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Zähnung einer Briefmarke nicht-destruktiv erzeugen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Wie würden Sie die Zähnung einer Briefmarke erzeugen? Vielleicht haben Sie schon mal gesehen, wie man das mit früheren Photoshop-Versionen machen konnte. Aber inzwischen hat sich einiges getan und ich zeige Ihnen hier, wie Sie die Zähne einer Briefmarke oder ähnliche Strukturen in den aktuellen Photoshop-Versionen ab CS 6 völlig non-destruktiv anlegen können. In diesem Film möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie eine Briefmarke erstellen können. Typisch für eine Briefmarke ist ja diese durch die Perforierung und das Trennen von anderen Briefmarken entstandene Zähnung. Die geht seit Photoshop CS 6 deutlich einfacher zu erstellen und wie, das zeige ich Ihnen im Folgenden. Vor Photoshop CS 6 wäre das Ganze etwas umständlicher gewesen und auch destruktiv, denn Sie hätten in einer Maske diese Zacken selbst malen müssen. Damit die so gleichmäßig werden, hätten Sie vorher einen Pfad erstellen müssen und dann einen Pinsel wählen mit einem entsprechenden Malabstand und dann den Pfad mit diesem Pinsel füllen. Das wäre eine feste Maske gewesen, während ich hier jederzeit die Zähnung verändern kann. Das kann ich Ihnen mal zeigen. Und zwar kann ich einfach hier auf meine Zähnung, auf meine Aussparung, gehen und hier kann ich jetzt bspw. die Größe verändern. Ich kann also größere oder kleinere Zacken nehmen, je nachdem, wie ich das möchte. Und das Ganze ist wirklich völlig nicht-destruktiv. Ich kann auch hier reingehen und die Abstände weiter verändern, das sehen Sie. So haben wir einen größeren Lochabstand. Wenn ich hier einen Wert von 1 nehme, ist der kleiner. Ich hatte hier 1,5 eingestellt, das sah mir am besten aus. Sie sehen, das ist alles komplett non-destruktiv. Wie Sie dazu vorgehen müssen, das zeige ich Ihnen jetzt. Also, wir brauchen zunächst einmal das Rechteckwerkzeug. Das stellen Sie hier oben auf "Form" und nicht auf "Pfad", sodass Sie eine Formebene erzeugen. Dann wählen Sie für die Fläche weiße Farbe, weil wir hätten doch gerne die Zähnchen der Briefmarke in weiß. Die Kontur können Sie hier ausgeschaltet lassen. Also, hier einmal drauf klicken, sodass wir wirklich nur eine gefüllte Fläche haben und keine Kontur erzeugen. Gut, und dann können wir auch schon die Briefmarke hier aufziehen. Da können Sie die Proportionen direkt bestimmen und die Größe dieser Briefmarke. Ich sage mal, ich mache so ähnlich wie die, die ich zuerst hatte, also so. Und das ist jetzt im Prinzip eine normale weiße Fläche. Jetzt brauchen wir natürlich noch die Zähnchen, also diese kleinen Löchlein an den Kanten. Im Prinzip könnten Sie das hier genauso machen wie früher, also hier eine Maske dranhängen und dann mit dem Pinsel hier einzelne Teile weg löschen, aber ich zeige Ihnen mal einen Weg, der etwas fortgeschrittener ist und, wie gesagt, nicht-destruktiv. Und dazu duplizieren Sie einfach mal diese Ebene, indem Sie die hier auf den Abreißblock ziehen oder "Strg+J" bzw. "Cmd+J" drücken. Jetzt müssen wir hier einiges ändern, und zwar für diese Ebene, für die obere Ebene in den "Eigenschaften" hier oben. Einmal setzen Sie die Fläche auf null. Dafür wählen wir eine Kontur. Diese Kontur kann irgendeine Farbe haben. Ich würde Ihnen empfehlen, hier nicht unbedingt weiß zu