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Grundlagen der Fotografie: Filter

Wolken in Bewegung

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Verschiedene Bilder zeigen die Dynamikwirkung, die durch den Wolkenzug entsteht – je nach Variante in unterschiedlicher Intensität.
11:46

Transkript

Ich möchte nun mal erklären, anhand von verschiedenen Beispielbilder, was ich für Möglichkeiten habe, Dynamik darzustellen. Hier anhand von Beispielbildern, wo der Wolkenzug eine große Rolle spielt. Was ich da sehr faszinierend finde und es ist immer wieder spannend, wie die Wolke sich bewegt. Die kann natürlich durch den Wind sehr getrieben sein, dadurch, dass sie quer durchs Bild geht, wie hier zum Beispiel, ist es von rechts nach links eine Bewegung, die dann den Horizont hier nochmal unterstützt. und dadurch, dass sie sich von rechts nach links bewegt, wirkt sie automatisch schneller im Bild, und sie kann anders aufgenommen werden, als wenn sie vielleicht auf mich zukommt. Das sind natürlich Sachen, die muss ich immer berücksichtigen, bei der Wahl der Filter. Letztendlich ist es so, wenn eine Wolke sich langsam bewegt, kann ich durch eine ganz lange Belichtungszeit sie so erscheinen lassen, als wenn sie sehr sehr schnell gezogen wäre. Wenn wir jetzt zum Beispiel das nächste Bild uns angucken. Hier ist es auch eine seitliche Bewegung, hier kommt natürlich noch das Haus mit ins Spiel. Aber es ist auch eine seitliche Bewegung. Da weiß ich noch, im Gegensatz zum vorhergehenden Bild, dass die Wolke sich sehr langsam bewegt hat, und ich damals mit Schraubfiltern unterwegs war, das ist über drei Jahre her, wo ich mehrere Schraubfilter kombiniert habe, ND-Filter, und das ganze sehr lange belichtet hat. Ich meine, es waren zwei oder drei Minuten, wenn ich mich da noch richtig erinnere. Aber es kann trotzdem so aussehen, oder sieht so aus, als wenn das schneller gewesen wäre, zum Beispiel. Wenn ich das nächste Bild sehe, hier ist es genau komplett umgekehrt, Hier war es so, dass mächtige Gewitterwolken am Himmel waren, ich hatte schon Probleme an manchen Stellen auf diesem Berg, hatte ich Angst um das Stativ, weil das sehr stürmisch war, und an dem Stativ gerüttelt hat und da braucht man eine gefühlt viel kürzere Zeit, um diese Dynamik darzustellen. Und hier ist es noch mal in schwarzweiß, die Betonung, diese Tiefe, die dadurch entsteht, diese Sogwirkung nach hinten, alles über diese Wolken. Es ist natürlich eine surreale Darstellung, weil "live" hat es ja so nicht existiert. Aber das ist das, was mich eigentlich fasziniert , und wo ich immer wieder Spaß habe, aufs Neue das auszuprobieren um Ausdrücke zu schaffen, die ja so gar nicht existieren. Das kann eine sehr reizvolle sein. Deshalb muss ich immer eine gewisse Position zu den Wolken haben. Die Wolke ist für die Dynamik verantwortlich, und die Dynamik muss eine gewisse Aussage haben. Hier scheint sich vieles auf das Kreuz zu ziehen, sozusagen, also muss die Wolke oder die Wolken, durch den Wind getrieben, natürlich auch in diese Richtung ziehen, damit dieser Eindruck entsteht, ist der Wolkenzug extrem wichtig und deshalb muss ich mir das immer vorher angucken, die Lage beurteilen. Vielleicht muss man zu einem anderen Standort fahren, damit der Wolkenzug zum Hauptmotiv auch richtig zur Geltung kommt. Es ist ganz ganz wichtig. Hier ist es mehr so die Diagonale, die betont wird, rechts und links