Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Zeitraffersequenz rendern

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Machen Sie sich nun mit den Rendereinstellungen für die finale Ausgabe aus LRTimelapse vertraut und genießen Sie nach dem Rendern die fertige Zeitraffersequenz!
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Transkript

So, der Export ist abgeschlossen und das ist dann das neue LRTimelapse-Fenster, was wir sehen, wenn LRTimelapse registriert, dass eine Sequenz exportiert wurde. Wir sehen hier jetzt von oben einmal, was gerendert werden soll. Das ist also hier die Sequenz, die jetzt in diesem Ordner liegt, den ich vorhin hier auch angegeben habe. In dem gleichen Ordner wird dann typischerweise auch das Output-File geschrieben, also unser fertiges Video. Wir haben hier jetzt diverse Optionen, die wir jetzt einfach mal nach und nach durchgehen werden. Erst einmal der Codec: Zur besseren Verwendung gerade auf Online-Plattformen, wenn Sie beispielsweise Ihren Zeitraffer auf Plattformen wie YouTube oder Vimeo hochladen wollen, sollten Sie den MP4-Codec beziehungsweise den H.264-Codec einsetzen. H.265/HEVC ist eigentlich nur dann nötig, wenn Sie wirklich sehr hohe Auflösungen fahren. ProRes und MJPEG sollten Sie nur dann benutzen, wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, was dies bedeutet, denn gerade beispielsweise mit dem Codec ProRes können Sie den Zeitraffer noch mal mit der maximal möglichen Auflösung und Farbtreue ausgeben, um ihn dann später in einer weiteren Videoverarbeitungssoftware weiter zu bearbeiten und vielleicht in ein größeres Filmprojekt einzubetten. Wenn Sie aber noch nie von diesem Codec gehört haben, dann ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass Sie ihn benutzen müssen. Von daher sollten Sie in diesem Falle am besten bei MP4 bleiben. Interessant ist natürlich auch der Punkt Output Size und hier haben wir jetzt auch nur die Auflösung zur Verfügung, die unser Bildmaterial tatsächlich hergibt. Das bedeutet, ich kann also den Zeitraffer jetzt in Auflösungen von 720p bis hoch zu 4K ausgeben. In den meisten Fällen mache ich persönlich es so, dass ich alle meine Zeitraffer in 4K Ultra HD ausgebe. Das ist also dann eine Auflösung von 3840x2160 Pixel. Und das ist sozusagen mein Archivierungsformat. Alle meine Sequenzen speichere ich in diesem Format, um einfach die Möglichkeit zu haben, sie später auch noch fern in der Zukunft in Videos verwenden zu können, selbst wenn irgendwann einmal alle meine Videos beispielsweise in 4K gefilmt werden sollten. Aktuell ist es so, dass ich die meisten Videos in Full HD, also in 1080p, veröffentliche. Und auch das reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Deshalb werden wir hier diese Sequenz auch in Full HD, also in 1080p, ausgeben. Bei der Framerate sollten Sie natürlich das einstellen, was Sie vorher bei den Einstellungen für die Zeitrafferaufnahme selbst bereits berechnet haben. Wir haben in diesem Videotraining immer mit einer Framerate von 30 Bildern pro Sekunde gerechnet. Das bedeutet, hier wählen wir also auch die entsprechenden 30 Bilder pro Sekunde aus. Bei Speed könnte man jetzt noch so eine Art Zeitlupeneffekt oder eine Beschleunigung einbauen. Wir wollen aber, dass unser Zeitraffer natürlich genau in dieser originalen Geschwindigkeit abläuft, also lassen wir es da einfach bei 1:1. Die Qualitätseinstellungen hier beziehen sich im Endeffekt auf die Bitrate des ausgegebenen Videos. Das ist jetzt natürlich sehr abstrakt, ob jetzt die Qualität niedrig, mittel, hoch, sehr hoch oder ultrahoch ist. Ich habe mir eigentlich angewöhnt, es immer auf der maximal möglichen Qualität auszugeben, vor allem wenn ich es in 4K exportiere, um möglichst viel Bildinformation beizubehalten. Der tatsächliche Unterschied, wenn Sie einmal ein Zeitraffer in Very high und in Ultra high ausgeben, ist aber für mich nicht sichtbar. Von daher ist es auch kein Problem, wenn Sie einfach als Standardeinstellung Very high wählen. Zu Demonstrationszwecken nehme ich jetzt einfach Ultra high, aber wie gesagt, im Endeffekt ist es für das Aussehen des Zeitraffers, wenn Sie den