nehmen, weil Sie dann hier nicht genau sehen, was da passiert, sondern z. B. einfach mal, ja, nehmen wir schwarz. Also wie gesagt, die Farbe spielt da keine Rolle, denn diese Ebene wird uns nur als Maske dienen, als Maske für die Ränder der darunterliegenden Briefmarke. Mit dem Wert neben dieser Kontur bestimmen Sie, wie breit diese Kontur sein soll. In diesem Fall sind es 3 Punkt. Das können Sie natürlich auch in Pixeln eingeben, sodass es etwas intuitiver wäre. Wichtig ist jetzt, dass wir hier in diese Option hineingehen. Da stellen Sie die Linienart von "durchgezogen" auf "gepunktet" ein. Das sieht dann so aus, also schon in etwa die Löcher, die wir möchten, aber die sollen natürlich nicht hier im Inneren liegen, sondern hier außen an der Kante, also müssen wir die "Ausrichten"-Option noch ändern und zwar auf die mittlere Option, sodass diese Pünktchen direkt mittig auf der Kante liegen. Und jetzt kann ich direkt über die Konturbreite nochmal bestimmen, wie groß die sein dürfen. Jetzt sind die verschwunden. Was ist da passiert? Schauen wir mal, wir bringen Sie mal nach innen, mal nach außen. Irgendwas haut hier gerade nicht hin. Die sind wahrscheinlich nur viel zu klein geworden. Ich probiere es nochmal aus mit größeren Punkten, genau, so. Und natürlich, jetzt ist der Abstand dieser Punkte hier noch nicht optimal und Sie sehen, ich habe auch hier wieder die Option umgestellt. So sollte das aussehen. Den Abstand können Sie einstellen hier in den "Weiteren Optionen". Also da einmal drauf klicken und dann haben Sie hier die Möglichkeit, die Pause, also den Abstand zwischen diesen einzelnen Pünktchen, einzugeben. Das ist jetzt im Prinzip der doppelte Abstand. Wenn Sie hier "1" eingeben, dann landet jeder Kreis direkt bündig neben dem vorhergehenden. Das möchten wir natürlich nicht, denn so eine Perforation sieht komisch aus. Also, hier nehmen Sie am besten mal einen Wert von 1,5 bis 2. Und 1,5 finde ich persönlich eigentlich recht gut. So, und wie gesagt, Sie können dann hier auch die Größe jederzeit verändern, falls hier diese Zacken nicht wie gewünscht aussehen sollten. Ja, aber wie verwandeln wir das jetzt in eine Maske? Und das ist etwas unintuitiv. Zunächst einmal müssen Sie diese beiden Ebenen in eine Gruppe zusammenfassen. Dann haben wir hier eine Gruppe. Und die obere Ebene betreten wir jetzt einmal mit einem Doppelklick und da öffnen sich die Ebenenstile, also die Mischoption, um genau zu sein. Und hier passiert jetzt die gesamte Magie sozusagen. So, ich schiebe das hier mal zur Seite, dass wir alles hier sehen können. Und zwar müssen Sie zunächst mal die Flächendeckkraft auf null setzen. Dadurch verschwinden natürlich zunächst einmal diese Konturpünktchen. Und jetzt setzen Sie die Aussparung auf "leicht". Und voila, da haben wir unsere Maske. Was passiert jetzt hier eigentlich genau? Die Aussparung sorgt dafür, dass sich die Elemente, die auf einer Ebene liegen, also in diesem Fall die ganzen Pünktchen, dass die als eine Art Maske wirken, sodass Sie quasi bis auf den Boden der Datei durchgucken können. Das können wir auch mal machen. Wenn ich hier das Ganze auf "stark" stelle, dann sehe ich bis unter die Hintergrundebene, die wir hier nicht haben, das heißt, das ist eine ganz normale schwebende Ebene und keine Hintergrundebene. Deshalb schaue ich jetzt bei der Aussparung "stark" quasi bis zur Transparenz