oben in dem Fall. Jetzt kommen paar Beispiele, die auch mal demonstrieren, wie langweilig so ein Bild überhaupt aussehen kann, so wie es die Kamera sieht, und so wie ich mir das vorstelle. Hier ist die Wolke eigentlich nur angedeutet. Hier war es so, dass ich auch ziemlich lange belichtet habe. Und ich würde mal behaupten, es ist knapp eine Minute, zwischen der 3/4 Minute und einer Minute, aber da die Wolken so langsam gezogen sind, kommen sie kaum von der Stelle. Und meistens ist es so, wenn man am Horizont guckt, ist natürlich die Bewegung am Horizont viel viel weniger als vorne. Dann kommt natürlich die Richtung noch hinzu. Deshalb wenn die Wolke sich am Horizont bewegen soll im Bild, muss man auch dementsprechend lange belichten, das kann manchmal sehr lange sein. Sehr lange, da spreche ich über eine Minute, vielleicht zwei Minuten. Aber hier diese Andeutung von Bewegung, hat für mich auch sowas wie verzupfte Wattebäusche, die da oben hängen, hat auch eine gewisse Aussage. Da ist es ganz wichtig, es sind natürlich auch manchmal Zufälle ganz klar, weil hier die Situation so war ist bei Wolken, wenn die am Himmel sind, immer der Fall, dass mal die Sonne scheint und mal nicht scheint. Wenn ich natürlich jetzt zwei Minuten belichte, ist die Gefahr so groß, dass am Anfang mal auf ein Objekt in meinem Motiv Sonnenlicht hinkommt und innerhalb dieser zwei Minuten kann es mal weg sein, kann wechseln kann woanders leuchten. Das kann einen besonderen Reiz ausmachen, kann aber auch mal ein Motiv letztendlich kaputt machen, ist vollkommen klar. Hier war ich für einen Workshop unterwegs, im Winter, wo ich nach Motiven gesucht habe, da ist mir dieser Berg aufgefallen, und an diesen Berg haben sich die Wolken dann irgendwann aufgelöst sind drüber gezogen, und haben sich irgendwann aufgelöst. Wenn man dann noch mal zurück geht, das ist die Kurzzeit-Belichtung und hier kann man nochmal diesen Ausdruck schaffen, wenn das so über die Spitze wegzieht. Ich empfinde diese Bilder einfach, die haben ganz andere Emotion. Hier, das ist natürlich immer alles ohne, jetzt dieses erste Bild. Diese Vergleichsbilder sind ohne Filter im Normalzustand, wie es denn die Kamera sieht. Das ist auch das Spannende dann, was kann man noch rausholen. Was kann man an Emotion, dem Ganzen mitgeben, wenn man das jetzt zum Beispiel länger belichtet. Im Gegensatz zu diesem Bild, hier kam ab und zu, man sieht es am geringen Schatten unter dem Baum, kam mal die Sonne raus und mal nicht raus, da war es für mich wichtig, abzuwarten, dass auf diesen ersten Baum oder hinten dran, aber vor allen Dingen auf diesen, der so schief steht, auf diesen Baum, dass da Sonnenlicht hinkommt während der Belichtungszeit, weil das dann einfach durch diesen Kontrast anders wirkt. An dieses Bild kann ich mich noch erinnern, dass ich da ziemlich lange gestanden war, und es war sehr sehr windig, und die Wolken haben mir oft, das Motiv vorne sieht man auch, ist nicht beleuchtet, hinten sind die Vulkane beleuchtet und das ist natürlich ein Glücksmoment, beziehungsweise muss man lange Geduld vielleicht auch mitbringen und haben und nie zu früh einpacken, weil, ich wollte eigentlich ein Bild aufnehmen, wo die Wolke zieht, und vor allen Dingen sollte da noch irgendwie Licht hinkommen, es sollte ja ein bisschen spannender wirken, sozusagen und deshalb bleibt man an ein und derselben Stelle. Das können wirklich Stunden