Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Workflow für Glamourretusche entwickeln

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Bei der Glamourretusche ist ein sehr feinfühliger und nichtdestruktiver Workflow nötig und den erarbeiten Sie in diesem Video gemeinsam mit dem Autor.
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Transkript

Bei der kleinen Moderetusche ist dann sehr feinfühliger und nicht-destruktiver Workflow nötig, den wir hier jetzt gemeinsam erarbeiten werden. Ich zeige Ihnen mal, wie das zum Schluss aussehen soll. Das wäre also die Retusche. Das Ganze wirkt sehr edel und erhaben, schon alleine durch die Streckung des Halses und durch die Konturformung der Wangen und durch viele kleine Details. Und die möchte ich jetzt hier mit Ihnen kurz mal durchgehen. Ich blende hier dazu mal, von oben nach unten, hier alle Gruppen aus, die ich in dieser Retuschegruppe zusammengefasst habe und dann sind wir hier wieder bei unserem Ausgangsbild. Die grundlegende Hautretusche, die habe ich hier auf einer leeren Ebene durchgeführt, und wenn man sich die mal einblendet, dann sieht man schon, hier sind sehr viele hunderte Kleinigkeiten enthalten. Das ist nicht nur einfach: "Wir machen hier ein paar Pickel weg", da geht es wirklich ans Eingemachte, da werden auch hier diese Kleinigkeiten korrigiert. Man kann hier eigentlich ständig weitermachen. Ich zeige Ihnen das mal kurz, da wird der Reparaturpinsel wirklich ganz klein gestellt, man arbeitet meistens so in 200, 300 Prozentansicht und dann geht es los, dass hier feinste Strukturen entfernt werden. Natürlich auf aktuelle Ebene und darunter eingestellt, bzw. auf alle Ebenen aufnehmen und dann zoomen Sie sich hier durch das Bild und Sie werden sehen, je länger Sie mit dieser Technik und in diesem nahen Zoom-Modus arbeiten, Sie finden jedes Mal wieder, wenn Sie über das Bild schauen noch kleinere Details, die Sie noch genauer hier rausnehmen können. Das ist schon arbeiten dann auf Porenebene, und diese ganzen Helligkeitsunterschiede, die kann man hier alle jeder Zeit noch herausnehmen, dann wird das Hautbild immer feiner und immer feiner und bei dieser Art der Retusche benötigen Sie zum Schluss so gut wie  gar keine Hautweichzeichnung mehr, denn schöner kann das Ergebnis gar nicht sein, wenn Sie sich wirklich dieser ganzen Kleinstörungen händisch hier annehmen. Das gibt dann schon ein sehr schönes und strahlendes Hautbild. Das wäre also hier der erste Schritt. Dann ganz wichtig bei allen Hochglanzportraits sind strahlend weiße Zähne. Ich zeige Ihnen das mal vorher. Das Model, das hat schöne Zähne, die sind auch weiß, aber die haben nicht dieses "Hollywood-Weiß", dass man hier aus allen Hochglanzmagazinen kennt und das erreicht man ganz einfach, wenn man hier eine Einstellungsebene vom Typ "Farbton - Sättigung" vornimmt. Dann zieht man hier die Rottöne einfach extrem raus und auch die Gelbtöne, das sind die beiden Farben, die hier meistens zu Verfärbungen führen, und dann hellt man das Ganze hier extrem auf. 10, 15 Prozent. Man invertiert dann hier diese Maske - ich mach mal hier etwas mehr Platz, dann klappt das wieder ein - und das wird das sehr genau hier mit dem Pinsel bei 100 Prozent Deckkraft hier aufgemalt. Die Pinselspitze sollte nicht zu hart und nicht zu weich sein, ein gutes Mittel. Und Sie sehen schon, das Rot verschwindet, das Gelb verschwindet, die Zähne werden aufgehellt, und auch das ist wieder ein