Zeitraffer irgendwo zeigen wollen, kaum ein Unterschied, ob Sie Very high oder Ultra high nehmen. Es macht sich natürlich in der Datenmenge bemerkbar. Das heißt, ein Zeitraffer, der mit Very high exportiert ist, ist deutlich kleiner von der Dateigröße als ein Zeitraffer, der mit Ultra high exportiert wird. Auf der anderen Seite ist Speicherplatz gerade bei 30-sekündigen Videos natürlich etwas, was nicht sofort ausgehen sollte, da die Videos auch nicht sonderlich groß werden. Typischerweise hat so ein Full-HD-Zeitraffer mit ungefähr 30 Sekunden mit Ultra high als Ausgabequalität eine Größe von ungefähr 100 Megabyte. Color Sampling ist etwas, was Sie wiederum nur dann benötigen, wenn Sie bereits wissen, um was es sich handelt. Hier können Sie auch nur andere Werte wählen, wenn wir im Vorfeld den ProRes-Codec ausgewählt haben. Dann haben wir hier die Option, etwas anderes einzustellen. Für MP4 gibt es hier ohnehin keine Auswahloption, es bleibt einfach auf 420. Auch Gamut bleibt einfach auf dem Standardwert, der nicht anders verstellt werden kann. Hier unten gibt es jetzt noch eine Funktion Delete intermediary sequence after rendering. Das bedeutet, dass die Bilder, die wir gerade aus Lightroom heraus exportiert haben, nach dem fertigen Rendern des Zeitraffers wieder gelöscht werden von der Festplatte. Das ist etwas, was ich immer dann mache, wenn ich weiß, ich will diesen Zeitraffer jetzt nur ein einziges Mal ausgeben. Häufig ist es aber so, dass ich einen Zeitraffer erst in 4K ausgebe und danach noch mal in 1080p ausgeben möchte. Dann mache ich diese Option aus für die erste Ausgabe, sodass die Sequenz erhalten bleibt und kann dann direkt danach die Sequenz noch einmal rendern, stelle dann hier auf 1080p um und sage, danach kann die Sequenz gelöscht werden. In diesem Fall brauchen wir die Sequenz nur als 1080p und deshalb kann ich sie auch hier danach einfach löschen. Auf der rechten Seite finden wir jetzt noch Optionen für das Post Processing, also für die Nachbearbeitung, die jetzt direkt von LRTimelapse noch einmal passiert. Einmal haben wir hier den Haken, der die Sequenz zwingt, in 16:9 ausgegeben zu werden. Der müsste nicht unbedingt gesetzt werden, da wir bereits in Lightroom darauf geachtet haben, dass alle unsere Bilder das 16:9-Seitenverhältnis aufweisen. Zur Sicherheit können wir den aber aktiviert lassen. Eine spannende Funktion von LRTimelapse ist der LRT Plus Motion Blur. Das bedeutet, LRTimelapse versucht hier, eine gewisse Bewegungsunschärfe in den Zeitraffer mit einzubauen, um vor allem die Bewegung beispielsweise von Wolken noch flüssiger und noch sanfter werden zu lassen. Dieser Effekt kann allerdings auch sehr präsent und sehr unnatürlich wirken, weshalb ich hier empfehle, ihn zwar zu benutzen, denn es ist ein wirklich schöner Effekt, aber die Stärke immer auf Low zu lassen. Ein Nachschärfen kann auch stattfinden und das ist aus Videosicht auch noch mal eine gute Idee. Wir haben zwar alle unsere Bilder einzeln geschärft, bevor wir sie ausgegeben haben, aber die Schärfung, die hier auf ein komplettes Video angewendet wird, basiert noch mal auf einer anderen Technik und kann wirklich dafür sorgen, dass das Video noch klarer wird. Wir können dann alternativ, wenn wir beispielsweise unseren Zeitraffer für kommerzielle Zwecke ausgeben, noch ein Copyright als Overlay da reinlegen. Dann bekommen wir einfach diesen Schriftzug, den wir jetzt hier editieren können, direkt über unserem Video als eine Art Wasserzeichen gelegt und das Gleiche könnte auch mit den Timestamps funktionieren, wollen wir jetzt aber beides nicht. Wir wollen jetzt einfach unsere Sequenz endlich ausgegeben haben. Und das tun wir jetzt auch. Wir gehen jetzt einfach hier auf Render Video und dann landen wir wieder im Hauptfenster von LRTimelapse und sehen jetzt hier unten an diesem Fortschrittsbalken, wie unser Video gerendert wird. Ist der Fortschrittsbalken abgelaufen, haben wir unser Video komplett ausgegeben und können es uns dann endlich in voller Pracht einmal ansehen. (Hintergrundmusik)

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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