Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Zeitabgleich

Testen Sie unsere 1926 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Schon knifflig, wenn nur ein Fotograf mehrere Kameras einsetzt, wird's richtig kompliziert, wenn mehrere Fotografen unterwegs sind: Damit die Bildauswahl gelingt, müssen Sie die Bilder in die zeitlich richtige Reihenfolge bringen. Glücklicherweise helfen bei Digitalbildern die eingebetteten Zeitstempel.

Transkript

Kommen wir nun zu einem unserer sehr wichtigen Parts, das ist das Synchronisieren der Bilder. Wie gesagt, wir sind zu zweit, also wir haben zwei Kameras. Die haben dann in der Regel auch immer unterschiedliche Zeiten. Das betrifft Euch aber auch, wenn ihr eben alleine unterwegs seid und zwei Kameras dabeihabt. Viele Kollegen von uns haben auch zwei Kameras dabei, wo auf dem einen dann das Weitwinkel, auf dem anderen das Tele ist. Wenn diese beiden Kameras nicht synchron sind, ist es einfach unglaublich nervig. Denn wenn man später in der Sortierung ein Bild gewählt hat und man sieht dann zehn Minuten später ein ähnliches Bild, was zum gleichen Zeitpunkt aber eben aus einer anderen Perspektive oder aber mit einem Tele fotografiert wurde: man weiß nicht mehr ganz genau, welches nun das bessere Bild von beiden ist. War es das, was ich gewählt habe, oder ist es dieses? Das heißt, für uns natürlich ganz, ganz wichtig, dass die Bilder synchron laufen. Das erreichen wir normalerweise, wenn wir denn daran denken oder wenn wir beide unterwegs sind, dass ich dann abends nochmal die Uhrzeit kontrolliere. Aber weil das ja eben häufig nicht so ist, das heißt, wir haben häufig auch andere Fotografen mit dabei, dann sieht man sich meistens wirklich erst, nachdem die Gratulanten dem Brautpaar gratuliert haben, aus der Kirche raus. Weil eben der eine in der Vorbereitung der Braut ist und der andere in der Vorbereitung des Bräutigams und die an unterschiedlichen Orten sind. Das heißt, wir treffen erst aufeinander zu einem Zeitpunkt, wo schon super viele Bilder fotografiert wurden. Dann nehmen wir natürlich keine Korrektur mehr an der Kamera vor, sondern in diesem Fall müssen wir nachträglich die Bilder synchronisieren. Was sich als sehr gut herauskristallisiert hat, ist der Part, wenn man denkt - und wie gesagt, auch wir vergessen solche Sachen liebend gerne - dass man dann in dem Moment sagt: "Komm, ich fotografiere mal von deiner Kamera hinten die Uhrzeit ab!", dass man sie wirklich anmacht und hinten ein Bild schießt. Dann ist man auf der ganz sicheren Seite. Aber - und deswegen habe ich Euch gerade eine Szene herausgenommen von unserem 50er-Jahre-Pärchen - es ist uns genau dort so passiert: Wir haben die Uhrzeiten nicht synchronisiert und haben genau dieses Problem auch. Ich gehe hier mal rein: Wenn ich jetzt die Bilder sortieren wollen würde, hätte ich nämlich genau dieses als Problem. Ich muss einen Punkt finden, von dem ich sage: An diesem Punkt, da haben wir wohl beide fotografiert oder eben halt auch nicht. Aber ich entsinne mich, ich scrolle mal gerade schnell durch, sie ist dort - genau, da kam sie angelaufen, war um den Roller herum und genau hier steigt sie auf den Roller auf. Genau, hier steigt sie auf und beim nächsten Bild ist bei mir der Fuß am Boden, okay - das heißt, um 10:43:31 Uhr war ein Fuß am Boden und in der Luft war er zuvor. Ich gucke noch einmal gerade, okay, da ist eine Sekunde dazwischen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Nicole zu dem Zeitpunkt auch fotografiert. Aber wie ihr schon sehen könnt: Wenn ich die Bilder durchgehe