sein, in denen man versucht Bilder aufzunehmen, weil es durch diesen Wolkenzug zum einen, wenn die Wolken ziehen soll, immer von Licht und Schatten abhängt. Das finde ich ganz wichtig und wenn die Sonne so am untergehen ist, will ich sie vielleicht aber auch sehen auf meinen Elementen, meinem Motivteil, und dafür ist es eben wichtig, dass dieses Sonnenlicht noch spürbar wird in den Aufnahmen. Auch ein sehr windiger Tag man sieht es an den Wolken, dass da irgendwann auch Regen mit drin ist oder Gewitter, oder es könnte vielleicht kommen. Da war klar, die Wolken ziehen von rechts nach links oben. Jedenfalls habe ich mich dann auch so positioniert, habe das lange beobachtet, damit eben das Bild auch zustande kommen kann, dass die Wolken wirklich über die ganze Breite von hinten nach vorne, diese Dynamik mit reinbringen. Da die Belichtungszeit eine längere ist, habe ich noch eine Vorlaufzeit mit reingenommen, sozusagen wie eine Selbstauslöseraufnahme, habe mich selbst noch mit an die Mauer gestellt und habe das dann damit aufgenommen, dass da noch mal der kleine Mensch im Bild ist, der dem Ganzen noch einen kleinen Kick gibt. Wichtig, selbst bei solchen Aufnahmen, was da für eine Dynamik entstehen kann, ist einfach so dieser Wolkenzug, wo zieht die Wolke hin und das löst, glaube ich, bei ganz vielen Menschen was aus. Das ist diese Dynamik, diese Power, die dadurch entsteht. Je nachdem, in was für einen Zusammenhang man diesen setzt, kann selbst aus so einem Motiv, das jetzt ja alltäglich oder irgendwo rumliegt eine Dynamik entstehen, obwohl das ja sehr von Statik geprägt ist, ist es trotzdem sehr dynamisch, einfach nur durch die Wolkenaufzeichnungen. Auch sehr langweilig, sehr langweiliges Licht. Das Licht auf das Hauptmotiv, auf diese Burg, kommt kein Sonnenlicht, quasi Aufnahme ohne Filter und mit Filter auch Glücksmomente abwarten, wann kommt die Sonne raus, wie lange scheint sie auf meine Burg, um in diesem ganzen Belichtungsvorgang von einer halben Minute bis zu einer Minute, ebenso diese Dynamik in den Wolken zu haben, aber auch Licht auf der Burg. Das ist ganz wichtig. Man kann erahnen, wenn man auf die Uhr guckt, dass das gefühlt vielleicht drei Minuten gedauert hat. Wird es wohl auch. Die Wolken sind sehr langsam gezogen an diesem Tag, wenn man aber lange genug belichtet und ich habe wirklich lange gebraucht, um um diese Kirche herum zu laufen, um einen Teil der Kirche aufzunehmen, die im richtigen Verhältnis oder standpunktmäßig zum Wolkenzug waren, um diese Diagonale eben herzustellen. Hier noch mal, wenn ich einfach nur so einen Teil aufnehme, und was daraus entstehen kann. Ich finde, das kann viel mehr Power haben, da pfeift der Wind durch, da kann man jetzt irgendwas interpretieren und schon hat das Bild eine Story. Das ist das, was ich ja zeigen möchte, auch wenn das jetzt sehr surreal ist, und hier passt es auch wunderbar, weil bei jedem kann dann jetzt irgendwas abgehen, was mit diesem Kreuz zu tun hat im Kopf, mit dem Wolkenzug, was man da rein interpretieren kann und das kann ein Bild einfach ausmachen, und das ist der Grund, warum ich fotografiere.

Grundlagen der Fotografie: Filter

Lernen Sie, dynamische und statische Motive mit Filtern abzubilden. ND- und Polfilter kommen zum Einsatz, um satte Farben, fließendes Wasser und ziehende Wolken festzuhalten.

3 Std. 43 min (39 Videos)
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