Hochleistungsteams aufbauen

Ziele setzen

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Dieser Film zeigt Ihnen, wie Sie die Ziele in zwei Klassen einteilen: Pflicht-Ziele und Stretch-Ziele. Schwierigkeitsgrad, Prämierung und Kommunikation fallen bei diesen beiden Arten von Zielen ganz unterschiedlich aus.
04:52

Transkript

Eines der coolsten Dinge daran, ein Hochleistungsteam zu führen, ist, dass die Leute dieses Teams üblicherweise sehr zielorientiert sind. Aber Ziele sind sehr gefährlich, wenn Sie sie nicht gut setzen. Sie müssen angemessene Pflicht- sowie herausfordernde Stretch-Ziele festlegen – denn mit ihnen werden Sie entweder erwünschtes oder unerwünschtes Verhalten auslösen. Es können sogenannte Sandbagging-Ziele gesetzt werden: Verglichen mit einem guten Pflichtziel sind sie wirklich sehr leicht zu erreichen. Und genauso können Sie herausfordernde Ziele setzen, die sehr schwierig sind. Wenn es an die Zielvorgaben geht, empfehle ich, zwei Ziele festzulegen. Wenn Sie nur ein Ziel setzen, gibt es ein Problem. Ist es zu niedrig, gerät Ihr Team in den Leerlauf. Setzen Sie es zu hoch, wird Ihr Team wirklich frustriert sein, wenn sie es nicht erreichen können oder es von vornherein für unerreichbar halten. Meine Empfehlung ist, zwei Ziele festzulegen. Als Erstes ein Pflichtziel und dann ein Stretch-Ziel. Ein Pflichtziel ist eine Vorgabe dieser Art: „Sie können mich rauswerfen, wenn ich diese Zahlen nicht schaffe.“ Damit versprechen Sie der Organisation, dass Sie uneingeschränkt und garantiert Leistung bringen werden. Das Stretch-Ziel ist: „Hey, wenn alles gut läuft und wir ein bisschen Glück haben, können wir diese Zahlen schaffen. Wir wissen nicht genau, wie wir dahin kommen, aber es wäre toll, wenn.“ Sie können dies kompensieren, indem Sie die Prämien entsprechend anpassen. Das Pflichtziel versehen Sie mit der Minimalprämie. Das Stretch-Ziel bekommt die Maximalprämie. Gliedern Sie sie anteilig unter den beiden auf. Pflichtziel: Es muss sich erreichbar anfühlen. Die Leute müssen es ansehen und sagen: „Ja, ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffen kann, und ich fühle mich der Organisation und meinen Kollegen gegenüber verpflichtet, diese Zahlen zu liefern, was auch immer das Maß ist.“ Es muss Konsequenzen geben, wenn jemand das Pflichtziel verpasst. Keine Prämie, keine Gehaltserhöhung, weniger Verantwortung. In einigen Fällen eine Versetzung aus der Organisation. Beim Setzen des Pflichtziels müssen Sie aufpassen, dass Ihre Leute nicht zu Ihnen kommen und sagen: „Das ist also mein Pflichtziel. Vermutlich wird es schwer zu erreichen sein.“, obwohl es eigentlich ziemlich leicht ist. Sie müssen das prüfen, um sicherzustellen, dass es ein echtes Pflichtziel ist. Etwas, was sie erreichen können, aber was nicht so leicht ist, dass sie leer laufen. Stretch-Ziele sind die, die die Mitglieder Ihres Teams wirklich begeistern sollten. Sie müssen groß sein. Sie müssen kühn sein. Es sollte den Menschen etwas unbehaglich werden, wenn Sie Ihnen das Ziel nennen. Hoffentlich wissen sie: „Ich weiß, wie ich 70 Prozent davon schaffen würde. Bei den anderen 30 Prozent bin ich nicht wirklich sicher. Dafür werden etwas Glück, viel harte Arbeit und eine Menge Fähigkeiten nötig sein.“ Beim Setzen eines Stretch-Ziels kommt es darauf an, dass es keine negativen Konsequenzen geben darf, wenn das Ziel verfehlt wird. Es geht ganz allein darum, nach vorn zu gelangen. Für alle Teilziele, die sie erreichen, gibt es eine Belohnung. Wenn sie das Verfehlen des Stretch-Ziels mit negativen Konsequenzen belegen, wird Ihr Team beginnen, seine Erwartungen und Zusagen herunterzuschrauben – aus Angst vor diesen negativen Folgen. Einer der großartigsten Aspekte daran, ein Hochleistungsteam mit einem angemessenen Stretch-Ziel zu haben, ist, dass sie herausfinden wie sie es schaffen. Sie strengen sich an. Sie werden kreativ. Sie arbeiten zusammen, und sie kommen dahinter, wie sie diese großen Stretch-Ziele zusammen meistern. Und wieder müssen Sie aufpassen, dass Ihr Team keine Sandbagging-Tricks verwendet, denn es winken ja Prämien an der Ziellinie. Die Leute wissen: „Wenn ich das Stretch-Ziel schaffe, habe ich mehr Geld in meiner Tasche.“ Sie als Teamleiter sind gefordert, sich zu vergewissern und sicherzustellen, dass das Stretch-Ziel wirklich ein kritisches Ziel ist. Sonst zahlen Sie weit höhere Prämiengelder, als Sie denken. Und Sie verschenken Vorteile für Ihr Unternehmen. Wenn Sie damit beginnen, die Ziele Ihres Hochleistungsteams festzulegen, denken Sie über zwei Arten von Zielen nach. Bringen Sie sie dazu, ein Pflichtziel zu formulieren – und zu erklären, warum sie dieses für eine faire Verpflichtung halten. Geben Sie dann ein wirklich großes, wirklich spannendes Stretch-Ziel aus, bei dem nicht wirklich klar ist, wie sie es schaffen können, und dass es eine Menge harter Arbeit, Hingabe und Zusammenarbeit unter den Teammitgliedern erfordert, dieses Ziel zu erreichen. Und wenn sie es schaffen, entlohnen Sie Ihre Leute entsprechend.

Hochleistungsteams aufbauen

Steigern Sie die Leistung Ihres Teams.

2 Std. 20 min (29 Videos)
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Erscheinungsdatum:16.11.2017

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