und hier oben auf den Dateinamen schaue, da seht ihr schon, hier sind chronologisch nur die Rohbilder. Das ist mein Kürzel auf der Kamera, da kommt nirgendswo die Nicole. Ich bin mir aber ganz sicher, dass sie zwischendrin auch viel am Fotografieren war. Ich notiere mir die Aufnahmezeit. Ich glaube, ich nehme das Bild daneben, 31 - weil es immer ganz schwierig ist, dieser Schwenk rüber, der geht ja ganz schnell wahrscheinlich, wenn du zum ersten Mal aufsetzt. Das ist die 10:43:31 Uhr und jetzt mal gucken, Bilder von Nicole, das ist von uns insofern jetzt gerade ein bisschen leichter, weil ich, wie ihr seht, in meinem Tele war und die Nicole hier im Weitwinkel. Hier sehen wir schon: Da beginnt die Szene auch, sie geht hier herum, sie will aufsteigen - seht ihr, gut dass ich das eben nicht gemacht habe, das Bild in der Luft gewählt habe von den beiden, weil Nicole hat beim Aufsetzen - und dann, eigentlich genau dazwischen, habe ich ja meins sitzen und hier ist das erste Bild. Genau, hier ist das erste Bild. Ich drücke einfach mal bei "Lightroom" auf die "Space-Taste", man kann natürlich auch auf das große Bild wechseln und dann sehe ich: Aha, hier ist der Fuß am Boden und zuvor das Bild, da war der Fuß noch in der Luft. Das heißt, mein Bodenbild war schon ganz klug gewählt. Ich gehe einmal mit dem Mauszeiger darauf. Hier werden die Daten angezeigt: Es ist 10:47:13 Uhr und das darauffolgende Bild ist 10:47:14 Uhr. Wie gesagt: Das mit dem dreizehn, das wo sie zuerst runtersetzt - beim nächsten Bild lehnt sie sich schon mit dem Kopf an die Schulter.Habe ich schon gar nicht mehr in Erinnerung, dass ich das bei meinem Bild hatte. Also ich denke mir: Das ist genau der richtige Zeitpunkt mit dem Fuß auf dem Boden, das ist das gute Bild. Prima! Das wäre also mein Referenzbild zu dem was ich habe. Wieso wähle ich das jetzt gerade? Reiner Zufall. Ihr könnt natürlich auch das andere - das müsst Ihr selbst entscheiden. Es gibt immer so diesen Umschwung, wo man sagt: Mit der einen Kamera ist mehr fotografiert als mit der anderen Kamera. Dann ist es einfach von der Bearbeitung leichter, wenn man nur die Bilder synchronisiert, die von der Kamera geschossen wurden, wo weniger gemacht wurden. Was haben wir hier jetzt Neues in Lightroom 4? Etwas, was für uns super toll ist, weil wir vorher dieses mit PhotoMechanic gemacht haben - ist auch ein anderes Programm, auch super toll. Aber es ist einfach so, dass man schon ganz gerne in der Produktgruppe weiterarbeitet, wo man die ganze Zeit sowieso arbeitet. Dieses ist jetzt zum ersten Mal in der Lightroom 4-Version implementiert, dass hier nämlich die Aufnahmezeit verändert werden kann. Etwas, was wir immer wollten, viele andere Fotografen denke ich auch. Deswegen hat Adobe das jetzt gemacht, eine tolle Sache, dass es jetzt geht. Wir können in die Metadaten gehen und dann sieht man nämlich einen neuen Punkt unter dem Reiter, der heißt "Aufnahmezeit bearbeiten". Ich klicke da einmal drauf, und wir sehen 10:47 Uhr, 43. Hier kann ich also eine Uhrzeit korrigieren. Das ist das tolle an der ganzen Sache. Hier oben gibt es noch drei "Checkboxen", da kann ich angeben, von wegen, dass ich das angegebene Datum und Uhrzeit einstellen möchte. Dann gibt's noch einen zweiten Punkt, "Zeitzonenanpassung", wenn man viel am Reisen ist und dieses Problem hat - oder, was wir schon hatten: Sommer-/Winterzeit. Man kann auch alle Bilder auf ein Datum abändern, das ist für uns natürlich uninteressant vor allem, weil wir es ja in der Chronologie haben wollen. Ich drücke jetzt natürlich nicht "Enter". Zum