zum Beispiel die Konfiguration der Windows-Updates oder auch die Remote-Verwaltung des Servers und Sie können die herkömmliche Befehlszeile natürlich verwenden, genauso wie die PowerShell oder verschiedene, ausgewählte Tools für die grafische Benutzeroberfläche.

Windows Server 2016 Grundkurs: Core und Nano Server

Lernen Sie die Installation und Administration von Core und Nano Server in der Praxis kennen.

2 Std. 4 min (15 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.03.2017

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