After Effects CS6 Grundkurs

Zeitliche Interpolation

Testen Sie unsere 1921 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Die zeitliche Interpolation ordnet Animationen realistische Abbrems- und Beschleunigungsverhalten zu.
06:26

Transkript

Während die räumliche Interpolation bestimmt, an was für einem Bewegungspfad sich ein Objekt entlangbewegt, also primär für die Position zuständig ist, ist die zeitliche Interpolation, doch für wesentlich mehr Eigenschaften von Bedeutung. Warum - ganz einfach, weil man ja oft so ein Abbrems- und Beschleunigungsverhalten haben möchte, und in erster Linie denkt man auch hier erst mal nur an die Position, aber auch in Drehungen, Skalierungen, möchte man oft ein Abbremsen und Beschleunigen, und selbst in Effekteigenschaften, denken Sie an einen Leuchten-Effekt, der etwas aufglühen lässt, das ist vielleicht ein Unterschied, ob das am Ende der Animation, etwas langsamer weiter aufglüht, oder ob das linear immer mit der gleichen Geschwindigkeit glüht. Ja, und das kann man über die sogenannte zeitliche Interpolation regeln. Was versteht man da drunter? Als Allererstes nehmen wir hier mal wieder unser bekanntes Schild, ich weiß, Sie können es wahrscheinlich schon nicht mehr sehen, wir werden auch mal irgendwann wieder andere Dinge zu Gesicht bekommen, und wir bewegen ein Objekt einfach mal von A nach B. Ich habe die Position eingeschaltet, was hier einen Keyframe-Modus aktiviert, so dass das Ganze jetzt auch sich bewegt, und das ist eine ziemlich langweilige Animationsart, die ich jetzt hier habe, denn es bewegt sich permanent mit der gleichen Geschwindigkeit, das heißt, aus dem Stand wird hier eine hohe Geschwindigkeit erreicht, die wird beibehalten bis sozusagen zum Ende. Und das ist nicht unbedingt immer gut, man möchte einfach mehr Dynamik, mehr Abwechslung in Animationen, damit sie realistischer und natürlicher aussehen, und das heißt zumindest, dass ich am Anfang vielleicht ein Beschleunigungs- und am Ende ein Abbremsverhalten hinzufüge. Jetzt gibt es dafür eine Vereinfachung: Ich kann so einen Keyframe anwählen, und mit einem Rechtsklick hier jetzt sagen, dass ich einen Keyframe-Assitenten benutzen möchte, und dort stehen mir die beiden Typen Easy Ease In, Easy Ease Out und Easy Ease zur Verfügung. Was bedeutet das? Jeder Keyframe hat auf der linken Seite einen Eingang, wo wir zeitlich gesehen in den Keyframe hereingehen, und er hat auf der rechten Seite einen Ausgang, wo wir sozusagen aus dem Keyframe rausgehen. Und ein Easy Ease ist, dass wir den Wert oder die Beschleunigung auf Null setzten, dass also zu dem Zeitpunkt keine Geschwindigkeit mehr da ist. Und ein Easy Ease In bremst sozusagen am Eingang ab, während ein Easy Ease Out am Ausgang eines Keyframes eine Beschleunigung hinzufügt. Das heißt, wir sind auf unserem ersten Keyframe, und wir wollen eine Beschleunigung am Ausgang, müssen also ein Easy Ease Out haben, soll ja hier losgehen, das heißt, die Geschwindigkeit zu Beginn ist 0, und sie soll jetzt langsam anwachsen. Und am Ende möchte ich gerne, hier am Eingang ein Abbremsverhalten, das entspricht dann dementsprechend einem Easy Easy In, also einer Glättung am Eingang. Wir sehen das hier nicht durch irgendwelche Anfasser, sondern nur dadurch, dass die Punkte hier, die sozusagen die Position des Ankerpunkts zu jedem Frame markieren, hier in der Mitte jetzt weiter auseinander sind, und zu Beginn dichter beisammen stehen, auch am Ende stehen sie dichter beisammen, das heißt, pro Bild wird der Abstand hier sehr klein sein, ist also mit niedriger Geschwindigkeit, hier ein bisschen größer, und am Ende wieder sehr klein, er bremst also ab. In der Mitte muss er das Ganze jetzt weiter auseinanderreißen, denn für die Strecke