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XML Grundkurs

XML in InDesign

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XML hat einen XML-Import. Als Austauschformat gibt es aber auch IDML, die "InDesign Markup Language". Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, erklärt dieser Film.
08:36

Transkript

In diesem Video erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, in InDesign mit XML-Daten umzugehen. Es gibt hier zwei sehr unterschiedliche Ansätze. Zum einen den klassischen XML-Import und Export. Und als zweiten Ansatz den IDML-Workflow. Zunächst zum klassischen XML-Import. Hier geht es darum, dass XML-Elemente auf InDesign-Formate gemappt werden. Dies passiert mithilfe von Attributen im aid-Namespace. Das heißt Adobe InDesign-Namespace. Im Wesentlichen gibt es zwei Attribute, die in diesem Namespace benutzt werden. Das eine ist das Attribut pstyle, Paragraf. Damit kann ich halt ein bestimmtes Element, in diesem Beispiel das Element para auf Absatzformate in InDesign abbilden. Also hier wird in dem InDesign-Dokument das Absatzformat "Absatz" heißen. Das zweite ist aid.cstyle, c für character, also Zeichen. Hier geht es um die Zeichenformate in InDesign. Das heißt, bestimmte Elemente aus meiner XML-Datei, hier emphasis, kann ich dann auf Zeichenformate in InDesign mappen. In diesem Fall heißt das Zeichenformat in InDesign dann kursiv. Das ist die Logik, mit der dann ein solcher Import zustande kommt. Aber natürlich müssen diese Attribute erstmal in unser XML rein. Und das wird in der Regel durch eine XSLT-Transformation vor dem Import passieren. Diese muss extra geschrieben und auch angestossen werden. Neben dieser kleinen Hürde gibt es leider noch mehr Schwierigkeiten beim Import von XML-Daten nach InDesign. Zum einen gibt es keine guten Möglichkeiten für die Übernahme von Fußnoten, Querverweisen und so weiter. Auch hier muss man viel skripten, Dinge umstellen, umbauen und so weiter. Das zweite ist, gegebenenfalls muss man die Tabellen aus seinem XML anpassen. In XML gibt es zwei wesentliche Tabellenmodelle. Das sind CALS und HTML. Das sind die, die in den meisten document type definitions verwendet werden und wenn ich in meinem XML keine CALS-Tabellen habe, dann muss ich mit XSLT diese Tabellen umschreiben, bevor ich sie in InDesign importieren kann. Wenn ich in meinem XML Abbildungsaufrufe habe, die nicht über ein href, also href-Attribut gemacht werden, auch dann muss ich mit XSLT diese Abbildungsaufrufe anpassen, transformieren, damit diese dann auch beim Import in InDesign funktionieren. Das vierte Problem sind Probleme im Korrekturzyklus. Wenn ich das XML in InDesign importiert habe, liegt das faktisch auf einer anderen Ebene, als das Layout. Das heißt, wenn ich in meiner Layoutansicht Korrekturen mache, zum Beispiel einen Absatz in zwei Absätze teile, wird das nicht in der XML-Struktur, die in InDesign auch abgelegt ist, synchronisiert. Das heißt, diese Korrektur muss ich dort noch einmal machen, bevor ich das Ganze wieder exportieren kann, oder ich führe diese Korrektur parallel zu allem auch in meinem Ursprungs-XML aus. Das sind die Möglichkeiten, die ich habe. Das muss geklärt werden. Auch das macht die gesamte Arbeit mit diesem klassischen Im- und Export im InDesign relativ schwierig. Der alternative Ansatz, wenn ich mit XML und InDesign arbeiten möchte, ist dann der IDML-Workflow. IDML heißt InDesign Markup Language. Also, das heißt, das ist eine Markup-Sprache, eine Auszeichnungssprache, wie XML, die für InDesign geschrieben wurde. Und es "ist" XML. Es ist eine InDesign-Datei, die vollständig in XML beschrieben ist. Also, nicht nur der Text-Inhalt, sondern auch alle Eigenschaften der InDesign-Datei, alle Layout-Eigenschaften, jeder Aufruf einer Schrift ist dort in XML beschrieben. Die IDML-Datei ist ein ZIP-Container. Das heißt, IDML kann