Arbeiten bei einer Ansicht von 200-300 Prozent, damit man hier auch wirklich das sehr genau machen kann. Da hinten noch diesen Zahn und auch den kleinen Brillanten hier und vielleicht noch in der Mitte, dann sehen diese Zähne jetzt richtig schön strahlend weiß aus. Das Schöne daran ist auch, weil Sie es hier nicht destruktiv gemacht haben, Sie können das Weiß jederzeit dann bestimmen, wenn Sie die Maske gemalt haben; also wie hell oder auch wie dunkel Sie das hier gestalten wollen. Es bleibt dann  ist letztendlich Ihnen überlassen. Ich gehe mal hier so auf 17 Prozent, und wenn Sie sich die Maske hier anzeigen lassen wollen, dann klicken Sie einfach mit der gedrückten Alt-Taste hier rein, und das hat so ausgesehen, als hätten wir hier das eigentlich schon ganz gut bemalt, aber erst dann sieht man hier, dass man hier doch noch Lücken hat und das kann man hier natürlich dann sehr schön schließen. Jetzt sind die Zähne dann auch perfekt weiß - durchgehend weiß - und so kann man es auf jeden Fall stehen lassen und damit weiterarbeiten. Also das steckt hier in dieser Ebene mit den Zähnen hier mit drin. Das Ganze kann man natürlich auch machen, indem man sich das Ganze auf eine leere Ebene kopiert, ausschnittsweise und dann da arbeitet. Wie Sie das machen, das bleibt Ihnen ganz selbst überlassen, das sind so persönliche Vorlieben. Dann kommen wir zu den Lippen. Was kann man hier alles verbessern? Nun, zuerst einmal die Farbigkeit und dann auch noch die Position und die Größe. Ich habe hier noch zwei Ebenen stehen, die für mich sehr wichtig sind. Das sind zwei leere Ebenen, auf denen wird die Lippenkontur hier festgelegt. Einmal im Modus "Aufhellen", einmal im Modus "Abdunkeln" und dazu nutze ich immer ganz gerne den Stempel. Ich zeige Ihnen das mal kurz. Ich habe hier den Stempel bei einer relativ harten Kante, aber bei sehr geringer Deckkraft von 20, 30 Prozent, und wenn ich jetzt hier in diesem Modus - im "Aufhellmodus" - stemple, dann kann ich von außen hier nur die Helligkeitswerte hier angleichen, und ich bekomme so eine sehr schöne, gerade Lippenkontur, also von außen - die Haut ist ja meistens heller als die Lippen - im Modus "Aufhellen - stempeln", dann können Sie hier richtig schön knackige Kanten ziehen an den Lippen und von innen her ziehen Sie die Lippenkante mit "Abdunkeln", dann bekommen Sie  auch hier eine sehr schöne, kontrastreiche Lippenkontur. Wie das Ganze mit dem Vergrößern funktioniert, das zeige ich Ihnen auch noch. Sie nehmen sich hier einfach aus der Hintergrundebene die Mundpartie mit viel Haut drum herum am besten raus. Duplizieren das über Strg+J, oder Apfel+J auf eine neue, leere Ebene. Ich schiebe das hier im Stapel jetzt mal ganz nach oben und über Strg+T können Sie bei gedrückter Umschalttaste das Ganze im aktuellen Seitenverhältnis vergrößern, und dann ziehe ich das hier einfach noch etwas in die Länge und stauche sie hier noch etwas zusammen. Jetzt muss ich hier nur noch die Bildmitte finden und da orientiere ich mich hier einfach an der Falte hier unter der Nase und schiebe das ganze hier wieder hoch. Jetzt muss ich den Mund nur noch so positionieren - ich hätte den Abstand auch gerne etwas kleiner hier zwischen der Nase und den Lippen, und so denke ich sieht das ganz gut aus. Alles, was Sie dann noch brauchen ist hier eine weiße Maske und mit schwarzer Farbe können Sie dann hier außen herum das ganz einfach korrigieren, indem Sie hier bei 100 Prozent