hier von A nach B, steht ja nur noch der gleiche Zeitraum zur Verfügung. Wenn ich also am Anfang trödele, langsam bin, und am Ende auch langsam bin und trödele, dann muss ich in der Mitte etwas schneller sein als vorher. Spielen wir das mal ab: Wir sehen jetzt eine wesentlich elegantere Bewegung, ein Beschleunigungs- und Abbremsverhalten, wie es auch bei echten Objekten entsprechend der Fall wäre, und damit wirkt die ganze Animation etwas natürlicher. Und ich kann jedem nur empfehlen, alle, und zumindest doch die Eigenschaften Position, Skalierung und Drehung, immer mit Easy Ease In und Easy Ease Out entsprechend zu glätten, weil sonst wirkt das oft irgendwie pappig, langweilig und nicht realistisch. Also die Mühe muss man sich schon machen, wenn man so viel Geld in ein Programm wie After Effects investiert, hier mit der zeitlichen Interpolation auch zu arbeiten. Wie kann man das Ganze jetzt noch ein bisschen weiter ausführen? Wir gehen einfach mal hin und ändern jetzt die Drehung - springen wir einmal noch sicherheitshalber hier auf diesen Abspielkopf, auf diesen Keyframe, und ändern jetzt hier die Drehung mal ein bisschen, und auch die Skalierung. Fangen wir hier, bei - ja, ruhig 100% an, gehen mal ans Ende, ich springe hier vielleicht auch auf der Spur direkt auf den Keyframe, drehe hier ein bisschen in die andere Richtung, und erzeuge wieder einen neuen Keyframe für die Skalierung. Und in der Mitte, der Animation hier, da soll das einfach ein bisschen größer werden, das heißt, hier skalieren wir es ein bisschen höher. Jetzt lassen wir das mal abspielen. Es wirkt jetzt irgendwie unrund, es passt überhaupt nicht zusammen, Warum nicht - weil wir ein Abbrems- und Beschleunigungsverhalten nur in der Position haben, nicht aber in der Skalierung und Drehung, und da fällt das auch massiv auf, das heißt, auch hier sollten wir, die Keyframes nehmen, Keyframe-Assistenten, Easy Ease In, also Eingang, die Eingangsgeschwindigkeit auf 0 setzen, und hier Easy Ease Out ebenfalls auf 0 setzen, und schon hat man hier wesentlich runderes Verhalten, die einzelnen Parameter passen zusammen. Jetzt wollen wir noch hier in der Mitte etwas hinzufügen, hier, wo wir den Skalierungsmittelpunkt erreicht haben, und zwar möchte ich hier ein Beschleunigungsverhalten - einen Keyframe-Assistenten, diesmal nehmen wir hier den Assistenten Easy Ease, der glättet nämlich beides ab, weil sonst würde ich mit hoher Geschwindigkeit hier aufhören zu skalieren, und ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit hier die Skalierung beginnen, in die entgegengesetzte Richtung, und auch hier glätten wir das Ganze, das sieht dann wieder ein bisschen netter aus, und schon habe ich eine sehr runde, sehr weiche Animation, eine sehr weiche Bewegung. Auch zeitliche Interpolation lässt sich genauer steuern, mit einem Rechtsklick auf die Keyframe-Interpolation, hier sehe ich jetzt die zeitliche Interpolation, eine räumliche Interpolation gibt es für diese Keyframe-Art der Skalierung jetzt nicht, aber ich sehe hier kann man Linear, Bézier, Bézier gleichmäßig, automatisch, oder sogar die Interpolation unterdrücken, das heißt, es findet überhaupt keine Veränderung über die Zeit statt. Also, da kann ich das auch noch mal genau kontrollieren, in der Regel reichen aber hier die Assistenten. Werten Sie Ihre Animation allein dadurch schon auf, dass Sie hier Beschleunigungsverhalten hinzufügen, viele Sachen sehen dadurch wesentlich realistischer aus.

After Effects CS6 Grundkurs

Erstellen Sie mit After Effects CS6 eindrucksvolle Grafikanimationen und kinoreife visuelle Effekte für die Präsentation am Fernseher, am PC oder auf mobilen Endgeräten.

5 Std. 23 min (43 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!