XML Grundkurs

XML mit einem Layoutprogramm weiterverarbeiten

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Satz-Workflows werden oft mit XML eingerichtet. Dieser Film beschreibt die Grundlagen und gibt eine Checkliste, auf was zu achten ist.
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Transkript

In diesem Film geht es um den Satzprozess mit XML. Es gibt verschiedene Satzprogramme beziehungsweise Layoutprogramme, die XML verarbeiten können. Diese sind zum Beispiel: InDesign APP/3B2, UltraXML oder auch QuarkXpress, und das sind nur Beispiele. Eigentlich alle wesentlichen, alle wich- igen Layoutprogramme, können heutzutage irgendwie mit XML umgehen, also es importieren, exportieren und ähnliches. Ein Satzprozess mit XML sieht in der Regel wie folgt aus: Man hat XML-Dateien, die müssen meist durch einen Transformationsprozess, also die wenigsten Satzprogramme können die XML-Dateien, gerade sehr stark hierarchische Dateien, wie zum Beispiel auch DocBook-Dateien, so benutzen, wie sie aus einem XML-Prozess herauskommen. Beispielsweise in InDesign, wenn man den InDesign-Input benutzt, dann müssen erst noch bestimmte Attribute dazugesetzt werden, die InDesign dann sagen, OK, nimm bitte dieses Element, und mache daraus genau dieses Absatzformat in meinem InDesign-Dokument, dafür gibt es bestimmte Attribute. Auch bei anderen Programmen ist es so, dass wenigstens die Verschachtelungen erstmal rausgenommen werden müssen, um das XML einfach flacher zu machen. Das ist ein ziemlich üblicher Prozess, also erstmal eine Transformation in ein XML, das dann wirklich gut von einem Satzprogramm verarbeitet werden kann. Bitte nicht missverstehen, das heißt nicht, dass diese Satzprogramme nur bestimmte XML-Dialekte können, aber mit bestimmten Strukturen und Hierarchien kommen sie oft nicht zurecht. Dann wird dieses XML in das Satzprogramm importiert in der Regel. Hier gibt es auch verschiedene Ideen. Beispielsweise in InDesign gibt es zwei ganz unterschiedliche Ansätze, der eine ist der Import über diese InDesign-Attribute, die reingebracht werden in das XML, und der andere Ansatz ist das Erzeugen einer IDML-Datei, also einer InDesign-Datei, wo alles drinsteht im XML, durch eine reine Transformation, das sind zwei total unterschiedliche Ansätze. Es gibt bei anderen Satzprogrammen andere Dinge, aber oft ist es halt wirklich ein Import, wo halt dann bestimmte XML-Strukturen gemappt werden, auf Absatz- und Zeichenformate, oder Objektformate, ja, das sind so die Geschichten, die hier passieren. Dann gibt es Satzprozesse, bei denen es einen vollautomatischen Umbruch gibt, also gerade, wenn ich mit APP oder UltraXML arbeite, dann ist es auch oft das Ziel, dass ich wirklich einen vollautomatischen Umbruch habe, indem ich danach nichts mehr anfasse, und das PDF so erstellt ist. Sowas kann gut funktionieren, der Vorteil bei diesem vollautomatischen Umbruch ist, Textkorrekturen, also ich fasse hier gar nichts mehr an in meinem Satzsystem, Textkorrekturen mache ich dann auch meist im XML, also ich ändere dann wirklich das XML, mein Input ganz vorne im Prozess, um hinten im PDF das korrekte PDF mit dem korrekten Inhalt zu haben. Gerade beim InDesign-Workfluss, wo dann doch manuell relativ viel nachgearbeitet wird, wo man vielleicht andere Anforderungen an den Umbruch, an das Layout hat, da sieht man den gesamten Text, das gesamte Werk nochmal in InDesign an. Oft wird da dann auch die Korrekturarbeit gemacht, denn wenn ich schon Umbrucharbeiten gemacht habe, dann will ich ja nicht diesen gesamten Import wieder von vorne machen, meine ganze Umbrucharbeit muss ich wieder tun. Also mache