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HDR-Bilder erstellen mit Photoshop, Photomatix und den Topaz-Filtern

Zeitliche, räumliche und fotografische Aspekte

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Vor der Aufnahme steht die Planung. Das gilt nicht nur fürs Motiv, sondern auch für das ganze „Drumherum“: Auf welche Situation werden wir treffen und wie bereiten wir uns optimal darauf vor? Welche Werkzeuge können uns dabei helfen?
07:50

Transkript

Ich bin eigentlich ein Planungsfreak wenn man so möchte; und das hat auch ganz bestimmte Gründe, weswegen das so ist. Wenn ich mir überlege, welches Bild ich für eine HDR-Thematik aussuche, und dann an den Ort des Geschehens reise, dann ist das natürlich immer auch mit Kosten verbunden, und deswegen plane ich das immer sehr genau aus. Da gibt es bestimmte Komponenten, die für mich ganz wichtig sind, wie beispielsweise die Motivplanung, die in der Regel eigentlich danach fragt: Was willst du fotografieren, und wofür willst du es fotografieren? In der Planung überlege ich mir schon: Wer sind eigentlich die Endabnehmer, sprich, die Betrachter des fertigen Bildes? Da kann es sein, dass ich für Unternehmen arbeite, die beispielsweise ihre Innenräume ausstatten wollen mit Bildern, oder es könnte sein, dass das für eine Galerie ist. Das sind unterschiedliche Aspekte, die man berücksichtigen muss, bereits in der Planung und in der Motivplanung. Ein Beispiel für die Motivplanung wäre: Ich habe zwei Bilder mitgebracht, eins zeigt das Bernabéu-Stadion in Madrid, und das zweite Bild zeigt den Templo De Debod, ebenfalls in Madrid. Als ich dabei war, das Bernabéu-Stadion zu planen, war ich auf einer Geschäftsreise unterwegs, und während der Geschäftsreise hatte ich dann die Möglichkeit, ins Bernabéu-Stadion zu kommen während einer Besichtigungstour, wenn dort niemand im Stadion ist, aber die Beleuchtung eingeschaltet ist. Das habe ich dann zur Gelegenheit genommen, entsprechend in Madrid einfach noch mal zu schauen, welche Möglichkeiten gibt es denn in Madrid noch weiter? Und dort gab es den Templo de Debod, der eine ganz bestimmte Historie hat. Das ist ein Tempel, der am Assuan-Staudamm gestanden hat, der dem Bau des Assuan-Staudamms zum Opfer gefallen ist, und Madrid hat sich dann bereit erklärt, diesen Tempel ziemlich mitten in der Stadt auf einem Hügel wieder aufzubauen. Das habe ich eigentlich nur rausgefunden bei der Analyse und bei der Planung meiner Bernabéu-Bilder. Ich habe mich dann entschlossen, die Planung zu erweitern, um den Tempel mitzufotografieren. Wie Ihr sehen könnt, ist das ein ganz tolles Bild geworden. Von der Idee, die ich mir in der Regel über unterschiedliche Medien besorge oder bei meinen Fotografenkollegen im Internet finde, welche tollen Bilder sie wieder gemacht haben - von der Idee zum fertigen Bild: Planung ist ein ganz, ganz wichtiger Teil. Das ist zum Beispiel Verstehen, wie das Motiv als solches aussieht. Habt Ihr ruhende Objekte oder habt Ihr bewegte Objekte im Bild, was dann in der Planung zu berücksichtigen wäre, nämlich bei der Erstellung der Brackets, und danach schon zu wissen: Ok, wenn ich bewegte Objekte habe, habe ich es möglicherweise mit Bildern zu tun, die ich nachher mit einer Geisterbild-Behandlung entsprechend zu bereinigen habe. Dann müsst ihr natürlich wissen, was an welchem Ort fotografiert Ihr? Wie ist der Zeitablauf, wenn ich an diesem Ort angekommen bin? Habe ich bestimmte Transportmittel die ich benutzen muss, um an den Ort des Geschehens zu kommen? Was ist mit meiner Unterkunft, bin ich nah genug dran? Brauche ich unter Umständen längere Zeit, um an den Ort zu gelangen? Wenn ich also beispielsweise im Grand Canyon unterwegs bin, dann bin ich potenziell auch ein oder zwei Tage unterwegs, um an die Stelle zu kommen, die ich fotografieren möchte. Dann muss ich mir Gedanken dazu machen: Brauche ich Lebensmittel? Brauche ich für mein Fahrzeug, was mich dorthin bringt, beispielsweise zusätzliche Kraftstoffbehälter, also habe ich genügend Benzin und Wasser dabei? Ich kann Euch eine kleine Geschichte erzählen: Ich war letztes Jahr in den