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Logic Pro X Grundkurs

Zeitquantisierung mit Logic Pro X durchführen

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Durch die Verwendung der Zeitquantisierung können die Notenlängen innerhalb einer MIDI-Region zeitlich neu geordnet werden. Dadurch lässt sich das Timing des vorhandenen Audiomaterials wesentlich verbessern.

Transkript

Die Arbeit mit dem Pianorollen-Editor bietet also vielfältige Möglichkeiten, auf Ihre Noten noch nachträglich zuzugreifen. Sie können diese markieren, in ihrer Länge verschieben beziehungsweise an andere Positionen stellen und auch noch mit dem Stiftwerkzeug weitere Noten einzeichnen. Es gibt aber noch zwei weitere Funktionen, die hier auf der linken Seite erscheinen, auf die ich in diesem Video eingehen möchte. Nämlich die Zeitquantisierung und die Skalenquantisierung. Nehmen wir mal an, wir haben hier unser Musikstück schon ein wenig produziert, also wir haben den Drummer und ein paar Synthesizer-Sounds und jetzt möchte ich eine lockere Melodie auf dem Piano dazu spielen. Ich kann dazu einfach eine Cycle-Region hier oben definieren, also zum Beispiel von Takt 1 bis Takt 4, das ist also ein solcher Durchlauf und dann habe ich hier oben den Cycle-Modus aktiviert. Und wenn ich jetzt auf den Play-Button drücke oder einfach die Leertaste betätige, dann beginne ich diesen Cycle zu spielen und bei aktiviertem Spurkopf kann ich jetzt auch den Sound von meinem Klavier dazu testen. Probieren wir das Ganze mal. Während des Abspielens werde ich dann an einem bestimmten Punkt einfach noch die R-Taste drücken und dann beginnen wir auch gleich mit der Aufnahme. Ein einmaliger Durchlauf, damit wir etwas hineinkommen, jetzt teste ich das Ganze mal. Vielleicht nochmal. Und starten wir die Aufnahme. Um jetzt nur diese Aufnahme abzuspielen, könnte ich natürlich hier im Hauptfenster diese Spur auf Solo schalten oder aber ich habe hier die Pianorolle geöffnet und klicke einfach auf diesen kleinen Button. Die gespielten Töne, die stimmen für mich an sich schon ganz gut, allerdings habe ich das Problem, dass hier irgendetwas nicht mit dem Takt stimmt. Und wenn wir uns das mal genauer ansehen, indem ich hier hereinzoome, dann merken wir ganz einfach, dass der Beginn einzelner Noten irgendwo zwischen Unterteilungen innerhalb dieses Taktes liegt. Also hier zum Beispiel habe ich Takt 2, Schlag 1, Schlag 2, Schlag 3 und Schlag 4. Und wenn Sie das hier unten beobachten, dann stimmen einfach die Beginne dieser beiden Noten überhaupt nicht. Denken Sie jetzt an komplexere Stücke, wo Sie sich immer wieder mal verspielt haben, aber sonst mit den Notenwerten ganz zufrieden sind. Eine Möglichkeit, diese Zuordnung ohne ein einzelnes Verschieben von Noten zu erreichen, das ist eben die Zeitquantisierung. Dort kann ich nämlich einstellen, dass meine markierten Noten, also ich markiere zum Beispiel jetzt mal diesen hinteren Bereich, auf einem bestimmten Raster einschnappen sollen, zum Beispiel auf die 1/4 Note. Ich aktiviere das jetzt hier und beachten Sie jetzt hier die Balken. Sie sehen, dass diese automatisch versetzt werden. Wir werden noch ein wenig hereinzoomen und jetzt genau auf diesen Schlägen hier beginnen. Also Schlag 1, Schlag 2 hier, Schlag 3, Schlag 4 und dann hier der Takt 3. Die Tatsache, dass jetzt einigen Noten etwas verzögert sind, das hängt mit dieser Swing-Einstellung hier zusammen. Wenn