Little Boxes – der HTML-Crashkurs

Zurück in die Zukunft: Die Browser bestimmen, was geht und was nicht

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Lassen Sie sich in einem kurzen historischen Rückblick zeigen, dass die Browser die technischen Möglichkeiten bestimmen und Goethe auch heute noch aktuell ist.

Eine kleine historische Rückblende soll verdeutlichen, wie sich das Gestalten von Webseiten in den letzten gut 20 Jahren verändert hat. Und dass es eigentlich immer die Browser sind, die bestimmen, was möglich ist. Das Web ist Anfang der 90-er von Wissenschaftlern für Wissenschaftler erfunden worden und Wissenschaftler interessieren sich oft mehr für den Inhalt als für das Ausssehen von Dokumenten. Webseiten sahen so ein bisschen aus wie diese hier, die waren grauer Hintergrund, schwarze Schrift und blaue Hyperlinks, die lila wurden, wenn man sie bereits angeklickt hatte. Diese Webseite hier dejavu.org, hier gibt es einen Emulator, der uns eine kleine Zeitreise ermöglicht, hier ist eine Übersicht in uralte Browser, oder genau genommen, Nachbauten dieser Browser. Und der erste richtige Browser, der viel für Furore gesorgt hat, war der Netscape Navigator hier in der Version 1.0, 1995, Anfang 95. Sie erkennen viele Bedienelemente schon wieder hier Zurück, Vorwärts, Startseiten, Neuladen und dergleichen und ein Adressfeld. Wenn ich in dieses Adressfeld jetzt eine moderne URL, eine moderne Webseite aufrufe, dann sehen Sie, das funktioniert, es gibt zwar noch ein paar Probleme hier mit Umlauten, weil der Netscape 1, hier der Nachbau, kein UTF-8 kann, aber ansonsten, Sie erkennen es wieder, es wäre sogar bedienbar. Hier sind Fotos, alle Bilder kommen, Hyperlinks funktionieren und dergleichen mehr. Das ist absolut bedienbar. Der Netscape 1 ist 1995 gewesen, aber man konnte hier so gut wie gar nicht mitgestalten. Das wurde dann ein bisschen besser. Netscape hat in der Version 2, Mitte, Ende der Neunziger zwei Befehle erfunden, zwei HTML-Elemente, nämlich font und table, mit denen es möglich war zu layouten. Tabellen hier sind unsichtbare Tabellen hinter. Im HTML und mit font Elementen konnte man Schrift gestalten. Ich ruf hier mal eben den Quelltext auf, Sie sehen hier font size -1, also macht die Schrift ein bisschen kleiner und oben drüber sehen Sie jede Menge table und tbody, tr und td. Das ist hier Ruhstand 1999, hier aus den Archiven von web.archive.org. Das ist quasi eingefroren hier, und Sie sehen jede Menge Tabellen, jede Menge font Befehle. Die waren damals noch nicht im HTML enthalten, die hat Netscape selbst erfunden und die wurden dann in HTML 3.2 aufgenommen in die Spezifikation, aber dabei sollte es nicht bleiben, denn dieses Tabellen-Layouten, was um die Jahrtausendwende noch weit verbreitet war, das sollte bald Geschichte sein, denn das W3C arbeitete an CSS, eine eigene Sprache zum Gestalten, zum Layouten. Das hat'ne Weile gedauert. Selbst als das einigermaßen fertig war, dann kam Version 2, denn auch die Browser mussten das erstmal lernen, bis in den ersten Jahren 2002, -3, -4,- 5, -6 das Ganze soweit kam. Inzwischen ist das völlig normal, dass man mit CSS layoutet, Tabellen zum Layouten sind auf modernen Webseiten nicht mehr zu sehen. Und das geht auch gar nicht, weil die sich ja an verschiedene Bildschirmgrößen nahtlos anpassen müssen. Das wäre mit Layout-Tabellen nicht so ohne weiteres möglich. Die Browser bestimmen also, was geht und diese Entwicklung der Webtechnologien geht immer weiter, HTML 5 gibt es inzwischen und ist in vollem Gang und wird weiter entwickelt. Und auch bei CSS ist CSS 3. Hier sehen Sie einen kleinen Überblick über die Module, die's zum Teil schon gibt, die zum Teil noch kommen. Das wird also nicht langweilig werden. Bei dieser Entwicklung gibt es aber keine klaren Schnitte, es gibt kein Datum, wo gesagt wird "Ab heute können Sie CSS 3 einsetzen", sondern es ist eine langsame Entwicklung, ein beständiger Wandel. Nichts is so beständig wie die Veränderung hier im Web. Und ein schönes Zitat gibt es hier: "Es ist schlimm genug, rief Eduard, dass man jetzt nichts mehr für sein ganzes Leben lernen kann." Unsere Vorfahren hielten sich an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend empfangen, wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen. Dieses Gefühl haben ganz viele Webentwickler. Da muss man ständig wieder auf dem laufenden bleiben. Die Basis bleibt aber und dieses Gefühl, das sich ständig immer alles ändert, ist gar nicht so neu, denn dieses Zitat ist von Goethe aus den "Wahlverwandschaften" von 1809.

Little Boxes – der HTML-Crashkurs

Sehen Sie, wie HTML und CSS funktionieren und lernen Sie die dabei die unabdingbaren Grundlagen der Webprogrammierung kennen.

3 Std. 5 min (41 Videos)
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