einen habe ich es nicht verändert und zum anderen ist es so, dass ich ja auch nicht nur dieses eine Bild haben möchte. Es ist ja die ganze Serie, die ich benötige. Von daher: Ich habe dieses Bild gewählt, das heißt, ich drücke einmal die "1" bzw. kann hier einmal ein Sternchen ranmachen, weil das ist das Bild, was ich sozusagen von meiner Uhrzeit verändern möchte - aber auf alle anderen Bilder. Nun gehe ich wieder zurück und in meinem Notierungsmodus hätte ich hier die Aufnahmezahl, die Aufnahmezeit, die für mich später wichtig ist, beim Sortieren, aber jetzt brauche ich es natürlich nicht. Jetzt möchte ich den Dateinamen haben. Das heißt also - wie wir es eingangs hatten - die Nicole verwendet das Kürzel "Nic", ich das Kürzel "Ro". Das heißt, die werden jetzt alle zusammensortiert, die von der Nicole vor meine gesetzt, das ist wunderbar. Das heißt, ich klicke einmal das erste Bild in der Reihe an und gucke hier hinten nach dem letzten, was wir in dieser Serie gemacht haben. Das ist auch eigentlich sehr schön zu sehen, weil ich das Teleobjektiv drauf hatte, also generell nah kam, und Nicole das Weitwinkel hatte. Insofern ist das hier das letzte in der Serie. Ich halte jetzt beim Klicken die "Shift-Taste" gedrückt. Das ermöglicht es mir, dass alle Bilder markiert sind - weil genau diese ganzen Bilder möchte ich ja von der Uhrzeit eben an meine Kamera anpassen - und scrolle nun wieder zurück, um zu gucken, wo habe ich hier mein Sternchen gesetzt. Da ist das Bild: Ich klicke auf das Bild, weil zu diesem Bild habe ich die Uhrzeit. Ich habe sie also weder zu dem Bild zu Beginn oder zu Anfang aus der Serie, sondern zu diesem Bild habe ich das. Deswegen markiere ich das Bild jetzt, gehe auf die Metadaten und auf das, was wir vorhin hatten: "Aufnahmezeit bearbeiten" und nehme mir jetzt den Wert, den ich mir eben hier auf dem Zettel notiert habe. Das war nämlich 10:43 Uhr, also gar nicht so weit, aber eben doch auseinander. Ihr habt es vorhin gesehen - und 31 Sekunden, wunderbar. Habe jetzt die Möglichkeit zu sagen: "Alle ändern". Wie ihr seht, ich habe nur einen Teil wieder und das ist ein schneller Rechner. Das heißt, ruck zuck sind hier alle Bilder geändert. Ich gehe nun zur Kontrolle wieder auf meine Aufnahmezeit, weil die benötige ich noch zur Sortierung. Ihr seht: Ich habe die ausgewählten Bilder noch gar nicht wieder rausgenommen. Ihr seht aber: nun sind sie einsortiert. Also die gehighlighteten sind ja die von der Nicole, die dunklen sind meine. Ich gehe jetzt tatsächlich wieder auf die Lupenansicht. Dann seht Ihr schon, was passiert ist: Ich habe eine Nahaufnahme, die kommt von mir; einen Weitwinkel von der Nicole; und sie steigt rüber - Bein steht auf; das heißt also, das was wir haben wollten: Rüberschwingen, Aufstehen. Jetzt ist es für mich natürlich wesentlich leichter festzulegen, welches ist das bessere Bild aus dieser Serie heraus. Das war das zu dem Videotraining "Synchronisation". Was sehr wichtig ist, was Euch wirklich viel Nerven erspart. Wie Ihr gesehen habt ist es eine sehr leichte Angelegenheit: Man notiert sich einfach die Uhrzeiten mittlerweile, nimmt seine Kamera an und verändert dann die Uhrzeit entsprechend der, die Ihr haben möchtet. Und sehr schnell ist es eingereiht, das Bild, sodass Ihr jetzt ganz normal mit den Bildern weiterarbeiten könnt. Wie gesagt: Erspart sehr, sehr viel Nerven.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 
Hersteller:
Software:
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:27.09.2012

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!