einmal drüber malen, und schon ist das Ganze hier eingebaut. Das ist der Mund Vorher/Nachher, Sie sehen das Piercing, das hatten wir jetzt von der hinteren Ebene noch mitgenommen, das kann man hier natürlich auch gleich wieder über die Maske ausschließen. Also eine sehr schöne Methode um hier den Mund zu vergrößern und dem Model somit einen ganz anderen Charakter auch zu geben. Das hatten wir bei den Lippen gemacht, die Farbe ist lediglich eine Einstellungsebene, bei der Sie dann freie Farbwahl haben. Bei den Augen ist es genau so gemacht, wie bei den Lippen hier.  Ich habe also dieses Auge einfach ausgeschnitten, frei transformiert, auf die andere Seite rübergespiegelt und hier über eine weiche Maske wieder eingeblendet. Ich zeige Ihnen das auch noch mal kurz hier. Ich hole mir hier noch mal das Auge raus und blende hier diese ganzen Ebenen wieder aus. Alle verschwunden. Dann nehme ich mir hier das Lasso, wähle hier großzügig wieder das Auge aus, mit all den Haaren drum herum, leg das auf eine neue leere Ebene. Über Strg+T bzw. Apfel+T komme ich in die Transformieren-Funktion und dann muss ich das Ganze nur noch horizontal spiegeln. Ich sehe gerade die kleinen Punkte, die hier drin auftauchen. Das kommt natürlich daher, dass ich hier die Hautretusche-Ebene noch aktiv hatte. Also, noch mal das Ganze und schneide mir das Auge hier noch mal aus, lege das dann auf die neue leere Ebene und gehe über "Transformieren - horizontal Spiegeln" in die  Spiegeloption, dann zoome ich mal etwas näher heran, damit Sie das besser erkennen können. Über Strg+T bring ich das jetzt hier an Position, und jetzt weiß ich nicht genau, wo saß denn das alte Auge? Dann stelle ich das hier auf negativ multiplizieren, dann wird diese Ebene durchscheinen, und jetzt hätte ich in ungefähr die gleiche Position. Aber es soll ja ruhig etwas höher sitzen. Da denke ich gehört es hin. So sieht es im Modus "Normal" aus, Position, Abstand der Nase dürfte auch in etwa hinkommen. Dann brauche ich hier die Transformierung nur noch bestätigen und eine Maske dran hängen, dadurch erhöht sich die Deckkraft wiederum etwas, auf 50-60 Prozent, und dann kann ich hier für den weichen Übergang sorgen. Und Sie sehen, diese Haare, die bauen sich hier wirklich absolut perfekt ein. Ich verkleinere mal die Pinselspitze noch ein wenig. Und schon haben Sie hier das rechte Auge auf die linke Seite geholt,  ohne dass man das in den Haaren auch nur irgendwie erkennen könnte. Also, solche Arbeitsweisen, die kommen in einer Glamour-Retusche tagtäglich vor. Jetzt sind wir hier bei der Form angelangt. Ich zeige das nochmal Vorher/Nachher, was das alles hier ausmacht. In der Form, da wird ein sogenanntes Formgitter angelegt, und das finden Sie hier unter der Funktion "Bearbeiten - Formgitter" und das ist nichts anderes, als wenn Sie jetzt hier einzelne Pinnadeln hier reinstecken können, und da können Sie hier im Gesicht munter herum ziehen. Also wenn Sie wollen, dass Ihr Model die Nase rümpft, dann stecken Sie ihr so einen Pin in die Nase und ziehen die Nase einfach mal oben. Und das sieht auch wirklich, seltsamerweise, auch noch gut aus, also Photoshop ist hier schon so mächtig geworden, Sie können hier  komplett die Gesichtszüge so verändern, dass man es nachher gar nicht mehr merkt. Lassen Sie sich nicht durch die Kante hier oben irritieren, das kommt daher, weil ich den Kopf Models noch gestreckt habe; das passt jetzt hier natürlich in der