ich das mal ganz nach 0 ziehe, dann beginnen diese ganz strikt auf die Schläge, sobald ich diesen Swing ein wenig aktiviere, handelt es sich hier um ganz leichte Verzögerungen, die bei bestimmten Musikarten durchaus gewünscht sind. Sie bringen auch ein wenig Natürlichkeit in das sonst sehr starre MIDI-Muster. Es gibt aber auch die Möglichkeit, diese Quantisierung in ihrer Stärke noch anzupassen. Also hier zum Beispiel auf 0 zurückzusetzen, das sind die Ursprungswerte und je mehr ich das hier anpasse, desto genauer komme ich dann eben zum Beispiel hier genau auf die Viertel. Ich kann aber auch hier zum Beispiel auch Umschalten auf die 1/2 Note und dann wird einfach pro Note die nächstliegende Halbe herangezogen, um diese Anpassung genau vorzunehmen. Wenn Sie die Quantisierung nochmals ausführen wollen, klicken Sie einfach hier auf das Q oder aber Sie können sie auch jederzeit wieder deaktivieren und kehren dann zum Ursprungszustand zurück. Achten Sie nur darauf, dass es sich hier eben um einen parametrischen Wert handelt. Das heißt, ich kann das hier aktivieren oder deaktivieren, aber es ist keine eigentliche Veränderung, die ich mit Command+Z rückgängig machen würde, denn dann würde ich in diesem Fall zum Beispiel die gesamte MIDI-Region wieder herauslöschen. Denn die letzte Aktion war ja die Aufnahme dieser MIDI-Region. Ähnlich wie bei der Zeitquantisierung kann ich auch die Tonhöhe anpassen. Nehmen wir an, ich hätte mich bei einer Note zum Beispiel verspielt und an dieser Stelle statt eines C ein Cis getroffen auf meiner Tastatur. Das klingt natürlich auch schon hier in dieser Voransicht ziemlich schräg. Sie merken, dass diese Note jetzt ganz einfach hierher nicht herein passt. Natürlich könnte ich diese einzelnen Noten, die nicht passen, auch wiederfinden. Aber auch hier unterstützt mich Logic Pro mit einer praktischen Funktion, nämlich der Skalenquantisierung. Wenn ich dem Programm nämlich mitteile, in welcher Tonart ich das jetzt hier eingespielt habe, so wählt es aus den verfügbaren Noten in dieser Tonart. Es beachtet dabei die Vorzeichen einer Tonart und dementsprechend kommen eben nur bestimmte Noten in der Tonleiter für diese Tonart in Frage. Wähle ich also hier zum Beispiel einfach mal C-Dur aus, so sehen Sie, dass dieser Wert auf den nächsthöheren in diesem Fall gesetzt wird. Das heißt, Logic Pro erkennt, dass dieses Cis nicht möglich ist und deswegen wird jetzt hier ein D genommen. Ich kann aber hier auch zum Beispiel auf Moll umschalten und dann wird einfach C-Moll verwendet, wo dann andere Vorzeichen zum Einsatz kommen. Ich schalte hier jetzt wieder auf Dur, aber kann das auch jederzeit wieder deaktivieren und Sie sehen, wie sich in der Pianorolle dieser Ursprungswert wieder zurücksetzt. Selbstverständlich handelt es sich hier nur um ein sehr einfaches Beispiel. Denken Sie aber an komplexere Werke, wo sie zum Beispiel nicht nur einzelne Töne sondern ganze Akkorde spielen. Wenn man sich dort einfach mal verspielt hat, so kann diese Skalenquantisierung und auch die Zeitquantisierung für eine zeitliche Neuanordnung auf komplett automatisierte Weise sehr hilfreich sein.

Logic Pro X Grundkurs

Nutzen Sie die Digital Audio Workstation (DAW) Logic Pro von Apple und lernen Sie, wie Sie Ihre Musikproduktion von der Aufnahme bis zur fertig abgemischten Audiodatei umsetzen.

4 Std. 57 min (40 Videos)
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