exportiert werden aus InDesign über das Export-Menü, dort können Sie IDML als Exportformat auswählen. Wenn Sie das getan haben, können Sie IDML in ein ZIP-Format umwandeln, indem Sie einfach die Datei-Endung ändern und das dann öffnen, und sehen ganz viele InDesign-Daten. Wie das aussieht, zeige ich Ihnen jetzt einmal in oXygen. Die IDML-Datei habe ich schon geöffnet, auch wenn Sie hier noch kein bisschen XML sehen. Sie sehen aber hier den Archivbrowser. oXygen kann IDML öffnen und weiss, dass es ein ZIP-Format ist und öffnet es entsprechend. Dann habe ich hier ganz viele Ordner. Hier unten eine mimetype-Datei, das ist eine kleine Textdatei, die kann ich hier auch öffnen. Und da steht nichts weiter drin, als dass es eine Applikation ist, adobe.indesign-idml-package. Damit weiss auch InDesign, wenn es eine IDML-Datei öffnet, okay, du bist wirklich eine IDML-Datei, mit dir kann ich arbeiten. Und fängt damit auch an. Dann haben wir hier unterschiedliche Ordner. In diesem Ordner zum Beispiel, MasterSpreads, sind Musterseiten aus dem Dokument abgespeichert. Also wirklich das, was auf den Musterseiten an Layoutinformationen, an Schriftinformationen, sieht man hier, und so weiter, abgelegt ist. Dann gibt es Resources, das heißt, alle Schriften, die in dieser InDesign-Datei sind, sind hier gespeichert. Dann alle Grafiken sind hier nochmal niedergeschrieben. Und hier sind alle Absatzformate, alle Zeichenformate, die irgendwie in dieser InDesign-Datei angelegt sind, also character style, die Zeichenformate, die sind hier entsprechend auch dargestellt. Also, das heißt, alle Informationen rund um diese InDesign-Datei, die stehen in dieser IDML-Datei, in diesem XML drin. Das ist ist nicht mal gross, das ist hier schon für eine relativ große InDesign-Datei gerade mal 2 Megabyte. Okay. Also, das heißt, was heißt das nun? Was bringt es uns, das zu wissen, oder damit zu arbeiten? Die IDML-Datei ist ein wunderbares Austauschformat. Alles, was da drin ist, damit kann InDesign umgehen. Das kann nicht wirklich verändert werden und das stimmt. Ich kann ohne InDesign InDesign-Dateien erstellen. Nur mit XSLT. Das funktioniert faktisch so, dass ich ein Muster-Layout in InDesign baue, das als IDML exportiere und dann muss ich natürlich XSLT schreiben, mit dem ich meine Inhalte in diese IDML-Datei dann reingeschrieben bekomme. Das ist wirklich sehr komplex, weil halt die Dokumenttypbeschreibung in diesem IDML schon etwas sehr Komplexes ist. Es wird trotzdem in der Praxis nicht selten getan. Beispielsweise in Content-Management-Systemen, aus denen heraus ich Printlayouts erstellen kann. Dort wird es oft realisiert, dass ich halt das XML, den Content nehme, und jemand anderes schon den IDML-Rahmen, das Layout, erstellt hat und dann der Content dort reintransformiert wird. Eine weitere Anwendung ist, dass ich InDesign-Daten technisch prüfen kann. Ich kann also hineingehen und mit XSLT und Schematron-Regeln, prüfen, ob halt wirklich nur Formate verwendet werden, die verwendet werden durften in diesem Prozess. Und ähnliche Dinge. Oder ich kann schauen, was in den Formaten wirklich drin steht, ob beispielsweise eine Einleitung zu kurz oder zu lang ist. Das sind alles Geschichten, die kann ich prüfen, technisch wirklich abprüfen in den InDesign-Daten. Das sind mögliche Anwendungsfälle von IDML und ein großer Vorteil, dass Adobe sich dazu entschieden hat, diese Möglichkeit zu haben, dass man InDesign-Dokumente als XML-Dokumente abspeichern kann. In diesem Film haben Sie nun erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, in InDesign mit XML zu arbeiten.

XML Grundkurs

Lernen Sie, wie XML-Dateien aufgebaut sind, worauf es ankommt, wenn man XML editiert, und was Dokumentenklassen sind.

2 Std. 28 min (28 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2016

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