USA auf der Photoshop-World und hatte geplant, den Fly Geyser zu fotografieren. Das ist in der Wüste von Nevada ein Ort, an dem ein Geysir steht, der seit vielen vielen tausend Jahren dort heißes Wasser, Schwefelwasser, aus der Erde nach oben bläst, und im Verlauf der Zeit Kalkablagerungen und Schwefelablagerungen angesammelt hat, die sich zu einem kleinen Berg angesammelt haben. Dieses Bild hat tolle Farben, und das wollte ich fotografieren. Ich hatte das geplant, hatte mir die GPS-Koordinaten in mein GPS-System eingegeben und bin dann von der Photoshop World losgefahren, um an den Ort zu kommen, und stelle fest, als ich am Ort angekommen bin: Hier ist rundum um mich nichts mehr. Was war passiert? Ich hatte die GPS-Koordinaten eines Festivals in Nevada in der Wüste, das heißt "Burning Man", eingegeben! Und ich stand mitten in der Wüste und hatte Gott sei Dank genügend Kraftstoff und Wasser dabei. Ich bin so losgefahren, dass ich mitten in der Nacht angekommen bin, um die Morgendämmerung mitzubekommen. Und wenn ich da jetzt nicht genügend Kraftstoff und Wasser dabei gehabt hätte, dann hätte das fatale Folgen haben können. Dann müsst Ihr Euch Gedanken machen: Welches Material brauche ich denn und für welche Gegebenheit? Also, ich muss überlegen: Welche Kamera nehme ich mit? Will ich eine hochauflösende Kamera mitnehmen, nehme ich eine Kamera mit, die weniger auflösend ist? Welchen Winkel möchte ich fotografieren? Das bestimmt, welches Objektiv ich mitnehmen möchte. Und speziell dann, wenn Ihr unterwegs seid und Euch ins Gelände bewegt und Landschaften fotografiert, dann wollt Ihr so wenig mitnehmen wie nur eben möglich, damit das Gewicht relativ erträglich bleibt. Ihr müsst überlegen: Brauche ich ein Stativ, oder kann ich die Szenerie aus der Hand fotografieren? Wenn ihr Szenerien habt oder wenn ihr wisst, dass potenziell dort die Gegebenheiten sehr stark windbehaftet sind, wenn es dort richtig böig ist, müsst Ihr Euch überlegen: Welches Stativ nehme ich mit? Ein leichtes, wo wir die Gefahr haben, dass Verwacklungen ins Bild kommen, oder muss ich ein schweres Stativ mitnehmen, um sicher zu sein, dass ich ein 100% stabiles Bild bekomme? Fernauslösungen sind immer eine gute Wahl, die dabei zu haben, um Verwacklungen an der Kamera zu vermeiden bei der Auslösung und bei dem Erstellen der Belichtungsreihen, sodass also hier schon die Fehlerquellen ausgeschaltet werden können. Dann müsst Ihr selbst natürlich Eure eigenen Fähigkeiten, die ihr braucht, um diese bestimmte Szenerie zu fotografieren, tunlichst noch mal überprüfen. Also, habt Ihr verstanden, wie funktionieren diese drei Komponenten, Blende, ISO und Belichtungszeiten, wie hängen die miteinander zusammen? Was ist eine Belichtungsreihe, und wie fotografiere ich die am besten und am günstigsten mit meiner Kamera? Muss ich den Automatikmodus verwenden, oder kann ich auch manuell belichten? Wie funktioniert das? Wie muss ich meine Schalter, Knöpfe, Rädchen drehen, dass ich dort möglichst schnell zu einer Situation komme, wo ich sage, jetzt kann ich eine vernünftige Bildserie schießen? Ihr müsst verstehen, wie funktionieren Eure Messverfahren in der Kamera, um bspw. keine Belichtungsmesser zusätzlich mitzunehmen. Deswegen sollte man schon wissen, was ist eine Punktmessung, was ist eine Matrixmessung, wie funktioniert die Mehrfeldmessung in der Kamera, um ganz dediziert die Lichtsituation, die man vor Ort findet, bewerten zu können und dann auch ein gutes Bild mit nach Hause zu bringen. Und dann natürlich Übung, Übung - Übung macht wie überall den Meister, auch in der Fotografie. Werkzeuge, die ich benutze zur Planung, sind in der Regel TPE, "The Photographer's Ephemeris", und Foto-Transit, die mich unterstützen bei all den Dingen, die wir jetzt gerade eben besprochen haben.

HDR-Bilder erstellen mit Photoshop, Photomatix und den Topaz-Filtern

Begleiten Sie den HDR-Fotoworkflow von der Planung der Belichtungsreihe bis zum Bild. Zum Einsatz kommen unter anderem Photoshop, Photomatix, die Topaz-Filter und Lightroom.

2 Std. 36 min (33 Videos)
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