Transformation mit dem Formgitter hier nicht mehr dazu. Aber es ist schon wirklich eine sehr spannende Sache, was hier alles möglich ist. Die Nase wurde ebenso noch etwas verschmälert und dann das ganze Gesicht nochmal extrem verflüssigt. Ich fand, dass die Dame auch so ein bisschen auf die recht Seite kippt, und dann bin ich einfach mal mit dem Verflüssigen-Werkzeug hierher gegangen und habe hier diese Konturen so aufgebaut, über das Links-Verschieben-Werkzeug, dass ich hier wirklich das Model unter Kontrolle habe. Zu guter Letzt habe ich mir einfach mal den Kopf des Models abgeschnitten und ein kleines Stückchen nach oben gelegt. Jetzt habe ich hier natürlich diese Kante, Sie sehen der Abstand vom  alten Kinn zum neuen Kinn, zur Kinnlinie hier oben, der beträgt so 3-4 cm, würde ich mal sagen, in der Realität. Und diese Streckung, die bewirkt aber diesen edlen, glamourösen Charakter, den das Model dadurch bekommt. Jetzt brauche ich hier nur noch die untere Halsebene. Ich zeige Ihnen mal, wie das in "Frei-Transformieren" aussieht. Also das ist so dieses Stück, das hier einfach nochmal ausgeschnitten wird, und das muss man sich einfach nur noch dann dahin nach oben schieben, wo denn diese Kante hier am Hals da nahtlos übergeht. Dann kann man hier mit "OK" bestätigen, und dann sieht man da auch nichts mehr. Erst wenn ich diese Ebenen herausnehme, dann merken Sie, was hier eigentlich passiert ist. Dann sieht das Ganze sehr "strange" aus. Aber so ist das alles sehr viel gestreckter, und macht einen  sehr eleganten Eindruck. Sie sehen also, diese Glamour-Retusche, auch vor allem der Workflow zur Glamour-Retusche, der lebt hauptsächlich davon, dass ich hier wirklich Zeit investiere , Zeit am richtigen Ort, an den richtigen Techniken investiere. Ich brauche hier ein sehr großes Hauptaugenmerk auf der Hautstruktur, die muss wirklich wunderbar sein, und dann nehme ich mir alle Gesichtsmerkmale der Reihe nach vor und versuche, die zu optimieren. Wichtig beim Workflow einer Glamour-Retusche ist, dass Sie alle einzelnen Komponenten jederzeit kontrollieren können. Ich klappe hier jetzt mal einiges auf an diesen ganzen Ebenengruppen hier, und Sie sehen, wenn ich jetzt die Lippenfarbe ändern möchte, dann muss ich einfach nur auf meine Farbbalance gehen, und ich kann hier sofort alles verändern. Und wenn ich hier z.B. die Form, bzw. das Formgitter hier nochmal etwas verändern möchte, die Rahmen etwas breiter gestalten möchte, dann kann ich das hier jederzeit tun; kann ich hier an diesem Gitter herum ziehen. Oder wenn mir die Nase jetzt so doch noch nicht gefällt, dann kann ich hier die Nase aktivieren und kann hier wieder etwas anderes gestalten. Ich habe hier Zugriff auf meine Ebene mit dem Verflüssigen-Filter. Wenn mir der Hals etwas zu lang geraten ist, dann kann ich hier wieder eingreifen. Also so muss ein Workflow für eine Glamour-Retusche aufgebaut werden, da ist es nicht damit getan nur ein paar Pickelchen oder ein paar Falten wegzuretuschieren, da muss wirklich die große Baustelle sozusagen so konstruiert sein, dass ich auch im Nachhinein das Haus nochmal komplett neu aufbauen kann, oder auch jeden einzelnen Stein nochmal per Hand umdrehen kann. Das muss also das Ziel meines Workflows für die Glamour-Retusche sein.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

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5 Std. 3 min (47 Videos)
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