ich die Korrekturen in InDesign direkt. Und die Frage, und das ist wirklich eine kritische Frage in solchen Prozessen, ist, wie kommen diese Textkorrekturen auch wieder ins XML? Also kann ich wieder einen sogenannten Roundtrip machen, um halt wieder in mein XML zu kommen, oder bleibe ich dort in meinem Layout, und muss dann in einem Parallelschritt in XML alle Textkorrekturen nochmal parallel ausführen. Mit einer entsprechenden Fehler- wahrscheinlichkeit, weil dieses XML wird ja nicht nochmal in einem Korrekturgang geprüft von einem Autor. Das sind Dinge, die in einem Satzprozess geregelt werden müssen, diskutiert werden müssen, wie gehe ich damit am besten um, was ist halt für den individuellen Satzprozess dort die beste Lösung. Wenn ich mich jetzt für einen bestimmten Satzprozess, für ein bestimmtes Tool entscheide, dann gibt es immer so qualitätskritische Elemente, die ich mir anschauen muss. Erstmal, welche Anforderungen habe ich daran, und wie geht dann halt das Satzsystem damit um. Das ist zunächst erstmal die Platzierung von Mediaobjekten, also von Abbildungen in der Regel, oder halt auch Vidoes oder Ähnlichem, die ich vielleicht auch in meinem PDF drin haben möchte, wenn es ein multimediales PDF ist. Aber in der Regel sind es Abbildungen, also wie werden die Abbildungen platziert, welche Regeln kann ich überhaupt anlegen, welche Regeln werden dort genutzt, weil davon hängt auch viel in der Umbruchqualität ab. Tabellen - wenn ich viele Tabellen in meinen Werken habe, dann ist es vielleicht sehr interessant, wie Sie mit den Tabellen umgehen. Wie vielleicht Angaben zu Proportionen der Spalten zueinander übernommen werden, wenn die schon in XML drin stehen, auch sowas gibt es, oder wie Tabellen umbrochen werden, von Seite zu Seite, das muss man sich dann einfach anschauen, wie geht ein Satzsystem dabei um. Umbruch von Kästen und Boxen, also wenn ich viele Layouts habe, wo ich Boxen und Kästen drin habe, also Rahmen, wo Text drin steht, oder vielleicht auch noch Text und Bild miteinander steht, dann haben viele Satzsysteme Schwierigkeiten, so eine Box automatisch zu umbrechen, Wenn ich die alle manuell nochmal umbrechen muss, dann hab ich halt immer dieses Problem mit den manuellen Umbrüchen, mit den Korrekturen, das was ich eben schon geschildert habe. Und das Umlaufen von Objekten, also das heiβt, wenn ich Layouts habe, die etwas komplexer sind, wo der Text umläuft um eine Abbildung, wie wird das gesteuert automatisch, wie wird das geregelt, ohne dass ich da viel eingreifen muss, sodass halt wirklich auch dort der Korrektur-, der Umbruchaufwand und der Konflikt zwischen "Ich muss Umbruch nochmal machen" oder die Korrekturen doppelt ausführen, dass ich den halt da besser geregelt kriege. Und der letzte Punkt auf meiner Liste dazu sind Abstände. Wie kann ich eingeben, dass Abstände eingehalten werden. Wie kann ich überhaupt Abstände definieren, wenn ich ein Layout anlege, wo das XML reinläuft, also umso automatischer mein Umbruch passieren soll, umso wichtiger ist es, dass ich da geschickt Regeln definieren kann. Das sind die Dinge, die ich beachten muss, wenn ich einen Satzprozess mit XML aufbaue. Also Sie haben in diesem Film einen kleinen Überblick über Satzprozesse mit XML bekommen, und eine kleine Checkliste, die Sie beachten sollten, wenn Sie einen solchen Satzprozess mit XML aufsetzen möchten.

XML Grundkurs

Lernen Sie, wie XML-Dateien aufgebaut sind, worauf es ankommt, wenn man XML editiert, und was Dokumentenklassen sind.

2 Std. 28 min (28 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2016

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