hindurch. Das möchten wir natürlich nicht. Wenn ich auf "leicht" das Ganze ändere, dann schaut dieser Effekt bis zum Ende einer Gruppe. Genau deshalb habe ich hier eine Gruppe erstellt. Das ist sowieso eine gute Idee, so eine Briefmarke in einer einzelnen Gruppe zusammenzufassen, denn dann können Sie all die entstandenen Ebenen gemeinsam einfach verschieben und mit einem Klick hier die Gruppe auch schließen und so die Ebenenpalette aufgeräumter betrachten. Und Sie sehen hier, dieser Effekt, diese Aussparung, sorgt dafür jetzt, dass quasi von der unteren Ebene diese Pünktchen abgezogen werden. Das war es auch schon. Jetzt brauchen wir natürlich noch ein Bild für diese Briefmarke. Das können Sie einfach reinziehen hier, z. B. aus dem Finder oder aus dem Explorer in Windows. Sie sollten dann nur dafür sorgen, dass diese Ebene über der unteren liegt. Also, ich werde hier mal die Datei entsprechend verkleinern. Sie können dann dazu auch z. B. mal vorübergehend hier die Deckkraft senken, sodass Sie sehen, wo Sie ungefähr landen. Das macht aber nichts, Sie können hier jederzeit auch nachträglich das Bild noch verschieben. So, und dann setze ich die Deckkraft wieder auf 100 % und bestätige die Platzierung. So, und dann müssen Sie nur diese Ebene einmal unter die "Rechteck 2-Kopie", also unter die Pünktchen, ziehen, die sehen Sie dann hier auch wieder, und dann eine Schnittmaske erstellen, also einmal die "Alt-Taste" gedrückt halten und dann zwischen diese beiden Ebenen klicken. Und dann haben wir hier auch schon unsere Briefmarke. Falls Sie jetzt einen weißen Rahmen benötigen sollten, also falls der hier -- so wie in diesem Fall -- bestehen bleiben soll, dann können Sie entweder das Bildchen hier natürlich noch kleiner skalieren, also mit "Cmd+T", und dann hier das Ganze so einpassen. Falls Sie dabei etwas flexibler sein möchten, dann würde ich Ihnen empfehlen, hier einfach die untere Ebene als Auswahl zu laden und dann über "Auswahl" "Auswahl transformieren" hier mit gehaltener "Shift+Alt"-Taste den Rahmen so weit nach innen zu transformieren, bis Sie den gewünschten Ausschnitt erhalten haben. Und dann drücken Sie einmal die "Enter-Taste" und hängen jetzt hier diese Auswahl dem Bild als Maske an. So, und dann haben wir hier den Rahmen. Jetzt können Sie alles nachträglich hier verändern. Sie können das Bild innerhalb dieser Maske verschieben; wenn Sie hier bspw. das Kettensymbol rausnehmen, dann die Pixelminiatur anklicken und mit dem Verschiebenwerkzeug können Sie dann hier das Bild noch so platzieren, wie Sie es gerne hätten. Und das ist im Prinzip jetzt schon alles. Und wie gesagt, das ist alles jetzt komplett nicht-destruktiv, Sie können hier oben die Pünktchenebene aktivieren und dann müssen Sie, um hier wieder zu den Konturoptionen zu kommen, eins der Formwerkzeuge aktivieren. Und dann können Sie hier nachträglich die Pünktchengröße verändern und damit quasi auch die Zähnung anpassen. So geht das mit einer Briefmarke. Natürlich eins fehlt noch und zwar der Preis. Und falls dieses Video ein zeitloses Video sein soll, dann könnte man hier direkt mal 10, 20 Euro eingeben, weil günstiger werden die ja nicht. Deshalb ist es eine gute Idee, sich selber vielleicht mal eine Briefmarke zu bauen, natürlich nur für virtuelle Zwecke und nicht für das Aufkleben auf echten Briefen gedacht. Also, viel Spaß beim Briefmarken basteln.